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Thema: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

  1. #1
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    Standard Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin am 18.12.23 mit starkem Herzrasen in die Notaufnahme eingeliefert worden. Die Beschwerden gab es schon etwas länger, es wurde allerdings von meinem Hausarzt auf einen grippalen Infekt geschoben, den ich kurz vorher hatte. In der Notaufnahme wurde dann eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt. Die Blutwerte sind im Profil! Ich hab zu Beginn 20mg Carbimazol und 40mg Propranolol verschrieben bekommen, nach der Blutabnahme nach zwei Wochen (beim Hausarzt) hat dieser auf 30mg Carbimazol erhöht und die Diagnose Morbus Basedow gestellt. Nach der letzten Blutabnahme (vorgestern, wieder nach zwei Wochen Abstand) wurde gesagt ich soll genau so weiter nehmen. Das ist der Punkt, an dem ich etwas skeptisch bin, da es ein Vertretungsarzt war (mein Hausarzt ist immerhin Internist und wirkte nicht komplett Schilddrüsen-Ahnungslos), der sehr nach "ochja, machen sie einfach mal so weiter klang". Also irgendwie war es nicht so fundiert und nachdem ich heute die Blutwerte abgeholt habe (auch im Profil) habe ich gemerkt, dass da auch einfach einige Werte fehlen? Das wurde allerdings nicht kommuniziert.
    Am 30.01. habe ich einen Termin beim Nuklearmediziner.
    Würdet ihr sagen es ist okay wenn ich bis dahin weiter 30mg Carbimazol nehme? Sollte ich die fehlenden Werte noch einfordern? Und wisst ihr ob ein Nuklearmediziner beim Erstbesuch wegen Morbus Basedow auch Blut abnimmt? Oder müsste ich jetzt eigentlich beim Hausarzt den nächsten Termin ausmachen? Ich freu mich über jede Hilfe und jede Erfahrungswerte!
    Ich wurde insgesamt relativ schlecht ärztlich beraten bisher. Dass ich jodarm essen sollte etc. hab ich alles selbst rausgefunden. Daher freue ich mich auch, falls ihr noch "das musst du unbedingt beachten"-Tips habt. Bisher ist mir klar: Kein Jodsalz, kein Meeresfisch, kein Alkohol, kein Koffein, nicht rauchen, versuchen Stress zu reduzieren.

    Ganz liebe Grüße und jetzt schon vielen Dank!
    Annika

  2. #2
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Annika, bitte dringend auch das fT4 bestimmen ...vielleicht geht noch nachfordern, eventuell, wenn der Doc sofort im Labor anruft? Es geht einfach nicht ohne fT4, der Hemmer wirkt ja direkt auf diesen Wert bzw. auf den T4-Hormonspiegel ein. Ich bin nicht überzeugt, dass eine Erhöhung nötig ist, Hausärzte erhöhen, wenn das TSH weiter supprimiert ist, aber das ist sehr-sehr daneben. Das fT4 kann dabei schon ganz tief sitzen. Bei dir vermute ich den Wert entweder grenzwertig oder bereits normwertig. Aber mit Vermutungen kommen wir nicht weiter. Aber: sicher nicht erhöhen! Zur Senkung kann ich leider nur etwas sagen, wenn du alle drei Werte hast.

    Bitte setze alles daran, komplette Werte zu bekommen, TRAK müssen nicht immer sein, aber TSH, fT4, fT3 schon!!

    Der NUK nimmt manchmal Werte ab, ja. Aber das ist viel zu weit. Ich würde sagen: T4 nachfordern oder morgen komplette Werte, dann Dosis ändern und dann reicht der nächste Termin beim NUK - allerdings wäre gleiches Labor, also Hausarzt, besser.
    Wenn er noch nachfordern kann, biete an, den einen fT4 notfalls selbst zu zahlen.

  3. #3
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Danke, panna, für diese schnelle Antwort!
    Ich hab leider niemanden erreicht, versuche es aber immer wieder und hab auch aufs Band gesprochen.

  4. #4
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Tu alles was du kannst. Und währenddessen nicht erhöhen (oder hast du schon?), das fT3 ist niedriger geworden. Aber ob Senkung gut möglich und wie viel, das geht nur mit fT4 dazu. Wenn Werte morgen neu gemacht werden, dann zumindest beide zusammen (fT3 und fT4), sie haben sich ja inzwischen beide bewegt gehabt und sollten zusammen angeguckt werden. TSH ist sicher supprimiert, muss nicht wiederholt werden.

  5. #5
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    @ Panna: sie nimmt seit Anfang Januar 30; die soll sie jetzt beibehalten(sorry, ich habe das Gefühl, das hast du übersehen)

  6. #6
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Zitat Zitat von Hashimoba14 Beitrag anzeigen
    @ Panna: sie nimmt seit Anfang Januar 30; die soll sie jetzt beibehalten(sorry, ich habe das Gefühl, das hast du übersehen)
    Danke schön, das habe ich in der Tat , danke dir.

    Zum Glück gilt trotzem, dass man ohne fT4 nicht wissen kann, ob die 30 noch nötig sind.

  7. #7
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Genau, ich hab jetzt die letzten Tage weiterhin 30mg genommen. Aber ich habe nun endlich den fehlenden fT4-Wert! Tatsächlich liegt er schon ganz knapp im Normbereich, wie du auch vermutet hattest, panna. Genauer bei 21.4 (12 -22). Da sollte ich doch eher mit der Dosis leicht runtergehen, oder?

  8. #8
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Zitat Zitat von Snorkfraeulein Beitrag anzeigen
    Genau, ich hab jetzt die letzten Tage weiterhin 30mg genommen. Aber ich habe nun endlich den fehlenden fT4-Wert! Tatsächlich liegt er schon ganz knapp im Normbereich, wie du auch vermutet hattest, panna. Genauer bei 21.4 (12 -22). Da sollte ich doch eher mit der Dosis leicht runtergehen, oder?
    Ich denke schon, auch, dass die Erhöhung nicht unbedingt notwendig war. Die freien Werten haben sich doch teils mehr als halbiert unter 20 mg. Auf 25 solltest du auf jeden Fall gehen, ich habe das übliche Problem: 20 wäre besser, radikale Senkung finde ich aber nicht so toll. Wenn ich es wäre, würde ich (unter Einkalkulierung der letzten Tage unter 30) für 3-4 Tage 25 nehmen und dann für 10-12 Tage 20, dann Kontrolle.

  9. #9
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Hallo zusammen,

    Danke panna, für deine Ratschläge! Ich habe es gemacht wie du vorgeschlagen hast, erst ein paar Tage 25mg und dann auf 20mg reduziert.
    Nun war ich heute endlich beim Nuklearmediziner und das war alles sehr überraschend. Er hat keine neuen Blutwerte genommen (meinte das reicht in 2-4 Wochen), aber trotzdem gesagt ich soll auf 40mg (!) hochgehen. Ich war durchaus erstaunt und habe, obwohl mir sowas extrem schwer fällt auch "widersprochen", also gemeint, dass das die freien Werte doch gar nicht hergeben, aber er hat es mit dem immernoch unterdrückten TSH begründet. Außerdem sehe meine Schilddrüse im Ultraschall noch sehr überaktiv aus.
    Ich bin jetzt komplett verwirrt. Von 20 auf 40mg finde ich viiiiel zu krass, aber ich "traue" mich irgendwie auch nicht mich allzu weit weg von ärztlichem Rat entfernt zu medikamentieren.
    Was würdet ihr empfehlen? Bin wirklich überfordert
    Körperlich ging es mir die letzten zwei Wochen voll okay. Ich darf auch mit den Betablockern von 40mg auf 20mg runtergehen und soll schauen wie es sich anfühlt.

  10. #10
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    Standard AW: Hilfe zur Dosierung nach Erstdiagnose. Hat mein Hausarzt Ahnung?

    Du schreibst ja, warum es falsch ist:

    aber er hat es mit dem immernoch unterdrückten TSH begründet
    Man dosiert die Hemmer nicht nach TSH, sondern primär nach dem fT4, das ist der Wert, auf den der Hemmer einwirkt. Nicht aufs TSH. Das TSH bleibt unter TRAK-Einfluss, solange diese aktiv sind, und das gilt für einen dreifach ehöhte n fT4-Wert genauso wie für einen fT4 hoch in der Norm, wie bei dir. Selbstredend gibt man für ein dreifach erhöhtest fT4 eine andere Dosis, also für ein fT4 in der Norm - das TSH ist in beiden Fällen weg. Mit 40 kriegt man dann schon schnell ein TSH, plus Unterfunktion und eventuell als Zugabe eine EO dazu.

    Was du bitte jetzt dringend machen solltest, das sind jetzt aktuelle Werte mit der gegenwärtigen und (hoffentlich) gehaltenen (und nicht erhöhten) Dosis, denn jetzt ist Zeit für neue Werte.
    Hier ist ein NUK, der im Gegensatz zu deinem, weiß, wovon er spricht:

    Die Dosierung ist so zu wählen, dass das fT4 im (oberen) Normalbereich liegt, sich im Zeitverlauf langsam normalisiert und das TSH (das der aktuellen Schilddrüsensituation ja um Wochen nachhinkt) in den niedrig-normalen, später in den normalen Bereich kommt. (Quelle)

    Beachte das "nachhinkt", das ich oben beschrieben und begründet habe. Man arbeitet mit den freien Werten, das TSH macht dann, was es soll. Aber es ist kein Therapiegegenstand.

    Alleine dass er dir Ratschläge für 2 Wochen alte Werte gibt, spricht Bände.

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