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Thema: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

  1. #1
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    Standard Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Guten Abend,
    zunächst vielen Dank dafür, dass dieses Forum anscheinend schon seit vielen Jahren betroffen Personen Unterstützung bietet!
    Da ich beim Lesen im Forum schon bemerkt habe, dass viele Hausärzte und NUKs hier nicht gut wegkommen, freue ich mich, wenn ihr auch einem Blick auf meinen Fall werfen könntet:

    Vor ca. 1 Jahr wurde bei einem Routine-Checkup eine leichte SD-Unterfunktion festgestellt sowie beim NUK kleine Knoten in der SD. Symptome hatte ich keine. Auf ärztlichen Rat nahm ich bis vor wenigen Tagen täglich 50mcg L-Thyroxin. Damit fühlte ich mich längere Zeit unverändert. Meine Sportuhr zeigte mir, dass mein Ruhepuls langsam und stetig stieg, aber ich fühlte mich fit. Hausarzt bestätigte im März einen guten TSH. Über den Sommer hatte ich vermehrt leichte aber beharrliche Muskelschmerzen und schob es auf den Sport. Bei der nächsten Blutabnahme im Juli war der TSH deutlich zu niedrig, ich sollte auf 25mcg reduzieren. Kurz darauf hatte ich Herzrasen und setzte die Tabletten ab. Hausarzt verschrieb Bisoporol 1,25mg. Seitdem bessere Herzfrequenz, aber ich fühle mich ziemlich erschlagen. NUK diagnostizierte MB und ich nehme nun 15mg (hier hatte ich zuerst 50 stehen, das war jedoch ein Tippfehler) Thiamazol seit 2 Tagen. Bis auf leichten Juckreiz bisher okay. Ausführliche Werte habe ich in meinem Profil.

    Danke!

    PS: Hab schon beim Lesen gelernt, dass die Dosis erst nach 2 Wochen auf ihre Sinnhaftigkeit anhand der Blutwerte beurteilt werden kann und erwarte kein Glaskugellesen. Eine Einschätzung freut mich dennoch, sofern möglich.
    Geändert von Arakro (10.08.23 um 11:01 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Hallo Arakro,

    du hattest keinerlei Unterfunktion, das LT wurde dir zur Knotenprophylaxe verschrieben. Deine Hormonwerte waren nicht einmal fraglich. Der "Graubereich" beim TSH könnte dann gelten, wenn die freien Werte und evtl. das Befinden Anlass zur Sorge geben, beides war bei dir nicht der Fall. Ob man nun zur Knotenprophylaxe Thyroxin nehmen soll - das sollte man gut abwägen, nicht jedermann tut es und nicht jeder Arzt empfiehlt es und wenn, dann vielleicht auch nicht gleich mit 50 mcg Thyroxin. Aber OK, ist passiert. Das 0,3-er TSH als Quittung (sofern Basedow zu dem Zeitpunkt noch nicht da war) ist vielsagend dafür, dass es von den Hormonwerten her zumindest überdimensioniert war.

    An deiner momentanen Überfunktion wird auch das Thyroxin einen gewissen Anteil haben, es ist nur schwer zu sagen, wie groß dieser Anteil ist. Mich würde dein Uptake-Wert bei der Szinti interessieren, denn "deute sehr auf Basedow hin" ist mir etwas zu luschig, sozusagen. Sorge bitte dafür, dass du deine Befunde alle schriftlich bekommst.

    50mg Thiamazol seit 2 Tagen.
    Im Profil steht 15 mg?

    Habe die konkreten Werte leider nicht, da telefonisch nur mitgeteilt wurde, dass die Werte weiter gestiegen seien und ich mit Einnahme beginnen solle
    Dann bitte mal auf die Werte bestehen, und zwar dringend, wir können dir ohne Werte gar nichts sagen. Auf Grund der Hausarzt-Werte wären 50 sicherlich zu viel, 15 eventuell zu wenig, aber lass uns die NUK-Werte abwarten. Fest steht, dass du die Dosis nicht verteilt einnehmen musst, die Wirkung hält 24 Stunden an.

    Die Muskelschmerzen kennen wir sehr gut als Überfunktionssymptom.

  3. #3
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Vielen Dank für so eine ausführliche Antwort so spät am Abend!

    Oh sorry, die 50mg sind tatsächlich ein Tippfehler im Text. Länger Konzentrieren fällt aktuell noch etwas schwer... Es sind 15mg Thiamazol (10 morgens, 5 abends).

    Gut zu wissen mit der nicht vorhandenen Unterfunktion, sowohl Hausarzt als auch NUK sprachen von Unterfunktion…

    Ich versuche die letzten NUK-Werte schriftlich zu bekommen und melde mich, wenn ich sie habe.

  4. #4
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Zitat Zitat von Arakro Beitrag anzeigen

    Ich versuche die letzten NUK-Werte schriftlich zu bekommen
    Nützlich für die Zukunft: Sie stehen dir zu, es sind deine Daten. Patientenrecht! Das Labor hat die Werte meist am gleichen Tag, spätestens am Folgetag. Für die nun folgenden Wertekontrollen (die nächste 14 Tage nach Einnahmebeginn) ist es sehr wichtig, dass du die Werte zeitnah bekommst, sonst sind die notwendigen Dosismodifikationen nicht machbar.

  5. #5
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Ich habe den Befund bekommen und die Werte im Profil ergänzt (und bei der letzten Blutabnahme vom Hausarzt auch die Leberwerte ergänzt, die waren erhöht, ist ggf. ja auch relevant). Leider hat das Labor dieses Mal teils andere Referenzbereiche als beim selben NUK im Dezember und daher ist die Vergleichbarkeit vermutlich nicht so toll.

    Der schriftliche Befund ist auch viel aufschlussreicher, als das, was die NUK mir gegenüber sagte – da war sie eher kurz angebunden. Ich verstehe nur die Hälfte, aber meine SD ist kleiner geworden im Vergleich zum Dezember und es gibt neue Knoten. Da scheint die Knotenprophylaxe ja nicht so gut funktioniert zu haben...
    Die NUK spricht von Immunthyreopathie mit zumindest Morbus Basedow-Komponente, falls ersteres überwiege, sei in Kürze mit Normalisierung der Stoffwechsellage bzw. erneuter Hypothyreose zu rechnen, falls letzteres überwiege, sei eine gut einjährige thyreostatische Therapie notwendig.

    Für die Blutabnahme 14 Tage nach Einnahme werde ich auf jeden Fall die Werte schnell bekommen, das habe ich schon geklärt – allerdings wieder von einem anderen Labor, weil ich die nächsten Wochen in einem anderen Bundesland sein werde.

  6. #6
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Zitat Zitat von Arakro Beitrag anzeigen
    Ich habe den Befund bekommen und die Werte im Profil ergänzt (und bei der letzten Blutabnahme vom Hausarzt auch die Leberwerte ergänzt, die waren erhöht, ist ggf. ja auch relevant). Leider hat das Labor dieses Mal teils andere Referenzbereiche als beim selben NUK im Dezember und daher ist die Vergleichbarkeit vermutlich nicht so toll.

    Der schriftliche Befund ist auch viel aufschlussreicher, als das, was die NUK mir gegenüber sagte – da war sie eher kurz angebunden. Ich verstehe nur die Hälfte, aber meine SD ist kleiner geworden im Vergleich zum Dezember und es gibt neue Knoten. Da scheint die Knotenprophylaxe ja nicht so gut funktioniert zu haben...
    Die NUK spricht von Immunthyreopathie mit zumindest Morbus Basedow-Komponente, falls ersteres überwiege, sei in Kürze mit Normalisierung der Stoffwechsellage bzw. erneuter Hypothyreose zu rechnen, falls letzteres überwiege, sei eine gut einjährige thyreostatische Therapie notwendig.

    Für die Blutabnahme 14 Tage nach Einnahme werde ich auf jeden Fall die Werte schnell bekommen, das habe ich schon geklärt – allerdings wieder von einem anderen Labor, weil ich die nächsten Wochen in einem anderen Bundesland sein werde.
    Dein Uptake könnte nicht deutlicher sein für MB. Autoimmunthyreopathie ist der gemeinsame Name für beide autoimmunogenen Schilddrüsenleiden (Hashimoto + Basedow), aber nochmal: Was du jetzt hast, ist ein sonnenklarer Basedow, das muss nicht mehr überwiegen als 5,9 % Uptake, und die Hashikomponente ist, sorry, wenn das jetzt Ärzten gegenüber überheblich klingt: Nicht anwesend. Du hattest keine, null, nix Unterfunktion, als dir thyroxin verschrieben wurde (zur reinen Knotenprophylaxe) und die Antikörper, die sowohl bei MB, aber seltener, als auch vor allem bei Hashi, überwiegend, vorhanden sind, die TPO-AK (oder MAK) sind bei jeder Messung negativ. Klarer geht es nicht.

    TSH=0,5 zukünftig ist ebenfalls als KNotenprophylaxe gedacht, allerdings für Zeiten allfälliger Thyroxineinnahme, der Gedanke dahinter: So viel Thyroxin futtern, dass das TSH ganz tief geht, sprich, die Schilddrüse kaum etwas macht. Was da nicht bedacht wurde, ist, wie sich der Mensch unter einer solchen mechanistisch auf Unterdrückung der Eigenfunktion gedachten Therapie fühlt. Dass man bei einer vergrößert-strumigen Schilddrüse darauf bedacht ist, dieselbe zu entlasten, damit Wachstum und Knotenwachstum eingedämmt werden, kann man verstehen. Aber bei dir ist weder eine sich vor Anstrengung vergrößernde Schilddrüse, noch ein unbefriedrigter Hormonbedarf feststellbar gewesen.

    Auch die Feststellung, dass man die thyreostatische Therapie "bei Dominanz der Basedow-Komponente" weiterführen sollte, ist absolut nicht nachvollziehbar. Noch einmal: Dein Basedow könnte auf Grund deiner Werte nicht klarer sein und die Hashimoto-Komponente mit Unterfunktion war sowieso eine Fiktion, weil nie vorhanden. Natürlich muss die mindestens einjährige Standard-Therapie zu Ende geführt werden. Das heißt: "Bei Dominanz der Immunthyreoditits ist schon bald mit einer Normalisierung der Stoffwechsellage bzw. dem Wiederauftreten der Hypothyreose zu rechnen." - was soll da dominieren, etwas, was nie nachweislich da war, die Immunthyreoiditis Hashimoto mit positiven TPO-AK und potentieller Unterfunktion? Nochmal, für mich in dieser Form Fiktion. Mag sein, dass du irgendwann die seltenere Mischform beider Autoimmunitäten entwickeln würdest, mit positiven TPO-AK und nachlassender Schilddrüsenfunktion. Aber das ist ein weder-noch gewesen voriges Mal. Und das Hauptargument: Sollte bei jemandem tatsächlich eine Mischform vorhanden sein, auch dann muss, wenn Basedow so klar dominiert, die Basedow-Therapie vollständig durchgeführt werden.

    Bei unterschiedlichen Labors und Referenzbereichen kann man die Werteentwicklung leider, leider überhaupt nicht gut sehen bzw. einschätzen. Das ist jetzt insofern egal als wir das bei den Werten 1. Hausarzt 2. Nuk auch nicht zwingend müssen , es reicht, wenn wir Pi mal Daumen einschätzen, ob 15 mg eine adäquate Einstiegsdosis ist. Ich habe das undeutliche Gefühl, dass mindestens 20 besser wären, wäre dein GPT nicht erhöht (das kann, wenn sonstige Ursachen nicht vorliegen, von der Überfunktion selbst herrühren, aber Thiamazol kann Eigenes dazu tun, leider). Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob nicht etwas mehr bei einer so klaren und kräftigen Überfunktion besser wäre als bei einer etwas niedrigeren Dosis länger zu verweilen oder gar, im dümmsten aller Fälle, erhöhen zu müssen. Das sind meine Überlegungen bzw. was ich täte, ich bitte dich, dich zwischen "offizieller" NUK-Meinung und meiner Einschätzung selbst zu entscheiden. Da du mich und uns hier nicht kennst, weiß ich, dass Vertrauen absolut nicht blind geschenkt werden muss und sollte.

    Dass die nächste Kontrolle wieder anderswo ist, ist natürlich kontraproduktiv, da muss man dann Kristallkugel, Bauchgefühl und Erfahrung miteinander kombinieren, um zu entscheiden, ob Senkung, Beibehalten oder Erhöhung angebracht ist. Bitte unbedingt auch Leberwerte und Leukozyten messen zu lassen, die Antikörper müsssen nicht jedes Mal sein.

    Die Knoten kannst/musst du erstmal sowieso aufs Eis legen, der "neue" Knoten kann auch eine basedow-entzündungsbedingter "Unruheherd" sein, die sich bei Beruhigung in Wohlgefallen auflöst. Die kleinen bis 5-6 mm Durchmesser sind keine akuten Sorgenkinder, weil unter 1 cm, man muss sie beobachten, ob sie wachsen und ein wirkliches Sorgenkind ist eher ein kalter Knoten (echovermindert wie bei dir bis echoarm).

  7. #7
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Guten Abend liebe Forumsmitglieder,

    liebe panna, nochmals danke für deine ausführliche und aufschlussreiche Antwort!

    Ich hab die Dosis von 15mg Thiamazol (10mg morgens, 5mg abends – ist vielleicht unnötig zu teilen, aber schadet ja auch nicht?) und morgens 1,25mg Bisoporol beibehalten und wollte das Blutbild nach 14 Tagen abwarten – an kommenden Montag werde ich die 14. Tagesdosis nehmen und dann Dienstag das Blutbild machen lassen inklusive Leukos und Leberwerte.

    Nun bin ich jedoch heute Abend etwas beunruhigt, da ich vor ca. 1 Stunde oral gemessen 38 Grad Körpertemperatur hatte, sich meine Haut deutlich erwärmt anfühlte, während ich mich eher kalt fühlte, meine Lymphknoten am Hals deutlich geschwollen sind und ich kaum Appetit habe, während ich die vergangenen Tage eher das doppelte aß (und trotzdem kontinuierlich abnahm). Da ich darauf hingewiesen wurde, dass Fieber auf eine Agranulozytose hindeuten kann, bin ich nun beunruhigt.

    Das Fieberthermometer sagt inzwischen 37,4 und ich fühle mich auch weniger heiß, meine Lymphknoten am Hals sind nach wie vor deutlich geschwollen. Dazu hatte ich vorgestern leichtere aber unangenehme Halsschmerzen und habe seit gestern auch sehr nervigen Fließschnupfen. Mein Mundraum fühlt sich dagegen normal an und ich fühle mich krank, aber nicht viel mehr als die letzten Tage/Wochen (soll heißen: ich liege viel und tue wenig, habe Muskelschmerzen, bin aber auch ohne Probleme fähig kleinere Dinge zu erledigen, dann aber recht schnell erschöpft, einzig der Schnupfen ist sehr nervtötend).

    Man muss dazu wissen: Ich bin seit dem Nachmittag des 15.08. bei meiner Familie zu Besuch und werde hier bis Anfang September bleiben. Ich habe keinen Kontakt zu erkälteten Menschen, es ist aber schon seit ein paar Jahren so, dass sich, sobald ich länger als 24 Stunden hier bin, eine Allergie ungewöhnlich deutlich meldet (Kribbeln im Gaumen, Halsschmerzen, Schnupfen, evt. trockener Husten). Merkwürdig insofern, dass ich in dem Haus von der Grundschule bis zum Abitur ohne dergleichen Symptome gelebt habe und ich diese Allergiesymptome an allen anderen Orten nur maximal wenig spürbar ausgeprägt habe (nachgewiesenermaßen besteht aber tatsächlich eine Allergie gegen Hausstaub, einigen Pollen und Wespengift). Wenn es sehr nervig wird mit der Allergie, nutze ich das Dymista Nasenspray (mit Azelastinhydrochlorid und Fluticasonpropionat) von meiner Mutter und dann ist recht schnell Ruhe. So habe ich es schon seit ein paar Jahren bei Bedarf gemacht und so auch am 16.08. späten Nachmittag wieder damit begonnen (1x abends und 1x morgens). Es hilft auch dieses mal, die Halsschmerzen waren am nächsten Tag weg, mich plagt aber noch immer ein ungewöhnlich hartnäckiger Fließschnupfen, ab und zu Kopfschmerzen und gelegentlich trockener Husten. Erhöhte Temperatur/Fieber ist mir jedoch gänzlich neu hierbei und beunruhigt mich.

    Nun gilt für Bisoporol und andere Beta-Blocker, dass sie die Empfindlichkeit gegenüber Allergien erhöhen können. Könnte es einfach daran liegen? Oder sollte ich mir ernsthaft Sorgen bezüglich einer beginnenden Agranulozytose machen und schnell zum Doc? Natürlich ist es Freitag Nacht und die einzige Option in den kommenden zwei Tagen wäre Notaufnahme oder ärztlicher Bereitschaftsdienst, wo die Gefahr hoch ist, auf MB-unerfahrene Ärzte zu treffen, die mich nicht ernst nehmen – und daher viel Kraft zu investieren und am Ende doch kein Blutbild zu bekommen, das ich ohnehin unkompliziert am Dienstag machen kann (alternativ würde auch Montag gehen, aber dann sind die 14 Tage noch nicht rum). Zur BE treffe ich allerdings auch auf keinen MB-kompetenten Doc, bzw. gar keinen Doc – meine Mutter ist Arzthelferin in einer eher fachfremden Praxis, nimmt mir morgens Blut ab und schickt es über die Praxis ins Labor.

    Die Fragen sind daher: Mit BE bis nächste Woche warten (sofern sich Symptome nicht verschlimmern)? Thiamazol weiter nehmen? Bisoporol weiter nehmen? Das Dymista weiternehmen?

    (wobei ich natürlich nicht erwarte, dass mir hier jemand nachts antwortet oder mir Gewissheit geben kann, aber ich würde mich über Erfahrungen und Einschätzungen freuen)

  8. #8
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Zitat Zitat von Arakro Beitrag anzeigen

    Die Fragen sind daher: Mit BE bis nächste Woche warten (sofern sich Symptome nicht verschlimmern)? Thiamazol weiter nehmen? Bisoporol weiter nehmen? Das Dymista weiternehmen?
    Ich kann es beim besten Willen nicht beurteilen, ob deine Leukozyten gefährlich gesunken sind oder nicht. Die Hinweise hast du ja richtig erkannt, Fieber und Lymphknoten, dazu kommen die Halsschmerzen. Aber ob der trockene Husten mit den Halsschmerzen zusammenhängt und auf einen Infekt hindeutet, der ein bisschen Fieber macht - oder ob wirklich das Thiamazol dahinter steckt, ich kann es unmöglich beurteilen, das kann nur eine Blutabnahme. Wissen tu ich nur, dass man bei solchen Erscheinungen lieber ein Blutbild machen sollte - das kann auch die Notaufnahme, eine schlichtes Blutbild, wichtig sind eher nur die Leukozyten (und evtl. Leberwerte, wenn man schon dabei ist).

    Mit MB muss sich kein Arzt auskennen, es reicht, wenn sie im Beipackzettel von Thiamazol die Nebenwirkungen nachschlagen.

  9. #9
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Zitat Zitat von Arakro Beitrag anzeigen

    Man muss dazu wissen: Ich bin seit dem Nachmittag des 15.08. bei meiner Familie zu Besuch und werde hier bis Anfang September bleiben. Ich habe keinen Kontakt zu erkälteten Menschen, es ist aber schon seit ein paar Jahren so, dass sich, sobald ich länger als 24 Stunden hier bin, eine Allergie ungewöhnlich deutlich meldet (Kribbeln im Gaumen, Halsschmerzen, Schnupfen, evt. trockener Husten).
    Ich hatte das früher auch bei einem bestimmten Besuch am Land, dass sich dort die Allergie am schlimmsten meldete. Es lag wahrscheinlich daran, dass dort andere Gräser und Kräuter wachsen als bei mir mitten in der Stadt.

    Du könntest den Notdienst der kassenärztlichen Vereinigung nutzen, um Blut abnehmen zu lassen und die möglichen Nebenwirkungen zu besprechen. Vielleicht hilft auch schon eine Apotheke, die Sonntagsdienst hat, um die Lage einzuschätzen?

    Wenn deine Mutter am Montag früh morgens das Blut abnimmt, sollte sie noch am selben Tag an die Werte rankommen. Für gewöhnliche Patienten sind sie am nächsten Morgen verfügbar.

  10. #10
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    Standard AW: Erst Unterfunktion, nun Morbus Basedow

    Guten Morgen,

    da erhöhte Temperatur nicht wieder aufgetreten ist (mich plagt noch immer ein trockener Husten, ansonsten geht es mir besser), haben wir die BE wie ursprünglich geplant gestern, nach 14 Tagen Einnahme Thiamazol gemacht und ich habe nun die Werte bekommen und im Profil hinterlegt. Es gebe noch weitere Blutwerte aus dem großen Blutbild, die im Referenzbereich liegen und bei denen ich davon ausgehe, dass sie nicht relevant sind. Falls etwas fehlt, ergänze ich das aber natürlich gern.

    Da anderes Labor, sind es andere Referenzbereiche und die Vergleichbarkeit nicht so toll, aber folgendes kam raus:

    SD: TSH ist etwas gestiegen (0,02), FT4 liegt im Referenzbereich, FT3 etwas drüber
    Leber: ALAT erhöht
    Blutbild: alle Werte im Referenzbereich, nur MCV etwas zu niedrig (was ist das?)

    Wie schätzt ihr die Werte ein? Wie würdet ihr nun mit der Dosis Thiamazol weiter verfahren?
    Meine NUK hat die Werte per Fax bekommen. Ich gehe davon aus, dass sie mich heute anruft, wie sie weitermachen würde.

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