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Thema: Drehschwindel

  1. #1
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    Standard Drehschwindel

    Hallo an alle!

    Seitdem ich ich v. 88 µg auf 75 µg LT gesenkt hatte, treten leider wieder alle denkbaren Beschwerden auf, darunter leider auch Drehschwindelattacken, in bestimmten Zeitabständen.

    Ich möchte das mal genauer beschreiben, weil ich gerne herausfinden will, welche Art des Schwindels es ist, damit ich bei der nächsten besser darauf reagieren kann.

    Die Beschwerden sind: bisher kam die Drehschwindelattacke immer im Bett, beim Drehen v. einer Seite auf die andere.

    Es dreht sich dann so schnell, daß mir sehr schlecht wird, ich warte dann ab, weil aufstehen nicht geht und wenn es ein klein wenig nachlässt, merke ich beim aufstehen, daß mein Blutdruck vermutlich sehr niedrig ist, bin dann kreide bleich im Gesicht und wie unterzuckert, beides. Wenn ich so eine Attacke habe, dann liege ich mindestens 24 Stunden flach, ich kann dann nur im Bett liegen, da jede Bewegung wieder neues Karussell verursacht. In dem Augenblick wünsche ich mir auch den Krankenwagen, weil es kaum aushaltbar ist, habe ich bisher aber nicht veranlasst, da ich mir das Krankenhaus ersparen will (meine Hausärztin meinte aber, daß ich beim nächsten mal ins Krankenhaus muß, weil sie da auch nichts weiter machen kann). An dem Tag, hatte ich auch Herpes simplex und fühlte mich generell sehr krank, ich vermute seit langem bei mir reaktives Epstein Barr, das ich einen CFS/ME ähnlichen Erkrankungsverlauf habe.

    Jetzt frage ich mich, wie ich am besten herausfinden kann, was es am ehesten ist.

    Die Beschwerden könnten einerseits zu den verlagerten Kristallen passen, andererseits vielleicht auch zu einer Neuropathia vestibularis.

    Geplant ist ein Kernspin des Schädels, da ich das schon mal hatte und zwar Anfang Dezember letzten Jahres.

    Ein HNO Termin werde ich auch irgendwann wahrnehmen, wenn ich einen Termin kriege, ist nicht so einfach.

    Leider nahm mich die HNO Praxis am selben Tag nicht dran, was sehr schade ist, denn genau dann kann man ja wahrscheinlich diese Augenbewegungen sehen, die vermutlich jetzt nicht mehr nachweisbar sind.

    Ich habe seitdem immer mal wieder leichteren Schwindel, aber irgendwie anders, kann es schlecht erklären.

    Vielleicht kennt das jemand und möchte sich ein wenig austauschen.

    Liebe Grüße, Tascha

  2. #2
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    Standard AW: Drehschwindel

    Also das, was du im Bett beschreibst, hört sich für mich sehr nach Lagerungsschwindel an, da würde ich beim HNO-Besuch mal drauf zur Sprache kommen. Was hat die Hausärztin denn bis jetzt gemacht bzw. Was vermutet sie?

  3. #3
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    Standard AW: Drehschwindel

    Danke Mayana: Gerade ist mir noch eingefallen, daß ich beim aufstehen bzw. dann beim laufen ein mal nach links kippte, vielleicht gibt das auch noch mal einen Hinweis (meine diesmal drehte sich alles nach links, weiß es aber nicht genau, geht zu schnell).

    Die letzte Attacke letzten Dienstag war mitten in der Nacht aus dem Schlaf heraus.

    Beim HNO war ich nachdem es im Dezember auftauchte, aber leider erst sehr viele Wochen danach, im Januar meine ich. Und da war leider nichts mehr zu sehen.

    Die Hausärztin kann sich mein Verdacht gut vorstellen, beides, Kristalle aber auch das andere, sie kann nichts machen, sie verweist mich an den HNO.

    Mal sehen, was beim Kernspin herauskommen wird.
    Geändert von Tascha (07.06.23 um 23:26 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Drehschwindel

    Hei Tascha,

    das ist ja krass, genau das gleiche hatte ich in der Nacht von Sonntag auf Montag. Umgedreht im Bett und der Horror begann. Ich hatte so schlimmen Schwindel, dachte ich fliege durchs Zimmer, wusste nicht ob ich liege oder stehe, es war extrem beängstigend. Innerhalb weniger Minuten total kaltschweißig. Jede Kopfbewegung hat sofort wieder diesen extremen Drehschwindel ausgelöst.

    Mein HNO war auch zu unflexibel, mich direkt am Montag einzuschieben. Daher bin ich jetzt auch nicht schlauer. Seit gestern geht’s wieder besser, aber noch lange nicht Normalzustand. Das braucht kein Mensch!

  5. #5
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    Standard AW: Drehschwindel

    Hey Luise,

    au wei, du arme, danke dir für deinen Beitrag, es hilft immer ein bißchen, wenn man weiß, das andere das auch kennen!

    Es ist wirklich sehr beängstigend bzw. es raubte mir meine letzten Energiereserven, innerhalb v. Sekunden. Der Blutdruckabfall und das Empfinden zu unterzuckern war bestimmt ein reagieren auf das Drehen, weil das ja sehr streßt, kann auch anders herum sein, aber das weiß ich nicht.

    Schwierig ist, weil man dann erstmal in den ersten Sekunden und Minuten nichts machen kann, ich versuche dann die Augen zu schließen und warte einfach erstmal nur ab, andere Wahl hat man da auch nicht. Wenn es so dreht, kann ich nicht mal mehr Hilfe rufen, man kann ja nicht mal mehr wirklich irgendetwas sehen, schreiben geht dann auch nicht.

    Da es noch nicht lange her ist, habe ich auch rießen Respekt, daß es irgendwann nochmal auftreten kann, ich denke, irgendwann werde ich es bestimmt wieder vergeßen, aber gerade ist es noch sehr eingeprägt.

    Sehr schade, daß dein HNO auch nicht bereit war mal zu schauen, wenigstens mal die Augenbewegungen hätten sie mal checken können, habe nicht mal viel mehr erwartet, wie die ganzen Untersuchungen, aber okay, was will man machen, ins Krankenhaus wollte ich dann auch nicht, dahin hatten sie mich verwiesen, aber ich war nach der Wartezeit bereits am Ende und mußte mich direkt zu Hause wieder hinlegen.

    Am besten war es wirklich im Bett, einfach nur liegen, die Augen schließen und auf keinen Fall bewegen und auch nicht nach rechts und links schauen.

    Man, was man aber auch alles erleben kann, braucht man echt nicht.

    Ich wünsche dir gute Besserung!

    Liebe Grüße, Tascha

  6. #6
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    Standard AW: Drehschwindel

    Neuropathia vestibularis dauert viiiiel länger als 24 h - ich hatte das schon. Das Schlimmste ist nach einigen Tagen ausgestanden, insofern als Du wieder geradeaus laufen kannst. Aber es schwindelt über Monate. Immer bei Bewegungswechseln, bei Drehbewegungen (Umdrehen), bei Bewegungen vor dem Auge (z. B. Scrollen am Computer, kippelnde Kollegen), Treppenhäuser. Nystagmus hatte ich allerdings nie, obwohl das Innenohr tot war. Vielleicht hat man das nur ganz zu Beginn - ich war erst nach drei Tagen beim Arzt, weil ich nicht raus konnte. Im Krankenhaus verabreicht man nur Mittel gegen Erbrechen, meinte mein HNO. Es gibt Mittel, um die Durchblutung anzuregen, aber damit wurde es bei mir immer schlimmer.

    Aus der Schilderung heraus würde ich am wahrscheinlichsten verirrte Otolithen vermuten; eventuell auch Morbus Meniere. Letzteres kann Dich allerdings überall überfallen und nicht nur zu Hause. Aber dafür würden die 24 h zutreffen. Mein HNO meinte mal, Meniereattacken könnten von Luftdruckwechseln ausgelöst werden.

    Was auch nicht zu unterschätzen ist: Die Angst vor der nächsten Attacke. Wenn also der Anfall vorbei ist, aber es trotzdem weiterschwindelt (dann als Schwankschwindel).

    Drehschwindel mit Hinfallen hört sich jedenfalls nach Innenohr an. Ich hatte allerdings auch schon Sekundenschwindel (ohne Hinfallen), wenn die Halswirbelsäule gesponnen hat.

    Auch Durchblutungsstörungen können das Innenohr beeinflussen. Oder unbehandelter Bluthochdruck - der kann dauerhaft Schäden anrichten.
    Geändert von Schlomis Muddi (08.06.23 um 07:25 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Drehschwindel

    Hallo Tascha,

    genau so was hatte ich auch vor ein paar Monaten, auch in der Nacht ! ich hatte erst ein Gefühl als ob ich falle und dann den totalen Schwindel, bei Aufstehen volles Rumgeschwanke - der Horror! ich kann dir das gut nachfühlen. Ich habe dann Vertigoheel genommen, dann gings im Laufe des Tages wieder. Früher hatte ich das auch schon vereinzelt, GsD immer nur kurz und eher selten. Was es ist weiß ich auch leider nicht..... Morbus Meniere ist ziemlich heftig, das hatte eine Kollegin von mir. So schlimm war es bei mir jedenfalls nicht.
    Du könntest auch zu einem Osteopathen gehen, das mache ich regelmäßig, vielleicht war das mein Glück in der Sache.
    Jedenfalls toitoitoi und alles Gute!
    LG dags

  8. #8
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    Standard AW: Drehschwindel

    Herzlichen Dank erst ein mal an euch alle!

    Luise: wenn du willst, dann würde ich mich freuen, wenn du erzählst, wie es bei dir weiter gegangen ist.

    Schlomis Muddi: Wenn diese Attacke auftritt, dann liegen ich mindestens 24 bis 48 Stunden flach, danach flacht es nach und nach ab, aber habe dann Wochen und Monate leichteren Schwindel und mir ist dann auch immer mal schlecht. Ich kann mir die Kristalle sehr gut vorstellen, allerdings frage ich mich, weshalb ich mich dann zeitgleich auch sehr krank fühle, kann Zufall sein, aber zurzeit fühle ich mich wie bei einem Infekt, das habe ich ja fast permanent, mal mehr mal weniger durch den gesamten Zyklus. Herpes, Aphten, dicke Halslymphknoten. Wie reaktives Epstein Barr, das was CFS/ME Patienten beschreiben.

    Morbus Meniere tippe ich eher nicht, da ich dabei keine Hörminderung ect. habe.

    Ich habe allerdings fast jeden Tag zurzeit Ohrensausen, wie bei erniedrigtem Blutdruck und der ist auch leider dauerhaft erniedrigt, auch bei Ärzten gemessen, wenn ich aufgeregt bin. Die Durchblutung ist auf jedenfall durch den niedrigen Blutdruck und/oder durch falsches Atmen beeinträchtigt. Es kribbelt täglich, gerade auch im Brustwirbelbereich.

    Mein Hausarzt hat mir Arlevert auf Kassenrezept verordnet, ohne mich gesehen und untersucht zu haben, hatte es der Helferin erzählt, was ich habe, ich werde es aber nicht nehmen.

    dags: das ist eine sehr gute Idee, denn das will ich schon die ganze Zeit mal machen, zum Osteopathen zu gehen, da ich auch mit dem Brustwirbelbereich zu tun habe, auch falsch atme.
    Geändert von Tascha (08.06.23 um 11:28 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Drehschwindel

    Im Dezember hatte ich das ja schon mal und war dann im Januar beim HNO, der dann meinte, ich habe zu lange gewartet, man kann nach so langer Zeit nicht immer was erkennen, denn bei ihm war dann alles wieder okay.

    Ich bekam eine Untersuchung, bei der man Luft in die Ohren bekommt und eine Brille aufgesetzt, dabei merkte ich, daß es sich wieder drehte und mir wurde auch schlecht und ich hatte das Empfinden, dass ich diese Augenbewegungen hatte, aber laut Arzt war alles okay.

  10. #10
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    Standard AW: Drehschwindel

    Zitat Zitat von Tascha Beitrag anzeigen
    Im Dezember hatte ich das ja schon mal und war dann im Januar beim HNO, der dann meinte, ich habe zu lange gewartet, man kann nach so langer Zeit nicht immer was erkennen, denn bei ihm war dann alles wieder okay.

    Ich bekam eine Untersuchung, bei der man Luft in die Ohren bekommt und eine Brille aufgesetzt, dabei merkte ich, daß es sich wieder drehte und mir wurde auch schlecht und ich hatte das Empfinden, dass ich diese Augenbewegungen hatte, aber laut Arzt war alles okay.
    Ja, da soll es auch schwindeln Wenn nichts schwindelt, ist das Innenohr kaputt. Und immer schön beide Seiten untersuchen lassen.

    Genauer sind wohl die Untersuchungen mit Wasser. Aber das macht nicht jeder HNO.

    Und ja, die Untersuchung sollte bei einer akuten Attacke stattfinden. Aber da muss man erstmal zum Arzt kommen

    Bei Meniere sind übrigens nicht immer alle drei Symptome da, bzw. das volle Krankheitsbild entwickelt sich erst nach einigen Anfällen. Und nach der Attacke kommt - je nach Persönlichkeit - der Angstschwindel vor der nächsten Attacke. Im Akutfall sitzen die Leute auf dem Bürgersteig, übergeben sich und werden von den Passanten als alkoholisierte Partygänger eingeordnet und umgangen. Damit muss man erstmal klarkommen - es muss schrecklich sein.

    Warst Du schon in einer Schwindelambulamz? Soll allerdings Monate dauern, bis man da einen Termin bekommt.

    Hat sich möglicherweise ein Infekt auf die Ohren gelegt? Davon kann auch das Innenohr beeinträchtigt werden.

    Wie siehts mit Eisen aus? Mein HNO betonte seinerzeit immer, wie wichtig Eisen für das Innenohr ist.

    Es gibt übrigens auch den vertikalen Drehschwindel. Auch Liftschwindel genannt. Entweder fühlt es sich dann an, als ob ein Fahrstuhl schnell nach unten fällt, oder beim Laufen hat man das Gefühl, 50 kg schwerer zu sein. Immerhin ist da die Übelkeit besser; so wars jedenfalls bei mir.

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