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Thema: schlechteres Befinden durch Hydrocortison?

  1. #1
    Benutzer Avatar von slava123
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    Standard schlechteres Befinden durch Hydrocortison?

    Hallo Leute,

    kurz zu meiner Vorgeschichte:

    wie aus meinem Profil zu entnehmen ist, habe ich eine ziemlich "wilde" Suche nach der passenden Hormoneinstellung hinter mir.
    Habe von L-Thyroxin bis hin zu T3 only, in jeglicher Dosierung, alles aussprobiert und nie ein richtig gutes Befinden gehabt.
    Irgednwann habe ich dann alles abgesetzt und es ca. 1 Jahr ohne Schilddrüsen-Hormone probiert, vorallem auch um meinem Körper die Zeit zu geben, sich etwas von dem Ganzen künstlichen hormonellen Stress zu erholen.

    Als ich gemerkt habe, dass die Unterfunktionssymptome immer schlimmer wurden, habe ich wieder mit T3-Only begonnen, da mir L-Thyroxin, egal in welcher Dosierung oder Kombination, nicht gut tut, sondern die Sympotme nur noch verschlimmert.

    Angefangen habe ich mit einer kleinen Dosieurng von 25mcg und dann, in ein bis zwei Monatsabständen, die Dosierung erhöt, bis die Unterfunktionssymptome zum größtenteil verschwunden sind (bei 100mcg).

    Diese Dosis nehme ich jetzt seit fast 2 Jahren und mir ging es super damit. Konnte wieder rägelmäßig zum Sport gehen, Körpertemperatur war wieder auf 36,8 ° - 37 ° und allgemien fühlte ich mich zu 90% wieder gesund.....
    Bis vor kurzem, als mir dann Hydrocortison verschrieben wurde.

    Folgend dann auch mein aktuelles Problem:

    Vor eingen Wochen war ich bei meinem Hausarzt und hatte einen 24 Stunden Speicheltest machen lassen, welcher ziemlich mies aussah (suche den bei gelegenheit mal raus und stelle den rein). Daraufhin verschrieb mir mein Hausarzt Hydrocortison, wovon ich erstmal 10 mg morgens nehmen sollte.
    Anfangs ging es mir dadruch so gut wie schon lange nicht mehr. Ich fühlte mich zu 100 % wieder wie zu gesunden Zeiten.
    Das hielt leider nur kurze Zeit an. Mein Hausarzt meinte, ich solle dann die Dosierung weiter um 10 mg steigern (also 20mg morgens) und bei Bedarf 5 -10 mg Nachmittags.

    Mein Befinden ist allerdings seit dem Hydrocortison dermaßen abgestürzt, dass ich nicht mehr weiter weiß. Kann es sein, dass das T3 durch das Hydrocortison besser (oder schlechter?) vom Körper aufgenommen wird, sodass ich die T3 Dosierung anpassen muss oder nehme ich noch zu wenig Hydrocortison?

    Ich muss dazu sagen, dass ich sehr viel Sport mache (bis zu 6x die Woche). Villeicht ist es noch zu wenig Hydrocortison?

    Wenn ich diese kurze Zeit nicht gehabt hätte, wo es mir wieder zu 100% gut ging durch das Hydrocortison, hätte ich es wohl wieder abgesetzt, aber jetzt weiß ich, dass noch Luft nach oben ist, was mein Befinden betrifft.

    Hoffe das ihr mir helfen könnt.

    LG Slava

  2. #2
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    Standard AW: schlechteres Befinden durch Hydrocortison?

    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...im-Normbereich
    Ich wüsste nichts hinzuzufügen...

  3. #3
    Benutzer Avatar von slava123
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    Standard AW: schlechteres Befinden durch Hydrocortison?

    Danke, hatte den Thread schon ganz vergessen. Ist jetzt natürlich gut 3 Jahre her das Ganze.
    Stand aktuell ist, das der morgendliche Cortisol-Peak kaum vorhanden ist. Habe jetzt das Hydrocortison auf 10-15 mg reduziert und schaue, wie es mir erstmal auf Dauer damit geht.

  4. #4
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    Standard AW: schlechteres Befinden durch Hydrocortison?

    Kein Wunder, dass du dich überfunktionierend fühlst. Kortison kurbelt den Stoffwechsel an. Es ist nicht umsonst ein Dopingmittel. Das und die nicht unerhebliche Menge T3, die du zu dir nimmst ist schon eine Hausnummer.

    Allein wegen eines 1-tägigen Speicheltests würde ich kein Hydrokortison einnehmen.

    Bei mir wurde wegen des Verdachts auf eine erworbene Nebennieren-Insuffizienz Cortisol im 24-Stunden-Urin gemessen und auch ein ACTH-Test durchgeführt.

    Als Rheumatikerin und Allergikerin kenne ich die segensreiche, am Anfang anregende, Wirkung von Kortison. Aber ich kenne auch die Schattenseiten wie Nervosität, Unruhe, Gereiztheit, Überempfindlichkeit. Nicht zu vergessen die negative Auswirkung auf den Knochenstoffwechsel und die Haut. Die Kortison Haut ist wirklich kein Spaß, Osteoporose kann ich auch nicht brauchen.

    Jetzt habe ich mir auch noch Myasthenia Gravis "eingefangen", ich versuche es vorerst mit Immunmodulanzien und werde nur im äußersten Notfall auf Kortison zurückgreifen.

    P.S.:
    Ich zitiere mich mal selbst, jetzt machst du ja noch mehr Krafttraining:

    Zitat Zitat von KapscII Beitrag anzeigen
    Du kannst 4 Mal die Woche intensives Krafttraining machen und glaubst an eine NNS? Da HC draufzupacken wäre Doping.

    Bei Cortisonmangel hängt man rum wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Krafttraining, Sport, nicht daran zu denken, da bekommt man den Alltag kaum gebacken!
    Aber, es ist dein Körper und deine Entscheidung.

    Wenn man sich deine Anfangswerte anschaut, bist du mit SD-Werten gut in der Norm mit LT eingestiegen, wegen eines etwas höheren TSH. Kann gut sein, dass du auch deswegen kein LT "verträgst", weil du es eigentlich gar nicht gebrauchst hättest.
    Geändert von KapscII (17.01.23 um 17:42 Uhr) Grund: PS

  5. #5
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    Standard AW: schlechteres Befinden durch Hydrocortison?

    "Mein Befinden ist allerdings seit dem Hydrocortison dermaßen abgestürzt, dass ich nicht mehr weiter weiß. Kann es sein, dass das T3 durch das Hydrocortison besser (oder schlechter?) vom Körper aufgenommen wird, sodass ich die T3 Dosierung anpassen muss oder nehme ich noch zu wenig Hydrocortison? "


    Wenn man cortisol nimmt wird thyroid viel besser in die Zellen aufgenommen . Es kann doppelt so viel rein gehen . Dadurch kann eine Ueberfunktion entstehen . Gleichzeitig wird aber auch die Umwandlung von T4 in T3 verlangsamt , die bei cortisol Mangel erhoeht ist . Dadurch kann der Patient wenn er cortisol anfaengt sowohl in Ueberfunktion wie auch in Unterfunktion geraten . Das weiss keiner vorher wie wer reagiert .
    Bei dir faellt die Umwandlung ja aus wenn du T3 nimmst .

  6. #6
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    Standard AW: schlechteres Befinden durch Hydrocortison?

    Zitat Zitat von slava123 Beitrag anzeigen

    wie aus meinem Profil zu entnehmen ist, habe ich eine ziemlich "wilde" Suche nach der passenden Hormoneinstellung hinter mir.
    Habe von L-Thyroxin bis hin zu T3 only, in jeglicher Dosierung, alles aussprobiert und nie ein richtig gutes Befinden gehabt.
    Viele erzählen sich die Geschichte, dass sie schon alles versucht haben, wirklich alles, und wenn man genau hinsieht, haben sie wichtige Schritte übersprungen.

    Bei dir ist es offensichtlich. Du bist in zwei Monaten von null auf 100 mcg LT gekommen, dann runter auf 50 und ohne Wertekontrolle wieder anders.

    Ja wenn du auf das Zufallsprinzip stehst, hätte ich bei Bedarf auch noch paar Ideen, ich befasse mich ja intensiv mit Sexualhormonen. Da gibt es mitsamt Vorstufen etliche und kannst du dir auch was Originelles würfeln.

    Ernsthaft, vermutlich ist dein Verlauf das Ergebnis von Ungeduld, Viel-hilft-viel-Glaube und alternativen Ansätzen, die am Thema vorbei gehen.
    Geändert von Irene Gronegger (18.01.23 um 17:41 Uhr)

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