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Thema: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

  1. #101
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Hallo zusammen, hallo Panna,

    komme noch einmal auf meine letzten beiden Anfragen/Mitteilungen zurück: soll ich bei meiner bisherigen Dosis bleiben? 1,25/2,5 mg im Wechsel?
    Oder habe ich in der letzten Mitteilung vom 26.10. mal wieder etwas überlesen?

    Martha

  2. #102
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Nein, ich habe dich überlesen :-) - warte ein bisschen, setze hier gleich fort ...

    ...

    Mit der Reduktion auf 1,25/2,5 konnten wir dich aus der Unterfunktion holen, und deine Werte haben sich seither ganz gut konsolidiert, nämlich fT4 röchelt nicht mehr aus dem letzten Loch (nur aus dem vorletzten :-) und das TSH blieb mehr oder weniger gleich (etwas früheren Abnahmezeitpunkt berücksichtigend), nicht wirklich um Hilfe schreiend:

    BE vom 07.08.2023 um 12:45 Uhr***NUK*** unter 1,25 und 2,5 mg Thi im Wechsel seit 06.07.
    TSH : 3,8 ( 0,2-2,5)
    FT4 : 10,5 (10,29-24,45)
    FT3 : 4,53 (2,76-7,37)

    BE vom 16.10.2023 um 9:45 Uhr***NUK*** unter 1,25 und 2,5 mg Thi im Wechsel seit 06.07.
    TSH : 3,93 ( 0,2-2,5)
    FT4 : 12,7 (10,29-24,45)
    FT3 : 5,05 (2,76-7,37)

    Bei dieser Lage *könnte* man ja theoretisch weiter senken, bei jemandem, dessen TRAK/TSI negativ sind, würde ich das selbst vorschlagen. Bei jemandem mit weiterhin positiven TRAK zögere ich aber mit einer Senkungsempfehlung auch nur auf täglich 1,25. Wir wissen ja, wo die Gefahr lauert, Martha: Senkung, Werte springen hoch, daraufhin zu große Erhöhung, anschließend UF und "Bitte setzen Sie das Thiamazol gänzlich ab.", wovor du damals gerade "gerettet" werden konntest. Denn hättest du abgesetzt, hättest du wohl inzwischen (oder in wenigen Monaten) ein Rezidiv und die Empfehlung würde lauten "Lassen Sie ihre Schilddrüse entfernen".

    Also deswegen würde ich sagen: Angesichts der fehlenden Urgenz einer Senkung - angesichts fehlender Augenbeteiligung - und angesichts der deutlichen TRAK würde ich eine weitere Runde mit der Wechseldosis machen, Martha.

    Das allerhöchste der Gefühle wäre für mich: 2,5/1,25/1,25, aber um ehrlich zu sein, ich stehe nicht wirklich dahinter.
    Geändert von panna (29.10.23 um 16:45 Uhr)

  3. #103
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Guten Morgen zusammen, guten Morgen Panna,

    vielen Dank. So hätte sich mein Bauch auch entschieden.
    Ich werde mich auch noch einmal einlesen, immer wenn ich denke, ich habe die Zusammenhänge einigermaßen verstanden, werden ich wieder eines Besseren "belehrt".
    Nun, dann drehe ich die nächste Runde mit der alten Dosierung, die nächste BE ist am 12.12.2023 (allerdings ohne TRAK/TSI – da noch altes Quartal).

    Beste Grüße
    Martha

  4. #104
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Hallo Panna, hallo zusammen,

    ich hoffe alle hatten und haben harmonische Feiertage.

    Am 24.12.2023 sind mir noch meine Werte zugegangen. Ich habe sie ins Profil gestellt. Da ich morgen wieder im Arbeitsstress bin, habe ich dies nun heute lieber in Ruhe erledigt, an einem Feiertag.
    Die Werte sind unverändert, mit kleinen Abweichungen und winzigen Verbesserungen.

    Interessant ist, dass mein Arzt jetzt von einem vollständigen Absetzen abrät. Zu einem viiiel früheren Zeitpunkt war das bei ganz anderen Werten aber ein Thema für ihn, dem ich ja mit Deiner/Eurer Hilfe nicht gefolgt bin. Man staunt und wundert sich, freut sich aber auch, das späte Einsicht und Erkenntnis erfolgt. Oder war es vorher einfach nur Unaufmerksamkeit infolge der vielen Befunde am Tag?

    Nun stelle ich wieder die Frage, soll alles bleiben wie es ist: Weiter nehmen wie bisher und abwarten? Ich selbst würde mir sagen: ja, da kaum Veränderung.


    Habt alle einen schönen Feiertag und noch eine schöne Zeit!

    Weihnachtliche Grüße sendet
    Martha

  5. #105
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Hallo Martha,

    Zitat Zitat von Herrsa Beitrag anzeigen
    Interessant ist, dass mein Arzt jetzt von einem vollständigen Absetzen abrät. Zu einem viiiel früheren Zeitpunkt war das bei ganz anderen Werten aber ein Thema für ihn, dem ich ja mit Deiner/Eurer Hilfe nicht gefolgt bin. Man staunt und wundert sich, freut sich aber auch, das späte Einsicht und Erkenntnis erfolgt. Oder war es vorher einfach nur Unaufmerksamkeit infolge der vielen Befunde am Tag?
    Wirklich rätselhaft. Macht schon einen komischen Eindruck, denn damals hat er ja die erhöhten TRAK ebenfalls registriert, im Zusammenhang mit der latenten Hypothyreose. Aber wer sind wir denn, die Geheimnisse der ärztlichen Gehirnwindungen enträtseln zu wollen. Vielleicht ist dort auch alles eher glatt als kompliziert gewunden.

    Das Problem ist das übliche: Hemmer weite rreduzieren ist beinahe so gut wie kein Hemmer, die freien Werte erlauben schon das beibehalten deiner Dosis, das TSH sollte allerdings nicht unbedingt höher als wo es jetzt ist. Wenn deine Schildrüse (er hat doch Sono gemacht, oder?) nicht größer wurde als wie sie am Anfang war, könntest du die Dosis ruhig so lassen, wie sie jetzt ist. 1,25 jeden 2. Tag ist schon echt ausschleichen, und so gern ich sehen würde, dass du ausschleichst, ein TRAK sollte davor gemacht und möglichs tief unten sein ... hoffentlich bekommst du den das nächste Mal.

  6. #106
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Hallo Panna, hallo in die Runde,

    ich habe neue*Werte*eingestellt. Sie sind vom 30.01.2024 vom*NUK.
    Derzeit nehme weiter ich täglich 1,25 mg/2,5 mg im Wechsel.
    Leider ist der*TSH-Wert wieder gestiegen, der*TRAK*weiterhin rückläufig – aber vermutlich zu langsam.

    Wie soll ich jetzt weiter dosieren?

    Der*NUK*schreibt in seinem Befund unter Klinische Angaben, dass ich die Empfehlung für die Reduktion bzw. Absetzen nicht annehme. Gleichzeitig empfiehlt er gar kein Absetzen.
    Allerdings war er diesmal im Gespräch deutlich ungehaltener, da ich noch immer jeden Tag 1,25 mg nehme (was ja nur die halbe Wahrheit ist, da ich ja 1,25/2,5 mg im Wechsel nehme). Er machte mir deutlich, dass ich nun mal bald absetzen muss, ich könne ja schließlich nicht alle 6-8 Wochen hier zur Blutkontrolle kommen. Ich bin darauf nicht weiter eingegangen. Möglich, dass er beim nächsten Mal etwas anderes sagt. Jedoch kann ich nur hoffen, dass er sich nicht weigert, mein*BE*zu kontrollieren, wenn ich seinen Empfehlungen nicht nachkomme. Sollte es sich hier um eine Kostenfrage handeln?

    Ich meine, dass ein Absetzen nicht angezeigt ist, oder? Oder gar eine Verringerung der Dosis, wie vom*NUK*empfohlen. Aber was meinst Du?
    Weshalb stagniert das ganze denn so stark bzw. geht der*TSH-Wert mal wieder nach oben?

    Grüße am Sonntag

    Martha

  7. #107
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Jetzt habe ich dich beinahe übersehen. Werde gleich antworten, muss gucken, was los ist.

    Ehrlich, ich weiß nicht, warum der NUK derart mit dem Absetzen nervt. Die gültigen Richtlinien besagen, dass die Therapie bis zu zwei Jahren fortgesetzt werden kann, wenn hierfür Gründe vorliegen und deutlich erhöhte TSI/TRAK SIND der Hauptgrund. Wenn er dich derart drängt, dann ist ihm dein Reziivrisiko egal, wenn MB dann bald zurückkommt, dann wird er eben eine RJT empfehlen. Die latente Hypothyreose ist doch kein Grund, die Therapie abzubrechen - da kann man sogar bei Beibehaltung der Dosis ruhig eine Winzigkeit Thyroxin dazu geben, dann gibt es keine latente Hypothyreose, weswegen er so drängelt. Ich würde einen Arztwechsel erwägen - oder ihm tatsächlich mit den Richtlinien kommen ...

    Optimale Dauer: 12-18 Monate. Bei andauernd hohen TRAK kann Fortsetzung der Therapie für ein weiteres Jahr erwogen werden (dies für Ärzte, die nach einem Jahr absetzen wollen).
    Wortlaut im Original in den Richtlinien, du kannst ihm ja die Tabelle im Artikel ausdrucken, dort die Punkte 7 und 9 fett kennzeichnen ... und fragen, warum das für dich nicht gelten sollte. Schön höflich um Erklärung bitten.

    (7) MMI is administered for 12.18 months then discontinued if the TSH and the TSH-R-AB are normal.

    (9) Patients with persistently high TSH-R-AB after 12-18 months can continue MMI Therapy, reperating the TSH-R-AB measurement after an additional 12 months ...
    https://karger.com/etj/article/7/4/1...-Guideline-for

    MMI ist Methimazol=Thiamazol, TSH-R-AB sind die TRAK. Und dies kannst du ihm eigentlich auch zeigen und sagen:


    So, was nun deine Werte angeht: Eigentlich sind deine freien Werte gut und gar nicht auffällig. Der normal übliche TSH-Referenzbereich geht *nicht* bis 2,5, sondern bis 4,xx (die 2,5 dient anderen Zwecken, sicher ungeeignet für MB-Patienten). . Du bist erst jetzt über 4 und ein hohes TSH kann zwar Wachstum verursachen, aber deine Schilddrüse ist eher klein und TSH=5 bei deinen freien Werten nicht wirklich schlimm. Höher würde ich es nicht unbedingt gehen lassen, aber du könntest ruhig die gegenwärtige Dosis weiternehmen und um Thyroxin bitten, eine halbe 25-er-Tablette täglich, da hättest du gleich ein wunderhübsches TSH.

    Die Alternative ist, dass du dich drängen lässt bei noch sehr deutlichen TRAK (die vor einem Absetzen eigentlich einige Monate negativ sein sollten), , auf täglich 1,25 gehst, damit das Rezidivrisiko erhöhst und dir überlegst, was du bei einem Rezidiv dann wirklich tust.

    Entscheiden kann ich natürlich nicht für dich, kenne deine Arztsituation und evtl. Optionen nicht - aber was hier passiert, ist wirklich ein Vorgehen, der den Empfehlungen der Europäischen Schilddrüsengesellschaft NICHT entspricht. Das Mindeste wäre eine Erklärung dafür.
    Geändert von panna (18.02.24 um 21:09 Uhr)

  8. #108
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Guten Morgen Panna,

    danke für Deine Antwort. Ich komme leider erst jetzt dazu, mich zu melden, da ich beruflich stark eingebunden bin und mir immer öfter die Kraft fehlt, darüber hinaus noch am Rechner zu sitzen.
    Mir scheint aber – wir drehen uns hier ein bisschen im Kreis.

    Wir landen immer wieder bei dem L-Thyroxin. Meinen NUK (sh. mein Beitrag v. 11.09.23). NUK und meine HÄ habe ich bzgl. der Kombinationstherapie schon befragt. Beide sind nicht bereit, da mitzugehen. Drei Ärzte (HA, NUK und Endo) wollten in der Vergangenheit (vor mehr als einem halben Jahr) bereits das Thiamazol absetzen, alle in Unkenntnis der TRAK-Werte. Das ich mit meinen Werten bis hierhergekommen bin (also das sie sich so verbessert haben), habe ich Dir bzw. dem Forum zu verdanken.

    Es ist auch nicht möglich, einfach den Arzt (NUK+ Endo) zu wechseln. Man hat eine Vorlaufzeit von mindestens drei Monaten – wenn überhaupt noch neue Patienten angenommen werden und ob der andere NUK oder Endo sich mehr einbringt und es anders sieht als der bisherige und etwas mehr mit mir über den Verlauf und Möglichkeiten redet, ist fraglich.

    Ich kann nur mit den Richtlinien wedeln, damit der NUK überhaupt meine Behandlung fortsetzt bzw. ihn um eine Erklärung bitten. Da dieser bei jedem Termin gefühlt drei Wörter sagt, (die ganze Sprechstunde jedes Mal 3 Minuten dauert - es sei denn er macht Ultraschall), ich ihm immer alles mühevoll aus der Nase ziehen muss, bin ich nicht sicher, ob ich eine Erklärung erhalte. Was soll ich machen, wenn er sich weigert, weil ich seine Dosierungen nicht beherzige (die seltsamer Weise auch mal so mal so ausfallen), die Behandlung fortzusetzen? Nach der Absetzungsempfehlung fand er dann Monate später meine TRAK-Werte dann doch zu hoch. Es ist einfach so gruselig.

    Leider erlebe ich mal wieder aufgrund eines zusätzlichen Beifanges – vermutlich MB basierend, wie hilflos man ausgeliefert ist. Alles was über eine BE hinausgeht wird nirgendwo angeboten, ein Gespräch schon gar nicht, auch wenn Werte nicht stimmig sind. Kein Arzt kennt sich wirklich mit MB aus, gibt es aber auch nicht zu. Ansonsten könnte man sich ja gemeinsam mit dem Arzt und mit eurer Hilfe dem Thema nähern. Vielleicht finde ich so jemanden, aber eher nur durch Zufall oder Empfehlung.

    Hier ist auch noch ein Link, der mich auch zweifeln lässt, ob das L-Thyroxin der richtige Weg wäre: http://www.schilddruesenliga.de/home.html. Ich bin zwar noch nicht 65 aber auch nicht mehr ganz jung und habe ohnehin schon Osteoporose.

    Was ich derzeit definitiv nicht möchte, ist eine OP oder RJT. Ich möchte so lange wie möglich erproben, ob ich nicht vielleicht doch mal absetzen kann und ich nicht erneut erkranke.

    Was soll ich also tun?
    Meine bisherige Wechseldosis 1,25/2,5 weiternehmen? Dem NUK zudem einfach nicht mehr die Wahrheit sagen? Was ich ja eigentlich bereits mache, da er ja denkt, ich nehme derzeit täglich 1,25 Thia.

    Weshalb ist der TSH-Wert denn überhaupt wieder gestiegen? Gibt es da doch äußere Einflüsse? Kann ich denn mit irgendetwas anderem korrigierend eingreifen um ihn in die richtige Richtung zu lotsen – außer mit L-Thyroxin?

    Was denkst Du denn, wird passieren, wenn ich nur nur alle drei Tage 2,5 mg nehme?

    Wie müssen denn die Werte Deiner Meinung nach aussehen, damit ich aufs 1,25 täglich bzw. 1,25/1,25/2,5 mg senken könnte?

    Ratlos – wie meist - grüßt

    Martha

  9. #109
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Zitat Zitat von Herrsa Beitrag anzeigen
    Mir scheint aber – wir drehen uns hier ein bisschen im Kreis.

    Wir landen immer wieder bei dem L-Thyroxin.
    Ich gebe gerne zu, dass ich nicht den INhalt aller Seiten, die wir hier einander vollgeschrieben haben, im Kopf habe - kann also nicht viel anderes tun, als, wenn die Probleme die gleichen bleiben, auch die Antworten gleich zu halten, denn: was sonst?

    Mit den Richtlinien zu wedeln - und noch besser: ihn sanft aber deutlich auf seine eigene Aussage im Dezember zu erinnern ("Ein vollständiges Absetzen würde ich wegen des 10/2023 noch erhöhten TRAK-Wertes noch nicht empfehlen.") ist schon korrekt und nützlich, ich schätze, er vergisst das dann einfach. Was die Dosis angeht, ich finde nichts dabei, des lieben Friedens (und der Fortsetzung der Kontrollen) willen ihn leicht anzuflunkern, zumal Dosis und Unterschiede wirklich lächerlich gering sind.

    Ärztefrust: Ja, das ist gruselig, und sicher das, was mich hier hält (unmittelbar erleben, dass man helfen kann, wo Hilfe so offensichtlich nötig ist), aber nimm hin, was du nicht ändern kannst.

    Hier ist auch noch ein Link, der mich auch zweifeln lässt, ob das L-Thyroxin der richtige Weg wäre: http://www.schilddruesenliga.de/home.html. Ich bin zwar noch nicht 65 aber auch nicht mehr ganz jung und habe ohnehin schon Osteoporose.
    Ich bin nicht wirklich für Thyroxin. Nicht wegen des Osteoporose-Risikos, denn da hinein muss man sich ja nicht begeben mit vorsichtiger Dosierung (habe selbst Osteoporose). Sondern weil deine Schilddrüse funktioniert. Der LT-Vorschlag würde dann gelten (und galt früher dann), wenn dein fT4 zu tief rutscht, also wirklich eine Unterfunktion da ist, damit man die Hemmertherapie statt Absetzen fortsetzen kann. Wegen des leicht erhöhten TSH, das den NUK nervös werden lässt, bin ich weniger nervös, denn das ist eben keine manifeste Unterfunktion. Ich würde selbst gerne dein TSH unter Dach und Fach, sprich unter 4, sehen (die 2,5 als Referenzgrenze ist ausdrücklich nicht für uns gedacht, gehe jetzt nicht ins Detail, siehst aber selbst, dass die Grenze bis 4 geht beim Hausarzt (und auch sonst allgemein)).

    Meine bisherige Wechseldosis 1,25/2,5 weiternehmen?
    Du kannst natürlich auf 1,25 senken, von den Werten her. Deine TRAK sind klar positiv, damit ist dein Rezidivrisiko höher. Ob täglich 2,5 tatsächlich mehr tut in der Hinsicht einer erhofften/nie ganz nachgewiesenen immunmodulierenden Wirkung - ich habe sehr erhebliche Zweifel, dann wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass das eine Minidosis ist, an der festgehalten wird, damit man - ja nun, bei positiven TRAK nicht völlig absetzt. Aber ob diese Dosis noch irgendwas tut im Immunsystem ... eher nichts Weltbewegendes.

    Weshalb ist der TSH-Wert denn überhaupt wieder gestiegen? Gibt es da doch äußere Einflüsse?
    Nur ein wenig. Vernachlässigbare Größenordnung. Äußere Einflüsse: Uhrzeit, je früher (morgens früh) du zur Blutabnahme gehst, umso höher.

    Kann ich denn mit irgendetwas anderem korrigierend eingreifen um ihn in die richtige Richtung zu lotsen – außer mit L-Thyroxin?
    Nein, und entspanne dich bitte auf der TSH-Front, Spannung ist erst angesagt, wenn deine freien Werte zu schlecht werden.

    Was denkst Du denn, wird passieren, wenn ich nur nur alle drei Tage 2,5 mg nehme?
    Ich bin ein Fan von täglicher Dosierung, Gleichmäßigkeit ist bei der Dosierung Trumpf , der eigentliche Grund: die Halbwertszeit von Thiamazol ist zwar kürzer, aber die Wirkung hält ca. einen vollen Tag an. Nochmal, ob diese Minidosis noch viel hemmt, ist die Frage, aber wenn, dann finde ich es unschön, 2 Tage nicht zu hemmen und dann nochmal und dann nochmal nicht.

    Wie müssen denn die Werte Deiner Meinung nach aussehen, damit ich aufs 1,25 täglich bzw. 1,25/1,25/2,5 mg senken könnte?
    Du kannst es, von den Hormonwerten her, auch sofort tun! Einziger Anlass zur Sorge sind deine nicht weichen wollenden TRAK, die dein Rezidivrisiko erhöhen - aber eigentlich auch mit oder ohne Hemmung, durch die Tatsache, dass sie nicht weggehen.

    Was ich derzeit definitiv nicht möchte, ist eine OP oder RJT. Ich möchte so lange wie möglich erproben, ob ich nicht vielleicht doch mal absetzen kann und ich nicht erneut erkranke.
    Ich verstehe das gut (wobei, streich mal RJT ganz, hier unser letztes Opfer: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3719228). Mit den neuesten Richtlinien wedeln ist es aber so, dass du zwei volle Jahre Hemmertherapie ruhig machen kannst und darüber hinaus, wird eine "niedrigdosierte Hemmung" neuerdings ausdrücklich unterstützt (nur nicht von deinem NUK): https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...sierte-Hemmung . Aber ein wenig muss ich dich enttäuschen: Auch die niedrigdosierte Langzeithemmung kann ein wirklich kommen wollendes Rezidiv nicht aufhalten (nur das statistische Risiko dafür etwas schmälern).

    Dass dich dein NUK nervös macht, du aber nicht von ihm wegkommst - nochmal, da kann ich leider nicht helfen, außer mit der weiteren Idee, dem NUK zu sagen, dass du absetzt und dich erstmal freundlich zu verabschieden, bis du zu einer Kontrolle irgendwann in einem halben Jahr oder so wiederkommst. Dies halte ich für möglich, falls (1) du dich mit dem Hausarzt bezüglich weiterer Kontrollen verständigen kannst, oder (2) du weitere Kontrollen privat tragen kannst - so häufig müssen sie ja jetzt nicht sein. Und solltest du ein Rezidiv bekommen, hast du deinen NUK wieder, weil im Frieden geschieden.

  10. #110
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Guten Morgen,

    danke Dir Panna, für Deine Einschätzung und die Infos zur Langzeitherapie mit Thiamazol.

    Ich habe mich misslich ausgedrückt, ich meinte eine Dosierung von 1,25/1,25/2,5/1,25/1,25/2,5/1,25 usw.

    Da aber ja wohl ein Augenmerk auf FT4 gelegt wird und der sich nur mehr oder minder im eher sehr hellgrünen Bereich bewegt, ist es wohl besser, bei der alten Dosierung zu bleiben.

    Also: eine weitere Runde mit der üblichen Dosierung 1,25/2,5 mg im Wechsel. Die nächste BE bei NUK ist am 22.03.2024 (davor am 30.01.2024). Vielleicht sollte ich sie in den April verschieben, dann kann er die TRAK mitmachen.

    Ich werde versuchen, bzgl. der Richtlinien und zu seinen unterschiedlichen Aussagen vorsichtig mit ihm zu sprechen. Wie es dann weiter geht, kann ich ja dann sehen.
    Zum TSH-Wert: Ich hatte diese Woche eine ungeplante BE wegen etwas anderen um 16:30 Uhr, bei der auch der TSH-Wert gemessen wurde und er lag bei 4,98 lag. Warum ich das jetzt schreibe, weiß ich eigentlich auch nicht so genau. Vielleicht weil er so spät noch so hoch ist. Aber ja, ich entspanne mich an der TSH-Front.

    Ich habe noch folgende Fragen:

    Ich nehme zweimal wöchentlich 7000er VitD3. Mir sagte jemand, dass ich besser täglich 2000 nehmen sollte. Ist das so?

    Und: Kann es sein, dass Nebenwirkungen des Thiamazols jetzt noch - und dass bei dieser Minidosis, auftreten können? Ich habe seit ca. zwei Wochen einen schmerzenden linken Unterschenkel. Dachte erst es sei Muskelkater. Dann schwoll der Unterschenkel an, die Schwellung changiert, befindet sich aber links und rechts vom Schienenbein, aber auch seitlich an der Wade. Die Schmerzen sind sehr unterschiedlich. Teils ruhend – gern nachts, teils nur beim Gehen. Neuerdings beim Gehen auch unter der Fußsohle. Knie rumort nun auch. Seit heute Morgen meckert auch das rechte Bein ein wenig. Eine Thrombose wurde ausgeschlossen. Was es ist, wusste niemand, „vielleicht vom Rücken“: Hochlagern, Kühlen, Ibu. Klassiker bei Allem.

    Ich fahre morgen in den Urlaub. Wandern war eigentlich der Plan!

    Hat jemand nach längerer Einnahme von wenig Thiamazol solche Beschwerden entwickelt?

    Grüße von
    Martha

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