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Thema: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

  1. #11
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Oje, also da sind dann auch noch 3 Tage unter 300 Propycil, sehe ich gerade ... das war eine Erhöhung, mitten in der bereits bestehenden starken Unterfunktion.

    Neutros-Leukos sind jetzt gut.

    Du meinst, es ist gar kein Problem, einfach wieder zu wechseln? Und es ist ja wohl angesichts des Medikamentes wohl auch angesagt? Bei der Ärztin heute kannte man das Medikament Propycil gleich gar nicht.
    Wie schon oben gesagt, die Lebertoxizität ist bei jedem Hemmer gegeben, dosisabhängig, aber Propycil ist das einzige Mittel, wo es nicht dosisabhängig ist und sowohl unerwartet als auch schwer zuschlagen kann. Selten, aber dann mit Wumms.

    Mehr als dass offiziell davor gewarnt wird kann ich dir nicht sagen, Einsatz nur wenn nichts anderes geht. Info habe ich dir oben verlinkt, ich kann mich nur wiederholen. Die Entscheidung liegt bei dir.

    Ich würde am Freitag um ein anderes Rezept bitten und so lange vierteln. Evtl. Unterschied gleicht sich bei der nächsten Einnahme aus.

  2. #12
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Hallo zusammen,

    heute fand das Gespräch mit der Hausärztin statt- nach der Blutentnahme vom Montag, die alle Befunde des NUK ausgewertet und mein Wechsel von PPC auf Thiamazol 5 mg gelobt hat- also Dich Panna.
    Sie fand auch das vom NUK zu hoch dosiert wurde. Vielen Dank noch mal für die Einschätzung.

    Sie ist jedoch der Meinung, dass ich gar keinen MB habe, da ich zu schnell in die Unterfunktion gelangt bin. Sie vermutet eher, auf Basis des Befundes vom 15.04.2021 (den habe ich nun auch noch eingestellt und danach noch weitere – dachte soweit zurück ist nicht relevant) ein autonomes Adenom. In keinem Befund würde ja MB stehen. NUK teilte mir MB nur mündlich mit und es richtig, dass es in keinem Befund steht. Aber es gibt ja die Werte, die dafür sprechen.
    Es soll nun dringend eine neue Szintigrafie vom NUK und Diagnose erstellt werden und ggf. Einleitung einer RJT. Ist denn eine RJT nötig? Kann man nicht erst einmal mit Thiamazol regulieren. Termin NUK am 07.02. Eher ging nicht, da dort Termine randvoll.

    Ab dem 18.01. (am 17.01. 1x50 mg PPC) nehme ich 5 mg Thiamazol. Neue BE am 06.02.2023 bei HÄ. Davor ist vom 30.01.-03.02.2023 in der Arztpraxis Inventur.

    Mein derzeitiges Befinden ansonsten: gelegentliches Herzrasen, Blutdruck leicht erhöht (135/79), leichte Gelenkbeschwerden an Knien und Sprunggelenken, Seitenstechen in Höhe der Rippenbögen (bds.) und dauerhaft, aber sonst recht gut. Abgesehen davon als sonst sportlicher Mensch zum Pausieren verurteilt zu sein.

    Was sagt ihr denn dazu? Soll ich erst mal alles abwarten? Kann es sein, dass es nun doch kein MB ist? Nun habe ich mich gerade mit ihm angefreundet..
    Fühle mich ganz schön überfordert mit den neuen anderen Fakten, insbesondere einer evtl. RJT.

    Vielen Dank für Eure Meinung.
    Beste Grüße
    Martha

  3. #13
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Zitat Zitat von Herrsa Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    heute fand das Gespräch mit der Hausärztin statt- nach der Blutentnahme vom Montag, die alle Befunde des NUK ausgewertet und mein Wechsel von PPC auf Thiamazol 5 mg gelobt hat- also Dich Panna.
    Sie fand auch das vom NUK zu hoch dosiert wurde. Vielen Dank noch mal für die Einschätzung.

    Sie ist jedoch der Meinung, dass ich gar keinen MB habe, da ich zu schnell in die Unterfunktion gelangt bin. Sie vermutet eher, auf Basis des Befundes vom 15.04.2021 (den habe ich nun auch noch eingestellt und danach noch weitere – dachte soweit zurück ist nicht relevant) ein autonomes Adenom. In keinem Befund würde ja MB stehen. NUK teilte mir MB nur mündlich mit und es richtig, dass es in keinem Befund steht. Aber es gibt ja die Werte, die dafür sprechen.
    Es stimmt nicht, dass es nirgendwo steht, siehe rot Gekennzeichnetes:

    TSH (sensitiv): <0,004 (0,2-2,5)
    FT3 : 14,5 (2,76-7,37)
    FT4 : 33,5 (10,29-24,45)
    a-TPO : <10,0 (-35)
    TRAK : 25,1 (bis 0,55) - hier Normwert anders
    Immunogene Hyperthyreose
    Außerdem, Mai 2021:
    SD mit TRAK-positiver Autoimmunthyreopathie
    Autoimmunthyreopathie ist nur ein anderer Name für MB. Zusätzliche Argumente, weswegen die Überfunktion einen (auto-)immunbedingten Ursprung hat:

    (1) Die TRAK. Wären sie bei 2,6, hm ... aber 26?? das kommt bei einem heißen Knoten nicht vor.

    (2) Guck mal wie stark die freien Werte erhöht waren, fT4 ca. das Anderthalbfache der oberen Norm, fT3 das Doppelte. Auch MB-typisch, die verstärkte T3-Produktion.

    Wie schnell und gut jemand auf die Hemmer reagiert, ist total individuell. Abgesehen davon, der NUK hat dich Mitte Dezember hängen lassen. Da waren deine freien Werte dank hoher Dosis davor bereits im Normbereich - es ist wahr, dass man nicht allzu abrupt stark senken darf, aber da war davon:
    Empfehle Reduktion auf 20 mg Thiamazol. BE in 4 Wochen
    höchstens die erste Hälfte richtig, also nicht zu stark senken, die zweite aber grundfalsch - Kontrolle 12 Tage und erneut senken wäre gut gewesen. Und darum bist du so tief in die Unterfunktion gekommen.

    Eine RJT solltest du dir ganz schnell aus dem Kopf schlagen, bei zweistelligen TRAK. Das bringt nur Schrecklichkeiten mit sich. Hier bitte den 3., 4. und 6. Link anklicken und lesen:
    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...iojodtherapie)

    ************ PS
    Deine TRAK waren ja durchgehend positiv, deine Schilddrüse war, wie die Engländer sagen, ein "sitting duck" (eine Ente, die nur so da hockt, d.h. auf den Abschuss wartend), man kann aber ruhig Zeitbombe dazu sagen. Und deswegen hat er auch dazu geschrieben:

    Beurteilung: Latente immunogene Hyperthyreose, neu zu 12/2019 bei normal gr. SD mit hypofunkt. Knoten l, minimal progredient zu 07/20 und neuem warmen Knoten re sowie weiteren kleineren Knoten bds. Sekundär kein Hinweis auf Malignität bei unauffälligem Lymphknotenstatus und normalen Calcitonin und im vgl. zu 12/2019 rückläufiges Tg.
    Empfehle zunächst abwartendes Verhalten und Vermeidung jodhaltiger KM, auch in Nahrung möglichst Jodkarenz.
    Die Knotenbeurteilung hat auch in keiner Weise einen Hinweis auf evtl. autonomen Knoten beinhaltet.
    Geändert von panna (20.01.23 um 19:51 Uhr) Grund: PS später

  4. #14
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Danke Panna,
    komme etwas verspätet auf deine Antwort von letzter Woche zurück:

    So hatte ich das mir ja auch angelesen, war aber verunsichert, da die Ärztin sehr bestimmt diese Feststellungen traf und sich routiniert durch die einzelnen Befunde las.
    In der Überweisung der Hausärztin zum NUK, der Termin ist am 07.02. schon fix, war ja der ursprüngliche Kontrolltermin zur BE nach 4 Wochen (!), steht:
    Verdachtsdiagnose: V.a. autonomes Adenom
    Befunde: Szinti 4/21 mit warmen Knoten bei keinem Nachweis eines Basedow – erbitte Diagnose und ggf. Einleitung einer RJT.
    Natürlich, in 4/21 lag ja der MB noch nicht wirklich vor.

    Meinst Du denn, dass eine weitere Szintigrafie sinnvoll wäre bzw. notwendig ist?

    Ich muss dem NUK bei dem Termin am 07.02. auch erklären, dass ich das mal alles selbst in die Hand genommen habe, da mir der Medikamentenwechsel nicht gefallen hatte und die späte BE. Auch, dass er mich nicht einmal informiert, dass ich in einer Unterfunktion bin und ich mir den verspätet erhaltenen Befund erst übersetzen musste (wenn ich euch/Dich nicht gehabt hätte).
    Keine Ahnung, wie der NUK das finden wird. Und was mache ich mit der Anfrage/Überweisung der Hausärztin? Muss er jetzt in irgendeiner Form reagieren, ihr etwas schreiben? wenn er nichts schreibt muss mit ihr reden und ihr sagen, dass es schon Hinweise in den Befunden auf MB gibt?

    Wenn ich Pech habe, verärgere ich jetzt beide, ohne dafür etwas getan zu haben, außer den Wunsch, richtig eingestellt zu werden.

    Hast Du eine Idee, wie ich da unbeschadet rauskomme. Und nein, eine RJT kommt für mich derzeit überhaupt nicht in Frage, da ja noch nicht unmöglich ist, dass sich alles wieder zum Guten wendet.

    Derzeit geht es mir gut. Seit dem letzten Sonntag sind allerdings meine Gelenkschmerzen (besonders im Knie- und Fußgelenk u.a.) zurückgekehrt. Ignoriere sie nun einfach, da ich keinen erneuten Medikamentenwechsel anstreben möchte und ich hoffe, dass die Dosis möglicherweise auf 2,5 mg abgesenkt werden kann und alles besser wird. Oder hoffe ich da vergeblich?

    Was meinst Du zu alldem? Kannst Du mir einen Rat geben, wie ich mit den beiden Ärzten umgehen soll. Den NUK wechseln will ich gerade auch nicht, die gibt es ja nicht wie Sand am Meer…

    Beste Grüße
    Martha

  5. #15
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    Standard AW: Medikamentenwechsel wegen Nebenwirkungen

    Die Hausärztin kennt sich schlicht nicht aus. Überweisung:

    Verdachtsdiagnose: V.a. autonomes Adenom
    V.a. ist Verdacht auf. Ja nun, da du inzwischen zweistellige TRAK hast, entfällt der Verdacht, auf die TRAK kannst du schon hinweisen.

    und:

    Befunde: Szinti 4/21 mit warmen Knoten


    Ein warmer KNoten ist kein heißer=autonomer KNoten. Warm bedeutet nur, dass das Gewebe dort etwas knotig ist, es aber kein kalter (nicht mehr hormonproduzierender) Knoten ist. Heiß ist autonom, kalt ist tot, warm ist normal arbeitend, aber doch ein knotig verändertes Areal.
    Muss er jetzt in irgendeiner Form reagieren, ihr etwas schreiben? wenn er nichts schreibt muss mit ihr reden und ihr sagen, dass es schon Hinweise in den Befunden auf MB gibt?
    Das besprichst du bitte mit ihm, ich kann doch nicht wissen, ob er einen Befund schreibt . Müsste er schon, wenigstens die Diagnose zu den Werten.

    Und nein, eine RJT kommt für mich derzeit überhaupt nicht in Frage, da ja noch nicht unmöglich ist, dass sich alles wieder zum Guten wendet.
    Eine RJT sollte man bei MB auch dann ausschließen, wenn sich nicht alles zum Guten wendet. Insbesondere bei so hohen TRAK riskiert man einiges (sie werden nach RJT noch höher und Risiko für die Augen wächst).

    Dem NUK kannst du die Wahrheit sagen (zeig ihm die Zwischenwerte, du warst in starker UF und dachtest, bei stark reduzierter Dosis, die ja wegen der UF nötig war, kannst du auch wieder Thiamazol versuchen, da du über Lebertoxizität von P. gelesen hast ). Oder du sagst erstmal gar nichts.

    Ignoriere sie nun einfach, da ich keinen erneuten Medikamentenwechsel anstreben möchte und ich hoffe, dass die Dosis möglicherweise auf 2,5 mg abgesenkt werden kann und alles besser wird. Oder hoffe ich da vergeblich?
    Das kann ich dir nicht sagen, du hast hohe TRAK.

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