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Thema: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

  1. #11
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Wird ein sowohl als auch sein. Versuche kann man derzeit nur an Tieren machen, weil du den Probanden töten und auseinander schneiden musst, um herauszufinden, ob das Gewebe lokal mehr T3 enthält
    Man kann doch Biopsien nehmen, ohne den Probanden zu töten. Vielleicht reicht bereits eine Sublingual-Zell-Analyse. Die ist aktuell die einzige Methode, um sicher einen Magnesium-Mangel festzustellen.

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Man hat mal ein paar Menschen in eine Kältekammer geschickt und da ist kurzfristig TsH und T3 gestiegen, was für eine verstärkte Sekretion der Schilddrüse spricht. Andererseits steigt auch bei Menschen vermutlich der lokale T3-Spiegel im braunen Fettgewebe. Ich hörte von Kraftsportlern, die ihren Nacken kalt duschen, um mehr T3 im Serum zu haben. Keine Ahnung, ob das funktioniert.
    Das Wärmen des Körpers mittels Muskulatur benötigt mehr Energie, wäre logisch.

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Hypophyse und Hypothalamus können lokal ihren T3-Spiegel unabhängig vom Serum regulieren und die Typ-2-Dejodasen funktionieren dort auch teilweise anders, als im restlichen Körper.
    Ich bin mal auf eine Studie gestoßen, die damit gezeigt hat, dass der TSH-Spiegel nicht aussagekräftig ist, weil die Hypophyse ihren eigenen Regelkreis hat.

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Ich hab auch mal die Theorie gelesen, dass Menschen vor der industriellen Revolution einen höheren T3-Spiegel hatten. (Vielleicht steigt er ja jetzt durch das Energiesparen ) Andererseits brauchten unsere Paläo-Vorfahren vermutlich viel weniger T3, weil sie wenig Energie aus Kohlenhydraten ziehen mussten und eher wenig Typ-2-Muskelfasern hatten.
    Damals hatten wir auch noch viel höhere Kaliumspiegel und dafür weniger Natrium. Das verändert auch das Gleichgewicht.

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Aus Tieren und evolutionären Spekulationen kann man einfach keine Empfehlungen für konkrete Menschen in konkreten Situationen ableiten.
    Was sagst Du denn zu der oben verlinkten Meta-Analyse?
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...65#post3700465

  2. #12
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Weder die Wissenschaft noch selbst Theoretisiertes können ausreichend Geduld ersetzen.

    Wie sieht es eigentlich mit Eisen und Magnesium aus?

    Meistens ist man bei Problemen kein außergewöhnlicher Sonderfall, bei dem die üblichen Zusammenhänge nicht gelten, sondern hat etwas übersehen. Oder der Arzt.

  3. #13
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Zitat Zitat von oliver1979 Beitrag anzeigen

    Hier sieht man, dass fT3 jetzt auf dem Niveau ist, wo ich am 02.09. noch mit 100 Mikrogramm war, während fT4 unnötig steigt.
    Umwandlungsstörung? ....
    Nein. Bekannte Folge der überflüssigen T4-Erhöhung aus übertriebener Sorge um den fT3-Wert, der erstens nicht die gesamte Versorgung anzeigt und zweitens ist die Messung von Haus aus etwas wacklig, da der freie Anteil so unglaublich winzig ist. Wenn du T4 über den eigentlichen Bedarf hinaus erhöhst (und 1,5 ist bei diesem fT4-Referenzbereich schon höher, als er erscheint, kannst ja in einem anderen Labor checken), heißt das nicht, dass du weniger T3 hast. Dazu eines meiner Lieblingszitate:

    Bei zu viel T4 steigt nicht nur ft4, sondern auch gesamt-T4 und T3. Es liegt kein erniedrigtes T3 vor, zumindest nicht auf den Gesamtstoffwechsel bezogen, denn du musst ja auch das zelluläre T3 miteinbeziehen, das sich gar nicht messen lässt. Grundsätzlich gilt, je mehr Substrat, desto mehr Produkt entsteht, also je mehr T4, desto mehr T3. Das niedrigere ft3 ist lediglich der Versuch das zu hohe T4 abzufedern, sodass es zu keinem weiteren Anstieg des T3 kommt, dabei kommt es aber auch zu keinem Abstieg des T3, sodass UF Symptome entstehen könnten.

    Viele Zellen exprimieren die D2 Dejodase, die ausschließlich in ft3 umwandeln, nicht rt3. Darunter sind Herz, Muskeln, Nervensystem.
    Hier gilt umso mehr, je mehr Substrat, desto mehr Produkt. Der ft3 Spiegel im Blut entsteht hauptsächlich aus der Dejodierung in Leber und Niere und zwar durch die D1 Dejodase, die sowohl in ft3 wie rt3 umwandelt. Hier kann ft3 bei steigendem T4 also fallen, weil stattdessen in rt3 umgewandelt wird. Das ist der Grund, warum der Ft3 Spiegel im Blut nicht die zelluläre T3 Konzentration wiederspiegelt. Du kannst also bei einer Zelle, die nur die D2 Dejodase exprimiert, zu hohes zelluläres T3 haben. Der niedrigere ft3 Spiegel im Blut (durch zu hohes ft4) sorgt lediglich dafür, dass nicht zusätzlich zu viel T3 in die Zelle gelangt.
    Quelle des Zitats

    Manchmal ist es besser, beim Frieren im Winter einfach eine Schicht mehr anzuziehen :-)
    Geändert von panna (15.01.23 um 19:36 Uhr)

  4. #14
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Manchmal ist es besser, beim Frieren im Winter einfach eine Schicht mehr anzuziehen :-)
    35 Grad ist schon wenig - falls korrekt gemessen wurde. Der Hausarzt hilft sicher gern.

  5. #15
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    35 Grad ist schon wenig - falls korrekt gemessen wurde. Der Hausarzt hilft sicher gern.
    Ich bin für den Pullover und gegen das Temperaturmessen sowie den Gang zum Hausarzt (zumal bei den Werten, die Oliver anführt).

    Aber OK, ich bin da irgendwie ... sehr anders, will nicht weiter stören
    Geändert von panna (15.01.23 um 21:03 Uhr)

  6. #16
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Wieso? 35 Grad sind schon auffällig.

    Ich will ja nicht sagen, dass das von der Schilddrüse kommt, daher die weiteren Stichworte als Beispiel. Dass Eisenmangel nur Frauen und Veganer betreffen kann, ist z.B. ein Irrtum.

    Aber vermutlich sind meine Ansätze eh zu langweilig, wenn du mal schaust, was Oliver schon alles herbei gegoogelt hat.

  7. #17
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Wieso? 35 Grad sind schon auffällig.

    Ich will ja nicht sagen, dass das von der Schilddrüse kommt, daher die weiteren Stichworte als Beispiel. Dass Eisenmangel nur Frauen und Veganer betreffen kann, ist z.B. ein Irrtum.

    Aber vermutlich sind meine Ansätze eh zu langweilig, wenn du mal schaust, was Oliver schon alles herbei gegoogelt hat.
    Stimmt, da sollte man schauen. 35 Grad gelten als hypotherm

  8. #18
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Falls korrekt gemessen wurde.
    Auch von mir die Anregung, dem HA. einen Besuch abzustatten.
    Ich selbst neige zu eher niedriger Körpertemperatur und war kürzlich während Corona völlig panisch, als mehrere digital von mir durchgeführten Temperaturmessungen Werte (weit) unter 35° ergaben. Ärztin meinte, damit säße ich nimmer hier und hätte keinen warmen Bauch. Eine Ohrmessung von ihr war dann im grünen Bereich.

  9. #19
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Das sind die individuellen Wärmepunkte. Aber es gibt Punkte, die nicht groß abweichen...

  10. #20
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    Standard AW: Umwandlungsstörung in kalter Jahreszeit?

    Zitat Zitat von oliver1979 Beitrag anzeigen
    Man kann doch Biopsien nehmen, ohne den Probanden zu töten. Vielleicht reicht bereits eine Sublingual-Zell-Analyse. Die ist aktuell die einzige Methode, um sicher einen Magnesium-Mangel festzustellen.
    Wenn man den T3-Spiegel von einzelnen Organen/ Geweben wissen will, muss man an die Organe (Herz, Hirn, braunes Fettgewebe, …). Das geht bei Ungeborenen nach Abtreibung oder bei frisch Verstorbenen. Bei Lebenden kann man höchstens eine Muskelbiopsie machen. Der Witz ist aber, dass unterschiedliche Organe und Gewebe ihren T3-Spiegel unterschiedlich regulieren. Da kann man nicht vom Muskelgewebe auf das Herz schließen z.B.. Es gibt Untersuchungen an frisch Verstorbenen. Die hatten aber schwere Krankheiten und daher wahrscheinlich NTIS und die Ergebnisse zeigen nicht den „Normalzustand“ an.
    Das Wärmen des Körpers mittels Muskulatur benötigt mehr Energie, wäre logisch.
    Oder der T3-Spiegel ist nicht nur lokal im braunen Fettgewebe erhöht, sondern das dort umgewandelte T3 gelangt anteilig ins Plasma.
    Ich bin mal auf eine Studie gestoßen, die damit gezeigt hat, dass der TSH-Spiegel nicht aussagekräftig ist, weil die Hypophyse ihren eigenen Regelkreis hat.
    So in etwa. In den TsH-sezernierenden Zellen (und eventuell anderer Hirnregionen) sinkt die Umwandlung nicht, wenn mehr T4 zur Verfügung steht, in den anderen Geweben schon. Darum misst das TsH sozusagen mehr T3 als außerhypophysär zur Verfügung steht.

    Was sagst Du denn zu der oben verlinkten Meta-Analyse?
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...65#post3700465
    „Hmm“

    Eine aktuelle Übersichtsarbeit zum Verhältnis von Serum-T3 und der T3-Wirkung in Organen/ Geweben:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/art...2/#!po=29.2079

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