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Thema: Permanente Halsschmerzen

  1. #1
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    Standard Permanente Halsschmerzen

    Hallo liebes Forum,

    bin neu hier, aber hoffe trotzdem auf hilfreiche Worte. Bei mir wurde jetzt eine Hashi-Unterfunktion festgestellt (TSH-Wert über 60, freies T4 unter 6). Seit 3 Wochen nehme ich L-Thyroxin 125er und bis jetzt sind alle Symptome (bei mir sind es besonders Muskel- und Gelenkschmerzen, Herzstechen, Kopfschmerzen und die Psyche) leider alle noch da, aber ich weiß, dass das alles seine Zeit braucht und das beruhigt mich auch, endlich zu wissen, woran diese Schmerzen liegen.

    Halsschmerzen habe ich allerdings auch, und auch wenn es einzelne Berichte dazu gibt, zählen sie, auch laut meines Endokrinologen, nicht zu den typischen Symptomen. Diese Halsschmerzen plagen mich seit 3 Monaten (es fing mit einer bakteriellen Mandelentzündung an, die sich aber nach 4 wöchiger Antibiotika-Therapie gelegt hat, jedoch sind die Halsschmerzen noch da). Daher muss es einfach Hashi sein, alles andere habe ich ausschließen lassen (HNO-Ärzte, Zahnärzte, Hausärzte, Blutbilder, STIs-Tests, …). Die Schmerzen sind nicht unbedingt dolle, aber der Rachen ist blutrot. Manchmal kratzt es mehr, manchmal weniger. Manchmal fühlt es dich trocken an, manchmal ist es eher ein Druckgefühl, doch es ist einfach immer etwas. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte mal einen normalen Hals bzw. Rachen hatte.. ganz zu schweigen von nem Verstand der klar denken kann..

    Hat jemand von euch ähnliche Beschwerden gehabt, eventuell auch am Anfang? Wirklich permanente, anhaltende Halsschmerzen? Sind sie verschwunden? Jede Erfahrung, jeder Tipp. Ich wär unendlich dankbar. Merci

  2. #2
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    Standard AW: Permanente Halsschmerzen

    Zitat Zitat von AL_Malik Beitrag anzeigen
    alles andere habe ich ausschließen lassen (HNO-Ärzte, Zahnärzte, Hausärzte, Blutbilder, STIs-Tests, …).
    Wenn ich dich richtig lese, nicht wirklich alles andere. Nämlich, warst du bereits beim Nuklearmediziner, damit er deine Schilddrüse gründlich schallt (gründlicher/besser als ein Endokrinologe)?

    Nämlich:

    Diese Halsschmerzen plagen mich seit 3 Monaten (es fing mit einer bakteriellen Mandelentzündung an ...
    OK - da kann es vorkommen, dass man davon/dadurch eine bakterielle Schilddrüsenentzündung bekommt, dabei kann es passieren, dass das Gewebe (evtl. vorübergehend) durch die Entzündung geschädigt wird und danach kann es vorkommen, dass man (vorübergehend) eine Unterfunktion bekommt. Aber in dem Fall wäre das vorübergehend.

    Nun sagst du, dass bei dir Hashimoto festgestellt wurde, sicher ist das etwas, woran man zuerst denkt bei einer Unterfunktion, vor allem wenn Antikörper dabei sind. Aber ein TSH bei 60 - weißt du, bei Hashimoto entsteht so etwas typischerweise langsam, über viele Jahre, wärend dieser Zeit geht es einem zunehmend schlecht und bei einem viel niedrigeren TSH geht es einem so schlecht, dass man zum Arzt geht ...

    Mein Gedanke ist: Vielleicht klärst du mal bei einem Nuklearmediziner, wie deine Schilddrüse aussieht, ob es nicht möglich ist, dass deine Unterfunktion jetzt wegen einer Schilddrüsenentzündung (folge der Mandelentzündung) relativ kurzfristig entstanden ist und wie er das mit den Halsschmerzen sieht? Denn wie gesagt, aus dem Nichts ein TSH 60 bei Hashimoto - würde mich wundern.

    125 mcg Thyroxin ist viel Zeug, ich verstehe ja, dass man bei einer so starken Überfunktion erstmal reinklotzen wollte - aber sei auf der Hut, ob das nicht zu viel wird. Wie gesagt: Nuklearmediziner, 4-6 Wochen ab Einnahme 125 LT, bitte das LT am Tag der Kontrolle (mit Blutabnahme) erst nach der Blutabnahme einnehmen.

    ***

    PS
    Noch ein gedanke. Du sagst Halsschmerzen, das ist natürlich etwas unbestimmt. Vielleicht hat sich deine Schilddrüse vergrößert und drückt auf was auch immer in der Nachbarschaft. Sicher, ich spekuliere nur, bei Vorliegen eines sehr genauen (sonografischen) Befundes mit allen wichtigen (Blut-)Werten wäre das anders.
    Geändert von panna (04.12.22 um 14:54 Uhr) Grund: PS .... später

  3. #3
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    Standard AW: Permanente Halsschmerzen

    Vielen Dank für deine schnelle Antwort!

    Tatsächlich wurde Hashimoto bei mir im Dezember letzten Jahres diagnostiziert, damals hatte ich einen TSH-Wert von 5, irgendwas. 2 Monate vor meiner jetzigen Diagnose hatte ich bei meiner drei monatlichen Blutabnahme einen TSH-Wert von 9,21. Ich hatte schon bereits Symptome wie Gelenkschmerzen und Herzstechen. Der ganze Rest und vor allen Dingen die Psyche sind aber erst jetzt dazu gekommen. Meinst du immer noch, dass das alles bisschen zu kurzfristig bzw. auffällig ist und so ein Anstieg eher nach akuter Schilddrüsenentzündung klingt?

    Um was genau müsste ich den Nuklearmediziner dann bitten? Schon mal Tausend Dank, werde mich schonmal um einen Termin kümmern. LG Malik

  4. #4
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    Standard AW: Permanente Halsschmerzen

    Zitat Zitat von AL_Malik Beitrag anzeigen
    Tatsächlich wurde Hashimoto bei mir im Dezember letzten Jahres diagnostiziert, damals hatte ich einen TSH-Wert von 5, irgendwas. 2 Monate vor meiner jetzigen Diagnose hatte ich bei meiner drei monatlichen Blutabnahme einen TSH-Wert von 9,21. Ich hatte schon bereits Symptome wie Gelenkschmerzen und Herzstechen. Der ganze Rest und vor allen Dingen die Psyche sind aber erst jetzt dazu gekommen. Meinst du immer noch, dass das alles bisschen zu kurzfristig bzw. auffällig ist und so ein Anstieg eher nach akuter Schilddrüsenentzündung klingt?
    Ja nun, was du nachträglich dazu sagst, konnte ich ja nicht wissen

    Nuklearmediziner - bzw. diagnostische Beurteilung durch einen solchen - ist bei Hashimoto mit oder ohne Mandelentzündung/evtl. zusätzliche bakterielle Thyreoiditis schon notwendig. Du sagst ihm deine Beschwerden, erzählst über deine bakterielle Entzündung in Schilddrüsennähe und bittest ihn festzustellen, ob die Schmerzen evt. machanischer Art sein könnten, d.h.: durch Größe und/oder Knoten verursacht eine Möglichkeit wäre. Den Rest, was er sich angucken soll, weiß er ja.

  5. #5
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    Standard AW: Permanente Halsschmerzen

    Sind denn die Entzündungswerte erhöht?

    „Blutroter“ Rachen klingt auch für mich nach etwas Akutem. Dass sich bei Hashi der Rachen entzündet, habe ich noch nie gehört. Wenn die ganze Sache mit einer Mandelentzündung anfing, würde auch ich eher einen Zusammenhang damit vermuten.

  6. #6
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    Standard AW: Permanente Halsschmerzen

    Ja, die permanenten Halsschmerzen kenne ich nur zu gut. War mehrmals beim Arzt, der Hals war nie gerötet. Es lag definitiv an der Unterfunktiom, mit der ich damals ein gutes halbes Jahr rumgelaufen bin. Als die Werte besser wurden, verschwanden die Schmerzen quasi über Nacht.

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von joia
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    Standard AW: Permanente Halsschmerzen

    Vor meiner Hashimoto-Diagnose und LT-Einstellung hatte ich permanent Hals- und v.a. Schluckschmerzen - über Jahre, immer mal wieder. Auch Knotenstruma wurde dann festgestellt. Entzündeten Rachen hatte ich nie dabei - deshalb vermute ich bei Dir auch eher etwas "Akutes".

  8. #8
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    Standard AW: Permanente Halsschmerzen

    Zitat Zitat von AL_Malik Beitrag anzeigen
    Die Schmerzen sind nicht unbedingt dolle, aber der Rachen ist blutrot. Manchmal kratzt es mehr, manchmal weniger. Manchmal fühlt es dich trocken an, manchmal ist es eher ein Druckgefühl, doch es ist einfach immer etwas. Ii
    Vielleicht ließe sich das noch in Betracht ziehen:
    https://www.refluxgate.de/halsschmerzen-ohne-erkaeltung

    PS ....

    Ich erinnere mich an jemanden hier, der leichte Halsschmerzen und ständiges Räuspern und Heiserkeit hatte. Letztlich hatte er einen Knoten in der Schilddrüse, der aber eigentlich nicht auf die Luftröhre drückte und nicht hätte Schmerzen machen dürfen. Trotzdem waren die Hals-/Rachensymptome weg, als ihm die halbe Schilddrüse wegen des kalten KNotens entfernt wurde. Das ist jetzt keine Angstmacherei, nur eine Motivation, eine Bestandsaufnahme deiner Schilddrüse durch einen guten Nuklearmediziner zu veranlassen - auch einfach nur wegen Hashimoto.
    Geändert von panna (05.12.22 um 01:04 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Permanente Halsschmerzen

    Hallo liebe Alle,

    entschuldigt die späte Antwort. Danke für all die Tipps und Ideen, tatsächlich bin ich allem nachgegangen und konnte endlich herausfinden was es war: eine chronische Mandelentzündung! Die HNOs waren beide erstmal zögerlich, haben das allerdings angeblich bereits schon vermutet; nur ist man heutzutage wohl vorsichtiger und wartet ein bisschen ab, bevor man die Diagnose stellt und den Schein zur Mandelentfernung ausstellt. Nun ja, wäre schon ganz schön gewesen, wenn die mit offeneren Karten gespielt hätten und mir diesen Verdacht auch zumindest schonmal erwähnt hätten… Aber Ende Februar ist bereits der OP-Termin und dann hoffe ich, dass der Spuck ein Ende hat!

    LG Malik

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