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Thema: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

  1. #1
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    Standard Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Hallo zusammen,

    ich habe für mich persönlich festgestellt, dass ich eine einmalige Hormongabe besser vertrage, als die Einnahme über den tag verteilt zu splitten.

    Derzeit nehme ich (31 Jahre, männlich) 175mcg t4 + 10mcg t3 (in Form einer halben Thybon) morgens gegen 4.00 Uhr, ein paar Stunden bevor ich aufstehe. Damit gehts mir soweit ganz gut.

    Habe auch bereits versucht, die 10mcg t3 zu splitten, z.B. morgens 5, nachmittags 2,5, abends 2,5 oder morgens 5 und abends 5. Irgendwie brachte mir das Splitting keinerlei Vorteile, im Gegenteil, mir wurde immer kalt nach der Einnahme, vor allem Hände und Füße.

    Bin derzeit noch dabei, das optimale Verhältnis t4:t3 zu finden, beim Menschen soll ja die Schilddrüse irgendwas zwischen 13:1 -20:1 t4 zu t3 ausschütten. Mit 175/10 liege ich denke ich ganz gut in diesem Maß.

    Gibt es hier Forenmitgliedern, die auch alles morgens nehmen und sich so am besten fühlen? Wie sehen eure t4/3 Dosierungen aus? Bzw., bei welchem Verhältnis der beiden Hormone zueinander fühlt ihr euch am besten?

    Grüße

    PH

  2. #2
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Mein Verhältnis ist 14:1 (106,25 : 7,5µg), als Morgeneinnahme kombiniert aus Novothyral und LT. Normalerweise erst um 7h direkt vorm Aufstehen; wenn ich nach 5h wach werde, dann da schon.
    Ob es wirklich besser funktioniert als Splitten, kann ich allerdings nicht sagen - da es sehr gut funktioniert, hatte ich nie die Motivation, Splitten ernsthaft zu versuchen.

    Die Wahl der Dosis/des richtigen Verhältnisses war insofern nicht so schwer, als es sich bei mir schon aus den Werten zwingend ergeben hat. Sobald fT4 und TSH beide im Referenzbereich waren, war es auch schon die langfristig passende Dosis.
    Von einem niedrigen (in meinem Fall sogar unternormigen) fT3 darf man sich halt nicht irritieren lassen, wenn man mit >24h T3-Karenz zur BE geht. Im Normalbetrieb untertags ist es sowieso höher.

    Ausschnitt aus meinem Profil, wie das verlief:
    Datum ___ Labor _ TSH ____ fT3 ____ fT4 _____ LT µg
    20.3.2019 .... C ... 5,65+ .... 2,11- .. 1,22 ...... 122,5
    7.6.2019 ...... C ... 2,18 ...... 1,84- ... 1,82+ ... 125 + 2,5 T3
    25.9.2019 .... C ... 0,21- ..... 2,11- ... 1,72+ ... 112,5 + 5 T3
    8.11.2019 .... C ... 6,83+ .... 2,03- ... 1,33 ... 106,25 + 5 T3
    12.2.2021 .... C ... 0,76 ...... 2,05- ... 1,56 ... 106,25 + 7,5 T3
    17.9.2021 .... C ... 2,54 ...... 2,06- ... 1,08 ... 106,25 + 7,5 T3
    10 µg T3 hab ich auch zwischendurch getestet, höchstens 2 Wochen ausgehalten - das geht einfach nicht.

  3. #3
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Interessant zu hören. Ich habe auch lange Zeit überdosiert, vermute ich zumindest. In einigen Facebook-Gruppen wird propagiert, supprimierter TSH sei normal unter Substitution, lediglich auf die freien Werte komme es an. Musste am eigenen Leib erfahren, dass das nicht stimmt.

    Oftmals verstehen die Gruppenmitglieder dort auch nicht, dass ft3 trotz Thybon/Prothyrid/novo Einnahme gering bleibt, wenn man 24h Karenz zwischen Einnahme und Blutabnahme einhält und deuten dies als Zeichen, t3 endlos zu erhöhen. Funktioniert im Grunde nie.

  4. #4
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Gut, dass du da skeptisch geworden bist in der Facebook-Gruppe. Aber ich möchte noch was anmerken:

    Habe auch bereits versucht, die 10mcg t3 zu splitten, z.B. morgens 5, nachmittags 2,5, abends 2,5 oder morgens 5 und abends 5. Irgendwie brachte mir das Splitting keinerlei Vorteile, im Gegenteil, mir wurde immer kalt nach der Einnahme, vor allem Hände und Füße.

    Entschuldige bitte, darf ich mal direkt sein: was ist das für ein komisches Argument? Das Splitten hat ganz klare physiologisch erklärbare Vorteile*, wenn du dennoch nicht splitten willst, dann lass es sein, aber dass dir nach Einnahme irgendwas kalt wurde, hat mit der Einnahme doch nichts zu tun

    * Vorteil: Bestrebung nach so-gut-es-geht Konstanthaltung des T3-Spiegels, wie es von der Natur vorgesehen ist:
    Die Dejodasen spielen eine kritische Rolle als Regulatoren der T3-Konzentration im Blut. ... Auf Plasma-Ebene sind sie für die Herstellung eines (Hormon-)Gleichgewichts zuständig, agieren als "Frontkämpfer" der Verteidigung bei beeinträchtigter SD-Funktion oder wenn die Jodzufuhr für einen guten T4-Spiegel nicht ausreicht, indem sie den T3-Spiegel im Blut konstant halten.

    Vom Standpunkt der hormonellen Homöostase gibt es Evidenz dafür, dass die Stabilität des Serum-T3-Spiegels, die bei Gesunden über die Variabilität der endogenen Hormonproduktion hinweg aufrechterhalten wird, ......

    Pharmakologische Studien weisen eine beträchtliche Hormonspitze im Blut 2-4 Stunden nach Einnahme von T3 in einer Einzeldosis, die (im Serum messbare) Hormonspitze lässt nach und ist nach 12 Stunden vollständig vorbei. Die Serumprofile unter T3-Substitution weichen erheblich von denen schilddrüsengesunder Personen ab, die Abweichung (die Hormonspitze) ist dosisabhängig und ist häufig oberhalb der fT3-Referenz-Obergrenze.

    Die Tranquilität des Serum-T3-Spiegels steht in Kontrast mit der eher stürmischen intrazellulären Umgebung in einer großen Anzahl von Gewebearten, in denen T3-Spiegel und T3-Signalübertragung im raschen Wechsel rauf- und runterreguliert werden können, während der fT3-Serumspiegel unverändert bleibt.

    Quelle, Kontext und mehr hier, auszugsweise zitiert habe ich, um die Stabilität des T3-Spiegels zu belegen: https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...on-%DCbersicht

    KarinE fällt mir ein, sie splittet auch nicht, es wird wohl noch welche geben. Aber ich finde, bei diesem Thema ist nicht so sehr die Frage, wer alles es auch nicht macht, denn das macht es nicht wirklich richtiger, oder?

  5. #5
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Mir ist durchaus bewusst, dass ein möglichst ebenmäßiger Serum-T3Spiegel wohl physiologischer wäre als ein einmaliger Peak, der im Laufe des Tages absackt.

    Mir ging es lediglich um das subjektive Wohlbefinden von t3- Nehmern. Ich habe für mich festgestellt, dass splitten mir im subjektiven Befinden keinen Vorteil bringt, im Gegenteil. Dass die einmalige t3 Gabe morgens nicht physiologisch ist, sollte jedem klar sein. Ich bezweifle aber, dass man mit irgendeiner (derzeit verfügbaren) Form der Hormonsubstitution jemals die Funtkion einer gesunden Schilddrüse replizieren kann. Daher geht es mir lediglich darum, mit welchem Einnahmeschema sich andere subjektiv am besten fühlen.

    Im circadianen Rythmus ist ft3 im Serum ja auch nachts am höchsten, danach fällt der Spiegel im Tagesverlauf ab. Das wäre vielleicht das einzige Argument gegen Splitting. Egal wie klein die Dosis ist, einen kleinen (unnatürlichen Peak) tagsüber erzeugt man durch Dosis-Splitting immer.

  6. #6
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Zitat Zitat von Phouben Beitrag anzeigen
    Egal wie klein die Dosis ist, einen kleinen (unnatürlichen Peak) tagsüber erzeugt man durch Dosis-Splitting immer.
    Aber ja, natürlich, ich denke bloß: Hügelchen ist besser als Mount Everest.

    Im circadianen Rythmus ist ft3 im Serum ja auch nachts am höchsten, danach fällt der Spiegel im Tagesverlauf ab. Das wäre vielleicht das einzige Argument gegen Splitting.
    Wieso? wenn man spät ins Bett geht und eine kleine Teildosis T3 direkt vorm Einschlafen nimmt, ist das natürlich keine Abbildung des natürlichen Geschehens, aber wenigstens eine Anlehnung an das Modell, sozusagen.

    Und: Soweit ich weiß, fällt das T3 nicht im Tagesverlauf kontinuierlich ab, denn die Autoren sprechen klar von "gleichmäßig" und "Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen T3-Serumspiegels", nicht von einer Berg-zu-Tal-Fahrt. Die nächtliche Spitze betrifft ja meines Wissens nur den schilddrüsenproduzierten T3-Anteil, und der ist von Haus aus klein (ca. 20% der Gesamt-Umwandlung pro Tag). Diese kleine Spitze nachts geht hoch und kommt runter, aber abgesehen davon gilt, dass der Serumspiegel gleichmäßig ist. Dafür soll die pulsatile Ausschüttung aus der Schilddrüse sorgen, die wiederum durch die Pulsatilität des TSH entsteht. Die TSH-Pulsen entsprechen genau dem gemessenen fT3-Pulsen. Das sind winzige Pulsierungen, die man nicht einmal dann messen kann, wenn man jede Stunden Blut abnimmt, sehr wohl aber, wenn man dies alle 10 Minuten tut, wie hier: https://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1267139-T3-aus-der-Schilddr%FCse-Pulsatile-TSH-Steuerung

    Aber dies alles dient nicht dazu, dir deine Einmaleinnahme auszureden, sondern nur zur allgemeinen Information an alle, die mitlesen. Insofern, Einmaleinnehmer, vortreten :-)

  7. #7
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    darf ich fragen, wie du splittest und wie deine Werte damit aktuell aussehen?

  8. #8
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Zitat Zitat von Phouben Beitrag anzeigen
    darf ich fragen, wie du splittest und wie deine Werte damit aktuell aussehen?
    Meinst du mich?

    37,5 mcg Euthyrox + 25 mcg Prothyrid (= 62,5 mcg T4 + 2,5 mcg T3) morgens
    12,5 mcg Prothyrid (12,5 mcg T4 + 1,25 mcg T3) zum Schlafen

    Wie die Werte aussehen, kannst du in meinem Profil (die aktuellen ganz unten) sehen.

  9. #9
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Danke. Ich überlege, auch nochmal zu splitten. Bin mir aber über die Einnahme-Zeitpunkte unsicher

  10. #10
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    Standard AW: Hormoneinnahme (Thyroxin + Thybon) nur morgens besser als gesplittet

    Zitat Zitat von Phouben Beitrag anzeigen
    Danke. Ich überlege, auch nochmal zu splitten. Bin mir aber über die Einnahme-Zeitpunkte unsicher
    Ich würde nicht mit einem etwaigen "Doping-Effekt" von T3 rechnen und dementsprechend splitten wollen. Ich meine die berühmte spürbare Sofortwirkung, die ich zu einem großen Teil für eine Erfindung/Einbildung halte (sofern man splittet und keine Monsterdosen einnimmt). Ein Teil der Auswirkungen ist weder direkt spürbar noch unmittelbar. Deswegen, zumindest mein Leitprinzip ist eine möglichst "kleindosige" Gleichmäßigkeit.

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