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Thema: Umstellung NDT auf Thybon

  1. #1
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    Standard Umstellung NDT auf Thybon

    Hallo zusammen

    Vor ca 16 Jahren bekam ich die Diagnose Hashi, viele Knoten usw, Total OP 2008, und nach einer schwierigen Einstelllung hat mir NDT (Nature, Armour) geholfen, eine gute Einstellung zu finden und jahrelang habe ich mich gut gefühlt, allerdings eher überdosiert, anfangs mit 2.5 Grain und 75 T4 (170 T4 22.5 T3), dann mit 2 Grain und 87.5 T4 (163 T4 und 18 T3). Werte anfangs so 50-70% fT4 und anfangs 130% fT3, danach um 90-100 fT3, allerdings nüchtern. TSH supprimiert.

    Ab 2019 haben dann ja leider die NDTs nicht mehr funktioniert. Nachdem mein Vorrat aufgebraucht war bin ich dieses Jahr schrittweise auf Thybon umgestiegen, da das Theater mit NDT's einfach zu mühsam wurde. Ich habe die 1.75 Grains langsam mit Thybon ersetzt, zuerst mit 10 Thybon, und das T4 gesteigert, sodass ich immer um 160 T4 und 15 T3 war, und die Werte blieben einigermassen im Rahmen, 50-60% fT4, 90-100% fT3.

    Im August habe ich dann ganz umgestellt auf 162.5 T4 und 15 Thybon, über den Tag verteilt, 50 T4 und 2.5 T3 noch spätabends. Nun kamen langsam einige Symptome hinzu, Aengstlichkeit, Unbelastbarkeit, Wackligkeit, und ziemliches Anfluten ziemlich genau 3 Stunden nach Thybon, Kurzatmigkeit, und viel Gewicht verloren. Aber paradoxerweise tiefer Puls, ruhiges Herz, kein Rasen nichts, habe auch nicht heiss, Sport ging gut. Offensichtlich wirkt Thybon viel härter als NDT, wo das sanft über den Tag verteilt war, geht Thybon krass nach oben, und wieder runter, eine ziemliche Achterbahn über den ganzen Tag. Hatte auch etwas Stress im Geschäft, wobei mich fast mehr stresste, dass ich mich nicht fit fühlte. Das geht ja dann Hand in Hand.

    Anfang Oktober ging ich dann die BE machen, allerdings in einem anderen Labor als üblich. Die Werte nüchtern 100% fT4, 170% fT3. Also habe ich sofort reduziert auf 150 T4 und 12.5 T3. Die Reduktion ging gut, relativ schnell ging Kurzatmigkeit, Muskelschwäche usw weg, und ich hatte einige sehr gute Tage. Leider hat das nicht gehalten, und ich kämpfe nun mit Unterzuckerung jeden Mittag, habe inneres Zittern/Schwitzen beim Aufstehen, allgemein weniger Energie, immer noch starkes Anfluten mit Wallungen, nach Sport der nächste Tag sehr müde. Kenne ich eigentlich noch von vor 14 Jahren. Die Werte nach 4 Wochen: 76% fT4, 135% fT3, wieder das neue Labor, nüchtern, wobei ich jeweils abends noch 50T4 und 2.5 Thybon nehme.

    Ich hab irgendwie das Gefühl die ganze Hormonachse ist ausser Tritt, Hypoglykämie, Cortisol usw scheint alles etwas wacklig zu sein. Ich würde das T3 nochmals um 2.5 reduzieren, auch wenn ich vom Gefühl her etwas unten rausfalle. Aber bei den Werten kann ich ja nicht wirklich in der UF sein, auch wenn es sich teilweise so anfühlt.

    Vielleicht hat sonst jemand noch eine Idee, oder ist selber umgestiegen auf Thybon oder hat Erfahrung mit NDT und Thybon? Eindeutig wirkt Thybon viel stärker als NDTs, also 1:1 funktioniert offensichtlich nicht. Andererseits ist 150/12.5 ja keine Riesen Dosis, anfangs unter NDT war ich mal bei 170 und 27 T3 (wobei das dann definitiv zu viel war).

    LG und einen schönen Sonntag
    Marco

  2. #2
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    Standard AW: Umstellung NDT auf Thybon

    Ich glaube, du unterschätzt T3. 12,5µg ist sehr wohl viel. Die meisten hier mit rein synthet. T4+T3-Therapie brauchen weniger wimre.

    Die Werte sagen es dir ja auch. Selbst wenn du über Nacht schätzungsweise 8h Karenz nach der kleinen Dosis hast, ist der Peak direkt danach und nach den anderen Dosen noch deutlich höher als das, was du in der Früh noch im Blut hast und am Papier siehst.
    Probier auf jedenfalls die Reduktion, die du vorhast, vielleicht wird's auch nicht die letzte gewesen sein, die notwendig ist. Der fT4-Wert ist nach den 4 Wochen noch nicht stabil, da muss man abwarten, wie es sich weiterhin entwickelt, aber vom fT3 würde ich nicht erwarten, dass sich der durch Abwarten in normale Regionen bewegt, trotz aller Wechselwirkungen zwischen fT3 und fT4. Einen vorhandenen TSH-Wert würde ich schon anstreben, im Moment braucht man nach dem vermutlich nicht fragen.

  3. #3
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    Standard AW: Umstellung NDT auf Thybon

    Hallo

    Danke für Deine Einschätzung, bin absolut Deiner Meinung, möchte T3 auch weiter senken,und ja TSH ist seit Jahren supprimiert. Möchte mal probieren wieder einen TSH zu kriegen, ist halt das Dilemma, wenns einem recht gut geht, spielt man lieber nicht herum. Aber jetzt ist eh einiges schief mit der Umstellung auf Thybon, da möchte ich das mal etwas runterdosieren, wenns geht.

    Muss allerdings etwas vorsichtig sein, jede Aenderung bei mir macht die komischsten Symptome. Und diese der UF oder UEF zuzuordnen ist sowieso fast unmöglich. Ueberhaupt hängt das eher davon ab, was der Körper gewöhnt ist, ist eben alles etwas relativ bei der SD, bis sich das wieder einpendelt, Seufz. Und mich grad in die UF (relativ zu vorher) zu schiessen möchte ich auch nicht unbedingt.

    Die letzten Monate waren eigentlich immer gleich, am Morgen sehr wacklig aufgestanden, bis um 9 Uhr die Hormone anfluteten, und dann ging der Tag recht gut. Jetzt stehe ich weniger wacklig auf, die Hormone fluten trotzdem an, aber ich komme den ganzen Tag nicht mehr so recht in die Gänge. Der Weg ist wohl der richtige, nur fühlt es sich trotzdem wie zuwenig an momentan.

    Auch wundert mich, dass die Werte so weit überschossen, hab ja nicht mehr genommen. Vielleicht spielt da auch das neue Labor eine Rolle, nehme mal an dass es da durchaus Unterschiede gibt, aber wohl nicht so grosse.

    Nun halte ich das momentan noch ne Woche und dann probiere ich nochmals 2.5 wegzulassen bis ich dann im Dez den Termin bei der Endo habe.

    Mal schauen, was die Werte dann sind, und das Befinden...

    LG
    marco

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