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Thema: Hormoneinnahme abends?

  1. #1
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    Standard Hormoneinnahme abends?

    Hallo,

    hat jemand Erfahrung mit Hormoneinnahme abends statt morgens? Dazu gibt es wohl Studien, dass die Hormonkurve dann "flacher" verläuft?
    Ist dort die gleiche Dosis zu nehmen?

    Und gibt es Erfahrungen zum "Splitten" der Tagesdosis in eine Einnahme morgens und abends?

    Ich nehme grundsätzlich 125 mikr.gr Euthyrox, damit bin ich überhall im Normbereich, aber ein winziges bisschen zu hoch eingestellt, finde ich (Ungeduld, nachts wach, ...). Ich nehme daher seit sechs Wochen 121 mirk gr und seit zwei Wochen 121/125 mikr gr im täglichen Wechsel morgens. (Viertelung der Tabletten - dann komme ich auf ca 121 mikr gr). Damit bin ich ruhiger, habe aber vermehrt Muskelprobleme (s. gesonderter Eintrag).

    Eine Überlegung war auch, von Euthyrox auf L-Thyroxin zu wechseln, weil dort die Bioverfügbarkeit etwas geringer sein soll.

    Gibt es da Erfahrungswerte? Studien? Ich bin etwas ratlos und vielleicht ist es ja auch alles Tüdelkram, weil es in einem so geringen mikr.gramm-Bereich spielt. Aber das Wohlbefinden hängt bei mir erfahrungsgemäß im kleinsten Mikrogramm und kann entscheiden zwischen: Bin ich arbeitsfähig oder nicht? Habe ich starke oder erträgliche Muskelschmerzen? Ich reagiere - wie sicher viele von euch auch - extrem empfindlich auf kleinste Schwankungen in der Dosis! Unter 112 Mikr.Gramm fühlte ich mich wie ein Zombie und war depressiv. 137 ist VIEL zu viel, da schlafe ich nicht mehr. Es scheint hier viel davon abzuhängen, die wirklich gute Dosis zu finden und ich finde die Abstufungen der Dosis von den Herstellern in 12,5 er Schritten wirklich sehr grob. Eine feinere Dosierungsmöglichkeit wäre hier m.E. von Nöten.

    Vielen Dank für Rückmeldungen und liebe Grüße von der Nordsee!!

  2. #2
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    Zitat Zitat von Anna T Beitrag anzeigen
    Hallo,

    hat jemand Erfahrung mit Hormoneinnahme abends statt morgens? Dazu gibt es wohl Studien, dass die Hormonkurve dann "flacher" verläuft?
    Welche Studien bitte? Die Einnahmespitze gibt es genauso und nach gewissen Quellen könnte andererseits aber sogar mehr akommen, weil der Darm in der Nacht auf Hochtouren arbeitet.
    Wenn du die Anflutung spürst, müsste das Problem anderswo sein, nämlich bei deiner Dosis. Auch müsste man bei Abendeinnahme mit Schwankungen rechnen, je nach Grad der Nüchternheit.
    Mein Rat dazu: Es gibt einfache Lösungen, man muss das Pferd nicht von hinten aufzäumen

    Eine Überlegung war auch, von Euthyrox auf L-Thyroxin zu wechseln, weil dort die Bioverfügbarkeit etwas geringer sein soll.
    Dito. Wenn du weniger ankommen lassen willst, ist die einfachste Lösung eine geringe Reduktion.

    die Abstufungen der Dosis von den Herstellern in 12,5 er Schritten wirklich sehr grob.
    Man kann mit 25-er-Tabletten eine feinere Abstufung erreichen, sofern wirklich dies die Lösung sein soll.

    Muskelschmerzen, verhärtete Muskeln: Ganz gut bekannt bei MB-lern (du bist ja eine) aus Zeiten der Überfunktion . Ich meine, eine Unterversorgung scheint bei dir nicht vorzuliegen:

    TSH unter 1,0 muss sein, sonst fühle ich mich nicht lebendig.
    Darüber können wir ja in deinem anderen Thema reden, aber bitte fülle dein Profil aus, Werteverlauf seit RJT, genaue Dosisangaben zu den jeweiligen Werten usw. , seit wann die jeweilige Dosis vor der Kontrolle genommen wurde usw. Allgemein ist es keine gute Idee, die Einstellung auf diese Weise über die TSH-Position steuern zu wollen.

  3. #3
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    Zitat Zitat von Anna T Beitrag anzeigen
    Hallo,

    hat jemand Erfahrung mit Hormoneinnahme abends statt morgens? Dazu gibt es wohl Studien, dass die Hormonkurve dann "flacher" verläuft?
    Ist dort die gleiche Dosis zu nehmen?

    Und gibt es Erfahrungen zum "Splitten" der Tagesdosis in eine Einnahme morgens und abends?
    Ich habe jahrelang mein T4 gesplittet, bin allerdings Hashi - kein Basedow‘ler.

    - Die Einnahmekurve verläuft flacher, weil durch die Nicht-Nüchternheit weniger Hormone aufgenommen werden.

    - Splitten oder komplette Abendeinnahme ist aus meiner Sicht eher nicht geeignet für Leute, die sowieso schon Schlafprobleme haben.

    - Ich kann mir vorstellen, dass das TSH tendenziell höher ausfällt, weil die gewohnte Hormonspitze gar nicht erreicht wird.

    - Der Hormongehalt darf pro Tablette schwanken. Das ist nichts, was molekülgenau abgemessen wird. Außerdem zerfällt das ein oder andere Molekül im Laufe der Zeit. Früher waren es 90 bis 110 % Wirkstoffgehalt, aber man hat die Grenzen jetzt etwas enger gesteckt. Insofern setze ich ein Fragezeichen hinter der Sinnhaftigkeit einer Wechseldosis aus 121 und 125 mcg.

    Deshalb denke ich, wäre eine Gesamtschau auf die probierten Hormondosen und den gemessenen Werten nach hoffentlich aussagekräftigen Zeiträumen hilfreich für Dich, wenn Du einen Zusammenhang mit der Hormondosis vermutest.
    Geändert von Schlomis Muddi (30.10.22 um 13:54 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen

    - Die Einnahmekurve verläuft flacher, weil durch die Nicht-Nüchternheit weniger Hormone aufgenommen werden.

    .
    Gibt es dafür definitive und für alle gültige Beweise? Weil nämlich die Studie über die Abendeinnahme, die ich damals las, besagte, dass die Aufnahme sogar höher war bei der Abendeinnahme ... dank der nächtlichen vermehrten Peristaltik usw.

    Ich glaube nicht, dass es allgemeine Regeln für die Abendeinnahme gibt - kommt auf den Zeitpunkt der Einnahme und klar: auf Art und Menge der Befüllung von Magen und Darm vor Einnahme.

  5. #5
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    Tja, ich musste nach Beenden des Splittens um etwa 12 mcg erhöhen. Studien interessieren mich nicht, weil ich nie einschätzen kann, wie seriös so etwas ist (Anzahl Studiengeilnehmer, finanzielle Abhängigkeiten, Reputation der Auswertenden blablablub). Davon abgesehen sind Studien für den Einzelfall sowieso irrelevant.

    Nicht-Nüchternheit erscheint mit hausfrauen-logisch als showstopper, wenn gleichzeitig in jedem Beipackzettel die Hersteller Nüchternheit empfehlen.

  6. #6
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen sind Studien für den Einzelfall sowieso irrelevant.

    Muddi, da ist nun aber der Wurm drin - wenn Studien mit zu wenigen Teilnehmern etc. pp. irrelevant sind, dann sind Einzelerfahrungen ("ich musste erhöhen") noch viel mehr irrelevant ...

    Macht man Abendeinnahme mit 2 Stunden Nüchternsein davor, muss man selbst sehen, was passiert, denke ich.

    Bloß - ohne Grund muss man einfach keine Abendeinnahme machen - falsche Dosis durch Abendeinnahme berichtigen zu wollen ist einfach schief gedacht (bezieht sich nicht auf dich, sondern auf Annas vermutlichen Gedankengang).

  7. #7
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    @Anna: Schau mal hier rein: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...suchskaninchen Dort findest du bestimmt den Studienlink. Es ging damals um Muslime, die tags nichts essen und trinken und erst nach Sonnenuntergang die Medikamente nehmen, soweit ich mich erinnern kann. Bestimmt findet sich dazu auch was in Pubmed.

  8. #8
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Muddi, da ist nun aber der Wurm drin - wenn Studien mit zu wenigen Teilnehmern etc. pp. irrelevant sind, dann sind Einzelerfahrungen ("ich musste erhöhen") noch viel mehr irrelevant ...
    Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wenn die eigene Erfahrung geschildert und als solche ausgewiesen wird, ist das die ureigenste Form der Hilfestellung. Der Fragesteller kann dann selbst entscheiden, was er damit anfängt.

    Schlimm wird es, wenn Studien, Lehrbücher oder sonstwas vorgeschoben und die abweichenden Erfahrungen des einzelnen abgewertet werden. So, wie es vor einigen Jahren noch usus hier war. Vielleicht deshalb meine generelle Abneigung.

    Mir persönlich sind echte Erfahrungen einfach lieber als schnöde Statistik, von der niemand weiß, wie sie zustande gekommen ist. Wenn ich Studien will (haha!), gehe ich auf pupmed, aber nicht in ein Selbsthilfeforum.

    Macht man Abendeinnahme mit 2 Stunden Nüchternsein davor, muss man selbst sehen, was passiert, denke ich.
    Ja, in der Tat.

    Bloß - ohne Grund muss man einfach keine Abendeinnahme machen - falsche Dosis durch Abendeinnahme berichtigen zu wollen ist einfach schief gedacht (bezieht sich nicht auf dich, sondern auf Annas vermutlichen Gedankengang).
    Warum ihre Muskelschmerzen durch Abendeinnahme verschwinden sollten, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Ich habe die Fragestellung eher allgemein aufgefasst - in der Art „Könnte das was für mich sein, weil es mit der reinen Morgeneinnahme nicht klappt?“. Da ich mindestens zwei Jahre gesplittet habe, kann ich beisteuern, dass es schon ziemlich unbequem ist. Wenn man es vermeiden kann - dann bitte nicht damit anfangen. Als langjährige Migränepatientin ist meine Erfahrung, dass man selbst nach vier Stunden Esspause noch nicht nüchtern ist Woher diese ominösen zwei Stunden stammen - wer weiß

  9. #9
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    Auch nur ein Erfahrungswert von mir: Vor weitaus mehr als einem Jahrzehnt stellte ich auf Abendeinnahme um. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr so genau, warum - vielleicht steht es hier noch in den Tiefen meiner Anfangszeit ... Ich glaube mich aber erinnern zu können, weil ich morgens danach immer so müde wurde und nicht in die Gänge kam ... mit Abendeinnahme war es dann kein Problem mehr, im Gegenteil: Wirkt anscheinend schlafanstoßend bei mir. Ich achte auch nicht so genau auf Nüchternheit etc. abends (sicherlich nicht zu empfehlen), da ich aber, solange ich LT nehme, keine größeren Ausfälle mehr hatte und habe, denke ich, mach ich alles richtig (wie überhaupt die Diagnose Hashi und das LT ein Segen für mich waren, plötzlich nix mehr mit Psychoschiene usw.).

  10. #10
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    Standard AW: Hormoneinnahme abends?

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen

    Schlimm wird es, wenn Studien, Lehrbücher oder sonstwas vorgeschoben und die abweichenden Erfahrungen des einzelnen abgewertet werden.

    Da stimme ich dir voll zu Muddi. Aber das, was ich in #4 zitiert habe (über die abflachende Kurve), entsprach gerade nicht der Anforderung, die du ja selbst richtigerweise so formuliert hast:

    Wenn die eigene Erfahrung geschildert und als solche ausgewiesen wird, ist das die ureigenste Form der Hilfestellung.
    Noch eine Anmerkung:
    Ich denke mal, kleinere Abweichungen können bei einer noch vorhandenen Schilddrüse auch besser aufgefangen werden als wenn jemand keine oder einen durch RJT weitgehend ausgeknockten Geweberest hat. Da ist, meiner Meinung nach, das Vermeiden von nicht ausgleichbaren Schwankungen wichtig.

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