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Thema: Hilfe beim Start mit Thybon

  1. #1
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    Standard Hilfe beim Start mit Thybon

    Huhu
    Ich habe mich hier bereits durch alte Beiträge geklickt, aber wollte nun doch gerne mal mein Anliegen/Schilddrüsenwerte schildern.

    Ich war heute nochmal bei meinem Arzt um werte zu besprechen. Er sprach dann mit mir (Aufgrund von weiter bestehenden Symptomen wie Erschöpfung und schwindel) über die Möglichkeit von Thybon und wenn das auch nichts bringt die Umstellung auf Schweine Hormone.

    Ich habe seitdem ich 2015 Epstein Barr Virus hatte Hashimoto thyreoditis. Vorher immer mal ein bisschen mit Unterfunktion zutun gehabt aber dann auch mal wieder (ohne Tabletten) gute werte.
    Seit ca 2016 nehme ich konstant L-thyroxin und hatte dann auch endlich einen Arzt gefunden, der sich die freien werte anschaut. Ich hab mich viel belesen und sämtliche Nährstoffe aufgefüllt.

    Ich hänge mal ein paar werte hier unten dran der letzten Monate:

    20.09.2022 (125 mcg LT)
    T-SH 0.04
    Ft4 1.4 (0.9-1.8) 55,56%
    Ft3 2.7 (2.0-4.4) 29,17%
    Anmerkung: Starke Kreislaufprobleme (sehr niedriger Blutdruck), Stimmungstief, konzentrationsstörungen

    4.8.2022 (137,5 mcg LT)
    T-SH 0.01
    Ft4 1.64 (0.9-1.7) 92,50%
    Ft3 3.2 (2.0-4.4) 50%
    Anmerkung: hier ging es mir besser als je zuvor aber halt immernoch nicht gut

    10.06.2022 (125 mcg LT)
    T-SH 0.02
    Ft4 1.38 (0.9-1.7) 60%
    Ft3 2.7 (2.0-4.4) 29,17%
    Anmerkung: Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit

    Vielleicht hat jemand ähnliche Symptome gehabt/ Ideen / Tipps für den Start mit Thybon /…

    Danke schonmal
    Geändert von leni-ha (30.09.22 um 14:53 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Bevor du mit Thybon loslegst, wäre noch interessant zu wissen:

    - Welche Diagnose hast du mit welchen Werten vor Start von Thyroxin? Wie sah der Sono-Befund, die Antikörper, usw. aus?
    - Wie bist du auf die schon bereits sehr hohe Dosis von 125 mcg LT gekommen? Welche Zwischenschritte gab es, wie waren deine Werte und wie hast du dich gefühlt?
    - Bist du bei einem Hausarzt, der dir nun Thybon empfiehlt?

    Ich sehe den Werten nach überhaupt keinen Anlass für Thybon, dein sehr niedriges bzw. nicht mehr vorhandenes TSH sagt dir, dass du evtl. schon zu hoch dosiert bist. Ich würde es zuerst mit einer niedrigeren Dosis LT probieren und dann weitersehen, aber das kann man erst sagen, wenn du uns mehr Infos gibst.

    P.S.: Thybon hat eine niedrige Halbwertszeit, muss daher mehrmals über den Tag verteilt eingenommen werden und ist nicht wirklich einfach in der Handhabung. Du könntest dir mit Thybon viele weitere Probleme heranzüchten.

  3. #3
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Hey Phanta

    Vielen Dank für deine Flotte Antwort.

    Ich habe Hashimoto als Diagnose. Die Anfangswerte weiss ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, da müsste ich mal kramen oder alte Befunde beim Arzt anfordern. Sono Befund zeigte auch, dass das Gewebe löchrig ist und die SD weniger Volumen hat. Antikörper alle erhöht (genaue Bezeichnungen müsste ich auch nochmal nachschauen) TAK gehen aber auch zwischendurch mal runter.

    Auf die Dosis bin ich gekommen, da die Symptome immer kurz besser waren und dann wieder schlechter wurden. Mein Arzt stellt nach den freien werten ein, da er sagt dass der TSH unter der LT Einnahme sowieso supprimiert ist und nicht gedeutet werden kann. Er ist Internist mit Spezialisierung auf die Schilddrüse.

    Mit den 137mcg ging es mir mal annähernd gut, jetzt mit den 125mcg eher schlechter. Sprich ich soll lieber noch weiter runterdosieren? Dann werden die freien werte doch immer geringer?
    Geändert von leni-ha (30.09.22 um 16:07 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Zitat Zitat von leni-ha Beitrag anzeigen
    Mein Arzt stellt nach den freien werten ein, da er sagt dass der TSH unter der LT Einnahme sowieso supprimiert ist und nicht gedeutet werden kann. Er ist Internist mit Spezialisierung auf die Schilddrüse.
    Das stimmt schlicht und einfach nicht.

    Auf die Dosis bin ich gekommen, da die Symptome immer kurz besser waren und dann wieder schlechter wurden.
    Das ist jetzt ohne Werteverlauf schwer zu deuten, aber es kann schon vorkommen, dass man sich "übersteigert" hat und die Symptome deswegen nicht dauerhaft besser werden. Dann noch Thybon draufpacken hilft dann auch nicht.

    Du wirst vielleicht doch mal weniger genommen haben - also Werte unter 75, 88, 100 mcg LT?
    Geändert von panna (30.09.22 um 21:58 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Guten Morgen :-)

    Also ich habe nochmal geschaut Und werte unter 87,5 mcg LT gefunden:

    27.02.2021
    Tsh: 0,056
    FT4: 1,22 (0,89-1,76) 37,93%
    FT3: 3,26 (2,3-4,2) 50,53%

    Aufgrund des niedrigen FT4 und meinen Symptomen habe ich dann Lthyroxin gesteigert. Habe damals die werte auch in eine facebook Gruppe gestellt, die dazu geraten hatten.

  6. #6
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Das ist, bei nüchterner Blutabnahme, also ohne LT, ein Tiefstwert von dir, und alles, nur nicht niedrig. Die Umwandlung funktionierte dabei vorzüglich.

    Du warst damit vermutlich bereits leicht überdosiert, laut TSH, wie man unschwer erkennen kann. Ein Auto fährt auch nicht schlechter, wenn der Tank halb oder ein Viertel voll ist und Menschen brauchen unterschiedlich viel oder wenig, nicht alle immer viel, wie Facebook-Gruppen das wohl handhaben - was man so von Leuten hört, die dort Ratschläge bekommen.

    Du brauchst kein Thybon und vermutlich ein gutes Stückchen weniger LT als das, was du jetzt nimmst.

  7. #7
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Guten Morgen :-)

    Also ich habe nochmal geschaut Und werte unter 87,5 mcg LT gefunden:

    27.02.2021
    Tsh: 0,056
    FT4: 1,22 (0,89-1,76) 37,93%
    FT3: 3,26 (2,3-4,2) 50,53%

    Aufgrund des niedrigen FT4 und meinen Symptomen habe ich dann Lthyroxin gesteigert. Habe damals die werte auch in eine facebook Gruppe gestellt, die dazu geraten hatten.
    Hatte dann am 28.06.2021 unter 100mcg LT:
    TSH: 0.18
    FT4: 1.19 (0,93-1,7)
    Ft3: 2,7 (2,0- 4,43)
    TAK: 267 (<60)
    TPO: 38,4 (<34)
    TRAK: 2,1


    ——- start:
    Dann am 15.05.2020 unter lediglich 25mcg LT
    Tsh: 3,5
    FT4: 1,2 (0,8-1,7)
    FT3: 3,1 (2,0-4,2)

    31.08.2020 unter 50mcg LT:
    Tsh 1,62
    FT4: 1,34 (0,93- 1,7)
    Ft3: 2,8 (2,0 -4,43)
    Der Arzt sagte dann ich solle auf 75mcg LT gehen.
    TAK: 172 (<60)
    TRAK: <0.8
    TPO: <9.0 (<34)
    HTG: 4,58

    5.10.2020 unter 75mcg LT:
    Tsh: 0,54
    Ft4: 1,57 (0,93 - 1,7)
    Ft3: 2,6 (2,0-4,43)

  8. #8
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Man kann gut sehen, wie dein fT3 infolge überflüssiger Erhöhung schwächer wird - siehe Erhöhung von 50 auf 75. Ich tippe mal, dass dir 50 gereicht hätten, aber wenn nicht, dann erstmal auf 56 oder höchstens 62 gehen - und dann mal ein halbes Jahr (!) mit der Dosis verbringen ... damit der Körper und die Schilddrüse sich anpassen. Und dann erst gucken, ob vielleicht um 6,25 mcg mehr besser wäre.

    Jedenfalls, wie unschwer zu erkennen ist, geht zu viel LT und ein zu hoher fT4 (und ein unterdrücktes TSH, das die T3-Konversion mit steuert) gerne auf die Umwandlung, im negativen Sinn.
    Dass du Symptome hattest, kann auch einfach vom Zuviel kommen, sieht man hier täglich.

  9. #9
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Man kann gut sehen, wie dein fT3 infolge überflüssiger Erhöhung schwächer wird - siehe Erhöhung von 50 auf 75. Ich tippe mal, dass dir 50 gereicht hätten, aber wenn nicht, dann erstmal auf 56 oder höchstens 62 gehen - und dann mal ein halbes Jahr (!) mit der Dosis verbringen ... damit der Körper und die Schilddrüse sich anpassen. Und dann erst gucken, ob vielleicht um 6,25 mcg mehr besser wäre.

    Jedenfalls, wie unschwer zu erkennen ist, geht zu viel LT und ein zu hoher fT4 (und ein unterdrücktes TSH, das die T3-Konversion mit steuert) gerne auf die Umwandlung, im negativen Sinn.
    Dass du Symptome hattest, kann auch einfach vom Zuviel kommen, sieht man hier täglich.

    Hey Panna,

    Ich habe mir die Werte auch nochmal in Ruhe angeschaut und Revue passieren lassen: ich glaube mit den 87,5mcg ging es mir ganz gut aber mir wurde dann in einem Facebook Forum geraten noch zu steigern, weil der fT4 angeblich zu niedrig war.
    Ich habe jetzt 3 Tage LT Pause gemacht und nun ein drastigen Umschwung von auf 90LT (erstmal) und peile eine zieldosis von 75/87,5 mcg an.
    Bin am 14.11. wieder zur BE bei meinem Arzt.

    Würde mich freuen so Symptome wie Watte/Nebel im Kopf, schwank Schwindel, Erschöpfung etc. endlich loszuwerden ������

  10. #10
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    Standard AW: Hilfe beim Start mit Thybon

    Am 14.11. wirst du noch kein gescheites Ergebnis im Blutbefund bekommen, dafür braucht es mindestens 6 Wochen, manchmal sogar länger. Ich verstehe wirklich, dass du das Gefühl los werden möchtest, aber du musst deinen Körper jetzt Zeit geben sich an die neue Dosierung zu gewöhnen.

    Die Empfehlungen aus der FB-gruppe sind nicht nachvollziehbar, der ft4 war nicht wirklich niedrig. Der ist ein Speicherhormon und solange ft3 gut nachzieht reicht das völlig aus. Nach meinem Eindruck hast du dich mit t4 überdosiert, weswegen dein ft3 runtergekracht ist, deine Symptome sind jetzt also nicht verwunderlich. Wie Panna sagt macht es keinen Sinn jetzt immer noch mehr draufzuknallen. Freu dich, dass dein Körper sehr wahrscheinlich noch sehr viel ganz alleine schafft und gib ihm die Zeit. Gerade jetzt in der Anpassungszeit wird's dir nicht von heute auf morgen total super gehen, weil sich der Hormonstatus in deinem Körper wieder ins Lot bringen muss.

    Die Blutentnahme würde ich jeden Fall auf mindestens Anfang Januar verschieben.

    Was heißt:
    "Anmerkung: hier ging es mir besser als je zuvor aber halt immernoch nicht gut"

    Was genau heißt immernoch nicht gut?
    Warum bist du da auf 125mikrogramm runter?

    Ich würde dir außerdem zu einer Kontrolle bestimmter Nährstoffe raten, die mit dem Kreislauf und Stoffwechsel zusammenhängen, allen voran Vitamin D, Ferritin, Magnesium und Vitamin B6, B9 und B12. Du sagst zwar, du hast die aufgefüllt, aber Menschen mit Hashimoto sind anfällig dafür Nährstoffe nicht so gut aufnehmen zu können und daher immer wieder in eine Mangelversorgung zu rutschen.
    Geändert von müdes_Nandori (26.10.22 um 14:18 Uhr)

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