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Thema: Indikatoren f. zusätzl. T3-Einnahme? Konversionsstörung/reverses T3 (rT3)/Low-T3

  1. #1
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    Standard Indikatoren f. zusätzl. T3-Einnahme? Konversionsstörung/reverses T3 (rT3)/Low-T3

    Der folgende Link zu einem Beitrag eines Laborarztes (vielleicht längst bekannt) konnte jedenfalls mir sehr hilfreich einen guten und sehr prägnanten Gesamtüberblick zu URSACHEN, UNTERSUCHUNG und MEDIKATIONskonsequenzen vermitteln:

    https://www.lab4more.de/wp-content/u...reverse_T3.pdf

    Hiernach sollte eine labortechnische Überprüfung erfolgen bei:
    - Verdacht auf eine Konversionsstörung
    - Verdacht auf ein Low-T3-Syndrom
    - nicht erklärbaren Resultaten von TSH und T4
    - unklar niedrigen fT4- oder fT3-Werten
    - unbefriedigendem Ansprechen auf eine T4-Monotherapie
    - bei schweren extrathyreoidalen (= außerhalb des Schilddrüsenspektrums liegenden, anderweitigen) Erkrankungen

    Konkret geprüft werden sollte in solchen Fällen das VERHÄLTNIS von GESAMT-T3 (NICHT: ft3) und rT3 = Gesamt-T3 (TT3) / rT3.

    Bei länger anhaltender, schwerer ANDERWEITIGER ERKRANKUNG kann es, allerdings erst im späteren Verlauf und unabhängig von der oben geschilderten Relationsverschiebung, dann auch zu einem Abfall von ft3 (nicht auch: ft4) kommen.

    Klinisch erscheinen diese Betroffenen „euthyreot“ (normale Schilddrüsenfunktion) – eine Bezeichnung, die ja so viele von uns Betroffenen kaum mehr hören mögen, wenn sie trotz vermeintlich „gesunder“ Laborwerte von fortbestehenden (Unterfunktions-)Symptomen geplagt sind.

    Der Artikel geht zugleich auch auf die Konsequenzen längeren FASTENS ein. In diesen Fällen wiederum zeige sich zuweilen das klinische Bild einer Hypothyreose (Unterfunktionsindikatoren erhöhter TSH, vermindertes ft4/ft3), unter ebenfalls gegebenem Low-(Gesamt)T3-Syndrom (Testung wie oben).

    Meine persönlichen Schlussfolgerungen daraus für einige Fälle: Womöglich zu viel gefastet, über der Unterfunktions-Pein und dem Willen, wieder schlank zu werden? Das Ganze womöglich zu lange und zu intensiv, schon vor einer T4-Einnahme bzw. jedenfalls vor deren Wirkungseintritt? Darüber die unbewusste Vereitelung eines ursprünglich eigentlich möglichen Gewichtsabnahme-Erfolges und einer Verabschiedung weiterer Unterfunktionssymptome unter alleiniger Thyroxin-(T4)-Einnahme? Und darüber dann aber ggf. berechtigte Hoffnung über einer (ggf. sogar nur übergangsweisen) zusätzlichen/erhöhten T3-Einnahme in Absprache mit dem behandelnden Arzt?

    Kampfansage dem wirkungsmindernden und zugleich kontraproduktiven rT3-Aktionismus in den Zellen, durch zugeführtes T3 von außen? Möge der Bessere gewinnen – und sich wieder eine gesunde Versorgung der Zellen mit (am Ende:f)T3 einstellen.

    (Habe hier allerdings auch schon sehr skeptische Einträge gelesen zur Aussagekraft einer rt3-Messung an sich. Betrifft ggf. aber nicht die beschriebene Ins-Verhältnis-Setzung zum Gesamt-T3.)

    Mich würde sehr interessieren: Gibt es Betroffene, die diese Verhältnis-Untersuchung bereits hinter sich haben? Wie sind die Erfahrungen damit?

  2. #2
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    Standard AW: Indikatoren f. zusätzl. T3-Einnahme? Konversionsstörung/reverses T3 (rT3)/Low-T3

    Ja klar plädiert der Labormediziner mit Laborfirma dahinter für zusätzliche Werte, die sein GmbH bestimmen kann :-)

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Für Normalsterbliche mit Hashimoto unter Hormontherapie ist die T3-Bestimmung Humbug.

    Hier stehen auch Argumente, warum es unnötig/irreführend ist, das rT3 zu bestimmen:
    https://www.frontiersin.org/articles...019.00856/full
    Es ist unnötig, irreführend und kaum zu interpretieren, außer bei LowT3-Syndrom (bei wirklich schwer kranken Menschen nach Infarkt oder auf der Intensivstation).

    Betrifft ggf. aber nicht die beschriebene Ins-Verhältnis-Setzung zum Gesamt-T3
    Doch schon, denn wenn die T3-Messung an sich überflüssig, weil der Wert nicht wirklich interpretierbar ist, dann hilft einem das Inverhältnissetzen auch nur dabei, noch eine Laboruntersuchung bezahlen zu müssen. Dann gibt es eben einen zweiten willkürlich interpretierten Wert.
    Geändert von panna (16.09.22 um 13:23 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Indikatoren f. zusätzl. T3-Einnahme? Konversionsstörung/reverses T3 (rT3)/Low-T3

    Dafür
    Beide Moleküle (sowohl T3 als auch rT3) sind in der
    Lage, den T3-Rezeptor zu besetzen, wo- bei allerdings das rT3 den Rezeptor nur blockiert und keine physiologische Aktivi- tät aufweist. So kann das rT3 die Wirkung von T3 durch Blockade von T3-Rezeptoren verändern.
    hätte ich gern eine aktuelle wissenschaftliche Quelle.

    Obwohl, so vage wie die Aussage formuliert ist, ist es noch nicht mal falsch. Wenn man Unmengen von rT3 im Schälchen auf T3-Rezeptoren schüttet, kann das rT3 an die Rezeptoren binden. Im lebenden Organismus wird da aber nichts „blockiert“.

  4. #4
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    Standard AW: Indikatoren f. zusätzl. T3-Einnahme? Konversionsstörung/reverses T3 (rT3)/Low-T3

    Es kann schon sein, dass LT-Nehmer durchschnittlich einen etwas höheren rT3-Anteil haben, als Folge der "unnatürlichen" Versorgung, das kann ich mir vorstellen. Aber daran sollte sich doch keiner gesundstoßen, denn das ist eher schlicht die Folge der LT-Substitution.

    Hier wird untersucht, wie viele rT3-Tests und von welchen Behandlern verlangt werden: https://www.liebertpub.com/doi/abs/1.../thy.2017.0645

    Ergebnis: Manche Labors dürften unter Druck stehen, die Verwendung ihrer Tests zu fördern *räusper*, steht da. Bei rT3-Tests hat sich herausgestellt, dass erstens nur eine Minderheit ihn verlangt und zweitens sind "funktionale Mediziner" (ungefähr dasselbe wie Alternativmediziner o.ä.) bei dieser Minderheit in der Mehrheit. Nicht anders als hier.
    Geändert von panna (16.09.22 um 23:56 Uhr) Grund: Vertippsler

  5. #5
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    Standard AW: Indikatoren f. zusätzl. T3-Einnahme? Konversionsstörung/reverses T3 (rT3)/Low-T3

    Ich erneuere meine Frage: Gibt es hier Betroffene, die eine entsprechende Verhältnis-Untersuchung von (nicht nur) rt3 und (zusätzlich) Gesamt-T3 hinter sich haben?

  6. #6
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    Standard AW: Indikatoren f. zusätzl. T3-Einnahme? Konversionsstörung/reverses T3 (rT3)/Low-T3

    Vielleicht findest du was über die Suche, das Thema kommt ja seit Jahren immer wieder auf. Einzelne Erfahrungen beweisen aber keinen Nutzen.

    Dass übertriebenes Fasten ungesund sein kann, kann man auch ohne spezielle Laborwerte sagen. Das betrifft die Proteinversorgung, den Muskelaufbau und auch die Knochen.

    Kampfansage dem wirkungsmindernden und zugleich kontraproduktiven rT3-Aktionismus in den Zellen, durch zugeführtes T3 von außen?
    Das ist amerikanische Alternativmedizin. Und klick mal auf Prozente ...
    Geändert von Irene Gronegger (17.09.22 um 15:12 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Indikatoren f. zusätzl. T3-Einnahme? Konversionsstörung/reverses T3 (rT3)/Low-T3

    Mit rT3- oder GesamtT3-Messungen kann ich leider nicht dienen.

    Folgendes kann ich aber zur schlechten Umwandlung und extremen Fasten über einen längeren Zeitraum (bzw. schlicht „Essstörung“ genannt, denn nichts anderes ist dauerhaftes Fasten.) unter LT beitragen.

    Die Umwandlung von T4 in T3 ist sehr schlecht, bzw. die Verarbeitung der Schilddrüsenhormone im Allgemeinen. Dagegen geholfen hat nur ein normales Essverhalten, bzw. intuitives Essen ohne Einschränkung von bestimmten Lebensmittel und das über einen sehr langen Zeitraum. Und kein Sport, außer Spaziergängen an der ftischen Luft und Schwimmen. Unterstützen können hierbei NEMs, damit Mängel schneller aufgefüllt werden (vorallem B12). Ob die 7,5-10mcg Thybon, dass ich 2 Jahre genommen, dazu positiv beigetragen haben, kann ich nicht sagen. Zumindest aber war die Einnahme gut für die Überbrückung. Die Umwandlung ist immer noch nicht so wie sie sein soll, aber besser als vorher.

    Ohne eine adäquate Kalorienzufuhr mit ausreichend Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett tut LT nicht das was es soll. Das ist meine persönliche Erfahrung. Mit Diäten und übermäßiger sportlicher Altivität tut man sich jedenfalls keinen Gefallen.

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