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Thema: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

  1. #1
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    Standard Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    Ein herzliches Hallo von mir in die Runde!

    Ich bin seit heute neu in eurem Forum und hochdankbar, dass es euch gibt - nachdem ich für einige Zeit zunächst als Externe schon bei euch mitlesen durfte.

    Als allererste Hausaufgabe habe ich nun erst einmal mein Profil mit meiner Werte-Übersicht und weiteren Hintergrundinformationen zu meinem Verlauf gefüttert.

    Ich wäre euch sehr dankbar für eine Einschätzung:
    Meint ihr, ich bin mit meiner aktuellen weiteren Steigerung auf dem richtigen Weg?
    Ich bin 1,68m groß und wiege seit ca. 3 Jahren 85 kg, davon mindestens 10 ungeliebt.

    Ich nehme nun seit kurzem (ca. 6 Wochen) L-Thyroxin 125; ursprünglich kommend von 100, mit dem Zwischenschritt über 112 (diese über einen Zeitraum von ca. 8 Wochen).
    Über der ersten Steigerung von 100 (bei TSH 2,68) auf 112 (führte zu einem TSH von 1,43) habe ich bereits für einen Zeitraum von ca. zwei Wochen (ca. 55 Tage nach Steigerungsbeginn) gefühlt im Paradies wandeln dürfen: Gelassenheit, Lebensfreude, keine trockene Haut mehr an Ellenbogen und Füßen, Sättigungsempfinden, leichte Gewichtsabnahme Gewebestraffung, keine Muskelschmerzen mehr, flacher werdender Bauch, keine/kaum noch Empfindungsstörungen mehr in Händen und Füßen, eine geregelte Verdauung, Jubel!

    Darüber und in Absprache mit meinem Arzt die weitere Dosis-Steigerung, in der Hoffnung auf eine Potenzierung des Glücks. Womit ich nun hoffentlich nicht zu raffgierig war?

    Denn darüber neue/andere Symptome: zu Anfang immer mal Herz-Klabaster (wieder weg), Gefühl von fast schon "Überantrieb" (besser geworden), dann moralisches Voll-Tief (überwunden), wieder Zunahme auf Ausgangsgewicht, wieder Muskelschmerzen, leichte Heiserheit (wieder weg), Schlaf wieder schlechter, Empfindungsstörungen in Händen und Füßen wieder leicht da, wieder raue Hornhaut an den Füßen, Rückkehr der 2 kg.
    Vergleichbare 55 Tage nach zweiter Steigerung sind nun fast herum, und es scheint sich wieder leicht zu bessern, Hauptaspekte: Verdauung und Moral. Folge-BE ist Ende April.

    Wie schätzt ihr die Symptome nach meiner zweiten Steigerung ein: Steigerungsverschlechterung oder bereits Überfunktionssymptomatik? (ft3 lag bei BE vor zweiter Steigerung, also unter den 112, bei 5,1 = 27,66%, ft4 bei 21,09 = 88,54%, bei nachts zuvor eingenommener Tablette.)

    Waren womöglich genau die 112 meine „goldene Dosis“? Oder wäre es unter der Dosierung vermutlich über kurz oder lang so oder so wieder zu Verschlechterungen gekommen, die ich somit nicht durch die vermeintlich zu frühe/unnötige weitere Steigerung ausgelöst hätte?
    Die nächste BE werde ich natürlich auf jeden Fall abwarten, zumal es mir aktuell recht gut geht. Aber eben noch nicht wieder so himmlisch, wie bereits einmal kurz erahnt. Träum-seufz.

    Noch zum Hintergrund: In einem meiner alten Befunde nach Szintigraphie lautete es „bds. In der SD-Region kein speicherndes Gewebe mehr nachweisbar, Uptake kaum über Grundniveau.“ Damit weiß ich nicht so recht etwas anzufangen. Lässt sich daraus etwas zu meiner aktuellen Frage schlussfolgern?

    Ich danke euch ganz herzlich dafür, dass ihr euch vor eurem eigenen Erfahrungshintergrund mit meiner Frage befasst und sende herzliche Grüße
    Hashi-Fee

  2. #2
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    Ich würde beide Deiner Fragen mit einem klaren Nein beantworten. Du ahnst es doch selber schon. Die aufgezählten Symptome die nach der letzten Steigerung kamen, hat der Körper nun versucht erstmal zu kompensieren. Was die Sache nicht besser macht. Schnell kommt man, auch Du scheinbar, auf die Idee, dass doch alles in Ordnung ist (für den jetzigen Moment) und nur noch eine weitere Steigerung fehlt...
    Selbst die 112µg könnten zu viel sein. Nur nach 8 Wochen kannst Du das leider niemals abschließend beurteilen. Ich selber habe mehrfach die Erfahrung gemacht, dass plötzlich nach dieser Zeit wieder Symptome auftauchten, die ich nicht gemerkt hätte, wäre da die Dosis schon wieder eine andere gewesen.
    Klar kann man T4 bis über den Referenzbereich steigern, nur damit fT3 irgendwann mitzieht, aber gut geht es zumindest mir nicht mit dieser Konstellation.
    Meine Meinung: viel zu schnell zu hoch gesteigert und die Symptome die nun in die ÜD-Richtung weisen, "schön geredet". Ansonsten kämst Du nämlich niemals auf die Idee (bei den Werten unter 112µg sowieso nicht), dass Du weiter steigern müsstest.
    LG

  3. #3
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    Willkommen Fee,

    Habe mich gerade durch dein Profil samt Fließtext gelesen.

    Dazu noch Fragen:
    Ist BE-Datum 07/22 ein Tippfehler oder soll das Kalenderwoche sein und bei den anderen BEs Monat? Wie war das genaue Datum der letzten BE?

    "(unter nächtlicher Einnahme, vor BE)" - wie viele Stunden vor BE war das beim letzten Mal? Waren die BEs halbwegs zur gleichen Uhrzeit?

    Wie lange vor der ersten Steigerung auf 112 hast du die Einnahme in die Nacht verlegt?

  4. #4
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    @Amarillis:
    Ich fand die Steigerung von 100 auf 112 ehrlich gesagt gar nicht sonderlich hoch. Früher, vor den nun passgenauer am Markt erhältlichen Dosierungseinheiten, war ich immer mit 25er-Sprüngen am Start gewesen und erinnere aus der Zeit keine Probleme. (Dazu, wie selbstverständlich ich damit lange Jahre subjektiv bei einer gefühlt vermeintlich idealen, jedenfalls immer so als richtig hingenommenen Einstellung und Steigerung lag, siehe bei Interesse mein Profil. Das hat sich dann verändert nach meiner schweren, dort beschriebenen anderen Erkrankung.)

    Über meinem Übergewicht war ich über der berühmten Berechnungsformel (1,6xKörpergewicht) gedanklich auf dem Weg, ich müsse hin zu einer Enddosierung von dann auf jeden Fall 137 (1,6x85=136).
    Wie beschrieben geht es mir aktuell subjektiv mit der 125er-Dosierung grundsätzlich gut, keine deutlichen ÜF-Zeichen (mehr), eher in Teilen auch wieder das Gegenteil.

    Ich verstehe nicht ganz, wieso nach deiner Einschätzung die Werte unter der 112er-Dosierung bereits so deutlich gegen die weitere Steigerung auf 125 sprachen?
    Wegen des schon bei 88% liegenden ft4s?
    Ich war davon ausgegangen, dass mein Artz im Arztbrief die weitere Erhöhung deswegen befürwortet haben wird, weil er dessen Höhe nicht so viel beigemessen hat - dies über der im Vorfeld am besagten BE-Tag (konkret: in der Nacht) eingenommenen LT-Tablette. Und weil der ft3 noch nicht so recht mitzog.

    Und hatte selber bei meinem Vorhaben immer im Hinterstübchen die hier im Forum so oft zu findende Einschätzung, dass Hashimoto-Betroffene vielfach erst um, eher sogar unter einem TSH von 1, ihren Wohlfühlwert finden. Dahin sollte mich meine Steigerung auf die 125 führen.

    Wie haben sich denn bei dir die wiederum langsameren Steigerungsschritte ausgewirkt? Auf TSH und freie Werte? Und ab welchem Zeitraum meinst du, kann man diesen denn dann wiederum überhaupt erst eine Aussagekraft zusprechen, bis ein nächster Schritt angezeigt wäre? Meinst du, mein TSH wäre auch unter einfach nur Beibehalt der wonniglichen 112 über die Zeit dann auch weiter abgesunken, das ft3 weiter angestiegen? Kürzer: von dir empfohlene Dauer gleichbleibender Einnahme in der Steigerungsphase?

    (Und bleibt noch meine Frage zur Gewebestruktur von oben, sorry...)

    Wenn du die hinter dir liegenden Erfahrungen beschreibst: Wie lange hat es denn bei dir bei Rück-Verringerungen nach Fehlversuch gedauert, bis überhaupt wieder zuzuordnende und ggf. auch ablesbare Effekte (welche?) auftraten?
    (Habe das nicht eigenmächtig vor, werde die Folge-BE auf jeden Fall abwarten. Zumal es mir nicht schlecht geht.)

    Fragen über Fragen...
    und lieben Dank

  5. #5
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    @Flamme
    Upsi, direkt der Fehlerteufel, vielen Dank für Lektüre, Nachfrage und Hinweis!
    Prompt geändert:

    Betreffendes BE-Datum ist korrekt 01/22 – statt 07/22.
    Die Zahl vor dem „/“ bildet in der Tat immer den betreffenden Kalendermonat ab, die danach das betreffende Kalenderjahr.

    Einnahme seit längerem schon nachts um 2:00 Uhr. Das waren bei BE in 01/22 konkret 10 Stunden Abstand zur BE (in der Mittagszeit, ging beim Arzt an dem Tag terminlich nicht anders).
    Die noch vorhergehende BE aus 09/21 war wiederum gegen 10:00 Uhr morgens (also im Vergleich zwei Stunden früher als jüngst, in Summe 8 Stunden Abstand zur Tabletteneinnahme).

    Ich nehme nun seit schon geraumer Zeit nachts ein, geschätzt mindestens seit Anfang 2021, nach zweiwochenweiser Rücktastung. (Grund: Ich war von einer eventuell verfälschten LT-Wirkung über unbewusst bedeutsamer Kalzium-Einnahme geraume Zeit morgens zum Frühstück ausgegangen. Derlei wollte ich für die Zukunft unumstößlich ausgeschlossen wissen.)

    Liebe Grüße

  6. #6
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    Nach 8-10 Stunden ist das Ergebnis jedenfalls schon ein realistischer Wert und keine Einnahmespitze. Wenn du dir die Änderung der Werte durch Steigerung von 100 auf 112,5 anschaust, kann man extrapolieren, dass der fT4 jetzt vermutlich schon oberhalb des Referenzbereichs ist.

  7. #7
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    Du sitzt einer ganzen Menge an Irrtümern auf.
    TSH muss unter 1: dann gäbe es auch die Schuhgröße für alle. TSH muss dahin, wo es einem gut geht und da gibt es eben alles.

    Dosis nach Körpergewicht: diese Berechnungsformel ist ausschließlich für totaloperierte Patienten gedacht und auch das nur zur ersten Dosisberechnung (wobei übergewichtige eher weniger brauchen, was an der Muskelmassse liegt. Fett braucht keine Hormone). Für Dich trifft das also nicht zu.

    Du traust Deinem Arzt zu viel zu meiner Meinung nach. Der hat vermutlich nur das TSH angeschaut und nichts von wegen fT3 noch nicht hoch genug usw.

    Zu den Fragen: ich hatte die zwei Fragen aus Deiner Überschrift beantwortet und auch nur diese gemeint. Beides nein.

    Zu Deinen nach der Steigerung angegebenen Symptomen: sind allesamt vermutlich ÜD-Symptome. Ich schrieb es schon: Dein Körper hat nun versucht das zu kompensieren und laut Dir auch erfolgreich. Wie gut das für Dich ist, sei mal dahingestellt. Die Werte werden Dir das am Ende zeigen. Flamme hat es schon geschrieben.

    Was Du früher mal vertragen hast mit den 25µg-Steigerungen, sagt nunmal nichts darüber aus, was heute ist. Warum gibt es denn inzwischen Zwischendosierungen? LT-Tabletten konnte man schon immer teilen, mit Tablettenteiler sogar kleiner als eventuelle Teilungsrillen. Ärzte verschreiben halt gerne vorgefertigte Dosierungen. Vielleicht trauen sie dem Patienten nicht zu, etwas dazwischen selber zu machen?
    Das Forum ist voll davon, dass Leute 6,25µg-Schritte merken, meiner Einer auch. Die Aussage vieler Ärzte, gerade wieder mit einem anderen Medikament erfahren ist die, dass das keine Wirkung hat. Wer hat recht? Ich hatte leider von besagtem anderen Medi sämtliche aufgeführten Nebenwirkungen. Einbildung? Sicher nicht, denn ich hätte mir sehr gewünscht, es hätte mir geholfen.

    Das Forum ist schon ganz gut, aber alles glauben darfst Du halt auch nicht. Im Grunde ist das hier nur ein sehr kleines Abbild derer die Schilddrüsenhormone nehmen. Die große Anzahl derer die wie Du vormals eben ihre Dosis nimmt und "nichts davon merkt" ist weit aus größer und braucht dieses Forum nicht...

    LG

  8. #8
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    So, hier nun meine neuen Werte von Anfang Mai 2022. Die 125er Dosierung hatte ich die gesamte Zeit über beibehalten:

    TSH: 0,29
    Ft3: 5,52 = 36,3%
    Ft4: 19,84 = 78,37%

    Mein TSH ist also weiter gesunken (von zuvor 1,43), ft4 aber ebenso (von zuvor 88%), ft3 ist gestiegen (von zuvor 27%).

    Daraus schlussfolgere ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Hurra!

    TSH sinkt, ft4 nicht zu hoch, ft3 zieht mit.

    Meine eingangs geschilderten möglichen Überdosierungserscheinungen nach der Erhöhung von 112 auf 125 sind über die Zeit sämtlich wieder verschwunden. Sie waren dann vermutlich doch einer schon länger bestehenden Unterdosierung und damit Unterfunktion geschuldet, die erst einmal kompensiert sein wollte und darüber zu den etwas intensiveren Steigerungssymptomen im Rahmen der zweiten Steigerung geführt hatte.

    Diese Erfahrung deckt sich mit dem von mir Gelesenen auch in anderen Beiträgen: Je länger eine Unterfunktion/Unterdosierung bestanden hatte, umso intensiver können die Steigerungssymptome ausfallen. So geschehen bei meiner zweiten (Folge-)Steigerung.

    Und auch die hier im Forum immer mal wieder geschilderte Erfahrung, dass nach langer Unterversorgung erste Steigerungen zunächst recht schnell schon Vieles bessern, dann aber wieder abzuflauen drohen, stünde damit in Einklang.

    Damit hätte ich mir meinen kurzen paradiesischen Zustand unter der 112er Dosierung nicht durch Übereifer beim Folgesteigern auf die 125er Dosierung zerschossen, sondern er wäre vermutlich ohnehin nicht von Dauer gewesen. Klingt vielleicht ein Stück weit auch nach Schönfärberei, aber subjektiv passt für mich aktuell so alles zusammen. Insbesondere passt es dazu, dass ich mich nach wie vor noch eher in Unterfunktion fühle.

    Derzeit bin ich schon wieder sehr nah dran an meinem Jubelzustand nach Steigerungsbeginn.
    Ich bin weiterhin deutlich gelassener, die trockene Haut an Ellenbogen und Füßen ist leider zurück (was ja eher ein Unterfunktionssymptom sein soll), mein Sättigungsempfinden ist weiterhin in Ordnung, war aber zu Steigerungsbeginn noch ausgeprägter, die Waage habe ich erstmal in den Hintergrund gestellt, die Gewebestraffung hatte sich zwischenzeitlich wieder verschlechtert, um nun wieder besser zu sein, die Muskelschmerzen sind weiterhin weg, die Empfindungsstörungen in Händen und Füßen sind wieder leicht vorhanden aber deutlich besser, die Verdauung ist ebenfalls deutlich besser, aber noch nicht wieder so wie zwischendurch schon einmal nach der ersten Steigerung, mein Antrieb ist deutlich besser aber noch nicht wie erträumt.

    Mein Facharzt rät im Arztbericht über dem deutlich niedrignormalen TSH zum Beibehalt der 125er-Dosierung und einer Folge-BE in sechs Monaten.

    Meine weiteren geplanten Schritte:

    Ich werde zum Abgleich und unter identischer Dosierung eine weitere BE vornehmen lassen OHNE nächtliche Tabletteneinnahme im Vorfeld, um daraus weitere Rückschlüsse ziehen zu können zur Aussagekraft meiner freien Werte (waren sie beeinflusst von der vorherigen nächtlichen Einnahme oder nicht?). Um daraus dann zu schlussfolgern, ob eine geringe Folge-Steigerung um weitere 6,25 µg eine Option sein wird. Mit Blick auf die subjektiv wieder bestehende Unterfunktion.

    Das Ganze bei meinem Hausarzt, bei dem in zuversichtlich sein darf, dass er bei nicht zu hohen freien Werten diesen Schritt mitgehen würde. Insbesondere, wenn ich ihm versichere, dass ich mich bei möglichem Herzklabaster umgehend bei ihm melden und wieder reduzieren würde.

    Meine Schilddrüse hat nach anfänglich noch 19 ml im Jahre 2003 nun nur noch ein Restvolumen von 4,7 ml, und bereits in einem alten Befund aus dem Jahr 2012 nach Szintigraphie lautet es: „bds. In der SD-Region kein speicherndes Gewebe mehr nachweisbar“. Damit meine ich, mich berechtigt grob an den Dosierungs-Richtwerten für Betroffene nach Thyreodektomie mit verbliebenem Restgewebe orientieren zu dürfen. Wohlwissend, dass es bei mir dankenswerterweise keine womöglich drohenden Rezidive zu verhindern gilt. Gleichwohl werden die verbliebenen Restfunktionalitäten vergleichbar sein.

    Ganz herzlichen Dank einmal wieder ans und ins Forum, das mir überhaupt erst eine so gezielte Herangehensweise an die eigenen Betroffenheiten ermöglicht.

    Ich werde dann weiter berichten, begleitet von dem hochdankbaren Gefühl, dass sich etwas in die richtige Richtung bei mir hinzupendeln scheint.

  9. #9
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    Aktueller Stand nach Umsetzung meiner zuvor beschriebenen Vorhabenplanung, weiter unter einer Dosierung von 125µg:

    BE bei meinem Hausarzt, diesmal OHNE vorherige nächtliche Tabletteneinnahme (offenbar ein anderes Labor als das meines Nuklearmediziners, da andere Referenzbereiche):
    TSH: 0,25 (0,27-4,2)
    Ft3: 2,92 (2-4,4) = 38,33%
    Ft4: 1,62 (0,9-2) = 65,45%

    Abgleich zu zuvor: TSH liegt nun noch etwas niedriger; ft3 ist weiter gestiegen, ft4 weiter gefallen (jedenfalls nun nicht über vorheriger Tabletteneinnahme womöglich hinderlich für eine Interpretation erhöht). Hiernach nähern sich meine freien Werte also offenbar einander an.

    Über den mittig liegenden freien Werten und dem nur geringfügig unterhalb der unteren Referenzgrenze liegenden TSH hatte mein Hausarzt zu meiner Beglückung keinerlei Bedenken hinsichtlich einer weiteren Dosiserhöhung.

    Nächster Schritt wird also eine Steigerung um zunächst 6,25µg auf 131µg sein (100 +1/2 x 63er), ggf. dann Folgesteigerung auf 137µg.

    Ich musste übrigens ziemlich schmunzeln, weil mich kurz nach dem Arzttelefonat hilfesuchend seine liebe Praxismitarbeiterin anrief:
    Die neuen Zwischendosierungen sind dort noch gänzlich unbekannt.
    (Vermutlich daher hatte mein Arzt im Gespräch zunächst leise über eine Dosierung von 150µg im Wechsel mit 125 µg sinniert, als ich um zwei Rezepte über einmal 63µg - 100er habe ich noch da - und einmal 137µg gebeten hatte.)
    Gerne habe ich ihr die zugehörigen PZN herausgesucht und für die Rezeptausstellung durchgegeben. Und sie wiederum, über meiner Erklärung zu den Zwischeneinheiten und meiner Zuversicht zu meinem weiteren Vorhaben, freute sich sichtlich mit an meiner Hoffnung auf noch weitere Besserungen.

    So dürfte sich ein Arzt-Patienten-Verhältnis gerne durchgehend in der deutschen Ärztelandschaft anfühlen.

    Subjektiv bin ich, bei erheblichen Besserungen, in immer noch leichter Unterfunktion.
    Indikatoren: Verdauung, Beobachtung meiner Nagelmonde (sie sind tatsächlich erkennbar in einem Pendelprozess, verstärken sich und schwächen wieder ab, faszinierend), Empfindungsstörungen Hände und Füße, trockene Ellenbogen und wieder etwas mehr Schrunden und Hornhaut an Fersen und Füßen, immer nochmal wieder wacklige Moral.

    Ich werde weiter berichten, was sich noch ein wenig hinziehen kann, da ich über den hier gefundenen Schilderungen und meinen eigenen zurückliegenden Erfahrungen in Sachen Zyklusbeeinflussung den Eintritt meiner anstehenden Regel zunächst abwarten und erst im Anschluss mit der weiteren Steigerung beginnen werde.

    Aber ich habe ja nun schon lernen dürfen, wie sehr sich Geduld am langen Ende auszahlen kann.

  10. #10
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    Standard AW: Neu unter euch: Hashi: Weiter steigern? Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

    Bitte, Bitte, versuche nicht die Entwicklung der Werte bei unterschiedlichen Laboren anhand Prozentwerten zu beurteilen! Das geht nicht. Dein fT4-Wert sieht schon recht satt aus. Warum willst du unbedingt erhöhen? Wenn, dann wirklich in kleinsten Schritten und dann auch die Dosierung mal 3 Monate halten. Manches ändert sich noch auch ohne dass man die Dosis ändert.

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