204 MB-Patienten *ohne* EO vor RJT nahmen an dieser prospektiven Studie an einer schwedischen Klinik teil.

Beobachtet/registriert hat man:

-- TRAK-, TPO-AK- und Tg-AK-Verlauf 3 Monate nach RJT
-- EO-Status nach 12 Monaten
-- Korrelation mit Risikofaktoren (Rauchen, Genetik)

Ergebnisse:

-- 3 Monate nach RJT: Bei ca. 70% der Patienten wurden die TRAK höher, bei ca. 30% nicht. Ohne Berücksichtigung der mit Prednisolon* Behandelten war dieses Verhältnis ca. 80% zu ca. 20%.
-- 12 Monate nach RJT: 16% (32 aus 204 Patienten) entwickelten eine EO, 70 % dieser 32 Patienten hatten 3 Monate nach RJT gestiegene TRAK.
-- Polymorphismus beim CTLA-4-Gen korrelierte signifikant mit höheren TRAK-Titern.

Fazit:
-- Es gibt eine Korrelation zwischen nach RJT gestiegenen TRAK-Titern und Neuauftreten von EO (d.h, wenn sie steigen (bei 16% dieser Population**), steigt auch das EO-Risiko).

*Prednisolon: Als Risikopatient erkennbare Personen (45 aus 204) bekamen, unabhängig vom Körpergewicht, 30 mg Prednisolon täglich für einen Monat nach RJT, danach wurde die Dosis über den Verlauf von 2 weiteren Monaten langsam reduziert und nach insgesamt 3 Monaten gestoppt.

** 16% ist viel zu hoch, um totgeschwiegen zu werden bzw. die RJT als "weniger invasiv" zu lobpreisen (meine Feststellung, steht nicht im Fazit :-) .

https://link.springer.com/article/10.1007/s12020-021-02952-2