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Thema: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

  1. #11
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Hat jemand von Euch vielleicht einen Tip für mich, was ich bezüglich meiner aktuellen Carbimazol Dosis machen soll? Gefühlt würde ich gerne reduzieren und nicht erst bis August warten. Ich fühl mich von Tag zu Tag erschöpfter und schlapp.

  2. #12
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Es wird aus den Angaben nicht klar, seit wann du Dosis x, in dem Fall 5, nimmst. Das könnte ab Kontrolldatum - oder bis Kontrolldatum sein, jeweils. Siehe: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...-Profil-Muster

    Referenzbereiche fehlen auch. Am besten immer angeben, geht ja gut mit copy-paste.

    OK, im konkreten Fall sehe ich, dass du bei 5 warst vor der Kontrolle, weil 5 schon bei der vorherigen Kontrolle steht, allerdings nicht, seit wann genau.

    Für eine erneute Reduktion sehe ich jedenfalls keine Veranlassung, weil deine Werte, wie man sieht, sofort hochhüpfen, das TSH ist ja eindeutig weg, d.h. MB niedrigflammig zwar aber doch aktiv. Ich muss auch sagen, dein fT4 ist nicht in Grund und Boden gehemmt, d.h. nicht so, dass es alleine für ungutes Befinden sorgt. Bedauerlicherweise geht es einem allerdings unter Hemmern selten wirklich prall.

  3. #13
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Liebe Panna,

    danke für Deine Antwort. Ich habe die Angaben in meinem Profil nochmal überarbeitet. Vielleicht kannst Du jetzt mehr damit anfangen. Vielleicht hast Du recht und die aktuelle Dosis hat nichts mit meinem derzeitigen Befinden zu tun...vielleicht bin ich es auch einfach so leid, dass es mir so geht, wie es mir geht. Nur wenn ich sehe, wie schnell mein ft3 und ft4 innerhalb von 14 Tagen (08.06. auf 21.06.2022) gesunken sind, habe ich Sorge, dass ich jetzt - 3 Wochen später - noch niedriger bin und es mir deshalb so geht. Bis zu nächsten BE sind es nochmal 5 Wochen, wer weiß, wo ich dann stehe?
    Liebe Grüße, Dolores

  4. #14
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Zu deiner gegenwärtigen Lage:

    1,2 bei diesem Referenzbereich ist, nach meiner Erfahrung, ein Halte-Wert und kein wirklicher Reduzierwert, zumal dein TSH eine deutliche Sprache spricht. Die häufigen Kontrollen sind genau deswegen so gut: damit man nicht im Voraus aus Angst handelt ("wer weiß, was in 5 Wochen ist"), weil das eben zu nichts außer Hochspringen der Werte führt. Du musst ja nicht denken, dass hohe Werte besser sind, als niedrigere (den Eindruck habe ich nämlich und das wäre ziemlich ungut für deine Einstellung nach OP/RJT). Dein 1,78 bei supprimiertem TSH (8.6.22) war kein begehrenswert pralles fT4, sondern ein Werk der TRAK, somit eine grenzwertig manifeste Überfunktion, da half die Mickeymouse-Dosis von 2,5 ganz klar nicht mehr. Sei doch froh, dass sich das mit Carbi 5 beruhigt hat. Ich kann also deinen Willen zur Reduktion nicht nachvollziehen, aber wenn du unbedingt reduzieren willst, würde ich eine Wechseldosis 2,5/5 überlegen.

    Danke für die jetzt sehr guten Profilangaben, ich lerne gerne aus den Verläufen, wie sie sich hier präsentieren. Leider ist der deine für mich ein Negativbeispiel für eine zumindest teilweise ungute Behandlung (das ist nicht die Ausnahme).

    Wenn ich mir die Entwicklung mit den genaueren Dosisangaben ansehe: Die frühzeitigen Carbi-Reduktionen waren nichts Gutes. Deine Werte gaben das zu keinem Zeitpunkt her. Und zwar nicht einfach nur das TSH nicht, sondern das fT4 nicht. Das Ergebnis ist dann eben, dass das fT4 schon wieder höher geht. Ich möchte nicht ausschließen, dass das gleichzeitige "Wackeln" der TRAK um die Normgrenze herum, die Nichtberuhigung des Autoimmunprozesses, das Weiterköcheln der Überfunktion auf niedrigem Niveau in den letzten Jahren eine Folge davon war. Hemmertherapie ist Ruhigstellung durch Hemmung, das heißt natürlich keinesfalls Unterfunktion erzeugen, aber das ist nicht nötig - allerdings auch nicht das frühezitige Reduzieren auf eine nicht mehr effizient hemmende Dosis bei noch supprimiertem TSH. Am besten dosiert man stufenreich.

    Bisschen Geschichte:

    Die Reduktion von 5 Carbi auf Null 2018 war voreilig. 2,5 wäre genau da genau richtig gewesen. Und wir hier empfehlen auch noch das Ausschleichen der Minidosis 2,5, lieber als das Absetzen von heute auf morgen. Ob dir nun eine solcher sanfter Ausklang der Therapie geholfen hätte, das Rezidiv, das sich wenige Monate später unter 12,5 Thyroxin erahnen ließ (Erhöhung LT war ziemlich überflüssig) und im Dezember 2018 voll da war, das kann ich natürlich nicht sagen, ohne TRAK-Werte (vor allem beim Absetzen) noch weniger. Aber Mai 2019: das war ein kleines Rezidiv, blieb unbehandelt, hat sich folgerichtig nicht nachhaltiger beruhigt* - sieht man an den nachfolgenden Werten. Die Gabe von 5 mg Carbi war da zwar genau richtig, aber doch nicht für 3 Monate, das ist nämlich leider ein vorprogrammiertes erneutes Rezidiv. Danach die Thyroxingabe: Die war meines Erachtens sowohl verfrüht als auch dann grenzwertig zu hoch. 1,2 begründet keine Thyroxingabe bei sich noch nicht voll erholtem TSH (das dann mehr T4-Produktion stimulieren könnte, sollte überhaupt mehr als 1,2 nötig sein). Nach einer solchen Berg- und Talfahrt wäre ich mir nicht einmal sicher, dass das erneute Rezidiv dann durch Astra ausgelöst wurde, es wäre so oder so gekommen, weil eine inkonsequent geführte Hemmertherapie leider genau das bewirken kann.

    Bei diesem Werdegang hast du für mich ziemlich klar keine Hashimoto, sondern schlicht und nur MB. TPO-AK, sofern vorhanden: Ja, die meisten MB-ler haben sie auch, und das sonografische Bild ist ähnlich: ein entzündungsbedingt geschädigtes echoarmes Gewebe.

    *Ob eine nachhaltige Beruhigung überhaupt möglich ist, kann man auf individueller Ebene nicht vorausssagen, die Remissionschancen sind ja relativ gering. Aber man tut dafür, was man kann.

  5. #15
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Liebe Panna,
    Ich bin gerade auf der Arbeit, werde mir das alles heute Abend in Ruhe nochmal durchlesen. Ich wollte mich nur vorab schon mal ganz, ganz herzlich bei dir bedanken!!! Kein Arzt, kein Lehrbuch hat mir das bisher so klasse erläutert wie du! Ich bin nun auch nicht fachfremd; bin aber eher neurologisch und schlafmedizinisch zu Hause, aber dank deiner Erläuterung werden mir die komplexen Zusammenhänge, die solch eine Schilddrüsenerkrankung mit sich bringt, deutlicher. Vielen, vielen Dank!!!

  6. #16
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Liebe Panna,
    Mein Endokrinologe, bei dem ich jetzt seit Mai in Behandlung bin, meinte, aufgrund dieses grauseligen Verlaufs in den letzten Jahren sieht er auch keinerlei Chance für mich auf Remission und hat mir zur definitiven Therapie geraten. Darf ich dich nach deiner Einschätzung fragen?

  7. #17
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Es ist bekannt, rein als statistische Größe, dass die Remissionschancen nach Rezidiv(en) noch geringer sind als sonst. Das Doofe bei deinem Verlauf ist, dass man "Erstbefall" und Rezidiv kaum auseinanderhalten kann, wenn Thyroxin-Gaben da waren (und TRAK unbekannt), so dass man nicht immer klar sieht, ob nun die TSH-Supprimierung vom Thyroxin kommt oder von den TRAK. Aber 2019 war ganz klar ein Rezidiv da, 2021 sieht man erst nicht klar, weil da eine ganz überflüssige LT-Erhöhung den Blick auf die Werte trübt ... danach allerdings doch wieder positive TRAK und Werteköcheln. Also keinerlei anhaltende Ruhe.

    Also - rein statistisch hast du wohl eine nur geringe Remissionschance, ja. Ob du nun lieber ein Ende mit Schrecken (definitive Therapie) oder ein Schrecken ohne Ende, nämlich dieses Köcheln auf relativ niedriger Flamme, evtl. kombiniert mit 1 Jahr erneute konsequente Hemmung ohne Wenn und Aber (und evtl. mit Thyroxin falls nötig auf dich nehmen magst, mit einer nicht allzu großen Chance auf etwas dauerhafteren Frieden) - das kannst nur du entscheiden, es kommt ja so sehr auf die Person und deren Temperament an, deswegen mag ich nicht offen sagen, was *ich* täte. - Baba30 etwa hatte quasi sofort nach wenigen Monaten Hemmer die Nase gestrichen voll und ließ sich operieren. Das andere Extrembeispiel ist --> hier , 2012 MB, 2012-13 Hemmer, 2014 kleines Rezidiv, Beruhigung ohne Hemmer, 2017 erneut Rezidiv und seither geht es nicht mehr ohne Hemmer, bis heute, trotzdem kommt der Wunsch nach endgültiger Lösung nicht auf, trotz sanften Schubsens##.

    Manchmal, bei kräftigen Rezidiven, hat man weniger die Wahl, weil man ja doch klar nicht so viel Hemmer schlucken sollte. Bei diesem deinem Dümpeln auf niedrigem Hemmerniveau wie bei dir ist die Entscheidung vielleicht schwieriger, aber man muss sie selbst treffen.

    Ich kann dir nur eines mit reinem Gewissen sagen: ich täte niemals RJT wählen. Missverstehe nicht, wir helfen dir natürlich auch dann, wenn du es tust .

    ## PS: Sie wählte also den Weg der niedrigdosierten Hemmung: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...sierte-Hemmung , wobei so niedrig ist sie nicht mehr.
    Geändert von panna (09.07.22 um 12:32 Uhr) Grund: PS nachträglich

  8. #18
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Liebe Panna,
    Danke für deine offenen Worte. Ich bin tatsächlich stark am Zweifeln, welcher Weg der Richtige für mich werden könnte. Ich hab aktuelle Werte von gestern. Im Profil aktualisiert. Magst Du dir die Werte einmal anschauen? Danke für die Unterstützung, auch wenn es die RJT werden sollte.

  9. #19
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Also wenn ich bei dir nicht schwarz auf weiß sehen würde, wohin (und wie schnell) die Reduktion 5 --> 2,5 führen kann, wäre ich versucht, Richtung Reduktion zu denken, zumal das TSH mal wieder ein wenig da ist.
    Aber zu mehr als 5/5/2,5 als Wechseldosis kann ich mich nicht durchringen ... gibt es noch eine Kontrolle vor Mitte August?

    Es gibt noch die Überlegung: Wenn du die RJT machen lassen willst, musst du davor absetzen, damit das radioaktive Jod auf eine ungehemmte, aktivitätsbereite Schilddrüse trifft. Andererseits aber darf die RJT nicht erfolgen, wenn du erneut in eine Überfunktion kommst, denn endogene Überfunktion plus RJT-getriggerte entzündliche Aktivität ist keine wünschenswerte Kombination.

  10. #20
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    Standard AW: Unter Carbimazol FT3/FT4 niedrig, Dosis ändern vor RJT?

    Die nächste Kontrolle ist tatsächlich erst am 10.08. wir sind ab nächste Woche im Urlaub und kommen am 07.08. erst wieder. Also schaffe ich keine Kontrolle mehr vorher.
    Verstehe ich das richtig? RJT geht nicht, wenn ich hyperthyreot bin, also wäre es „besser“, hypothyreot in die RJT zu gehen, da ich Carbimazol eh zuvor absetzen müsste?
    Mein Endokrinologe sagte, je höher ich das TSH kriege, um so besser (also noch im Normbereich), da die Schilddrüse dann möglichst viel radioaktives jod aufnehmen könne.
    Du siehst ja, wie schnell sich bei mir was tut… wenn ich die aktuelle Lage lediglich beibehalten möchte und nicht noch tiefer mit ft3 und ft4 bzw. höher mit dem TSH kommen will, dachte ich auch, es wäre sicherlich besser, etwas zu reduzieren. Vielleicht nicht direkt ab heute, aber im Laufe der nächsten Woche. Deine 5/5/2,5 beziehen sich jeweils auf einen Tag, oder?

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