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Thema: Erfahrungen mit Absetzung Selenase

  1. #1
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    Standard Erfahrungen mit Absetzung Selenase

    Hallo, ich habe seit ca 10 Jahren diagnostiziert Hashimoto und bisher Eferox 100 und Selenase genommen. Damit war ich völlig!! beschwerdefrei eingestellt. Jetzt wurde die Selenase gestrichen - wohl von der Kasse, da sich keine Effekte nachweisen lassen würden.
    Die Absetzung erfolgt zeitgleich mit einer Coronainfektion vor ca vier Wochen. Seither habe ich massiven Haarausfall, bin Dauerhaft müde und habe einige Kilo zugenommen.
    Ein Arztbesuch steht an.

    Hat jemand ähnliche Erfahrung mit Absetzung von Selenase gemacht? Wurde es überhaupt bei allen abgesetzt?
    Oder könnte es auch mit der Infektion zutun haben?

  2. #2
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    Standard AW: Erfahrungen mit Absetzung Selenase

    Der Nutzen von Selen bei Hashimoto ist bis heute noch niemals stimmig nachgewiesen worden. Hingegen ist es sicherlich der Fall, dass Selen, überdosiert, toxisch ist. Plus eventuell Diabetes fördern kann.

    Nahrungsergänzungsmittel sollten niemals unkontrolliert und auch noch jahrelang genommen werden, erst recht nicht, wenn ein toxisches Potential besteht. Bitte lasse doch deinen Selenspiegel kontrollieren. Ich wundere mich, dass die Kasse dir das bis jetzt bezahlt hat.

    Wenn du mit Selen beschwerdefrei warst, wärest du es höchstwahrscheinlich auch ohne Selen gewesen. Und deine Beschwerden kommen wohl eher von der Infektion und nicht vom Absetzen von Selen. Lass die Schilddrüsenwerte kontrollieren, Corona kann sie durcheinanderbringen.

  3. #3
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    Standard AW: Erfahrungen mit Absetzung Selenase

    Naja es war kein Nahrungsergänzungsmittel sondern ein zugelassenes und verordnetes Medikament - vom Endokrinol. Zentrum… und die Absetzung wurde bereits damit kommentiert, dass das Eferox dann sicher erhöht werden muss
    Ich hatte nur nicht solche Auswirkungen erwartet

  4. #4
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    Standard AW: Erfahrungen mit Absetzung Selenase

    Ob nun frei verkauflich oder apothekenpflichtig, da drin ist Natriumselenit in beiden Fällen. Es gab vor einigen Jahren einen richtigen Hype mit Selen, aber nachweisen konnte man keinen Nutzen bei Hashimoto. Was man öfter empfiehlt: kurmäßige (!) Einnahme über wenige Monate. Und ansonsten: Spiegel kontrollieren.

    Von wegen Endokrinologisches Zentrum, lies mal, was die Dt. Gesellschaft für Endokrinologie DGE darüber schreibt:

    Wer dauerhaft sehr viel Selen über Nährstoffpräparate zuführt, kann eine sogenannte Selenose bekommen. Dabei kann es zu neurologischen Störungen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Übelkeit und Durchfall kommen. Im späteren Verlauf geht eine Selenose mit Symptomen wie dem Verlust von Haaren, gestörter Nagelbildung und einem charakteristischen knoblauchartigen Geruch der Atemluft einher. Eine akute Selenvergiftung durch Zufuhr von mehreren Gramm Selen kann zu Herzversagen sowie Kammerflimmern und damit zum Tod führen.
    Sie schreiben auch:
    Ohne Risiko für schädliche Nebenwirkungen ist laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für Erwachsene eine Zufuhrmenge von 300 µg Selen pro Tag tolerierbar.
    https://www.dge.de/wissenschaft/faqs/selen/#c1514

    aber "tolerierbar" ist die Dosis natürlich nur dann, wenn es keine Überdosis verursacht ... was diese Dosis aber durchaus schaffen kann.

    Noch etwas:
    Am Ende des Beobachtungszeitraums lag bei 58 Teilnehmern der Selengruppe ein Typ-2-Diabetes vor, in der Placebogruppe hingegen nur bei 39 Patienten. Danach erhöhte Selen das Diabetesrisiko um 50%. Noch gefährdeter waren Patienten, die schon vor der Selensupplementation einen hohen Selenplasmaspiegel hatten. Je höher der Ausgangswert war, umso mehr stieg das Diabetesrisiko unter der Selengabe. Patienten mit den höchsten Spiegeln hatten ein signifikant um den Faktor 2,7 erhöhtes Risiko.

    Ursache unklar

    Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Selen ist ein Spurenelement mit einer geringen therapeutischen Breite. Seine Wirkungen auf den Stoffwechsel unterliegen großen interindividuellen Schwankungen.
    https://www.deutsche-apotheker-zeitu...tespraevention

    Von einem Mittel, das eine geringe therapeutische Breite hat und dessen Wirkungen aber gleichzeitig individuell schwanken, kann niemand behaupten, dass dann 200 mcg/Tag *für alle* risikofrei sind. Da ist nämlich ein kräftiger Widerspruch.

    https://www.deutsche-apotheker-zeitu...tespraevention

    Haarausfall wäre typisch für Selenüberschuss, aber sicher, dein Haarausfall kann natürlich auch von was anderem kommen. Meist ist das keine Akutreaktion, die Gründe können MOnate zurückliegen. Jedenfalls: Hände weg von Selen.

    Eine konkrete Auswirkung auf Hormonwerte beobachten wir hier übrigens in keiner Weise.

  5. #5
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    Standard AW: Erfahrungen mit Absetzung Selenase

    Also hab mal auf eigene Rechnung Selen und Zink im Serum messen lassen und hatte geringen Mangel. Jetzt ist halt wieder die Frage.. Wer misst misst Mist, aber ist kein kleines Labor.

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