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Thema: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

  1. #1
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    Standard Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Ich habe immer mal wieder das Symptom (auch vor Corona schon), dass das Atmen schwerfällt. "Kurzatmigkeit" taucht als Symptom bei Schilddrüsenunterfunktion auf. Manche erwähnen das hier aber auch bei Überdosierung und Überfunktion.

    Weil ich wissen wollte, ob es an Sauerstoffmangel liegt, habe ich mir ein Pulsoximeter gekauft und festgestellt, dass die Sauerstoffsättigung dauerhaft bei 99% liegt, wenn das Symptom sehr stark ist. Ich atme also zu viel Sauerstoff ein und damit zu viel CO2 aus, was für den Körper tatsächlich nicht gut ist. Die Muskulatur verkrampft dadurch (respiratorische Alkalose) und auch andere Prozesse im Körper leiden darunter.

    Wenn ich dann eine Weile bewusst atme (z.B. 4 Sekunden durch die Nase einatmen - 7 Sekunden Luft anhalten, 8 Sekunden ausatmen), dann entspannt sich die Muskulatur schnell durch einen ausreichenden CO2-Spiegel. Unbewusst ist aber schnell wieder dieser Druck im Brustkorb zu spüren, als würde man Luft anhalten. Und dann atmet man wieder und leider zu oft.

    Kennt das jemand von euch und weiß, wie man das in den Griff bekommt? Bei Youtube gibt es Atemübungen, aber die helfen nur für den Moment. Bisher verschwand das immer nach einigen Wochen, aber momentan hält das schon seit Anfang des Jahres an.

  2. #2
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    Standard AW: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Ich dachte immer, 99% wäre ein guter Wert? Google spuckt mir da jetzt auf die Schnelle auch heraus, dass das ein normaler Wert ist.

    Ich weiß, es ist schwierig, aber je mehr Bedeutung man manchen Empfindungen beimisst, desto eher empfindet man sie als krankhaft. Vielleicht würdest du von Achtsamkeit oder PMR profitieren?

  3. #3
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    Standard AW: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Das „bewußte“ Atmen hatte ich sehr stark in der Überfunktion, auch in der Überdosierung, gelegentlich auch in der Unterfunktion. Es liegt schlichtweg am Herz. Hast du auch Herzrythmusstörungen? Mit Sauerstoffmangel bzw. der Lunge hat es rein gar nichts zu tun.

    Dagegen hilft nur eins: Eine vernünftige Schilddrüseneinstellung. Wie sind deine Werte zur Zeit? Nährstoffmängel können das ganze noch verschlimmern.

  4. #4
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    Standard AW: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Ich kenne das aus Zeiten von Depressionen verbunden mit Angstzuständen. Bei mir war es auch nicht die starke Hyperventilation, die bei Panikattacken auftritt und bis zur Ohnmacht führen kann - es war eher latent und trat vor allem nachts auf. Mein Schlaf war sehr gestört dadurch. Ich hatte das Gefühl gegen einen Widerstand anatmen zu müssen und als ob feiner Sand in der Atemluft ist.

    Bei Unter- und Überfunktion hatte ich so etwas noch nicht.

  5. #5
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    Standard AW: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Zitat Zitat von candymilk Beitrag anzeigen
    Das „bewußte“ Atmen hatte ich sehr stark in der Überfunktion, auch in der Überdosierung, gelegentlich auch in der Unterfunktion. Es liegt schlichtweg am Herz. Hast du auch Herzrythmusstörungen? Mit Sauerstoffmangel bzw. der Lunge hat es rein gar nichts zu tun.
    Dagegen hilft nur eins: Eine vernünftige Schilddrüseneinstellung. Wie sind deine Werte zur Zeit? Nährstoffmängel können das ganze noch verschlimmern.
    Ich hatte das eigentlich auch als Überdosierung gedeutet, weil ich das bisher immer im Frühjahr hatte und der TSH-Wert dann unter 1 fiel. Ich habe dann LT etwas reduziert und im Laufe des Sommers ging es mir gut, bis ich im Herbst dann fror und wieder gesteigert hatte. Seit der Umstellung der Euthyrox-Rezeptur ist aber irgendwie der Wurm drin.

    Dieses Jahr hat die Senkung nichts bewirkt. Das sind die Werte vom 20.04. - der Endokrinologe fand die Werte ok, hier im Forum fand die auch keiner auffällig.

    TSH 0,95 (0,27 - 4,2)
    fT3 2,7 ng/l (1,8 - 4,8) 30%
    fT4 1,31 ng/dl (0,8 - 2,0) 42,50%

    Hab zusätzlich noch keine Stressresistenz, kriege Panikattacken bei jedem Anflug davon. Der Hausarzt hat mir Opipramol verschrieben, aber das hat keinen Effekt auf die Symptome.
    Gestern hatte ich versuchsweise von 100 auf 106,25 gesteigert und direkt hat sich alles verstärkt. War beim Hausarzt, EKG und Blutdruck waren unauffällig, nur der Ruhepuls lag bei 99.

    Vor 2 Monaten bin ich noch total belastbar gewesen, konnte 30km in den Bergen wandern. Und jetzt komme ich kaum die Treppe hoch. Sauerstoffsättigung ist bei 99%, hatte kein Corona.

  6. #6
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    Standard AW: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Zitat Zitat von Moritz Beitrag anzeigen
    Ich kenne das aus Zeiten von Depressionen verbunden mit Angstzuständen. Bei mir war es auch nicht die starke Hyperventilation, die bei Panikattacken auftritt und bis zur Ohnmacht führen kann - es war eher latent und trat vor allem nachts auf. Mein Schlaf war sehr gestört dadurch. Ich hatte das Gefühl gegen einen Widerstand anatmen zu müssen und als ob feiner Sand in der Atemluft ist.
    Bei Unter- und Überfunktion hatte ich so etwas noch nicht.
    Panikattacken habe ich auch momentan, ist zeitgleich aufgetreten. Ein Medikament dagegen (Opipramol) hilft leider nicht.
    Das erste Mal hatte ich beides in der Einstellungszeit damals. Da waren die Panikattacken aber noch harmlos.

    Depressionen habe ich aber nicht.

    Was hat Dir denn geholfen?

  7. #7
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    Standard AW: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Zitat Zitat von *Mayana* Beitrag anzeigen
    Ich dachte immer, 99% wäre ein guter Wert? Google spuckt mir da jetzt auf die Schnelle auch heraus, dass das ein normaler Wert ist.

    Ich weiß, es ist schwierig, aber je mehr Bedeutung man manchen Empfindungen beimisst, desto eher empfindet man sie als krankhaft. Vielleicht würdest du von Achtsamkeit oder PMR profitieren?
    99% Sauerstoff ist gut. Leider kann man den CO2-Wert nur im Blut messen und der ist genauso wichtig. Atmet man zu viel Sauerstoff ein, dann fällt leider der CO2-Spiegel.
    Meditation hilft mir nur für den Moment, danach ist alles sofort wieder da. Manchmal sind schon die Atemübungen bei geführter Meditation ein Problem, weil die zu viel atmen.

    PMR werde ich mal versuchen. Mir ist alles lieb, was mich vom Atmen ablenkt.

  8. #8
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    Standard AW: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Wichtig ist da das Ausatmen!

    Durch die Nase tief in den Bauch einatmen und mindestens !!!!! doppelt so lange durch den Mund wieder ausatmen. Am besten durch den gespitzten Mund (wie beim Pfeifen = Lippenbremse) wieder ausatmen bis die Lunge "gefühlt" leer ist. Erst dann wieder langsam durch die Nase tief einatmen etc.....

    Damit kann man sowohl Hyperventilationen, Panikattacken, ja sogar einen hohen Puls beruhigen. Das mit dem Puls habe ich selbst getestet (Panikattacken und Hyperventilation habe ich nicht, aber oft einen Puls gegen 140).

    Hat mein Sohn schon als Kind/Jugendlicher bei seiner Vehaltenstherapie wegen generalisierte Angsstörung mit Panikattacken gelernt.

  9. #9
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    Standard AW: Latente Hyperventilation (hier ggf. als Kurzatmigkeit interpretiert)

    Zitat Zitat von oliver1979 Beitrag anzeigen
    Panikattacken habe ich auch momentan, ist zeitgleich aufgetreten. Ein Medikament dagegen (Opipramol) hilft leider nicht.
    Das erste Mal hatte ich beides in der Einstellungszeit damals. Da waren die Panikattacken aber noch harmlos.

    Depressionen habe ich aber nicht.

    Was hat Dir denn geholfen?
    Letztendlich Ausdauersport bis an die Belastungsgrenze - aber den konnte ich erst machen nachdem mich ein Antidepressiva halbwegs therapiefähig gemacht hat. Davor hatte ich auch einige Medikamente die nicht geholfen haben oder sogar negative Wirkungen hatten.

    Zitat Zitat von oliver1979
    Hab zusätzlich noch keine Stressresistenz, kriege Panikattacken bei jedem Anflug davon. Der Hausarzt hat mir Opipramol verschrieben, aber das hat keinen Effekt auf die Symptome.
    Gestern hatte ich versuchsweise von 100 auf 106,25 gesteigert und direkt hat sich alles verstärkt. War beim Hausarzt, EKG und Blutdruck waren unauffällig, nur der Ruhepuls lag bei 99.
    Nicht nachmachen! Aber ich habe schon öfter aus Versehen die doppelte Dosis L-Thyroxin genommen (350 statt 175) und habe nichts bemerkt. Das hilft Dir natürlich jetzt nicht - aber vielleicht beruhigt Dich diese Erfahrung auch etwas.

  10. #10
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    Zitat Zitat von KapscII Beitrag anzeigen
    Wichtig ist da das Ausatmen!
    Durch die Nase tief in den Bauch einatmen und mindestens !!!!! doppelt so lange durch den Mund wieder ausatmen.
    Ich hatte mich bis jetzt an die 4-7-8 Methode gehalten: 4 Sekunden tief in den Bauch durch die Nase einatmen, 7 Sekunden halten und 8 Sekunden durch die Lippenbremse ausatmen. Manchmal hilft das, aber manchmal auch nicht. Bei starken Panikattacken ist die Tüte dann doch besser.

    Die Buteyko-Methode, ursprünglich für Asthmatiker entwickelt, habe ich auch versucht. Dabei atmet man nur noch sehr flach durch die Nase. Das verstärkt mein Luftnot-Gefühl dann leider.

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