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Thema: Starke Erschöpfung durch Hashimoto!?

  1. #1
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    Standard Starke Erschöpfung durch Hashimoto!?

    Hallo an Alle,

    ich habe meinen Krankheitsverlauf in mein Profil geschrieben (etwas gekürzt). Da ich mit meinen Kräften echt am Ende bin, hoffe ich hier auf etwas Zuspruch oder vielleicht auch auf DIE ultimative Lösung meiner Probleme.

    Nach meinem Zusammenbruch im letzten Jahr (s. Krankheitsgeschichte) ist mein Leben nicht mehr wie es war. Ich kann zwar noch arbeiten, aber auch nur weil ich im Homeoffice und in Teilzeit beschäftigt bin. Mein Studium, das ich eigentlich nebenher geführt habe, musste ich pausieren. Ich werde leider nicht schlau aus meinem Befinden, merke aber nur, dass mir die anhaltende Erschöpfung das Leben zur Hölle macht. Besonders nach körperlicher Belastung (welche auch nur ein Spaziergang sein kann), fühle ich mich oft (tagelang) super schlapp.

    Bestätigt wurde ja nun Hashimoto. Seit letztem Donnerstag nehme ich LT 50 (die ersten zwei Tage 25, dann 50). Tatsächlich fühlte ich mich dann kurzzeitig wieder normal, insbesondere am Samstag ging es mir körperlich super, ich konnte mich toll konzentrieren. Sonntag folgte dann leider wieder der Einbruch. Im Vergleich zu anderen Werten hier, sehen meine freien Werte und auch mein TSH gar nicht so schlecht aus, wobei das natürlich individuell ist.

    Hatte jemand von euch diese starke körperliche Erschöpfung in Verbindung mit Hashimoto? Ich hab so fürchterliche Angst, dass es nicht mehr besser wird. Ich bin gerade 28 und wollte eigentlich nochmal beruflich richtig durchstarten. Habt ihr noch eine Idee, was ich noch untersuchen lassen könnte? Oder muss ich einfach noch gedulfig sein bzgl. der Einstellung? Ich bin auch verwirrt, weil mir jeder Arzt etwas anderes sagt.

    Vielen Dank für die Hilfe!!

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Schlomis Muddi
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    Standard AW: Starke Erschöpfung durch Hashimoto!?

    Moin,

    als ich angefangen habe, Dein Profil zu lesen, hatte ich den Eindruck einer überforderten Persönlichkeit, weil dieses Unruhigsein, Nichtschlafenkönnen, Erschöpfung usw. mir recht bekannt sind. Ist vielleicht irgendwas Privates den Bach runtergegangen? Eine schwere Krankheit im nahen Umfeld? Unterschätzung, Studium und Beruf gleichzeitig zu stemmen? Zu hohe Anforderungen an sich selbst? Irgendwas, was man nicht steuern kann und was über längere Zeit belastet?

    Das wäre es zumindest bei MIR. Ich laufe dann auf extremer Sparflamme. Selbst Haarewaschen ist in diesen Situationen zuviel

    Nun hat man bei Dir Hashimoto ausgegraben. Wie Du selbst bereits festgestellt hast, sind mit Ausnahme der Aprilwerte alle Messungen im (recht guten) Normalbereich. Die Werte vom Mai könnten die eines fertig eingestellten Hormonnehmers sein. Keinesfalls sind das Werte, die jemanden komplett lahmlegen.

    Aus meiner Sicht hat man Dir die 50 mcg nicht aufgrund schlechter Blutwerte gegeben, sondern nur als Experiment, ob irgendwas besser wird. Solche Versuche macht man häufig.

    Im Grunde kannst Du jetzt nur abwarten, ob sich irgendwas dauerhaft bessert.

    Parallel würde ich wenigstens Eisen etwas aufforsten - eventuell trägt der niedrige Ferritin-Wert zu Deinen Befinden bei.

    Ich glaube, ich würde die Erwartungen an die Schilddrüsenhormone nicht allzu hoch ansetzen.

  3. #3
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    Standard AW: Starke Erschöpfung durch Hashimoto!?

    Hallo tete11,

    diese Werte bei gängigem Normbereich für fT4:

    TSH 4.66 (0.30 - 4.2)
    FT4 0.99 (0.90 - 1.70)
    Ferritin 26.3 (15-150)
    Vitamin D 28 (30-100)

    rechtfertigen meiner Einschätzung nach schon einen LT-Versuch. Bei der Einstellung brauch man leider viel Geduld. Dass es dir wieder etwas schlechter ging, nachdem es dir kurzzeitig besser ging, heißt also nicht, dass LT dir nicht helfen kann. Es dauert mehrere Wochen, bis man das beurteilen kann.

    Bei mir war es z.B. bei Diagnosenstellung so, dass ich erst nach mehreren Wochen (weiß nicht mehr wie viele) eine nachhaltige Besserung nach Einleitung der LT-Substitution gespürt habe.

    Auch VitD und Eisen (wie Schlomis Muddi schon sagte) solltest du auffüllen, da dies deine Symptome zumindest mitbedingen könnte.

    DIE ultimative (alleinige) Lösung der Probleme wird es wahrscheinlich nicht geben, aber ich könnte mir vorstellen, dass es dir nach Bearbeitung mehrerer Puzzleteile (LT probieren, Vit-D auffüllen, Ferritin etwas höher bringen und ggfs. falls es psychosoziale Faktoren gibt, diese angehen) besser gehen wird.

    Ich drücke dir die Daumen!

    Twiix

  4. #4
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    Standard AW: Starke Erschöpfung durch Hashimoto!?

    Zitat Zitat von tete11 Beitrag anzeigen
    Hatte jemand von euch diese starke körperliche Erschöpfung in Verbindung mit Hashimoto? Ich hab so fürchterliche Angst, dass es nicht mehr besser wird. Ich bin gerade 28 und wollte eigentlich nochmal beruflich richtig durchstarten.
    Huhu,
    ja, das hatte ich auch mit Ende 20 - Erschöpfung durch Spaziergänge nicht so, aber ständige Abgeschlagenheit wie bei einer ordentlichen Erkältung, sodass ich meist kaum was geschafft habe und die meiste Zeit auf der Couch verbracht habe. Sport hat mich tw. auch tagelang zusätzlich erschöpft.
    Meine Werte waren anfangs auch nicht grottig. TSH-Wert zwischen 3 und 4, mittige freie Werte. Inzwischen habe ich mit LT einen recht hohen fT4, wahrscheinlich brauche ich das so. Daneben hatte ich auch deutlich erhöhte TPO-Antikörper (ca 4000 bei Norm bis 60, also auf mehr als das 60-fache erhöht) und vermute da schon einen Zusammenhang zum Befinden, da sonst nichts gefunden wurde und es mir heute wieder viel besser geht. Vielleicht macht es bei dir einen Teil aus?

    Daneben finde ich, dass in deinem Profil das hier sehr deutlich heraussticht:
    "Infekt im Januar 2022 (ggf. Corona, mehrere Tests waren aber negativ), massive Verschlechterung des Empfindens, Erschöpfung wurde schlimmer, besonders nach (körperlicher) Belastung"

    Hast du mal auf andere Autoimmunerkrankungen als Ursache für deine Beschwerden testen lassen?
    Schau mal hier, das finde ich auch interessant als mögliche Erklärung: https://www.youtube.com/watch?v=iqbOHZX9wag

    Ergänzung:
    "meine Psychotherapeutin war sich sicher, dass alles nur psychisch ist und ich mich einfach mehr bewegen soll (wie denn, wenn es mir danach schlechter geht?!?!)"
    Das finde ich sehr mies, habe auch ähnliches erlebt. Jemandem, der "sicher" alleinig die Psyche als Ursache sieht, könnte ich keine Kompetenz zusprechen und somit auch nicht vertrauen.

    Gute Besserung!
    Geändert von Doing (19.05.22 um 17:30 Uhr) Grund: Ergänzung

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