Seite 7 von 7 ErsteErste ... 4567
Ergebnis 61 bis 70 von 70

Thema: Weiter erhöhen oder warten?

  1. #61
    Benutzer
    Registriert seit
    07.01.22
    Beiträge
    47

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Die (in Foren so genannte) Erstverschlimmerung kann evtl. Menschen passieren, die, aus einer wirklichen Unterfunktion kommend, das erste Mal Thyroxin bekommen. Das TSH geht etwas zurück, die freien Werte bleiben im Großen und Ganzen wie sie waren, weil das Thyroxin in etwa das kompensiert, was die Schilddrüse (infolge gesunkenen TSH wegen LT-Gabe) nicht mehr leisten muss.

    Später dann, bei kleineren Modifikationen, bei denen man nicht mehr aus einer Unterfunktion kommt, sollte eine Dosismodifikation, egal in welche Richtung, eher eine Erleichterung bringen als eine Verschlechterung, auch wenn das Befinden sich erst Wochen später abschließend beurteilen lässt. Das hast du ja auch genauso erlebt, nehme ich an, als du nach "falscher" Steigerung wieder zurückgegangen bist: Eine Erleichterung/Verbesserung, und keine Verschlechterung wegen Mehrarbeit oder Anstrengung seitens der Schilddrüse (weil ja die Dosis geringer wurde). Und du warst zuletzt nicht nur in keiner Unterfunktion, sondern deine Schilddrüse hat bei diesem letzten Stand: TSH (0,27-4,2): 0,94 sicherlich keine Anstrengung gehabt, weil eigentlich kaum überhaupt Arbeit geleistet. Auch aus diesem Grund finde ich es nützlich, wenn man das Wort "Unterfunktion" schon etwas differenzierter anwendet, das kann helfen, aus gedanklichen Sackgassen herauszukommen oder auch: weniger in sie hineinzugeraten.

    Wie auch immer: Das Befinden nach Dosisänderung lässt sich erst dann abschließend beurteilen, nachdem die neue Dosis bereits angekommen ist. Und dauern tut das so lange, weil sich ein neuer konstanter Wirkspiegel aufbauen muss. Wegen der langen Halbwertszeit des LT dauert das eben. Und wenn eine Steigerung nicht einmal eine kleine Erleichterung bringt, sondern die Lage genauso schlecht oder schlechter wurde, dann ... ich bin froh, dass Schlomis Muddi das bereits geschrieben hat, dann muss ich das nicht tun.


    Nach einer Steigerung arbeitet die Schilddrüse weniger als davor.
    Dass die SD mehr arbeitet, habe ich ja auch nie behauptet. Meine Frage war, ob sie ihre Produktion sehr zurückfährt nach Steigerung und dann je nach Bedarf wieder mehr arbeitet (aber im Ganzen gesehen weniger als vorher - das ist mir schon klar).

    "Unterfunktionssymptome" nenne ich es, weil ich diesesmal Symptome habe, die bislang nur durch eine Steigerung besser wurden:
    Erschöpfung
    Wassereinlagerung
    Depressionen
    wenig Hunger
    Gewichtszunahme
    Denkvermögen gemindert
    Gelenkschmerzen
    trockene Haut

    alles langsamer, wie im Sumpf eben.

    Passend zu den niedrigen freien Werten.

    Alle diese Symptome hatte ich noch nie, wenn es zu viel war. Bei meiner letzten falschen Steigerung ohne Werte (und ja, wie gesagt es war falsch, Gott bewahre), hatte ich ca. 10 Tage danach Herzrasen und Schlafprobleme, die schlimmer wurde, weshalb ich zurück musste.

    Nun - 3 Wochen nach Steigerung - fühlt es sich genauso an, wie nach meiner ersten LT Einnahme nach einer laut dir "wahren UF" - nach 14 Tage werden die Symptome einer "UF" stärker. Dann wurde es langsam besser.
    Ich wollte nur das Prinzip hinter dieser "Erstveschlimmerung" verstehen.
    Ich setze jetzt einfach alles in Anführungszeichen, aber ich denke, ihr wisst, was ich meine.
    Geändert von Greya (15.05.22 um 23:07 Uhr)

  2. #62
    Benutzer
    Registriert seit
    07.01.22
    Beiträge
    47

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen
    Ähm, ich lese gerade, dass Du vegan isst und dass Du Nahrungsergänzung einwirfst. Hast Du den LT-Beipackzettel wegen Wechselwirkungen gelesen? Vielleicht lassen sich da ein, zwei Sachen noch optimieren.
    Nehmen hier nicht fast alle NEM? Ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst.

  3. #63
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Schlomis Muddi
    Registriert seit
    10.05.18
    Ort
    Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab (M. Aurel)
    Beiträge
    958

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Nur kurz angemerkt: Bitte beim Arzt nicht von „Erstverschlimmerung“ sprechen. Ich meine, dieser Begriff kommt aus der Homöopathie und bezeichnet dort etwas völlig anderes. Das ist einfach nur Forum-Sprech. Genau wie der lockere Umgang mit dem Wort „Schub“. Da erntet man beim Schulmediziner höchstens ein Augenrollen.

  4. #64
    Benutzer
    Registriert seit
    07.01.22
    Beiträge
    47

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen
    Nur kurz angemerkt: Bitte beim Arzt nicht von „Erstverschlimmerung“ sprechen. Ich meine, dieser Begriff kommt aus der Homöopathie und bezeichnet dort etwas völlig anderes. Das ist einfach nur Forum-Sprech. Genau wie der lockere Umgang mit dem Wort „Schub“. Da erntet man beim Schulmediziner höchstens ein Augenrollen.
    Aiai, danke für deine Hinweise
    auch wenn es Forumsprech ist - mir fiele kein besseres Wort ein, denn es fühlt sich einfach verdammt nochmal an genauso an. Also die "Erstverschlimmerung" - Mein Arzt ist zum Glück aber sehr aufgeschlossen. Dass es aus der Homöo. kommt hatte ich auch schon hier gelesen.

  5. #65
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Schlomis Muddi
    Registriert seit
    10.05.18
    Ort
    Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab (M. Aurel)
    Beiträge
    958

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Zitat Zitat von Greya Beitrag anzeigen
    Nehmen hier nicht fast alle NEM? Ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst.
    What???

    Du nimmst Nahrungsergänzung, wenn die Ernährung schlecht oder diätbedingt eingeschränkt ist oder die Aufnahme aus der Nahrung nicht klappt. Ohne Mängel nimmt man (hoffentlich) keine Nahrungsergänzung. Du kannst Dir mit den Zusatzstoffen und mit der Zufuhr in unnatürlichen Mengen einiges an Problemen züchten.

    Sagt man nicht sogar, regelmäßige Nahrungsergänzung verkürzt das Leben?

    Ich wollte auf die Wechselwirkung von LT mit Soja und mit Eisen hinaus. Bitte unbedingt lesen.

  6. #66
    Benutzer
    Registriert seit
    07.01.22
    Beiträge
    47

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen
    What???

    Du nimmst Nahrungsergänzung, wenn die Ernährung schlecht oder diätbedingt eingeschränkt ist oder die Aufnahme aus der Nahrung nicht klappt. Ohne Mängel nimmt man (hoffentlich) keine Nahrungsergänzung. Du kannst Dir mit den Zusatzstoffen und mit der Zufuhr in unnatürlichen Mengen einiges an Problemen züchten.

    Sagt man nicht sogar, regelmäßige Nahrungsergänzung verkürzt das Leben?

    Ich wollte auf die Wechselwirkung von LT mit Soja und mit Eisen hinaus. Bitte unbedingt lesen.
    Ich nehme B Vitamin Komplex (für die Nerven, aber nur alle 2 Tage), Vitamin B 12 (Ernährung), Selen (SD), Vitamin D (hatte Mal einen Mangel) und Eisen (Ernährung) Soja esse ich nicht allzu häufig und das Eisenpräparat nehme ich nur Abends ein. Zink habe ich bis letzte Woche auch noch genommen.

  7. #67
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    24.10.16
    Ort
    NDS
    Beiträge
    1.003

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Meiner Theorie nach liegt das teils da dran, dass nach einer Steigerung für ein bis zwei Wochen die fT4-Spitze nach Einnahme im Vergleich zum Tiefstwert vor Einnahme deutlich höher ausfällt. Der Tiefstwert steigt eben aufgrund der Halbwertszeit langsam an, das mehr an T4, dass man einnimmt, ist aber trotzdem da. Nach zwei Wochen sind stärksten Schwankungen weg, weil dann eben etwa 3/4 der Dosis auch beim Tiefstwert angekommen ist. Allerdings kann man dieses kurzfristige Mehr an fT4 eigentlich direkt nur im Hirn merken. Alles andere, Haut, Gelenke, … braucht länger. Hauptsächlich wirken die SD-Hormone als Transkriptions“beschleuniger“, dh einige Eiweiße, zB Enzyme werden vermehrt gebildet. Aber das dauert auch etwas teils eher Tage als Stunden und da die Enzyme auch eine Halbwertszeit haben, dauert es auch bis die merkbar mehr werden. Leider findet man auch in Lehrbüchern kaum konkrete Zeitangaben.

    Nachtrag: kommst du bei veganer Ernährung auf genug Eiweiß? (Bin selbst immer phasenweise vegan, bei mir wird es, wenn ich mal nachrechne, in Wochen, wo ich nicht zum Kochen komme oft knapp.)
    Geändert von Ness (16.05.22 um 08:12 Uhr)

  8. #68
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    43.936

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Meiner Theorie nach liegt das teils da dran, dass nach einer Steigerung für ein bis zwei Wochen die fT4-Spitze nach Einnahme im Vergleich zum Tiefstwert vor Einnahme deutlich höher ausfällt. ...Allerdings kann man dieses kurzfristige Mehr an fT4 eigentlich direkt nur im Hirn merken. .
    Ich verstehe schon, dass das eine Theorie ist , da aber auch die sog. "Erstverschlechterung" irgendwann bloß eine Theorie von jemandem war, die aber dank guter Pflege bis ans Ende aller Zeiten weitergetragen wird, hier mal Widerrede:

    . wieso nur für 1-2 Wochen, das Mehr an Einnahme bleibt?
    . das Befinden dürfte dann nur mal eben morgens ungut sein, sprich "Anfluten" und sonst nicht?
    . wieso merken die meisten nach Steigerung ein solches Mehr überhaupt nicht?

    Ich merke mal an: Totaloperierte ohne LT-Kontakt jemals zuvor, die ihre erste Totaldosis (ohne Einschleichen) schlucken: Ich höre nie von einer Erstverschlechterung, obwohl sie ja ihre ersten Hormonspitzen erleben.
    Und das sind natürlich keine hartgesottenen Überfunktionierer, die nichts merken, in die OP geht man halbwegs normal- oder auch unterversorgt dank Hemmer.

  9. #69
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    24.10.16
    Ort
    NDS
    Beiträge
    1.003

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Die 1-2 Wochen ergeben sich aus der Pharmakokinetik des LT. Der basale Spiegel (morgens vor Einnahme) steigt entsprechend der Halbwertszeit. Aber das LT, das man morgens einnimmt, ist über den Darm in voller Menge als fT4 im Blut. Dadurch ist die relative Spitze anfangs höher. (In einem Paper zur Pharmakokinetik war das mal graphisch dargestellt, müsste ich mal die Untiefen meiner Linksammlung durchsuchen …). Nach zwei Wochen sind dann etwa 75% der Steigerung beim basalen Wert angekommen und die Spitze ist dementsprechend wieder geringer.

    Was Menschen wie merken, ist wohl individuell. Ich meine, 12,5 mcg mehr in der ersten Woche deutlich gemerkt zu haben. Als zu viel. Würde das dann eher ‚Nachlassen des Steigerungseffektes‘ nennen. Wenn der Effekt sich positiv anfühlte, erlebt man das Nachlassen dann als ‚Verschlimmerung‘.

  10. #70
    Benutzer
    Registriert seit
    07.01.22
    Beiträge
    47

    Standard AW: Weiter erhöhen oder warten?

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Meiner Theorie nach liegt das teils da dran, dass nach einer Steigerung für ein bis zwei Wochen die fT4-Spitze nach Einnahme im Vergleich zum Tiefstwert vor Einnahme deutlich höher ausfällt. Der Tiefstwert steigt eben aufgrund der Halbwertszeit langsam an, das mehr an T4, dass man einnimmt, ist aber trotzdem da. Nach zwei Wochen sind stärksten Schwankungen weg, weil dann eben etwa 3/4 der Dosis auch beim Tiefstwert angekommen ist. Allerdings kann man dieses kurzfristige Mehr an fT4 eigentlich direkt nur im Hirn merken. Alles andere, Haut, Gelenke, … braucht länger. Hauptsächlich wirken die SD-Hormone als Transkriptions“beschleuniger“, dh einige Eiweiße, zB Enzyme werden vermehrt gebildet. Aber das dauert auch etwas teils eher Tage als Stunden und da die Enzyme auch eine Halbwertszeit haben, dauert es auch bis die merkbar mehr werden. Leider findet man auch in Lehrbüchern kaum konkrete Zeitangaben.

    Nachtrag: kommst du bei veganer Ernährung auf genug Eiweiß? (Bin selbst immer phasenweise vegan, bei mir wird es, wenn ich mal nachrechne, in Wochen, wo ich nicht zum Kochen komme oft knapp.)
    Das klingt doch recht plausibel, weil Einbildung ist es definitiv nicht - dass es wieder schlechter wird (sogar kurzfristig schlechter als vor Erhöhung, so ist es jedenfalls bei mir). Auch wenn das noch kein Arzt glauben wollte - deshalb habe ich auch noch nie diesen Begriff der "Erstverschlimmerung" hinterfragt, ganz im Gegenteil - bin da direkt mit aufgesprungen, weil er, natürlich subjektiv!, genau das beschreibt, was bei mir, und ich nehme mal an, bei vielen anderen, passiert. Komisch, dass das nicht mal offiziell anerkannt wird bzw. Ärzte einen draufhinweisen. Ganz am Anfang bei meiner ersten LT Verabreichung wollte ich nach 2 Wochen bereits verzweifelt das Handtuch werfen, weil es schlimmer wurde...die damalige Ärztin meinte nur, dass sie sowas noch nie gehört habe (?!) und ich aufhören soll. Was ich zum Glück nicht getan habe.

    Ich ernähre mich nicht streng vegan, aber eben auch überwiegend. Eiweiße habe ich noch nie überprüfen lassen. Ende Juni lasse ich nochmal alle Vitamine, Mineralstoffe etc. überprüfen. Ich werde jetzt mal vermehrt drauf achten bei der Ernährung , hab auch noch 'nen veganen Eiweißdrink, probieren schadet ja nichts.

    Dass ich bis jetzt keine Schlafstörungen und Herzrasen bekommen habe (3 Wochen sinds jetzt mit 100 - 9 Tage mit 106) spricht meiner Erfahrung nach dafür, dass es nicht zu viel war (ja, vielleicht auch nur Wunschdenken, aber besser als Pessimismus)..wäre nur schön, wenn die UFkt.Symptome bald mal weniger würden.Hab mich krankschreiben lassen, weil Arbeit nicht funktioniert.
    Geändert von Greya (17.05.22 um 11:03 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •