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Thema: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

  1. #31
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Chemotherapie oder Bestrahlung müssen sich nicht, können sich aber negativ auswirken. Das könnte ein erneuter MB-Schub sein, theoretisch auch Unterfunktion. Sollte es so sein, dass du eine Chemo machen musst, dann hast du keine Optionen (und zum Glück einen Arzt, der auf dich schaut). Schlimmstenfalls wirst du die Schilddrüse los, aber das kann einem mit MB alleine ja auch passieren. Chemo und Hemmer verringern beide die Leukozyten, d.h. es wäre im Fall eines starken Schubs eben die Frage, ob du dir dann Hemmer leisten kannst.

    Noch gut, dass du hinter seinem Rücken gesenkt hast (ehrlich, diese Dinge sind eher die Regel als die Ausnahme), leider ist es auch noch so eine leichte Unterfunktion. Wie sich die Reduktion auswirkt, müsste man dann sehen, achte auf dein Befinden. 4 Wochen sind eine ganze Menge, aber mal sehen, wie es (mit) dir inssgesamt (weiter)geht.

    ****

    PS

    Wenn ich zum Arzt muss, nutze ich Azelastin Antihistamin-Spray, und zwar deswegen:

    Im Vergleich zur Placebo-Gruppe führte die Behandlung mit Azelastin zu allen sechs Messzeitpunkten zu einem stärkeren, aber nicht signifikanten Rückgang der mittleren Viruslast.
    Nicht-signifikant, OK, verstanden, alles klar, aber ein Rückgang der Viruslast ist da, d.h. eine gewisse antivirale Wirkung gleich an der Eintrittspforte Nase. Darum nutze ich den Spray quasi als Vorbeugung, sollte mich was anspringen, wird es doch vielleicht gleich mal etwas ausgedünnt. Schädlich ist der Spray nicht, sporadisch für Arztbesuche verwedet ganz sicher nicht.
    In der Zellkultur konnte zusätzlich gezeigt werden, dass Azelastin auch gegen den Wildtyp sowie gegen weitere Virus-Varianten wirksam ist, auch gegen die derzeit dominierende Omikron-Variante.
    https://www.deutsche-apotheker-zeitu...na/chapter:all
    Geändert von panna (30.06.22 um 15:36 Uhr)

  2. #32
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Hallo panna,

    vielen Dank für deinen wertvollen Rat. Ich lasse in zwei Wochen bei meiner HÄ die Blutwerte checken, da der Endo im Urlaub ist. Dann fühle ich mich besser. Und wenn ich was den Krebs (mit Glück Krebsvorstufe) nur operieren lassen kann, kommt danach sofort die Schilddrüse dran.

  3. #33
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Hallo,

    ich bin wieder an Bord. Der Brustkrebs-Verdacht der Radiologin hat sich nach der Biopsie als fibrozystische Mastopathie (Grad ll) herausgestellt und ist gottseidank gutartig (werde nun engmaschig überwacht). Nun habe ich wieder den Nerv, mich um den MB zu kümmern, den es ja auch noch gibt. Meine aktuellen Werte stehen im Profil. Da mein Endo zwischenzeitlich im Urlaub war, habe ich die Schilddrüsenwerte bei meiner HÄ bestimmen lassen. Blöderweise hatte ich an diesem Tag vergessen, das Thiamazol erst *nach* der BE einzunehmen; die Werte sind also verfälscht. Eine Woche vor meiner letzten BE wurde ich dann noch mit Biontech ein viertes mal geimpft (keine Nebenwirkungen außer einem schmerzenden Arm). Meine aktuellen Werte sind aktuell zu niedrig, das TSH geht an die Obergrenze. Mein Doc hat die Thiamazol-Dosis von bisher 5 mg auf 2,5 mg gesenkt. Nächste BE erst in vier Wochen. Was meint ihr dazu?

    Ich erwäge, mich totaloperieren zu lassen. Die Erfahrungen der letzten Wochen mit dem Brustkrebsverdacht und das Wissen, dass dahingehend auch möglicherweise noch etwas nachkommen kann, machen mir Sorgen. Allerdings bin ich aktuell unsicherer denn je, ob eine baldige Total-OP Sinn macht oder ob ich das Jahr Thiamazol-Therapie abwarten soll.
    Geändert von cloudy_sky (03.08.22 um 13:41 Uhr)

  4. #34
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Mastopathie, wunderbar, wenn man das so sagen kann. Weit verbreitet. Kann den Gedanken an OP insofern nachvollziehen als (zu viele) SD-Hormone mit (Tumor-)Wachstum zusammenhängen können. Aber man hat ja auch als Basedowler nicht immer hohe Werte und ÜF, also lass dir etwas Zeit, angesichts deiner Werte kannst du es ja ruhig länger überlegen?

    Bitte hier nicht nach Arzt/Klinik fragen (nimm bitte den Kliniknamen aus deinem Beitrag raus), das geht auch dann nur im google-freien Ärzteforum, wenn dort leider meist keine Antworten kommen (zu wenige Aktive unter den Operierten). Aber dort im Ärzteforum gibt es schon einige Empfehlungen für die von dir erwähnte Klinik, u.a.:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3671826

    Du hast eine manifeste Unterfunktion, schade, dass du dich Anfang Juli nicht gemeldet hast, dann hättest du jetzt keine manifeste Unterfunktion. Wir hätten dir damals eine Wechseldosis 5/2,5 empfohlen. Das geht jetzt nicht, weil die Werte zu schlecht sind, also gehe auf 2,5, mit dem Risiko, dass die Dosis zu wenig sein wird, falls Basedow noch aktiv, was wir ja nicht wissen. Kontrolle in einem Monat halte ich für viel zu großzügig, vielleicht machst du beim Hausarzt eine Zwischenkontrolle?

  5. #35
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Liebe panna, vielen Dank für dein Statement. Ich war leider zu sehr mit dem anderen Thema beschäftigt und dachte, meine SD-Werte sind gut. Umso mehr hat mich die Unterfunktion nun überrascht. Mir ist aufgrund des fehlenden Wissens leider noch nicht klar, wann ich wie dosieren sollte. Warum hättest du vor zwei Wochen die Wechseldosis empfohlen und wie vermeide ich künftig einen ständigen Wechsel zwischen Über- und Unterfunktion? Ich werde dann nächste Woche bei meiner HÄ eine BE machen.

  6. #36
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Zitat Zitat von cloudy_sky Beitrag anzeigen
    . Warum hättest du vor zwei Wochen die Wechseldosis empfohlen und wie vermeide ich künftig einen ständigen Wechsel zwischen Über- und Unterfunktion?
    Weil man die Dosis den Werten anpassen muss und dein fT4 war nahe der unteren Normgrenze. Wechseldosis für sanftere Übergänge.

    Ich werde dann nächste Woche bei meiner HÄ eine BE machen.
    Bitte lass 12-14 Tage ab Dosisänderung zu 2,5 vergehen.

    wie vermeide ich künftig einen ständigen Wechsel zwischen Über- und Unterfunktion?
    Es gibt keinen Wechsel, schon gar keinen ständigen, wenn man den Hemmer anpasst. Bei dir scheint sich der Autoimmunprozess zunächst eimal beruhigt zu haben. Da man das aber noch nicht mit Sicherheit weiß, sind jene sanften Änderungen besser, um genug, aber nicht zu viel zu hemmen.

    PS
    Bitte entferne den Kliniknamen aus deinem Beitrag #33. Siehe dazu #34.
    Geändert von panna (03.08.22 um 11:08 Uhr) Grund: PS

  7. #37
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Liebe panna, vielen Dank für die Erklärung. Das hilft mir sehr weiter. Der Klinikname ist gelöscht; danke für den Link. Leider kann ich das alles mit meinem Endo nicht besprechen. Das Anamnesegespräch war der einzige persönliche Kontakt, was ja - wenn es läuft - auch völlig ok wäre. Darum bin ich sehr froh, hier von eurem Wissen und euren Erfahrungen profitieren und hoffentlich lernen zu können.

    Ist ein Abklingen des Autoimmunprozesses nur über die TRAK-Bestimmung festzumachen? Und was wäre die Therapiekonsequenz? Habe hier gelesen, dass man die medikamentöse Therapie auch bei normalisierten Werten nicht abbrechen soll vor einem Jahr, da ein baldiges Rezidiv sonst sehr wahrscheinlich ist.

  8. #38
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Zitat Zitat von cloudy_sky Beitrag anzeigen

    Ist ein Abklingen des Autoimmunprozesses nur über die TRAK-Bestimmung festzumachen?
    Nein, nicht nur. TRAK und Werteentwicklung reden zusammen zu uns. - Ein MB-Schub ist selbstlimitierend, d.h. er hört immer auf, auch ohne Hemmer (nur sind dann die Kollateralschäden schlimm). Die Frage ist nicht, ob er aufhört, sondern (ob und) wann er wiederkommt.

    Es gibt keine Therapiekonsequenz, die Statistik besagt, dass die Rezidivwahrscheinlichkeit markant höher ist bei zu kurzer Therapie (weniger als 1-1,5 Jahre, je nach Wertelage).

    Zusatz:
    d.h., die Konsequenz ist, dass man die Hemmertherapie auf jeden Fall, werteangepasst, aber unabhängig von der Güte der Werte, fortsetzt und zu Ende bringt.
    Geändert von panna (03.08.22 um 19:43 Uhr)

  9. #39
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    Standard AW: Neu hier mit hohen Werten und wenig Ahnung

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Nein, nicht nur. TRAK und Werteentwicklung reden zusammen zu uns. - Ein MB-Schub ist selbstlimitierend, d.h. er hört immer auf, auch ohne Hemmer (nur sind dann die Kollateralschäden schlimm). Die Frage ist nicht, ob er aufhört, sondern (ob und) wann er wiederkommt.

    Es gibt keine Therapiekonsequenz, die Statistik besagt, dass die Rezidivwahrscheinlichkeit markant höher ist bei zu kurzer Therapie (weniger als 1-1,5 Jahre, je nach Wertelage).

    Zusatz:
    d.h., die Konsequenz ist, dass man die Hemmertherapie auf jeden Fall, werteangepasst, aber unabhängig von der Güte der Werte, fortsetzt und zu Ende bringt.
    Ok, verstehe. Danke. Und wie würde sich ein MB-Rezidiv ohne Schilddrüse bemerkbar machen?

    Die selbst an MB erkrankte Arzthelferin in der HA-Praxis hat mir jetzt mit viel Verständnis einen BE-Termin (wie von dir empfohlen 2 Wochen nach der letzten BE mit Unterfunktion) gemacht und war überrascht, dass der Endo so viel Zeit verstreichen lässt. Sie meinte, sie sei zu Anfang viel engmaschiger betreut und kontrolliert worden als ich. Ich hoffe, meine HÄ unterstützt das, und ich kann mich künftig in solchen Situationen mit mehr Vertrauen an sie wenden.
    Geändert von cloudy_sky (04.08.22 um 09:45 Uhr)

  10. #40
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    Zitat Zitat von cloudy_sky Beitrag anzeigen
    Ok, verstehe. Danke. Und wie würde sich ein MB-Rezidiv ohne Schilddrüse bemerkbar machen?

    .
    Praktisch nirgendwie, wenn die TRAK weg sind. Wenn sie nicht weg sind: Es gibt ja noch anderenorts bekannte kokrete Andockstellen für die TRAK (Akropachie, prätibiales Myxödem) , aber diese unschönen Dinge passieren wohl eher selten.

    Was mich oft wundert: TSH-Rezeptoren (wo die TRAK andocken und ihr stimulierendes Werk verrichten) gibt es praktisch überall im Körper, auch außerhalb der Schilddrüse. Trotzdem sind die schlimmsten Folgen des Kaperns dieser Rezeptoren durch die TRAK mit der Schilddrüse (und ja auch: mit dem Gewebe hinter den Augen) verbunden. Was tun sie wohl anderenorts, bzw. wenn sie nichts tun, wie kommt das? oder tun sie schon etwas, nur was und wie?

    Die selbst an MB erkrankte Arzthelferin
    Du hast echt Glück mit deiner medizinischen Umgebung. Dass sie selbst engmaschig überprüft wurde, bestätigt die Vorgehensweise, die wir hier empfehlen. Dieser zweiwöchige Abstand ist allerdings nur solange nötig und gut, bis man eine glaubwürdige Stabilität bei kleinster Dosis erreicht hat. Und mit einem Fuß bist du ja bei der kleinen Dosis, man muss jetzt nur sehen, ob das klappt.

    Und dann kannst du ruhig beim Hausarzt weitermachen, das hat den Vorteil, dass man die Werte-Bewegungen mit Werten aus demselben Labor besser beurteilen kann.

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