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Thema: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

  1. #1
    Neuer Benutzer Avatar von Effi2015
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    Standard Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Liebe Leute,

    hoffentlich könnt Ihr mir helfen. Seit Anfang März geht es mir mit Ausnahme weniger kurzer Phasen schlecht und mittlerweile bin ich völlig verunsichert.

    Begonnen hat es mit den Symptomen innere Unruhe, Herzrasen, Herzarythmien, Hitzewellen, Panikattacken, Ängste usf. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich seit mehr als einem Jahr 125 µg LT; die Behandlung mit LT begann vor mehr als 20 Jahren und vor drei Jahren wurde zudem Hashimoto festgestellt.

    Leider habe ich aus den Vorjahren keine Blutwerte und bis zum Auftreten meiner akuten Symptome jetzt im März wurde auch jahrelang nicht kontrolliert – tatsächlich kündigten sich meine Probleme womöglich schon lange an, wurden aber auf die Wechseljahre zurückgeführt. Erst jetzt im März bewies die Blutprobe, dass die Schilddrüsenwerte entgleist waren und ich in der Überfunktion war.

    Da es mir wirklich schlecht ging, hat mein Arzt mit zunehmender Beschleunigung reduziert:
    Zunächst von 125 LT auf 112,5 LT für sieben Tage, danach auf 100 LT für eine weitere Woche; anschließend auf 50 LT für fünf Wochen (siehe Tabelle). Während dieser fünf Wochen rutschte ich in eine Unterfunktion und um dieser nun wieder entgegen zu wirken, hat mein Arzt mich zunächst auf 75 LT gesetzt und nach weiteren zwei Wochen auf 100 LT. Bei dieser letzten Erhöhung auf 100 LT hatte ich Bedenken, einerseits weil es mir zu schnell vorkam und andererseits, weil ich aus den Mittelwerten der jüngsten Analysen vermute, dass eine optimale Einstellung deutlich unter 100 LT liegen wird – womöglich bei ca. 80 LT. Trotz meiner Zweifel bin ich der Verschreibung meines Arztes gefolgt und nehme nun seit vier Tagen 100 LT. Nach der morgendlichen Einnahme habe ich für zwei Stunden Herzrasen, starke Übelkeit und Angst und während des Tages kommen diese Symptome phasenweise zurück.

    Es ist sicher richtig, dass mein Arzt mich so schnell wie möglich wieder aus der Unterfunktion herausholen möchte, aber angesichts dieser nervenzehrenden Symptome kommen mir Zweifel, ob die Hochdosierung nicht zu schnell vorgenommen wird. Zudem tendiere ich dazu, ab morgen doch nur 80 LT einzunehmen, weil mir die 100 LT ja gleich zu hoch vorkamen. Weil die sich Symptome unmittelbar nach der Einnahme des L-Thyroxins einstellen, erwäge ich außerdem, die Dosis von 80 LT auf eine zweimalige Einnahme am Tage aufzuteilen.

    Ich bin aber total verunsichert, ob ich diese eigenmächtige Modifikation der ärztlichen Verschreibung vornnehmen sollte. Am kommenden Donnerstag, dem 12.5., wird erneut Blut abgenommen und analysisert. In Anbetracht Eurer Erfahrungen und Eures Wissens - was sagt Ihr dazu?

    Tabelle_2022-05-07.jpg
    Geändert von Effi2015 (10.05.22 um 10:09 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Es ist sicher richtig, dass mein Arzt mich so schnell wie möglich wieder aus der Unterfunktion herausholen möchte,
    Nachdem er Dich zielsicher hineinkatapultiert hat, ja? Das halte ich für unwahrscheinlich, dass ihm das gelingt. Aber manchmal hat man ja auch mehr Glück als Verstand.

    Ich kann Dir nur raten einen anderen Arzt zu suchen, Dich jetzt selber um Dich zu kümmern und die Einstellung in die eigenen Hände zu nehmen. Kein Arzt der Welt kann den menschlichen Körper überlisten und die Halbwertszeit von LT kurzerhand einfach verkürzen.
    LT hat eine Halbwertszeit von ca. 8 Tagen. Daraus resultiert, dass es mindestens 6-8 Wochen dauert bis eine Senkung und hinterher eine Steigerung im Köper ankommt. Die ganzen Blutwerte sind für den "Eimer" und können nichts aussagen.
    Was ich machen würde: 75µg nehmen und nach 8 Wochen eine BE machen lassen mit allen relevanten Werten. Dann hättest Du danach eine Grundlage, auf der man weiter machen kann.
    Das die LT-Dosis sich mit den Wechseljahren (deutlich) reduzieren kann, ist bekannt. Das ist nicht ungewöhnlich. Besser wäre es sicher gewesen, wenn man nicht alles darauf schiebt und die LT-Dosis mal im Blick gehabt hätte. Aber das ist jetzt so. Durch "Schnelligkeit" des Arztes hast Du denke ich mehr kaputt und durcheinander gebracht, als es notwendig gewesen wäre.
    Ein Splitten der Dosis würde ich lassen. Nimm besser eine Dosis mit der Du nun 8 Wochen durchhalten kannst. Das dies nicht die 100µg sind, sagt Dir Dein Körper doch sehr deutlich.
    LG

    P.S. Du könntest auch ein paar Tage das LT ganz weg lassen und danach mit der niedrigeren Dosis weiter machen. Dann geht die Senkung etwas schneller.
    Geändert von Amarillis (09.05.22 um 19:53 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Zitat Zitat von Amarillis Beitrag anzeigen
    Nachdem er Dich zielsicher hineinkatapultiert hat, ja? Das halte ich für unwahrscheinlich, dass ihm das gelingt. Aber manchmal hat man ja auch mehr Glück als Verstand.

    Ich kann Dir nur raten einen anderen Arzt zu suchen, Dich jetzt selber um Dich zu kümmern und die Einstellung in die eigenen Hände zu nehmen. Kein Arzt der Welt kann den menschlichen Körper überlisten und die Halbwertszeit von LT kurzerhand einfach verkürzen.
    LT hat eine Halbwertszeit von ca. 8 Tagen. Daraus resultiert, dass es mindestens 6-8 Wochen dauert bis eine Senkung und hinterher eine Steigerung im Köper ankommt. Die ganzen Blutwerte sind für den "Eimer" und können nichts aussagen.
    Was ich machen würde: 75µg nehmen und nach 8 Wochen eine BE machen lassen mit allen relevanten Werten. Dann hättest Du danach eine Grundlage, auf der man weiter machen kann.
    Das die LT-Dosis sich mit den Wechseljahren (deutlich) reduzieren kann, ist bekannt. Das ist nicht ungewöhnlich. Besser wäre es sicher gewesen, wenn man nicht alles darauf schiebt und die LT-Dosis mal im Blick gehabt hätte. Aber das ist jetzt so. Durch "Schnelligkeit" des Arztes hast Du denke ich mehr kaputt und durcheinander gebracht, als es notwendig gewesen wäre.
    Ein Splitten der Dosis würde ich lassen. Nimm besser eine Dosis mit der Du nun 8 Wochen durchhalten kannst. Das dies nicht die 100µg sind, sagt Dir Dein Körper doch sehr deutlich.
    LG

    P.S. Du könntest auch ein paar Tage das LT ganz weg lassen und danach mit der niedrigeren Dosis weiter machen. Dann geht die Senkung etwas schneller.
    Jeep, selbst wenn es nicht passt am Ende hast du eine Ausgangsbasis.

  4. #4
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Was mir nicht klar ist an deiner Tabelle: Die Dosis, die jeweils unter den Werten steht, ist die erst NACH der BE begonnen worden oder schon davor? V.a. die Werte unter 125µg LT wären interessant.

  5. #5
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Die Dosierung in der Tabelle wurde immer nach der Blutabnahme eingenommen. 125 LT habe ich am 4.3. noch eingenommen.

    Wenn ich lese, dass ich diese ganzen Symptome noch weitere 6 Wochen aushalten muss, macht mir das echt große Sorgen. Das ist ja teilweise kaum auszuhalten und seit März geht es mir sehr schlecht. Ich will mein normales Leben zurück

  6. #6
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    125 LT habe ich am 4.3. noch eingenommen.
    Von dieser am Papier nur leichten Überfunktion würde ich eher nicht annehmen, dass du langfristig wirklich weniger als 100 brauchst. (Mit den Mittelwerten der letzten Werte kannst du nicht rechnen, fast alle nach viel zu kurzer Zeit abgenommen.)
    Aber: Da du dazwischen 5 Wochen bei 50 warst, geht der Sprung zurück nicht einfach so, wie es wäre, wenn du von den 125 gleich auf 100 gegangen und dort geblieben wärst. Ein Zwischenschritt ist m.E. eine gute Idee. Z.B. bei den 75 bleiben. Und dann NICHT am Donnerstag Blut abnehmen, das ist vollkommen sinnlos und kontraproduktiv.

    Dass der "schnelle" Weg nicht funktioniert, sondern der langsame ist, hast du ja inzwischen schon gemerkt. Aber versuche nicht, die ganzen 6 Wochen heute zu bewältigen. Es geht immer nur ums Jetzt.

  7. #7
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Zitat Zitat von Effi2015 Beitrag anzeigen
    Wenn ich lese, dass ich diese ganzen Symptome noch weitere 6 Wochen aushalten muss, macht mir das echt große Sorgen. Das ist ja teilweise kaum auszuhalten und seit März geht es mir sehr schlecht. Ich will mein normales Leben zurück
    Halt durch und Kopf hoch. Ich mache gerade auch eine Dosisaenderung inkl. Symptomskarussell durch. Am Ende kann man nur versuchen Tag zu Tag durchzustehen und abzuwarten.

  8. #8
    Neuer Benutzer Avatar von Effi2015
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Vielen Dank, für eure Einschätzung und Ratschläge. Aber auch für das Mut machen.
    In der Nacht ging es mir sehr schlecht. Heute Morgen habe ich 75 LT genommen und werde dies auch die kommende Zeit tun und hoffe, dass bald wieder die Sonne für mich und auch für viele andere hier scheint. Ich hab derzeit sehr viele psychische Tiefs und denke, ich kann nicht mehr.
    Normalerweise bin ich ein sehr positiver Mensch und gehe lachend durchs Leben.

  9. #9
    Benutzer Avatar von Moischen
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Liebe Effie,
    aus eigener Erfahrung weiß ich,dass so ein krasses Hin und Her bei den Schilddrüsenhormonen ganz furchtbare Symptome machen kann.
    Ich kann dir nicht raten wegen deiner (vorrübergehender) Dosis,aber ich möchte dir Mut machen!Mir gings selbst oft schon so schlecht,dass ich dachte,ich halte das nicht mehr aus!Keine Kraft mehr....geht nicht mehr....ist nicht mehr auszuhalten...
    Das ist eine schlimme Zeit,die du durchmachst....aber bitte glaub mir:es wird wieder besser!! ja,es dauert und du kannst vl nicht mehr dran glauben....aber es wird wieder besser und du wirst auch wieder lachen können und den ganzen Sch.. vergessen
    ich drück dich!
    Moischen

  10. #10
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    Standard AW: Von Über- zu Unterfunktion - und wieder zurück? Hilfe!!

    Naa ich weiß nicht. TSH zeigt ja nen aktuellen Mangel an. Und bei 12,x isser da (Anfang Mai). Am Anfang der Einstellung sind ja Steigerungen im 2-3Wo Rhytmus gängig. Und in dem Fall weiß man ja schon, wo man ungefähr bei 125LT hinkommt.

    Also die ärztliche Sicht kann nachvollziehen.

    Ob nach 10-12 Jahren mit LT die Schilddrüse noch voll einspringen kann?! Use it or loose it, heißt es bei Muskeln.
    (Daher ist ne gesicherte Diagnose auch gold wert)

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