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Thema: V.a. Adenomyose

  1. #1
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    Lächeln V.a. Adenomyose

    Hallo zusammen,

    Ich hatte gestern eine Gebärmutterspieglung wegen Verdacht auf einen Polypen.

    Stattdessen steht da jetzt Verdacht auf Adenomyose. Das Gespräch mit der Gyn ist erst nächste Woche.

    Einerseits bin ich froh, weil es evtl eine Erklärung für die verstärkten Blutungen, die Schmerzen und die Erschöpfung sein könnte.

    Andererseits frage ich mich, was das heißt, da wir KiWu haben.

    Der Operateur meinte nur dass sich Schleimhaut irgendwo befindet, wo sie nicht hingehört und dass wir jetzt weiter am KiWu basteln sollen, weil es langfristig nur mit Hormonen behandelt werden kann.

    Hat jemand auch diese Diagnose? Stehen dann noch weitere Untersuchungen an? Gibt es Bücher zum Thema?


    Danke
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    Geändert von Brummbär (04.05.22 um 13:50 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Damit bist du hier nicht allein. Schau mal Sansri hat auch so einen Weg hinter sich. Vlt. könnt ihr euch austauschen: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...ghlight=sansri

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Andrine
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Hallo Brummbär

    Adenomyose ist Endometreiose in der Gebärmutter, habe ich auch, allerdings ist mein Kinderwunsch altershalber mittlerweile abgeschlossen.

    Bücher über Endometriose gibt es mittlerweile wohl einige. Über den neuesten Wissensstand bin ich nicht genau informiert, aber es dürfte sich nicht allzu viel verändert haben seit ich vor gut 10 Jahren dazu recherchierte. Adenomyose ist sicher nicht hilfreich, wenn man einen Kinderwunsch hat, aber ausgeschlossen ist ein solcher bei weitem nicht. Ich würde mich einmal damit beschäftigen, was es für ganzheitliche Ansätze gibt, schulmedizinische Lösungen gibt es leider nicht wirklich (ausser eben die Hormongabe bei Schmerzen oder Gebärmutterentfernung, aber das geht ja nicht bei Kinderwunsch und sehe ich sowieso eher kritisch, daher habe ich meine Gebärmutter trotz allem behalten).

    Es gibt Endometriose-Facebook Gruppen, find ich heute noch besser als Foren, da könntest Du Dich zum Thema Adenomyose und KiWu austauschen. Ich habe immer wieder von solchen gelesen, bei denen es trotz Adenomyose klappte mit dem schwanger werden. Auf keinen Fall von Ärzten entmutigen lassen, würde ich sagen, aber ja - mit dem Kinderwunsch auch nicht mehr (zu) lange warten..

    Wünsche Dir alles Gute und dass Du hoffentlich auch zu denen gehörst, bei denen es noch klappt

    LG, Andrine

  4. #4
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Hallo Andrine,

    Die Gyn hat mir tatsächlich nur 3 Optionen gelassen.

    - Hormone ( kommen für mich eigentlich nicht in Frage, da Sie in der Vergangenheit immer starke Nebenwirkungen gemacht haben, besonders Libidoverlust)

    - schnell Schwanger werden. Sie hat ein Zyklusmonitoring per Ultraschall empfohlen und ein Spermigramm beim Freund
    Oder eine Gebärmutterentfernung

    Mal gucken, wie es weitergeht...

    Eine Überweisung an ein Endometriosezentrum habe ich noch nicht bekommen. Evtl sollte ich das mal ansprechen?

    Etwas Sorgen macht mir, wie ich das an meinem Arbeitsplatz mache, wenn ich genau an dem und dem Tag Tag zum Ultraschall vorbeikommen soll.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Andrine
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Ich sehe gerade in Deinem Arztbericht oben, dass die Adenomyose gar nicht gesichert ist (ist nach meiner Erinnerung auch so, dass man das erst bei einer GM-Entfernung sicher diagnostizieren könnte).

    Ob Spezialist ja oder nein - schwer zu sagen. Die Optionen kennst Du ja, und die werden sich grundsätzlich wohl auch nicht ändern. Du musst sicher das Vertrauen haben, wenn es ums schwanger werden geht, und die Endometriose würde ich einfach nicht unterschätzen, wenn es auch bei den wenigsten es so schlimm wird wie bei mir! Übrigens damals getriggert durch eine Eisentherapie bei Hämochromatose - ich wäre an Deiner Stelle etwas vorsichtig mit dem Eisen. Es wird durchaus ein Einfluss auf die Tumorbildung diskutiert (Krebs), und Endometriose sind auch - gutartige - Tumore, auch wenn du keine Hämochromatose hast (wobei man das ja selten vor einer Eisengabe abklärt.... mein Leben wäre anders verlaufen, wenn...)

    Ich weiss auch nicht, wie alt Du bist, aber wenn ein Speziailist in meiner Nähe wäre, würde ich mich da schon mal schlau machen und Erkundigungen einholen. Wie wohl schon geschrieben, 50% der Frauen mit unerfülltem KiWu haben Endometriose. Better safe than sorry - aber ich will Dich nicht erschrecken, mein Erlebtes hat mich sicher geprägt (ich weiss noch, wie das bei mir war zu Beginn, mit all den schlimmen Stories, die man in Foren lesen kann! ) Du musst Deinen Weg finden.

    Ich habe die Bücher von Rita Hofmeister (Endometriose), Prof. Keckstein, damals DER Spezialist (Endometriose, die verkannte Frauenkrankheit), Angelika Koppe (Mut zur Selbstheilung - Anleitung für ein Gespräch mit dem eigenen Körper - Methode Wildwuchs) und Kaiser/Korell (Endometriose und Ernährung), gibt aber, wie schon erwähnt, heute auch andere.

  6. #6
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Ich bin 35, sprich die Uhr tickt. Leider habe ich meinen Freund erst 2019 kennengelernt und durch Corona haben wir dann erst letztes Jahr eine Wohnung gefunden und sind zusammengezogen.
    Geändert von Brummbär (14.05.22 um 19:19 Uhr)

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Andrine
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Zitat Zitat von Brummbär Beitrag anzeigen
    Ich bin 35, sprich die Uhr tickt. Leider habe ich meinen Freund erst 2019 kennengelernt und durch Corona haben wir dann erst letztes Jahr eine Wohnung gefunden und sind zusammengezogen.

    Hier bei mir in der Nähe ist das Bethesta-Krankenhaus Mönchengladbach, was als Endometriosezentrum zertifiziert ist. Ich werde die Gyn mal um eine Überweisung bitten.
    Das ist sicher eine gute Entscheidung aufgrund der Gesamtsituation.

    Ich erhielt die Diagnose mit 37 (hatte in Deinem Alter eben auch tiefes Ferritin) und wäre nicht die Eisentherapie gewesen, wäre es wahrscheinlich nicht in kurzer Zeit so akut geworden - gerade die tief infiltrierende Endometriose (dazu gehört auch die Adenomyose) wächst langsam über Jahre, sagte mir mal ein Experte. Und wenn sie keine Beschwerden macht, die eine Operation rechtfertigen und keine Organe übermässig angreift (ich habe die GM und meinen Darmknoten jetzt noch und lebe damit) ist das auch kein Grund für eine Operation.

    Bei Kinderwunsch wird manchmal operiert, um die Chancen zu verbessern, schwanger zu werden. Da gibt es auch verschiedene Schwerpunkte und Grade bei den Endometriosezentren (wobei die Zertifizierung schon mal gut ist) und es kommt darauf an, was im Vordergrund steht (Kinderwunsch, starke Beschwerden, schwerer Befund - ich hatte bspw. Grad IV von 4 und extreme Symptome).

    Hier noch ein Link, den ich auf die Schnelle gefunden habe (hast Du vielleicht auch schon gesehen):

    https://endometriose.app/zertifizier...-dach-bereich/

    Alles Gute nochmals und dass es hoffentlich klappt mit der Schwangerschaft.

  8. #8
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Danke für deine Antworten.

    Ich tue mich schwer damit die Symptome einzuordnen.

    Früher als ich Schülerin war, hatte ich immer sehr starke Periodenschmerzen und Blutungen. Ich hatte regelmäßig Durchfall, Übelkeit, starke Blutungen und Rückenschmerzen (meine Periodenschmerzen ziehen immer in den unteren Rücken- meine Gebärmutter ist nach hinten gekippt), so dass ich sehr oft gefehlt habe. Aus diesem Grund habe ich auch mit 14 mit der Pille begonnen. Trotzdem blieb die Periode schmerzhaft.

    Irgendwann habe ich die Pille abgesetzt, die Blutung war normal. Ich hatte aber immer 1-2 Tage Kampftage, wo sich die Schmerzen nur mit Naproxen aushalten lassen und wo man irgendwie den Arbeitstag durchsteht und dann aufs Sofa fällt. Nehme ich das Naproxen nicht schnell genug ein bekomme ich Durchfall Übelkeit und ganz extreme Krämpfe.

    Mit 30 kam hormonelle Migräne kurz vor der Periode hinzu. Der Einzige Vorteil war, es war ein Frühwarnsystem wann die Periode kommt. In 80% der Fälle kann ich arbeiten aber es kostet extrem viel Kraft.

    Seit ca 2 Jahren habe ich fast immer sehr leichte Schmerzen im unteren Rücken (nervig, aber ohne Schmerzmittel auszuhalten, wie Periodenschmerzen in leicht). Eine Abklärung mit Röntgen und Ultraschall im kleinen Becken brachte kein Ergebnis).

    Zusätzlich hatte ich 2020 immer wieder einen Blähbauch, ich sah aus wie schwanger. Er blieb fast ein Jahr und war irgendwann wieder weg.

    Ende 2020 hatte ich eine Periode, die wieder so krass war, wie in Schultagen. Ich konnte kaum laufen vor Krämpfe und ich müsste mich übergeben. Zum Glück bleib es bei diesem einmaligen Ereignis.

    Seit ca einem Jahr hat sich meine Blutung verdoppelt. Die Unterleibsschmerzen während der Periode schwanken. Mal habe ich an einem Tag Schmerzen und Naproxen 500 hält mich schmerzfrei, mal kommen die Unterleibsschmerzen 4 Tage und es bleiben Schmerzen trotz Naproxen 500. Dazu kommt Druck auf den Darm. Oft beginnen die Schmerzen schon 2 Tage vor der Periode. In den letzten Zyklen kommt die Periode oft, macht eine Pause und geht am nächsten Tag weiter. Die Migräne kommt oft ein paar Tage vor der Periode, oder am Ende der Periode. Ich kann mittlerweile nicht mehr einschätzen, wann Sie kommt. Am meisten setzt mir aktuell aber die Blutung zu. Es sind nur 3-5 Tage, aber die haben es in sich.

    Ich denke aber, im Allgemeinen sind das recht mäßige Beschwerden, auch wenn die Lebensqualität während der Regel eingeschränkt ist.
    Geändert von Brummbär (14.05.22 um 13:49 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Das, was Du schreibst, habe ich oft genug gelesen und das gilt für auf Endometriose spezialisierte Ärzte nicht als normal.

    Ich konnte Verbesserungen erreichen mit der Ernährung (bis zu einer gewissen Grenze), vorsichtig musste ich auch sein mit Nahrungsergänzungsmittel. In der Zeit meiner aktiven Endometriose landete ich einmal von 2 hochwertigen Krillölkapseln aufgrund mega-Endometrioseschmerzen im Spital im Notfall. Auch Vitamin C oder Eisen verursachte stärkere Schmerzen, Kaffee oder Zucker auch. Neben dem Aufsuchen eines Spezialisten würde ich mich einmal achten, ob Du bei Dir diesbezüglich Zusammenhänge erkennst. Ebenfalls entwickelte ich eine Histamin- und Glutenunverträglichkeit.

    Der Druck auf den Darm lässt mich an meinen Darmknoten (Darmstenose) denken - das hatte ich auch. Und auch jeweils Durchfall während der Mens, Erbrechen und Migräne kam erst später dazu, unabhängig von der Mens und wohl auch von der Endometriose. Es muss ja nicht alles von der Endometriose kommen, wobei diese natürlich das Gesamtbefinden massgeblich beeinflusst (wie bei einer AI-Erkrankung), da der Körper ständig damit beschäftigt ist, die Herde, die da nicht hingehören, zu bekämpfen... Eine Schwangerschaft kann die Situation verbessern, wenn es klappt. Ärzte haben früher sogar noch dazu geraten, wenn eine Frau mit Endometriose in der Praxis sass (erzählte mir meine Tante, die auch Endometriose hatte).

  10. #10
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    Standard AW: V.a. Adenomyose

    Habe gerade eine österr. Doku über Endometriose gesehen, musste dabei an diesen Thread denken, den ich davor schon gelesen hatte. Auch dort ist u.a. die Rede von Verbesserung durch Ernährung, z.B. Kreta-Diät als anti-entzündliche Ernährung. Nebst Körpermethoden wie Cantienica, Physiotherapie, Yin-Yoga etc.
    Hier die Homepage des Filmprojekts: www.nicht-die-regel.at/derfilm

    Adenomyose wird kurz auch mit erwähnt und erklärt, der Hauptfokus ist aber Endometriose generell. Für jemanden, der schon in speziellen Foren aktiv ist, wahrscheinlich nichts Neues mehr, wie es bei solchen Dokus meistens ist, aber da du im Thema eher neu bist @Brummbär, vielleicht schon interessant für dich.

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