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Thema: Ft3 und Calcitonin erhöht / kein L-thyroxin seit 2020

  1. #11
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    Standard AW: Ft3 und Calcitonin erhöht / kein L-thyroxin seit 2020

    Zitat Zitat von Melli1101 Beitrag anzeigen
    Habe auch eine sichtbare Schwellung der Schilddrüse falls das noch interessant ist
    Sicher nicht eine Lymphdrüse? Der Nuklearmediziner muss doch irgendwas dazu gesagt haben, wenn er sonografiert hatte?

    Pille, Östrogen: Ändert den Schilddrüsenhormonbedarf. Muss man mitberücksichtigen, wenn man Thyroxin nimmt.

    Zum langen Beitrag mit den Werten komme ich gleich separat!

  2. #12
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    Standard AW: Ft3 und Calcitonin erhöht / kein L-thyroxin seit 2020

    Zitat Zitat von Melli1101 Beitrag anzeigen
    29.01.2013 noch kerngesund keine Beschwerden - blutabnahme nur zur Kontrolle wegen geplanter Schwangerschaft:
    TSH: 3,46 Ref. 0,27-4,20
    FT3: 4,14 Ref. 2,00-4,40
    FT4: 1,26 Ref. 0,93-1,70

    .
    Hier kann man sehr gut das hohe fT3 und das relativ höher liegende TSH sehen, aber beides noch unauffällig. Theoretisch könntest du für beides einen hohen Setpoint haben, d.h. genetisch vorbestimmt würden diese Werte eher im hohen Bereich des Referenzbereichs liegen. Aber hierzu schreibe ich noch etwas später**.

    Dann nach 1 Geburt (25.08.2014)
    Am 07.10.15 Hashimoto festgestellt
    Kein l-thyroxin

    TSH: 3 Ref. 0,35-2,5
    FT3: 3,79 Ref. 1,8-3,4
    FT4: 1,26 Ref. 0,9-1,8
    Calcium: 2,42 Ref. 2,15-2,58
    Parathormon: 21,8 Ref. 11-67
    Vitamin d: 33,8 Ref. 30-100
    Wieder das hohe fT3, das womöglich bei dieser Messmethode/diesem Referenzbereich stärker sichtbar ist. Ich frage mich, weswegen du dann plötzlich 50 mcg Thyroxin nimmst, wo doch diese Wertelage von den Vorschwangerschaftswerten her ja bekannt war. Hätte ich nicht gemacht.

    Dann unter Einnahme von 50 l thyroxin
    05.09.2016

    TSH: 0,12 Ref. 0,30-3,60
    FT3: 8,89 Ref. 3,9-6,7
    FT4: 38,2 Ref. 12,7-20,8

    Dies wurde dann mit Thiamazol behandelt.
    Thiamazol - hast du denn die 50 mcg abgesetzt und 2-3 Wochen gewartet, ob die Werte runtergehen, oder hat man dir gleich Thiamazol gegeben?

    Werte danach unter 37,5 l thyroxin 07.06.2017
    Allgemeines Wohlbefinden.

    TSH: 0,98 Ref. 0,35-2,5
    Ft3: 3,32 Ref. 2,1-4,3
    Ft4: 1,25 Ref. 0,8-1,8
    Vitamin d: 15,8 Ref. 30-100
    Parathormon: 22,2 Ref. 11-67
    Calcium: 2,34 Ref. 2,08-2,65
    Wie lange hast du hier, also vor der Kontrolle, das Thyroxin 37,5 mcg bereits genommen? Davon würde abhängen, ob das, was danach unter gleicher Dosis folgte, eher Überdosierung oder (auch) eine körpereigene ÜF ist:

    14.09. 2017 überfunktion - überdosiert? 37,5 l thyroxin

    TSH: 0,43 Ref. 0,3-3,6
    FT4: 25,1 Ref. 12,7-20,8

    11.10.2017 25 l thyroxin

    TSH: 0,06 Ref. 0,3-3,6
    FT4: 23,5 Ref. 12,7-20,8
    Wurde hier keine Sonografie/Szintigrafie gemacht, kein TRAK-Wert?

    12.12.2017 12,5 l thyroxin

    TSH: 6,41 Ref. 0,35-2,5
    Ft3: 3,01 Ref. 2,1-4,3
    Ft4: 1,17 Ref. 0,8-1,8
    Warum hier ein so hohes TSH, eine der Möglichkeiten: Weil es davor, wegen Überdosierung/überflüssiger Thyroxineinnahme supprimiert war? Bei supprimiertem TSH tut die Schilddrüse kaum etwas. Dann wurde reduziert, darauf reagierte dann das TSH, indem es höher ging, um die eigene Versorgung etwas anzukurbeln. Aber ich spekuliere eigentlich, weil hier Werte (TRAK) und Bildgebung fehlen, um Fundierteres sagen zu können ...


    30.04.18 25 l thyroxin / SSW: 16
    Keine Beschwerden

    TSh: 1,37 Ref. 0,35-2,5
    Ft3: 3,25 Ref. 2,1-4,3
    Ft4: 1,04 Ref. 0,8-1,8
    In der Schwangerschaft wächst der Bedarf, kein Wunder, dass die 25 mcg anstandslos verbraucht wurden und keine ÜF verursachten. Es war sogar grenzwertig zu wenig.

    Dann 22.3.19 5 Monate nach Geburt (12.10.18)
    25 l thyroxin

    TSh: <0,1 normal 0,35-2,5
    Ft3: 6,77 Ref. 2,1-4,3
    Ft4: 2,85 Ref. 0,8-1,8
    Trak: <0,1 normal <0,1
    Tpo ak: >1300 Ref. Normal <60
    In der Schwangerschaft ist ein vermehrter Bedarf da - nach der Schwangerschaft muss man sofort zur Ausgangsdosis zurückkehren, bei dir: Absetzen. Die freien Werte sind hier doch etwas zu hoch, um nur von 25 mcg zu kommen. 5-6 Monate nach Geburt ist eine MB-typische Zeit, 2-3 Monate nach Geburt eine Postpartale Thyreoiditis-Zeit - aber vielleicht hattest du die Überfunktion bereits bei 3 Monaten, denn MB ist es hier nicht.
    Jedenfalls richtig: keine Hemmer, sondern LT abgesetzt:

    L thyroxin abgesetzt

    Dann: 03.07.19
    TSh: 4,45 Ref. 0,35-2,5
    Ft3: 4,07 Ref. 2,1-4,3
    Ft4: 1,29 Ref. 0,8-1,8
    Das könnten, gemessen an den Werten in 2013, für dich normale Werte sein. 0,35-2,5 als TSH-Norm gilt nicht, das ist bloß obere Normgrenze nach Gutsherrenart entweder vom Arzt oder vom Labor. Hier hätte ich nichts genommen, hattest du denn Beschwerden, dass du wieder mit Thyroxin eingestiegen bist? Auch wenn, hätte ich höchstens (angesichts der Vorgeschichte) 25 mcg genommen, aber eigentlich: Gar nix.

    27.08.19 25/50 l thyroxin im Wechsel
    Tsh: 1,29 Ref. 0,35-2,5
    Ft3: 3,51 Ref. 2,1-4,3
    Ft4: 1,32 Ref. 0,8-1,8

    Nach wie vor Beschwerden: Arzt l thyroxin abgesetzt.
    Was war denn hier, wann war das und unter Thyroxin oder ohne und wenn ohne, seit wann?

    Tsh: 2,12 Ref. 0,35-2,5
    Ft3: 4,49 Ref. 2,1-4,3
    Ft4: 1,71 Ref. 0,8-1,8
    Seitdem ohne l thyroxin.
    Dann wieder überfunktion:09.03.20
    TSh: 1,8 Ref 0,3-3,6
    Ft3: 10,96 Ref. 3,9-6,7
    Ft4: 23,3 Ref. 12,7-20,8
    Keine Behandlung. Werte beruhigten sich wieder nur ft3 und calcitonin bleiben hoch.
    Hier wäre natürlich ein TRAK-Wert prima gewesen, gleichzeitig mit diesen ohne Thyroxin erhöhten Werten.

    Befinden ist aber all die Jahre nicht gerade rosig..
    ständig ist der Körper „auf der Flucht“ gereizt und einfach drüber…

    Die einzige und erste nachgewiesen wirkiche natürliche Überdrüber der freien Werte ganz ohne LT sehe ich nur hier, bei den letzten Werten März 2020, ohne Thyroxin. Bei allen anderen kann man Überdosierung und Eigenproduktion nicht so haarscharf trennen wie hier.

    Deine Schilddrüse ist in der Tat etwas eigenartig. Dieses Überdrüber von T3 und der Person selbst wäre ja klar, wenn es MB wäre. Aber es scheint kein MB zu sein. T3-Dominanz ist MB-typisch - aber ein supprimiertes TSH auch. Da fände ich in meinem Kopf nur die spekulative "Erklärung" für die Nicht-Supprimierung (März 2020), dass dein TSH tiefer, aber nicht supprimiert wird, weil du davon so viel produzierst und es eventuell länger dauert, bis es weg ist. Dass es ganz weg sein kann, sehen wir ja bei deinen Werten weiter oben. Eine weitere spekulative Überlegung: Vielleicht gibt deine Hypophyse etwas zu viel TSH, das treibt die Schilddrüse dann an - aber wieso eher nur in Richtung T3-Produktion, wo doch der T3-Anteil, der aus der Schilddrüse kommt, von Haus aus eher klein ist? Leider gibt es nur einen einzigen TRAK-Wert aus einer ÜF-Periode, bei den anderen nicht. - Zweite Möglichkeit: Hashimoto-Entzündungsschübe. Schade ist, dass aus diesen ÜF-Zeiten keine Bildgebung bekannt ist.

    Was das Calcitonin angeht, das ist erhöht, aber wie ich hier nachgeguckt habe, ist dein Wert noch in einem für ein medulläres SD-Karzinom unauffälligen Bereich (s. den 3. Beitrag von Harald auf dieser Seite: https://www.sd-krebs.de/foren/forum/...eicht-erhoeht/).

    Was du wirklich hast, kann ich nicht sagen. Scheinbar nicht MB, auch wenn die (TRAK-)Daten etwas lückenhaft sind. Ich weiß ehrlich nicht, was der Immunologe zu deiner Situation sagen könnte. Was ich auf jeden Fall machen würde: Einen wirklichen Schilddrüsenspezialisten suchen, die findet man auch im Kreis der Nuklearmediziner und manchmal, selten, gibt es schilddrüsenkundige Endokrinologen. Aber Zeit verschwenden mit noch jemandem, der dein hochlagiges TSH mit LT beheben will, würde ich nicht, du brauchst eine gute Zweitmeinung. Es könnte auch der Hypophysen-Regelkreis sein, der eine kleine Macke hat, dazu in einem Folgebeitrag noch etwas.

  3. #13
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    Standard AW: Ft3 und Calcitonin erhöht / kein L-thyroxin seit 2020

    Es gibt Polymorphismen der Typ-1-Dejodase, bei der die überproduktiv ist. Das geht dann tatsächlich mit einem höheren fT3-Wert einher. Wie panna schon schrieb: ist dann einfach genetisch bedingt so.

  4. #14
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    Standard AW: Ft3 und Calcitonin erhöht / kein L-thyroxin seit 2020

    Zu den ** in meinem vorherigen Beitrag:

    Eine Sache ist das relativ hohe TSH bei dir, aber so hoch ist es nun auch wieder nicht, dass man da an ein TSH-produzierendes Hypophysenadenom denken müsste. Es gibt aber noch etwas anderes, was mit einem eigentlich unbegründet (d.h. bei absolut normlagigem fT4) hohem fT3 zu tun hat, was dein Überdrüber-Gefühl erklären könnte.

    Das T4 ist der Stoff, aus dem T3, das stoffwechselaktive Hormon, umgewandelt wird. Ein kleiner Anteil in der Schilddrüse selbst, der Großteil aber wird in den Organen des Körpers aus T4 umgewandelt, und zwar durch die sog. Dejodase-Enzyme.

    Das TSH beeinflusst die T4-Produktion, hat man genug T4, wird das TSH niedriger, hat man zu wenig, wird es höher. Die "Normallage" des TSH ist individuell unterschiedlich.

    Aber das TSH kann noch etwas anderes, nicht nur die T4-Produktion steuern, sondern auch die Dejodasen, also die Umwandlung in T3 beeinflussen. Das passiert zum Beispiel dann, wenn der T4-Spiegel sinkt, wenn also zu wenig T4 produziert wird, es droht eine Hypothyreose, aus dem Grund wird die Umwandlung in T3 gesteigert, um den Stoffwechsel am Laufen zu halten. Die Wertekonstellation dabei ist: Erhöhtes TSH, grenzwertig niedriges, oder auch bereits unternormiges fT4 und relativ hohes fT3. Wenn man da LT gibt, normalisiert sich die Lage, fT4 wird höher und fT3 niedriger und das TSH kriegt sich auch ein.

    Das könnte manche deiner Werte - aber leider nur beinahe erklären: TSH tendenziell eher hoch, fT3 auch eher hoch - das Problem ist nur, dass dein fT4 zu keinem Zeitpunkt wirklich auch nur grenzwertig niedrig war oder ist. Und wohl deswegen hat dir Thyroxin niemals wirklich geholfen - du hattest einfach keine drohende Unterfunktion. Es könnte aber dennoch sein, dass bei dir irgendwas im hypophysären Regelkreis schief läuft und dein (genetisch) eher hoch liegendes TSH einen übermäßigen Einfluss auf die Umwandlung ausübt. Ja, auch dies spekulativ.

    ein isoliertes High-T3-Syndrom: Hier ist üblicherweise der T4-Spiegel erniedrigt oder normal, der T3-Spiegel aber erhöht. Ursache ist eine gesteigerte Aktivität peripherer Dejodinasen.
    https://flexikon.doccheck.com/de/High-T3-Syndrom

    Ich sehe inzwischen Ness' Beitrag - auch eine Möglichkeit.

    Und dazu kommt dann zusätzlich noch das, was dir März 2020 passierte, eine wirkliche Überfunktion, leider ohne TRAK und ohne Bildgebung, aber womöglich einfach ein Hashimoto-Schub. Wissen wir nicht.

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