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Thema: Neue Blutwerte meiner Mutter - Hashimoto

  1. #1
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    Standard Neue Blutwerte meiner Mutter - Hashimoto

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    mein Name ist Lisa und ich bin vor längerer Zeit auf dieses Forum gestoßen, das mir nach der Hashimoto Diagnose meiner Mutter als eine Anlaufstelle gedient hat. Bisher war ich nur stille Leserin, nun wollte ich gerne ihre aktuellen Blutwerte mit euch teilen und euch um eure Einschätzung bitten.
    Hashimoto wurde bei meiner Mutter vor 5 Jahren diagnostiziert, als sie ursprünglich wegen anhaltender Übelkeit und Magenproblemen beim Arzt war. Dort wurden in einem großen Blutwert die Schilddrüsenhormone gecheckt und anschließend hat sich nach einem Ultraschall der Verdacht von Hashimoto bestätigt. Seither wurde sie zu Beginn mit L-Thyroxin 50mg behandelt, danach erfolgte eine Steigerung auf 75mg, was über die Jahre die bestehenden Symptome nie richtig in den Griff bekomme hat. Zu diesen gehören starker Haarausfall, extreme Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Unruhe, Schlaflosigkeit, Nervosität, starker Gewichtsverlust, Gefühl von Watte im Kopf (Hirnnebel), ständiges Frieren, Verstopfung, Blähungen, Muskelkrämpfe um nur ein paar aufzuzählen. Vor einem Monat etwa hatte sie mit starken Schlafproblemen zu kämpfen, der Hals brannte und fühlte sich dick an woraufhin ihr Hausarzt im Blutbild einen TSH Wert von 10 festgestellt hat (leider wurden hier weder ft3 noch ft4 trotz Bitte gemessen) und das L-Thyroxin auf 100mg erhöht. Nach 9 Tagen sollte sie zum Nuklearmediziner um die Werte nochmal prüfen zu lassen (Ende des Monats muss sie erneut zu einer Nieren OP, der Arzt meinte jedoch, dass ein zu hoher TSH Wert zu riskant für eine Narkose wäre und davor dringend im Normalbereich sein muss). Nun liegen die Ergebnisse vor, die leider nicht wirklich mit ihr besprochen wurden. Mir als Laie macht vor allem der antiTPO Wert Sorgen, der extrem hoch ist, daher suche ich bei euch nach Rat und eine Einschätzung der Werte. Diese sind wie folgt:

    23.03.2022:

    TSH basal: 1,00 (0,3-3,5)
    freies T3: 5,9 (3,5-8,1)
    freies T4: 21,1 (10-25)
    antiTPO: 12431,5 (0-60)
    TRAK: 0,0 (0-2)
    hTg-s: <30 (0-50)
    Wiederfindung %: 91 (70-130)
    Calcium: 5,22 (4,3-5,2)
    PHOS: 3,56 (2,4-4,5)
    Calcitonin: 2 (0-7)
    Parathormon: 11 (10-57)

    Sonogramm: Normal große Schilddrüse mit einem Volumen von 8-9ml. Sehr inhomogene, echoarme, fleckige Grundstruktur, passend zu einer Immunthyreopathie. Links zentrolateral leicht echodichtere Läsion 7x7x8mm

    Szintigramm (48 MBq Tc 99m): Normal große, flau speichernde SD, Tc-Uptake 0,14%

    Diagnose: Chrom Autoimmunthyreopathie v. Typ Hashimoto. Normal große Schilddrüse mit kleinknotiger Veränderung links. Euthyreose unter L-Thyroxin 100.

    Nun soll sie mit der Medikation von 100mg L-Thyroxin fortfahren und nach einem Jahr wieder kommen. Meiner Mutter geht es aber überhaupt nicht gut und ich habe nicht das Gefühl, bei den bisherigen Ärzten dafür Gehör zu finden, bzw. wird nicht auf das individuelle Empfinden eingegangen sondern nur nach den Zahlen geurteilt. Ich mache mir große Sorgen und wünsche mir eine gute Einstellung der Schilddrüse um für meine Mutter auch wieder eine bessere Lebensqualität zu schaffen.
    Sie nimmt neben L-Thyroxin auch täglich Blutdruckmittel (Valsacor 80mg)

    Ich habe vor der Anmeldung gelesen, dass man die aktuellsten Werte in sein Profil eintragen sollte, wäre es in Ordnung, wenn ich die oben stehenden eintrage, auch wenn es nicht meine eigenen sind? ich war mir unsicher und habe sie daher erst einmal weggelassen.

    Ich hoffe ich habe nichts vergessen und freue mich auf eure Antworten.

    Viele lieben Dank euch schon mal und liebe Grüße,

    Lisa

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Schlomis Muddi
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    Standard AW: Neue Blutwerte meiner Mutter - Hashimoto

    Hallo Lisa,

    habe ich richtig verstanden, dass die Werte 9 Tage nach der Erhöhung von 75 auf 100 mcg entstanden sind? Wenn ja, sind sie völlig wertlos. Eine Dosis soll mindestens 4 Wochen drin sein, um zu sehen, ob es zuviel (oder zu wenig) ist. 9 Tage gehen gaaar nicht. Bitte unbedingt neue Werte machen lassen.

    Du hast recht - die TPO-Antikörper sind recht hoch. Sind die immer so? Erstmal sagen die nur aus, dass der Autoimmunprozess am 22.03.2022 sehr aktiv war. Da kann ich mir lebhaft vorstellen, dass man das an der Schilddrüse merkt.

    Ob die Antikörper der anstehenden OP irgendwie entgegenstehen, kann ich nicht sagen.

    Hat Deine Mutter eventuell neurologische Ausfälle? Es gibt eine sehr seltene Komplikation, die sich Hashimoto-Enzephalopathie nennt. Ich möchte es nur erwähnen, weil sie - wenn sie denn überhaupt vorkommt - mit sehr hohen Antikörperwerten einhergeht bzw einhergehen soll. Mein Endo behandelt Hashi seit sehr vielen Jahren und meinte, er hat sowas erst einmal gesehen; ist also wirklich sehr selten.
    Geändert von Schlomis Muddi (11.04.22 um 05:17 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  3. #3
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    Standard AW: Neue Blutwerte meiner Mutter - Hashimoto

    Dass gesteigert wurde, war schon mal richtig - ob die Größe des Sprungs passend war, wird sich erst zeigen müssen. Nicht nur sind die Werte nach 9 Tagen nicht aussagekräftig, auch das Befinden noch weitaus nicht. Wie sie sich jetzt fühlt, sagt nichts darüber aus, ob die Dosis längerfristig passend sein wird. Nach 8 Wochen ist die Situation soweit stabil, dass man schon sinnvolle Werte machen kann und auch das Befinden schon die aktuelle Dosis halbwegs wiedergibt.

    Was deine Mutter allerdings brauchen wird, ist ein Hausarzt oder sonstiger Arzt, der bereit ist, auch fT3 und fT4 mitzubestimmen. Nur mit TSH allein funktioniert eine Feineinstellung oft nicht.

    Schreib gerne die Daten ins Profil, halt dazu, dass sie von deiner Mutter sind.
    In welcher Altersklasse ist sie? Macht sie ihre Arztbesuche allein oder mit Begleitperson?

  4. #4
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    Standard AW: Neue Blutwerte meiner Mutter - Hashimoto

    Guten Abend ihr beiden,

    vielen lieben Dank für eure schnellen und ausführlichen Antworten. Es tut wirklich sehr gut, sich austauschen zu können und sich nicht ganz so allein zu fühlen.
    Genau, die Dosis wurde von 75mg auf 100mg gesteigert. Die ersten 2-3 Tage waren vom Befinden her ok, danach folgten Tage mit starkem Blutdruckabfall und aktuell plagen sie sehr starke Kopfschmerzen.
    Das man die Dosis erst nach 4-8 Wochen bewerten kann ist natürlich Wahnsinn im Vergleich zu den 9 Tagen in denen wieder gemessen wurde. Das macht mich echt sprachlos, dass man das als Patient nicht gesagt bekommt Danke euch auch hier für die Info, da muss auf jeden Fall nochmal ein neuer Blutbefund her!

    Bisher waren die TPO-Antikörper immer so bei 350-360, daher waren wir über den hohen Ausfall sehr besorgt. Das es in erster Linie für eine hohe Aktivität spricht macht für mich den Wert aber zumindest greifbar so ganz ohne Kommentar des Arztes wirkt eine solche Zahl wirklich beängstigend. Danke euch dafür!

    Neurologische Ausfälle hatte sie bisher zum Glück nicht, aber ich danke dir, dass du es erwähnst, so wüsste man im Fall der Fälle zumindest Bescheid

    Meine Mutter wird dieses Jahr 67 und macht ihre Arztbesuche alleine. Ich wohne leider knappe 350km entfernt in der Nähe von Rosenheim und habe hier schon mal im Raum München nach verschiedenen Endokrinologen geschaut. Sie selbst wohnt in der Nähe von Würzburg und ich habe es bisher als sehr schwierig empfunden dort einen passenden Arzt zu finden, der sich die Zeit nimmt sich dem Thema Hashi richtig anzunehmen.
    Seid ihr beiden denn wenn ich fragen darf bei einem Endokrinologen in Behandlung, oder? Und habt ihr auch Erfahrungen mit der Einnahme von Selen im Zusammenhang mit Hashi? Ich habe gelesen, dass eine solche Supplementierung auch hilfreich sein kann, bzw. man auch ft3 und ft4 getrennt einnehmen kann und L-Thyroxin nicht das alleinige Mittel der Wahl ist. Sicher muss das dann immer individuell vom Arzt entschieden werden. Es gibt mir nur Hoffnung, dass man theoretisch noch ein paar andere Stellschrauben hätte an denen man drehen könnte. Ich hoffe einfach auf eine möglichst gute Einstellung für meine Mutter, damit sie sich endlich endlich wieder etwas besser fühlt. Die letzten Jahre war es mehr schlecht als recht. Und jetzt ist es besonders schlimm.
    Ich bin zwar nicht selbst betroffen aber was ich schon alles auch hier im Forum über Symptome der Mitglieder gelesen habe und von meiner Mutter höre ist die Erkrankung wirklich nervenzehrend und verlangt den Betroffenen oft alles ab


    Entschuldigt bitte meinen Roman, es tut nur wirklich gut meine Gedanken teilen zu können
    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und schicke liebe Grüße,

    Lisa
    Geändert von lisa04 (12.04.22 um 09:19 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  5. #5
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    Standard AW: Neue Blutwerte meiner Mutter - Hashimoto

    Bei einem Endokrinologen war ich nie, ein paar mal in einer Schilddrüsenambulanz (bin in Ö, da sind sie die Hauptanlaufstelle), das war aber nie hilfreich. Ansonsten Werte immer beim Hausarzt, meiner ist zum Glück kooperativ. Die Einstellung hab ich, abgesehen von den Anfängen, letztlich großteils selbst gemacht. Ich bin es sowieso gewöhnt, mich um meine Gesundheit in erster Linie selbst zu kümmern.
    Selen habe ich mal probiert ohne merkbaren Unterschied, hatte allerdings auch nie positive TPO-AK (nur TgAK).

    T3 sehe ich im Fall deiner Mutter dzt. eher als eine Möglichkeit für den Hinterkopf. (Die Einstellung damit ist nicht simpler.) Zuerst sollte mal endlich ernsthaft eine vernünftige T4-Einstellung versucht werden, sprich kleinschrittig eine Annäherung an den Idealzustand versucht werden. Das scheint noch nie gemacht worden zu sein. Mit 25µg-Sprüngen kann man rein statistisch Glück haben, aber wenn es nicht funktioniert, muss man mit 12,5- oder 6,25µg-Änderungen weiter suchen. Man muss oft recht genau treffen, damit es gut wird. Tabletten lassen sich halbieren und vierteln. Also z.B. 1/2x 100 + 1/2x 125 = 112,5µg, bzw. gibt es auch 25er Tabletten, die man dazuteilen kann.

    Es gibt von der Forenbetreiberin ein Buch über Hashimoto für Laien, vielleicht möchte deine Mutter mal selbst mehr Wissen haben über ihre eigene Krankheit und die Behandlung. Wenn sie keine guten Ärzte finden kann, besonders nützlich.

  6. #6
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    Standard AW: Neue Blutwerte meiner Mutter - Hashimoto

    Zu Selen: Kann, wenigstens vorübergehend, die TPO-AK etwas senken. Wenn ohne Blutkontrolle (muss man privat machen), dann nur kurmäßig für 2-3 Monate nehmen, am besten Natriumselenit oder Natriumselenat, keine sonstigen Verbindungen.

    Die Sache mit in die eigene Hand nehmen: Ja, dazu ist es z.B. nützlich, den Infobeitrag durchzulesen: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...EN-DANN-POSTEN!, geht schneller (und ist ziemlich gut, m.E.) als ein ganzes Buch.

    Ich habe auch immer versucht, meiner Mutter (Hashimoto) zu helfen. Wenn jemand letztlich nur dem Arzt vertraut, ist es schwierig.

    Wenn sie nicht mehr ganz jung ist und Blutdruckmittel nimmt und sich selbst nicht sehr gut auskennt, würde ich von T3 abraten. Vor allem auch, weil ihr fT3-Wert hier ziemlich gut ist. T3 ist eine etwas kompliziertere Angelegenheit und, in der Mehrheit der Fälle auch nicht nötig.

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Schlomis Muddi
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    Standard AW: Neue Blutwerte meiner Mutter - Hashimoto

    Zitat Zitat von lisa04 Beitrag anzeigen
    Guten Abend ihr beiden,

    vielen lieben Dank für eure schnellen und ausführlichen Antworten. Es tut wirklich sehr gut, sich austauschen zu können und sich nicht ganz so allein zu fühlen.
    Genau, die Dosis wurde von 75mg auf 100mg gesteigert. Die ersten 2-3 Tage waren vom Befinden her ok, danach folgten Tage mit starkem Blutdruckabfall und aktuell plagen sie sehr starke Kopfschmerzen.
    Bitte lasst um Himmels Willen neue Blutwerte machen.

    Das man die Dosis erst nach 4-8 Wochen bewerten kann ist natürlich Wahnsinn im Vergleich zu den 9 Tagen in denen wieder gemessen wurde. Das macht mich echt sprachlos, dass man das als Patient nicht gesagt bekommt Danke euch auch hier für die Info, da muss auf jeden Fall nochmal ein neuer Blutbefund her!
    4 Wochen sind das absolute Minimum. Selbst danach können sich bei gleicher Dosis das Befinden oder die Werte nochmal ändern. Das ist nicht so wie mit Aspirin, wo man die Tablette einwirft und nach ein, zwei Stunden ein Ergebnis hat.
    Bitte am Tag der Blutabnahme die Hormone erst hinterher einnehmen.

    Bisher waren die TPO-Antikörper immer so bei 350-360, daher waren wir über den hohen Ausfall sehr besorgt. Das es in erster Linie für eine hohe Aktivität spricht macht für mich den Wert aber zumindest greifbar so ganz ohne Kommentar des Arztes wirkt eine solche Zahl wirklich beängstigend. Danke euch dafür!
    Die Sorgen kann ich sehr gut verstehen. Meine Antikörper sind normalerweise auch nur dreistellig.

    Neurologische Ausfälle hatte sie bisher zum Glück nicht, aber ich danke dir, dass du es erwähnst, so wüsste man im Fall der Fälle zumindest Bescheid
    Auf jeden Fall sollte man das im Hinterkopf behalten.

    Mit Hashi ist Deine Mutter auch anfällig für weitere Autoimmunerkrankungen. Wenn also beispielsweise irgendwann mal etwas an den Augen komisch sein sollte… im Sinne von plötzlichen starken Schmerzen und man vor Lichtempfindlichkeit das Auge nicht mehr aufmachen kann (das ist leider MEIN großes Thema), muss sie die Autoimmunerkrankung unbedingt beim Augenarzt angeben - am Auge können ganz fiese Entzündungen auftreten, die leider dauerhaft Sehprozente kosten, wenn man nicht zeitnah Cortison bekommt. Zeitnah heißt Notdienst, wenn es ein Wochenende sein sollte. Diese Augengeschichten scheinen aber kein Massenphänomen in der Hashi-Welt zu sein. Immerhin

    Meine Mutter wird dieses Jahr 67 und macht ihre Arztbesuche alleine. Ich wohne leider knappe 350km entfernt in der Nähe von Rosenheim und habe hier schon mal im Raum München nach verschiedenen Endokrinologen geschaut. Sie selbst wohnt in der Nähe von Würzburg und ich habe es bisher als sehr schwierig empfunden dort einen passenden Arzt zu finden, der sich die Zeit nimmt sich dem Thema Hashi richtig anzunehmen.
    Seid ihr beiden denn wenn ich fragen darf bei einem Endokrinologen in Behandlung, oder?
    „Im Behandlung“ kann man das nicht nennen. Erstmal dauert es Monate, bis man überhaupt einen Termin bekommt. Kurzfristig irgendwas abstimmen ist also schwierig. Ich sehe den Doc einmal im Jahr. Manchmal auch nur alle zwei.
    Außerdem ist zumindest MEIN Endo eher auf Diabetes fokussiert. Schilddrüse ist bei ihm ein Randthema.
    Und drittens kann auch er kaum helfen. Das Erste, was mir dort seinerzeit gesagt wurde, war, dass ich meine Dosis selbst herausfinden muss. Jeder ist anders, weil auch jeder einen anderen Lebensstil, andere Aktivität und andere Vorerkrankungen hat. Er kann nur sagen, dass er das TSH gerne unter zwei hätte. Das wars. Wie die ft-Werte dazu sein sollten, kann man selbst herausfinden.

    Das Gute ist, dass ich IMMER alle drei Werte bekomme. Und das auch gerne alle paar Wochen, wenn eine Dosisänderung stattgefunden hat.

    Und habt ihr auch Erfahrungen mit der Einnahme von Selen im Zusammenhang mit Hashi? Ich habe gelesen, dass eine solche Supplementierung auch hilfreich sein kann,
    Ich habe Selen zu Beginn meiner Hashikarriere versucht und es nach ein paar Tagen eingestellt, weil ich Dauer-Kopfschmerzen bis hin zu einer zweitägigen Migräneattacke vom Allerfeinsten bekam. Ich hatte nur 55 mcg pro Tag genommen.

    bzw. man auch ft3 und ft4 getrennt einnehmen kann und L-Thyroxin nicht das alleinige Mittel der Wahl ist. Sicher muss das dann immer individuell vom Arzt entschieden werden. Es gibt mir nur Hoffnung, dass man theoretisch noch ein paar andere Stellschrauben hätte an denen man drehen könnte.
    Zwei Stellschrauben sind aber auch doppelt schwierig einzustellen. Da T3 bei zu hoher Dosierung Herzprobleme machen kann (macht L-Thyroxin auch, aber der Körper hat hier zu einem gewissen Grad Schutzmechanismen, dass daraus nicht zuviel T3 hergestellt wird), wird man da bei älteren Leuten vorsichtig sein. Wenn da jemand aus Versehen die Tabletten doppelt einnimmt, kann es sehr ungemütlich werden. T3 gibt man eigentlich nur, wenn der Körper dauerhaft zu wenig ft3 herstellt und dabei verschiedene Dosierungen von L-Thyroxin durchprobiert wurden.

    Ich hoffe einfach auf eine möglichst gute Einstellung für meine Mutter, damit sie sich endlich endlich wieder etwas besser fühlt. Die letzten Jahre war es mehr schlecht als recht. Und jetzt ist es besonders schlimm.
    Ich bin zwar nicht selbst betroffen aber was ich schon alles auch hier im Forum über Symptome der Mitglieder gelesen habe und von meiner Mutter höre ist die Erkrankung wirklich nervenzehrend und verlangt den Betroffenen oft alles ab


    Entschuldigt bitte meinen Roman, es tut nur wirklich gut meine Gedanken teilen zu können
    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und schicke liebe Grüße,

    Lisa

    Was Du nicht vergessen darfst: Der Körper besteht nicht nur aus Schilddrüse. Es kommen diese ganzen kleinen Faktoren hinzu, die auch Gesunde einschränken (Wetterumschwünge, Stress, Sorgen aller Art). Und obendrauf noch das Alter mit entsprechenden Zusatzerkrankungen, die für einen gealterten Körper völlig normal sind. Die Frage ist dann „Was kommt wovon?“

    Ich würde hier auch abraten, einen älteren Menschen zu straff einzustellen, sprich die ft-Werte sehr hoch zu bringen. Das ist was ganz anderes als beispielsweise für eine Dreißigjährige mit zwei kleinen Kindern und einem Job Leider wird „gute Einstellung“ besonders von Anfängern mit „hoher Einstellung“ gleichgesetzt - und die (Überdosierungs-) Beschwerden als hashigegeben verstanden und mit Blutdrucksenkern etc. bekämpft.

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