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Thema: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

  1. #51
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    TSH ist ja erniedrigt, bei niedrigen freien Werten. Das muss ja einen Grund haben und da liegen die TRAK erheblich näher als irgendein Mysterium oder eine plötzlich auftretende Hypophysenkrankheit, oder Schwangerschaft bei einem Martin.
    Keiner spricht hier von Mysterium oder Hypophyse. Es kann ja sein, dass da noch wa ist, aber der Grund kann *auch* der sein, dass das TSH erfahrungsgemäß auch sonst einfach eine gewisse Zeit braucht, um sich zu kalibrieren.

    Was du sagst, ist möglich, aber nicht sicher. Ich wehre mich schon ein wenig dagegen, dass unternormige TRAK wirklich messbare Spuren hinterlassen *müssen*. Mir ist wohl klar, dass die Normgrenze eine statistische Größe ist, aber weswegen hat man sie dort gezogen, wo sie liegt? Vielleicht weil Werte darunter eher keine Dysfunktionalität/Werte-Auffälligkeit verursachen?

    (etwa analog zu den Beobachtungen, dass TRAK <ca. 5 bei der Mutter trotz Übertritt in den kleinen Babykörper auch in der Schwangerschaft dem Föten-Schilddrüse eher nichts tun)

  2. #52
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Mir ist wohl klar, dass die Normgrenze eine statistische Größe ist, aber weswegen hat man sie dort gezogen, wo sie liegt? Vielleicht weil Werte darunter eher keine Dysfunktionalität/Werte-Auffälligkeit verursachen?
    Bei ansonsten Gesunden und Unbehandelten würden niedrige TRAK nicht unbedingt eine Rolle spielen. Sie könnten ja auch begleitend zu heißen Knoten auftreten oder inaktiv sein.

    Wenn er die Hemmer absetzen würde, hätte er womöglich eine Konstellation, die nicht für eine MB-Diagnose reichen würde. Trotzdem hat er MB und seine TRAK sind wahrscheinlich aktiv. Es gibt ja auch keine Nachweise, dass sie beim Unterschreiten der Normgrenze während der MB-Behandlung häufig inaktiv werden, oder?

    (Früher spielten auch Messungenauigkeiten eine Rolle, da waren die Normgrenzen teils noch höher.)

    Ja, meine Aussage beuruht nicht auf Einzel-Beweisen für speziell diese Situation. Wie so viele Aussagen in diesem Forum beruht sie auf viel Erfahrung, Verständnis der Zusammenhänge und dem reflektierten Umgang damit. Hier wird ja auch nicht jede einzelne Dosis-Empfehlung mit Studien abgesichert.

  3. #53
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Es gibt ja auch keine Nachweise, dass sie beim Unterschreiten der Normgrenze während der MB-Behandlung häufig inaktiv werden, oder?
    Nein, gibt es meines Wissens nicht, allerdings, fürs Umgekehrte, was du behauptest, leider genauso wenig. Habe mich ja nur deswegen dazu geäußert - weil das eine Möglichkeit, aber weit entfernt von Gewissheit ist.

    Bei diesen TRAK (und solchen fT4-Werten/solchem Verlauf) könnte das TSH genauso gut bereits viel deutlicher sein, oft genug gesehen.

  4. #54
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Eigenes Beispiel: Ich war letzten Winter plötzlich mit der bisher passenden, genau ausgetüftelten Dosis L-Thyroxin überdosiert. Hatte weder abgenommen noch Bewegung reduziert, Hinweise auf ruckartigen Östrogen-Absturz gab der Körper auch nicht. Also TRAK nachbestimmen lassen: Unter der Norm, aber messbar mit 0,8. Das reichte offenbar, um den LT-Bedarf um 12 µg zu senken.

    Die Kollegin des Hausarztes (Allgemeinmedizinerin) meinte, die TRAK seien negativ, und sie hätten ja gar nichts von mir wegen Basedow, ich könne aber zum Endo gehen. Meinem Hausarzt (Internist), der mich besser kennt, brachte ich dann das Szintigramm von 2007 mit und erklärte, dass ich früher bei seinem Vorgänger schon öfter herumdosieren musste, wenn TRAK wieder auftauchten. Konnte er nachvollziehen, auch wenn er es nicht direkt bestätigt hat, denn er kann ja nicht vom Schreibtisch aus ausschließen, dass es noch andere Gründe für den gesunkenen LT-Bedarf geben könnte.

  5. #55
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen

    Bei diesen TRAK (und solchen fT4-Werten/solchem Verlauf) könnte das TSH genauso gut bereits viel deutlicher sein, oft genug gesehen.
    Ja, diesen Punkt bestreite ich nicht. Sieht man ja mit und ohne TRAK, dass TSH sehr unterschiedlich auf freie Werte reagieren kann.

    Ich kann *bei mir* so Pi mal Daumen sagen, dass TRAK von 1 ungefähr bedeuten, dass TSH um 1 niedriger ausfällt als ohne TRAK, aber dieses Detail würde ich nicht verallgemeinern.

  6. #56
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Ja, diesen Punkt bestreite ich nicht. Sieht man ja mit und ohne TRAK, dass TSH sehr unterschiedlich auf freie Werte reagieren kann.

    Ich kann *bei mir* so Pi mal Daumen sagen, dass TRAK von 1 ungefähr bedeuten, dass TSH um 1 niedriger ausfällt als ohne TRAK, aber dieses Detail würde ich nicht verallgemeinern.
    Ja, so würde ich das auch sehen.
    Und - wenn du jetzt bei mir die letzten beiden Kontrollen anguckst: TSH-Unterschied um 0,8, ohne TRAK. D.h., die Freien können das auch verursachen, bloß, man erwischt nicht unbedingt den Verursacher (fT) gerade zum BE-Zeitpunkt.

  7. #57
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Meine Werte waren ja stabil. Wenn FT4 etwa da ist, wo ich es haben will und keine TRAK reinfunken, ist mein TSH niedrig-normal, so 0,3 bis 0,5 ... natürlich immer im selben Labor und immer vormittags und ohne T3-Einnahme.

    Und bei deinen Werten fällt auf, dass sich FT4 etwas verändert hat. Ich würde einen Unterschied zwischen 1,24 und 1,42 spüren ... vielleicht auch dein Regelkreis.

    Anderes Thema, passt aber auch dazu

    https://www.facebook.com/hauckundbau...9s8JMse98fxg6l
    Geändert von Irene Gronegger (22.06.22 um 15:42 Uhr)

  8. #58
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen

    Anderes Thema, passt aber auch dazu
    Richtig - und, weißt du noch? wir hatten das schon mal - einerseits, dass die neutralen dem TSH sowieso nichts tun, und dann, s. letztes Zitat hier:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3545100

    Aber gut, ich bleibe bei meinem Glas und du bei deinem

  9. #59
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Das war ja ein ganz anderes Thema, nämlich die verschiedenen TRAK-Typen. Bei eindeutigem Basedow kann man ja von stimulierenden TRAK ausgehen.

    Und wenn mein LT-Bedarf durch die TRAK gesunken sein sollte (was ich momentan nicht sicher weiß, aber annehme, und früher bei höheren TRAK eindeutig feststellen konnte, sonst wäre ich jetzt gar nicht drauf gekommen), dann sind die auch weder neutral noch blockierend, sondern stimulierend.

    Ich denke nicht, dass es deine Aufgabe ist, das zu bezweifeln, nur weil sich die Wissenschaft nicht für einen Verlauf wie den meinen interessiert. Es ist anscheinend einfacher, manche Mischform für nicht einstellbar zu erklären, weil TSH versagt und damit der scheinbare Goldstandard wegbricht, und die OP zu empfehlen. Die aber teurer ist als häufigere Laborkontrollen und riskanter sowieso.

    Basedow gibt es auch schon länger als Wissenschaft. Oder die Schwerkraft. Bin also nicht in schlechter Gesellschaft.
    Geändert von Irene Gronegger (22.06.22 um 18:27 Uhr)

  10. #60

    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Das muss ja einen Grund haben und da liegen die TRAK erheblich näher als [...] Schwangerschaft bei einem Martin.
    Also in Zeiten von Schwangerer-Mann-Emojis auf WhatsApp weiß ich ja nicht, ob man das noch so sagen darf. Ich tendiere aber dazu, der Aussage vorsichtig zuzustimmen.

    Jetzt wechsele ich aber schnell das Thema, und zwar in Richtung: Zahnarzt.

    Da bei mir morgen der Besuch bei einem neuen Zahnarzt ansteht, erstmals nach der MB-Diagnose und im Ausland, habe ich mich etwas in das Theme Schilddrüse und Zahnarzt eingelesen und Vokabeln gelernt. Jetzt habe ich nicht wirklich eine Frage dazu und rede mehr mit mir selbst, so als Zusammenfassung. Rückmeldungen oder Ergänzungen sind aber natürlich auch willkommen.

    Neben Infos aus dem Forum habe ich zunächst diesen Artikel gelesen:

    Today's RDH: Thyroid Medications: Impact of Drugs from the Dental Professional's Perspective

    Unten unter "Oral Health Concerns" steht etwas zum eigentlichen Thema. Die interessanten Aussagen beziehen sich dabei insbesondere auf diesen Artikel:

    Oral manifestations of thyroid disorders and its management

    Für mich selbst fasse ich die wichtigen Punkte so zusammen:

    - JOD: Soll natürlich vermieden werden. Könnte z.B. in Mundspülung oder Test-Streifen enthalten sein.

    - ASPIRIN: Hat meines Wissens ohnehin nichts beim Zahnarzt verloren, wegen Blutbad-Gefahr. Dennoch wird hier erwähnt, dass es bei ÜF kontraindiziert ist, denn:

    "Combination analgesics containing acetylsalicylic acid (ASA) are contraindicated in patient with hyperthyroidism because ASA interferes with the protein binding of T4 and T3, thereby increasing their free form. This may worsen the symptoms of thyrotoxicosis."

    - RÖNTGEN: Es wird ein Kragen/Manschette (thyroid collar) zum Schutz der Schilddrüse empfohlen, da diese besonders empfindlich auf Strahlung reagiert.

    - ADRENALIN (Epinephrine): Kontraindiziert bei ÜF. Es geht hier insbesondere darum, das ohnehin schon erhöhten Stress-/Angstlevel nicht noch weiter zu erhöhen.

    "Patients who have hyperthyroidism have increased levels of anxiety, and stress or surgery can trigger a thyrotoxic crisis. Epinephrine is contraindicated [...]"

    Dazu gibt es ja viele Diskussionen hier im Forum, da die Betäubungsspritze normalerweise Adrenalin enthält, um die Blutgefäße zu verengen und damit einerseits starkes Bluten zu verhindern und andererseits den betäubenden Wirkstoff länger an Ort und Stelle zu behalten. Es gibt auch Batäubungsspritzen ohne Adrenalin, bei denen dies dann nicht der Fall ist. Bei guter Einstellung und keiner akuten Überfunktion sollte Adrenalin aber kein Problem darstellen.

    - MB-Auswirkung auf ZAHNFLEISCH etc.: Ich hatte im Hinterkopf, dass da etwas war. Dazu habe ich nicht viel gefunden, aber im Artikel wird als Nebenwirkung einer ÜF genannt:

    "Increased susceptibility to caries and periodontal disease."
    (Also etwa: "Erhöhte Anfälligkeit für Karies und Zahnfleischerkrankungen.")

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