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Thema: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

  1. #61
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Du warst fleißig Martin. Stimmt auch alles, nur, du hast zwar immer Morbus Basedow, aber du hast nicht immer eine Überfunktion. Der eine ist die Krankheit, die andere ein Symptom, das man medikamentös behandeln kann.

    Und deswegen: Jod muss man immer meiden wegen MB, Aspirin und Adrenalin nicht, weil ihre segensreiche Wirkung sich nur bei akuter Überfunktion bemerkbar macht.

    Röntgen: sehr aufmerksam, danke für den Hinweis, solche Abschirmungen sollten allgemeine Praxis sein, nicht nur für Kranke. Und Zahnfleisch: gilt auch nur für Überfunktion, die man aber unter normalen Umständen so schnell bekämpft/bekämpfen soll, dass solche Auswirkungen wohl eher unterbleiben.

    Also in Zeiten von Schwangerer-Mann-Emojis auf WhatsApp weiß ich ja nicht, ob man das noch so sagen darf. Ich tendiere aber dazu, der Aussage vorsichtig zuzustimmen.

    "Nichtschwangere Person" trifft ja den Sachverhalt nicht ganz.

  2. #62

    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Guten Abend miteinander,

    nach zwei weiteren Wochen Feintuning an der unteren FT3/FT4-Normgrenze wieder neue Werte von mir:

    Labor vom 04.07.2022: (7.5/5mg Carbimazol seit 19.06.2022 (2 Wochen), 200 µg Selenium seit 12.05.2022 etc., mehr im Profil)

    TSH: 0.760 (0.350 – 4.940)
    FT4: 12.35 (10.00 – 23.00)
    FT3: 3.1 (3.1 - 6.8)

    An dieser Stelle erneut vielen Dank an Panna und KarinE für die große Hilfe bei der Einstellung.

    Das hätte jetzt nicht besser laufen können, denke ich? FT3 und FT4 haben sich praktisch nicht bewegt, sind weder unternormig geworden noch nach oben gehüpft. Und das TSH einen schönen Satz nach oben in den Normalbereich gemacht.

    Sehr schön. Zur Feier des Tages kann man ja jetzt auch einmal mit einem schönen Gläschen Magnesium anstoßen. Zum Wohlsein!

    Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, was das nächste Ziel sein sollte. Einen "Wohlfühl-Bereich" konnte ich bisher nicht ausmachen. Tendenziell war das Befinden zuletzt sicher besser als am Anfang - aber das ist wohl auch nicht verwunderlich. Etwas unschöne Phasen gab es bei allen FT3/FT4 Werten quer durch den Normbereich.

    Ich habe mir notiert (auch wenn ich den Forums-Beitrag jetzt nicht finde), dass bei Augenbeteiligung ein TSH von <0.8 angestrebt werden sollte. Gilt das weiterhin so? Dann sollte ich ja weiter senken, vielleicht auf 5mg Carbi täglich?

    Einen schönen Abend allen und nochmal danke für die Hilfe. Und alles Gute, Panna!

  3. #63
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Weil ich im Profil stöberte:
    Am Rande: Die 3. Covid-Impfung (Moderna) war am 07.01.2022
    Auch am Rande: gerade heute aus anderem Anlass eine Untersuchung zur Auswirkung der Impfungen auf die Schilddrüse ganz kurz überflogen, bis jetzt im Gedächtnis geblieben: Booster verursachen (statistisch) selten einen MB-Ausbruch oder ein Rezidiv, im Gegensatz zu den Erstimpfungen.

    dass bei Augenbeteiligung ein TSH von <0.8 angestrebt werden sollte. Gilt das weiterhin so?
    Das ist eine ganz grobe Pauschalaussage mit unglaublich vielen Schwachstellen, etwa: Bei TRAK-Einfluss ist das Streben nach irgendeinem TSH-Wert sowieso geschenkt. Aussagen dieser Art sind die ungute Erbschaft bzw. Folge der Sitte, nur das TSH zu messen. Was bei MB ja wirklich keinen Sinn hat. Am ehesten noch kann man damit bei Operierten, die Thyroxin nehmen, eine halbwegs sinnvolle Aussage machen. Dein TSH geht noch auf Krücken und keucht nach den TRAK-Hieben (wäre in stabil TRAK-freien Zeiten, rein auf Grund deiner Hormonlage, ein gutes Stückchen höher).

    "Wohlfühl-Bereich": nicht unter Hemmern. Es ist eher ein Taktieren, um dich in einem vertretbaren Bereich zu halten.

    Tja, was du machen sollst. Weiter gehemmt hat dich die leicht gesenkte Dosis ja nicht wirklich nennenswert, die freien Werte sind wie gehabt. Insofern fehlt ein ganz klares Signal für eine Senkung. Andererseits, von den voriges Mal guten TRAK her gesehen, könntest du 5 riskieren. Das doch schwächliche fT3 könnte auch für 5 sprechen. Aber ob das so gut wird, kann ich dir, wie immer, nicht garantieren.

    Danke fürs Allesgute.

  4. #64

    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Tja, was du machen sollst. Weiter gehemmt hat dich die leicht gesenkte Dosis ja nicht wirklich nennenswert, die freien Werte sind wie gehabt. Insofern fehlt ein ganz klares Signal für eine Senkung. Andererseits, von den voriges Mal guten TRAK her gesehen, könntest du 5 riskieren. Das doch schwächliche fT3 könnte auch für 5 sprechen. Aber ob das so gut wird, kann ich dir, wie immer, nicht garantieren.
    Danke für die Einschätzung Panna. Ich habe dann lieber nicht auf 5mg reduziert und streue für 2-3 Wochen eine "pannaeske" Zwischendosierung ein von:
    7.5 / 5 -> 7.5 / 5 / 5 mg Carbi

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Weil ich im Profil stöberte:
    Ich habe in meinem Profil die Anfangszeit etwas erweitert, da ich mittlerweile glaube, dass eigentlich schon seit 2020 "etwas" nicht in Ordnung war, ob MB oder nicht.

  5. #65
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von Martin71 Beitrag anzeigen
    Ich habe in meinem Profil die Anfangszeit etwas erweitert, da ich mittlerweile glaube, dass eigentlich schon seit 2020 "etwas" nicht in Ordnung war, ob MB oder nicht.
    Die Auffrischungsimpfung kann es nicht wirklich glaubhaft sein, s. zu kurzen zeitlichen Abstand. Was die Symptome 2020 angeht, da gibt es allerdings reichlich stark Einschlägiges, Muskelschwäche, Erschöpfung, Gereiztheit, der sehr deutliche Gewichtsverlust. Seltsam, dass dem Arzt schneller Antidepressiva einfielen, als ein Standard-TSH, oder wurde es vielleicht gemacht?

    Frozen Shoulder, MMR, autoimmune Reaktion? vielleicht ohne Auto- so:

    .... vermuten sie eine falsche Spritztechnik. Denn alle vier Patienten berichteten von einer relativ kranialen und dorsalen Applikation. Sicherheitshalber sollte bei der Injektion das obere Drittel des M. deltoideus, insbesondere der Bereich direkt unterhalb der lateralen Begrenzung des Akromions gemieden werden. Empfohlen wird ein senkrechtes Einstechen der Nadel. Eine Eindringtiefe von 2,5 cm genügt, eine zu tiefe Applikation kann infolge der lokalen Immunreaktion zu einer Bursitis beziehungsweise Kapsulitis führen.
    https://www.medical-tribune.de/mediz...chulterschaden

  6. #66

    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Guten Abend Panna,

    ich bin noch eine Antwort schuldig auf Deine letzten Anmerkungen, Asche auf mein Haupt. Dann zunächst das, bevor ich meine neuen Werte präsentiere.

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Was die Symptome 2020 angeht, da gibt es allerdings reichlich stark Einschlägiges, Muskelschwäche, Erschöpfung, Gereiztheit, der sehr deutliche Gewichtsverlust. Seltsam, dass dem Arzt schneller Antidepressiva einfielen, als ein Standard-TSH, oder wurde es vielleicht gemacht?
    Sicher habe ich dem Hausarzt die einschlägigen Symptome nicht so hübsch zusammengefasst dargelegt, wie ich es jetzt im Nachhinein getan habe. Die Muskelschwäche in den Beinen habe ich z.B. wohl nur beim Sportmediziner angesprochen, bei dem ich dann wegen der Schulter war.

    Anfang 2020 war ich zunächst für einen Check-Up beim Hausarzt. Leider habe ich keine Labordaten davon, das wäre interessant und die werde ich mir noch organisieren. Da wurde bestimmt ein TSH gemacht, denke ich. Aber es wird dann wohl unauffällig gewesen sein. Vielleicht hat er dann deshalb zur Mitte des Jahres, als sich einschlägige Symptome einstellten, nicht auf die Schilddrüse getippt?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Frozen Shoulder, MMR, autoimmune Reaktion? vielleicht ohne Auto- so:
    Danke für den interessanten Artikel. Das hatte ich noch nicht gelesen, dass sich aus einer Bursitis wegen falscher Spritztechnik eine Frozen Shoulder entwickeln kann. Meistens wird es so dargestellt, dass die Ursache der Frozen Shoulder gänzlich unbekannt ist, weshalb sie manchmal unter automimmun einsortiert wird.

    Dann könnten sich die MB-artigen Symptome auch noch wegen der MMR-Impfung selber entwickelt haben. Oder auch nicht. Das ist ja nun müßig, wenn auch interessant.

  7. #67

    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Guten Abend miteinander,

    nach drei Wochen wieder neue Werte. Dieses Mal habe ich mir den Vitamin D Level gegönnt und dafür auf Leukos und Leberwerte verzichtet.

    Labor vom 04.07.2022: (7.5/5/5 mg Carbimazol seit 04.07.2022 (3 Wochen), 4000 IE Vitamin D3 seit 27.03.2022 (4 Monate, davor 1 Monat 2000 IE) etc., mehr im Profil)

    TSH: 2.460 (0.350 – 4.940)
    FT4: 12.30 (10.00 – 23.00)
    FT3: 3.1 (3.1 - 6.8)

    Vitamin D Total (25-OH): 48.7 ng/ml (optimal: >30, insufficiency: 20 - 29, deficiency: 11 - 20, severe deficiency: <11)

    (zuletzt am 16.02.2022: 11.9 ng/ml)

    Ein bisschen ein Deja-Vu, zumindest was die freien Werte angeht. Die sind dort scheinbar festgeklebt und glücklicherweise nicht nach oben gesprungen. Dafür hat das TSH einen ordentlichen Satz nach oben gemacht. Und das Vitamin D ist ganz schön (30-50 ist optimal sagt dieses Internet?).

    Jetzt gibt es erneut kein klares Signal zum Senken der Hemmer, da zwar das TSH gestiegen, die freien Werte aber gleich geblieben sind. Dennoch würde ich gerne wieder eine Mini-Senkung auf gleichbleibend 5mg / Tag vornehmen, schon der Einfachheit halber. Und weil das FT3 sich etwas arg an der unteren Grenze festklammert. Falls es keinen Einspruch gibt.

    Was mache ich mit dem Vitamin D? Sollten jetzt 2000 IE / Tag gut sein zum Erhalten des Levels? Oder nur 1000?

    Danke vorab und einen schönen Abend allen,
    Martin

  8. #68
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Hallo Martin,
    Zitat Zitat von Martin71 Beitrag anzeigen
    Ein bisschen ein Deja-Vu, zumindest was die freien Werte angeht. Die sind dort scheinbar festgeklebt und glücklicherweise nicht nach oben gesprungen. Dafür hat das TSH einen ordentlichen Satz nach oben gemacht.
    Das ist in etwa genau das, was man sich in der Lage und bei den Werten wünschen kann, optimal. Nicht dass die Freien so toll sind, aber sie sind in der Norm, sind weder tiefer, noch höher geworden. Dass das TSH dabei netterweise das tut, was es soll, ist das Sahnehäubchen, war zu hoffen, nach den voriges Mal negativen TRAK. Das fT3 ist ein kleiner Kollateralschaden der Hemmung.

    Dennoch würde ich gerne wieder eine Mini-Senkung auf gleichbleibend 5mg / Tag vornehmen, schon der Einfachheit halber. Und weil das FT3 sich etwas arg an der unteren Grenze festklammert. Falls es keinen Einspruch gibt.
    Nein, es gibt keinen, ich habe sogar überlegt, ob nicht 5/5/2,5 auch ginge, entscheide du, womit du dich sicherer/besser fühlst.

    Sollten jetzt 2000 IE / Tag gut sein zum Erhalten des Levels? Oder nur 1000?
    Das weiß niemand im Voraus, wird dir die Erfahrung zeigen. Ich würde jetzt halbieren, also 2000 iE, ich selbst mag nicht höher als 50 ng/dl gehen. Bin ich mal dort, wo du bist, nehme ich 2000, bin ich wieder nahe 30, nehme ich 3000 eine Weile und eiere mich so durch von Kontrolle zu Kontrolle. Wie es bei dir wird, wird sich zeigen.

  9. #69

    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Hallo Panna,

    danke für Deine Einschätzung. Dann gehe ich zunächst auf 5 mg Carbi. Da ich faul bin, hatte ich mich ein wenig auf etwas ganz Unkompliziertes gefreut. Da wäre es doch ein Jammer, die 5mg zu überspringen.

    Positiver Nebeneffekt: Ich habe demnächst einen Termin bei einem neuen Endo. Dann kann ich ihm wahrheitsgemäß sagen, dass meine Carbi-Dosis 5mg ist. Das wird ihn in trügerischer Sicherheit wiegen. Nicht, dass der mich gleich einweisen lässt oder so, wenn ich ihm sage, dass meine Dosis... also... ähm... 5/5/2,5mg ist.

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