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Thema: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

  1. #11
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Danke für Eure Antworten. Okay, ich kümmere mich am Montag um den FT3.

    Wegen Leukozyten: die Werte habe ich. Habe ich jetzt auch im Profil nachgetragen. Die sind alle im Normbereich. Mir ist nur aufgefallen, dass die "Neutrophils" hochgehen und die "Lymphocytes" runter, jetzt am unteren Ende Normalbereich. Aber ich weiß auch nicht, was ich tue.

    Den Ultrachall-Befund vom Endo habe ich nicht bekommen. Werde ich mich auch mal drum kümmern. Im Januar hatte mich der Hausarzt erst zu einem lokalen Radiologen geschickt für Ultraschall. Der wusste jetzt nicht konkret von dem niedrigen TSH-Wert. Ich bin eigentlich nur hin, um einen Termin zu machen und kam dann überraschend direkt dran. Sein Hauptaugenmerk schien zu sein mir zu versichern, dass es kein Krebs ist, woran ich zum Glück noch überhaupt nicht gedacht hatte. Er hatte tatsächlich auf Hashimoto getippt. Schilddrüse ist vergrößert. Hier der Befund auf englisch, damit ich keinen Unsinn übersetze:

    "Both lobes of the thyroid are enlarged.

    Dimensions: Right: 53.2 x 20.5 x 19.8mm
    Left: 51.9 x 19.0 x 18.6 mm

    Inhomogeneous appearance of the parenchma of both thyroid lobes with multiple pseudo-nodules.
    Increased vascularity of both thyroid lobes (thyroiditis hashimoto ?).
    No evidence of enlarged cervical lymph nodules."

  2. #12
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Die Größe der Schilddrüse ist kein Indiz für Hashimoto vs. Morbus Basedow. MB bekommt man in kleine wie große Schilddrüsen und Hashimoto wie MB können eine Vergrößerung der Schilddrüse verursachen.

    Inhomogenes Gewebe ist ebenfalls ein Zeichen bei beiden Krankheitsbildern. Was die erhöhte Vaskularität (Durchblutung) angeht - die ist nun eigentlich, von Haus aus, eher für MB typisch, kann aber auch bei einer hashibedingten akuten Entzündung der Fall sein. Und da der Nuklearmediziner dein TSH (und TRAK) nicht kannte und Hashimoto häufiger ist ... nun ja. Das muss nichts heißen.

    Und genau aus diesen Gründen ist, neben positiven TRAK, die Szintigrafie ein wichtiges Diagnosewerkzeug und der fT3-Wert eben ergänzend. Am besten all dies noch vor der Hemmertherapie, die dann einige dieser diagnostisch wichtigen Zeichen ändert.

    Ich gehe aber bei dir auf jeden Fall eher von MB aus, die TRAK sind klar positiv und du hast keinerlei Hashimoto-Vergangenheit.

    dass die "Neutrophils" hochgehen
    Wichtig sind die Neutrophilen (Granulozyten), und sie gehen keineswegs hoch, der Wert (hier prozentueller Anteil) hat einen Normbereich und innerhalb dieses Normbereichs ist der Wert eben normal, bei der nicht sehr hohen Dosis des Hemmers bleibt das hoffentlich auch so.

  3. #13
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Das Labor hat mir den FT3-Wert aus der noch vorhandenen Blutprobe bestimmt. Ich habe also folgende Werte:

    Labor vom 16.03.2022 (10mg Carbimazol seit dem 21.02.2022):

    TSH: 0.004 (0.350 – 4.940)
    FT4: 20.70 (10.00 – 23.00)
    FT3: 7.0 (3.1 – 6.8)

    Auch wurde ich heute von der Endo-Praxis angerufen. Er will mich in knapp 3 Wochen sehen. Zur Dosierung hat er der Dame, die mich anrief, nichts mitgeteilt, also soll ich bei dem bleiben, was ich mache (10mg Carbimazol + Vitamin D3).

    Klingt das vernünftig für Euch?

  4. #14
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von Martin71 Beitrag anzeigen
    Klingt das vernünftig für Euch?
    Ich hätte am Anfang gesagt: 15 mg Carbimazol. Da wärest du eher umfassend (inklusive fT3) in der Norm, schätze ich. Das dauert so ein bisschen länger, aber ich hoffe, die 10 mg würden weiterhin reichen - garantieren kann ich es natürlich nicht.

    Hier siehst du das Vorwitzige des fT3, das ich erwähnt habe: fT4 bereits in der Norm, fT3 im Verhältnis höher, ein MB-Zeichen.

  5. #15
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    OK, vielen Dank Panna. Dann weiß ich ja, was ich für die nächsten Wochen zu tun habe. Das beruhigt mich.

    Und ich nehme, wenn ich mir wie heute nicht sicher bin, ob ich die Abend-Dosis schon eingenommen habe, tendenziell lieber eine zu viel (insg. 15mg) als zu wenig ein.

  6. #16
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Zitat Zitat von Martin71 Beitrag anzeigen

    Und ich nehme, wenn ich mir wie heute nicht sicher bin, ob ich die Abend-Dosis schon eingenommen habe, tendenziell lieber eine zu viel (insg. 15mg) als zu wenig ein.
    Ich habe eine viel bessere Idee: Du musst deine Dosis nicht aufteilen, die Halbwertszeit ermöglicht die Einmaleinnahme, die bei diesem Medikament sowieso standard ist. Es hat also keinen Sinn, es bringt gar nichts, diese Dosis aufzuteilen.

    Und es ist wichtig, dass du nichts vergisst bitte, sonst kann man die Wirkung der Dosis nicht wirklich beurteilen - aber die nachfolgende Dosisanpassung beruht genau darauf.

  7. #17
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    OK, dann mache ich das so. Das kommt mir entgegen.

    Das Vitamin D3 kann auch gleich mit eingeworfen werden, ja? Das sollte ich mittags nehmen, aber ich habe keinen Hinweis darauf gefunden, dass es sich mit dem Carbimazol beißt und wenn, dann passt es abends besser. Am liebsten aber alles gleich morgens, dann kann ich nichts vergessen.

  8. #18
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Ich glaube, der Hemmer geht mit allem. Vitamin D hingegen am besten mit Fetthaltigem, man kann z.b. sich angewöhnen, D mit *Butter*(brot) zu nehmen.

  9. #19
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    OK, super. Ja, mein D3 kommt bereits mit Olivenöl in der Softgel-Kapsel.

  10. #20
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    Standard AW: Bitte um Einschätzung zu Medikamenten

    Liebes Forum,

    ein kleines Update von mir mit der Bitte um Rat. Zum Stand der Dinge: ich nehme jetzt seit 7 Wochen (21.02.22) 10mg Carbi täglich (plus Vitamin D3 und Magnesium). Die letzte Laboruntersuchung war zur Halbzeit nach 3 1/2 Wochen (16.03.), wobei ich dem FT3 auf Euren Rat hin nachträglich selber habe bestimmen lassen:

    TSH: 0.004 (0.350 – 4.940)
    FT4: 20.70 (10.00 – 23.00)
    FT3: 7.0 (3.1 - 6.8)

    Die ersten 5 Wochen habe ich 5 Kilo zugenommen, mich dafür aber innerlich ruhgiger gefühlt. Ganz kurz, also 1-2 Tage, hatte ich sogar kalte Hände und Knie. Das war interessant, denn das hat ich überhaupt noch nie und ich bin darauf auch gar nicht vorbereitet (keine lange Haus-Hose etc.). In den letzten 1-2 Wochen ging wieder ein Kilo weg, dafür empfinde ich wieder starke Anspannung, eine "kurze Lunte" und bin eher warm. Es hat sich also irgendetwas geändert.

    Am Freitag hatte ich einen Termin beim Endo. Der Termin war eher schräg. Dazu sei gesagt, dass der Endo eine gute Bus-Reise entfernt ist und ich die BEs bisher in meiner Heimatstadt beim HA mache, der mich aber erst wieder nach 3 Monaten sehen will. Ohnehin hatte die Endo-Praxis keine neuen Werte für den Termin bestellt. Das sorgte jetzt bei den Assistentinnen für Verwirrung. Mein Eindruck ist, dass irgendwo eine Kommunikationspanne vorlag und man jetzt nicht so recht wusste, was man ohne neue Werte dort mit mir anfangen soll. Ob ich Gewicht zugelegt hätte fragte mich noch die eine, nachdem sie erneut mein Gewicht kontrolliert und aufgeschrieben hatte. Das war ja schon fast lustig. Aber wie gesagt, kurze Lunte, da wurd's schon langsam eng. Egal.

    Der Endo hat mich dann noch etwa 2 Minuten untersucht. So weit ich das beurteilen kann, macht er das schon gut, er legt immer Wert auf die Augen. Arme und Finger ausstrecken, Schilddrüse abtasten. Er war ganz begeistert von den Fortschritten bei den 3 Wochen alten Laborwerten ("you are doing EXTREMELY well"). Ich soll weitermachen mit den 10mg Carbi, die ganze Dosis am Morgen ist auch OK für ihn. In 3 Wochen wieder Laborwerte machen lassen und ihm mailen:

    TSH, FT4, ALT/AST (GOT/GPT), großes Blutbild.

    Und dann war er auch schon wieder weg, keine Zeit für Fragen. Ich konnte ihn noch gerade festhalten, damit er mir ein neues Carbi-Rezept schreibt.

    Also die Ärzte-Situation ist eher unbefriedigend. Da muss ich noch etwas ändern. Immerhin weiß ich, dass mir das Labor, das auch die bisherigen Werte bestimmt hat, auch Blut abzapfen und alle Werte machen kann, die ich will. Das werde ich wohl am Montag machen, damit ich weiß, woran ich derzeit bin und für zukünftige Ärzte. Daher jetzt meine Frage an Euch, was ich sinnvollerweise machen lassen soll. Die Preise scheinen etwa wie in Deutschland zu sein, zumindest hatte der FT3 15€ gekostet. Weiß noch nicht, ob sich das bei den anderen Werten ebenso verhält.

    Also: TSH, FT3, FT4 auf jeden Fall. Was wär noch gut? Soll ich Blutbild und Leberwerte machen? Gefühlt würde ich die diesmal überspringen und dann in 3 Wochen machen, wie von Endo vorgeschlagen, und ihm die schicken. Aber die wären wohl auch nicht soo teuer. Ansonsten... TRAK kostet nach deutscher Preisliste etwa 32€, ist also schon ein kleines Investment. Würd ich aber machen, wenn es sinnvoll ist. Ansonsten würde mich noch das Magnesium etwas interessieren, auch weil das zumindest bei einem Labor in Deutschland mit 2,68€ ja ein echtes Schnäppchen ist.

    Ansonsten hatte ich mir noch mal die Marker für Gluten-Unverträglichkeit aufgeschrieben, wenn ich eh dabei bin. Aber die sind nicht so günstig und bei einem kürzeren Glutenfrei-Experiment habe ich keine Veränderungen bemerkt. Laktosefrei bleibe ich, das schien eher positive Auswirkungen zu haben.

    Über eine Einschätzung zu den Laborwerten würde ich mich freuen. Danke.
    Geändert von Martin71 (09.04.22 um 23:07 Uhr)

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