Seite 1 von 15 123411 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 148

Thema: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

  1. #1
    Benutzer
    Registriert seit
    30.11.18
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    83

    Standard Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Hallo zusammen!

    Ich brauche dringend eure Hilfe.
    Nachdem ich nun die letzten 3 Jahre konstant mit supprimiertem TSH und Werten im mittleren Bereich und Hormonsubstitution (Östrogen, Prog.) stabil und erstmals relativ komplikationslos eingestellt war, steht meine Welt nun seit 3 Monaten Kopf... In der Zeit waren meine Werte wirklich konstant stabil:

    TSH 0.01
    ft4 1.3 (0.8-1-7)
    ft3 3.5 (2-4.4)

    Größe der Schilddrüse 3,5ml, mäßig inhomogen und leicht echoarm, aber aufgrund der fehlenden Antikörper keine offizielle Hashidiagnose. Im Szintigram keine Selbstaktivität oder Knoten zu sehen.
    Meine Dosis bis dahin: 106 LT, 10 Thybon verteilt.

    Anfang Herbst ging es mir zunehmend nicht mehr optimal: ständiges Frieren, Infektanfälligkeit, Lustlosigkeit. Die Werte waren bis dahin unverändert wie oben.
    Dann fing das Drama mit einem Infekt und Antibiotikaeinnahme an, danach ging es mir zunehmend schlechter mit Herzrasen, Panikattacken, psychotischen Zuständen, Schwäche,Schlaflosigkeit, konnte plötzlich nicht mehr alleine sein etc.
    Beim Arzt kamen dann folgende Werte raus:

    TSH 0.01
    ft4 1,74 (0,9-1,7)
    ft3 3,62 (2-4,4)

    Daraufhin folgten ein paar Auslasstage mit LT, da ich das Gefühl hatte es gar nicht mehr zu vertragen (klar, Werte zu hoch), die Geschlechtshormone schien ich auch nicht mehr zu vertragen. Die Symptome steigerten sich aber, ich hatte das Gefühl mein Körper tickt komplett aus: Hitzewallungen, Zittern, Muskelzucken, kognitive Aussetzer, ständiger Reiz im Kopf, massiver Gewichtsverlust, nur noch wach, ich dachte ich drehe durch und landete so auch im Krankenhaus, wo natürlich nichts gefunden wurde und ich in die Psychiatrie verlegt wurde. Auch hier trat trotz Antidepressiva keinerlei Besserung ein, depressiv war ich zu dem Zeitpunkt schon massiv, da auch komplett ausgelaugt. Ich hatte in der Zeit auch krasse geistige Aussetzer, habe Dinge nicht mehr erkannt, fühlte mich Benommen und nicht mehr wie ich selber.

    Hier die Werte aus dem KH, aus lauter Verzweiflung habe ich hier das Thyroxin in unregelmäßiger Dosis zwischen 75 und 87mg genommen:

    TSH 0.07
    ft4 1.8 (0.9-1.7)
    ft3 3.5 (2-4.49)

    diese Werte waren leider MIT Thyroxin und Thybon.

    Wieder zu Hause nahm ich nun 93mg LT und das Thybon wie gewohnt gesplittet 5,5. Das Schwitzen und die Schlaflosigkeit sind gekippt, dafür war ich nur noch müde und am frieren, allerdings auch ruhiger und das Zittern, die Muskelschmerzen und das Gefühl einer Gehirnentzündung haben aufgehört. Ich kam etwas zur Ruhe, konnte schlafen und die Psyche wurde etwas "besser", auch wenn ich körperlich immer noch extrem schwach und aufgedunsen war, Gewicht habe ich wieder zugenommen.
    Werte dazu:

    TSH 0.02
    ft4 15.5 (11.6-22)
    ft3 5.7 (2.9-7.9)

    t4 ist also vergleichsweise schon ziemlich abgefallen. Mein betreuunder Schilddrüsenarzt riet mir dazu, allerdings ohne diese Werte zu kennen (waren bei Besuch noch nicht da) auf 75mg LT runterzugehen und Thybon auf 20 zu erhöhen, das ging ein paar Tage erstaunlich gut, dann musste ich ziemlich schnell wieder zurück mit der Dosierung, da ich so extrem gezittert habe vor Kälte, dass ich nicht mehr aufstehen konnte, außerdem wurde mein Gesicht ganz gelb.

    Kurz darauf habe ich mir nun einen fiesen Infekt eingefangen, allerdings ging es davor schon wieder bergab mit Unruhezuständen, diesem miesen Impuls aus dem Kopf, depressiven Zuständen und Schlafstörungen.
    Nun stehe ich seit ein paar Tagen wieder da wo ich am Anfang war, es geht nichts mehr, ich habe Muskelschmerzen, komme kaum die Treppe hoch, schwitze und friere im Wechsel, Benommenheit, ständige Anspannung, innerliches Vibrieren, heule nur noch und kann einfach nicht mehr.
    Mein Hausarzt hat zufällig nochmal die Werte mitgemacht, die da wären:

    TSH 0.06
    ft4 1.4 (0.9-2)
    ft3 2.7 (2-4.4)

    Für meine Verhältnisse der letzten Jahre also ziemlich schwankender TSH, allerdings bezweifle ich, dass alle dieser heftigen Symptome von der Schilddrüse kommen können. 2018 hatte ich eine Borreliose mit ähnlichen Symptomen, jedoch bei weitem nicht so heftig wie jetzt! Evtl. spielen andere Viren wie EBV mit rein? Autoimmunerkrankungen wie Rheuma wurden auch ausgeschlossen. Ebenso stellt sich die Frage nach Huhn oder Ei in Bezug auf die Hormone (Östrogen und Prog. beides niedrig). Fakt ist, dass ich das Gefühl habe einfach gar nichts mehr zu vertragen und habe das Gefühl jetzt wo der TSH wieder mitmischt ist alles nur noch schlimmer geworden. Hochdosieren traue ich mich auch kaum noch, da ich wirklich Angst vor einer Überdosierung habe, wobei die Symptome jetzt nahezu die gleichen sind??

    Vor 4 Monaten habe ich noch 4 Mal die Woche Leistungssport gemacht und nun komme ich nicht mal mehr aus dem Bett, und existiere nur noch in permanenter körperlicher Anspannung, von der Psyche fange ich mal gar nicht an. Ich erkenne mich einfach nicht wieder, sehe überhaupt nicht aus wie ich, habe dicke Augenringe, ein aufgedunsenes Gesicht, fettige Haare und Pickel, die Augen sind z.t. zugequollen, z.t. "glubschig" und bin gefühlt 20 Jahre gealtert, dabei habe ich noch meine Kinder zu versorgen....

    Vielleicht weiß jemand einen Rat, was würdet ihr nun tun? Thybon erhöhen? andere Hormone absetzen? mit LT wieder rauf? Wie gesagt, der Zustand ist wirklich unaushaltbar, sonst würde ich noch gediegen abwarten. Die Dosis mit den 93mg habe ich übrigens nun 7 Wochen gehalten, die obrigen letzten Werte sind aktuell.

    Vielen Dank euch!

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    16.04.17
    Ort
    Reißt die Bretter von den Stirnen! Erich Kästner für Erwachsene
    Beiträge
    1.542

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Also eine so kleine Senkung ist nach 7 Wochen, zumindest beim Befinden, noch nicht gänzlich angekommen. 10 Thybon sind schon auch eine Hausnummer, und da noch mal das Doppelte drauf? Kannst du nicht auch die Sexualhormone bestimmen lassen?

    Ich würde erst eine Änderung vornehmen, wenn ich alle Werte hätte. Die Hormone beeinflussen sich doch auch gegenseitig.

    Nimmst du noch andere Medikamente ein? Kann es sein, dass dadurch deine psychische Erkrankung getriggert wird? Bist du da beim Facharzt in Behandlung?

    Mein Sohn (generalisierte Angststörung, Panikstörung und Depression, derzeit medikamenten- und symptomfrei) verträgt bei den SD-Hormonen maximal mittige Werte, sonst macht sich wieder die Panik breit.

    Ja, das wäre schön zu wissen : Henne oder Ei . Oder beides gleichzeitig .
    Geändert von KapscII (15.12.21 um 16:10 Uhr)

  3. #3
    Benutzer
    Registriert seit
    30.11.18
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    83

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Ja das ist eine gute Frage�� Die Sexualhormone habe ich bestimmen lassen, Progesteron war zu niedrig, Östrogen auch nicht sehr hoch. Nur vertrage ich beides schlecht momentan, keine Ahnung warum auf einmal.
    Hormone triggern bei mir leider massiv die Psyche.... Nur weiß ich temporär nicht WAS von dem ganzen Klamauk der Ausschlag ist
    Mit Thybon bin ich auch sehr vorsichtig und mit dem Thyroxin mittlerweile auch�� Am liebsten würde ich einfach alles absetzen aber das geht ja auch nicht.
    Andere Medikamente nehme ich temporär nicht ein, habe aber nun endlich einen Therapeuten gefunden Wie gesagt der wochenlange Aufenthalt in der Psychiatrie hat gar nichts gebracht. Leider.
    Danke für deine Antwort

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    25.04.12
    Ort
    Ein Forum lebt von der öffentlichen Diskussion! Daher PN's nur für Privates!
    Beiträge
    16.411

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Ich lese was von intensiven Sport. Ich hoffe, dass geht nicht in Richtung RED-S.

    Abgesehen davon fehlen mir noch weitere Infos:

    • Karenzzeit zwischen BE und Einnahme?
    • Pre-Meno oder Post-Meno?
    • Differential-Blutbild?
    • Welches AB?
    • Datumsangaben zu den einzelen Blutwerten und Einnahmeschemen.

  5. #5
    Benutzer
    Registriert seit
    30.11.18
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    83

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Hallo Janne1, Sport mache ich aufgrund meiner Verfassung seit 4 Monaten nicht mehr. Ich habe es zwischenzeitlich versucht aber es ging einfach nicht....

    Karenzzeit betrug mit LT 24h ca, beim Thybon waren es ca 9.

    Pre-Menopause, habe aber schon lange Probleme mit den Hormonen.

    Blutbild wurde gemacht, dort war alles unauffällig.

    Antibiotikum war Doxycyclin

    Die Daten müsste ich raussuchen...

    LG

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    25.04.12
    Ort
    Ein Forum lebt von der öffentlichen Diskussion! Daher PN's nur für Privates!
    Beiträge
    16.411

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Welche Medikamente nimmst du sonst noch? Auch das oben erwähnte AD? Welches ist das?

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    43.882

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Nachdem ich nun die letzten 3 Jahre konstant mit supprimiertem TSH und Werten im mittleren Bereich und Hormonsubstitution (Östrogen, Prog.) stabil und erstmals relativ komplikationslos eingestellt war, steht meine Welt nun seit 3 Monaten Kopf...
    Das passiert öfter. Das supprimierte TSH is kein Zufall und auch kein unvermeidlicher Schicksalsschlag unter Thybon sondern signalisiert, dass die Hypophyse eine Überversorgung feststellt und darum kein TSH ausgeschüttet wird. Wo ist die Überversorgung bei mittleren Werten, die du erwähnst? Beim fT4 misst man nach 24-St.-Karenz den täglichen Tiefstwert, der ist mittig, in der sonstigen Zeit eine Kleinigkeit darüber. Und unter Thybon kannst du den fT3-Wert sowieso vergessen, der ist unverhältnismäßig hoch einige Stunden nach Einnahme, nach 9 Stunden Karenz natürlich nicht mehr.

    Halbiere doch einfach mal deine Thybon-Dosis und guck zu, ob es besser wird.

    Warum du die weiblichen Hormone brauchst, wenn du noch gar nicht in der Menopause bist, das kann ich und will auch nicht beurteilen. Aber Probleme bei der Schilddrüseneinstellung gibt es häufiger, wenn man sie nimmt.

  8. #8
    Benutzer
    Registriert seit
    30.11.18
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    83

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    @Janne1 Ich nehme im Moment keins. Was ich bis vor Kurzem genommen habe war Mirtazapin.

  9. #9
    Benutzer
    Registriert seit
    30.11.18
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    83

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    @panna vielen Dank für deine Einschätzung! Mit der Überdosis meinte ich eher die Werte von vor 3 Monaten als das ft4 nüchtern auf 100% lag. Das war denke ich dann doch zu viel des Guten...

    Ok also Thybon runter. Damit hätte ich eher nicht gerechnet, da ja der t3 so gefallen ist Dein Argument macht aber durchaus Sinn. Vielleicht sollte ich das mal versuchen, das t3 wird ja noch zusätzlich durch das Progesteron gepusht. Kann sein, dass ich es evtl. deshalb nicht vertragen habe?

    In Überdosis habe ich mich all die Jahre mit dem supprimierten TSH überhaupt nicht gefühlt übrigens, sondern eher ausgeglichen, ruhig und zufrieden.
    Dass das Hirn jetzt mitmacht finde ich bis jetzt nicht so toll aber in irgendeine Richtig muss man ja gehen

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    25.04.12
    Ort
    Ein Forum lebt von der öffentlichen Diskussion! Daher PN's nur für Privates!
    Beiträge
    16.411

    Standard AW: Hilfe! 3 Monate Hölle mit schwankenden Werten ohne Ende in Sicht...

    Muss auch nicht so sein, ein supprimierter TSH muss keine Überdosierung und Überfunktion bedeuten. Vieles liegt einfach am Setting welches sich verändern kann. Z. B. manche Erkankungen verändern sich mit der Zeit.

    Dein Mitrazepin ist übrigens goitrogen. Das gilt für alle Medikamente, die zu Ödemen, Gewichtszunahme, Fettstoffwechselveränderungen führen, auch Pille, Implanon, Nuva-Ring und alle Hormonspiralen.

    Das AB ist übrigens eines, welches keine entsprechenden Nebenwirkungen macht.

    für eine 9 Stunden Karenz ist der fT3 und auch der fT4 ok, was aber nicht heißen muss, dass es zuviel oder so ist.


    Diese Werte zeigen, dass es irgendeinen Trigger geben muss:

    TSH 0.01
    ft4 1,74 (0,9-1,7)
    ft3 3,62 (2-4,4)

    Wobei das reduzieren und diese Werte nichts ungewöhnliches sind

    TSH 0.02
    ft4 15.5 (11.6-22)
    ft3 5.7 (2.9-7.9)


    Vermutlich war die Dosis auch noch nicht lang genug gehalten.

    Wenn die Folgewerte unter den gleichen Karenzbedingungen waren, dann hätte man spätestens bei den obigen warten sollen. Ob du tatsächlich überdosiert bist kann man übrigens am SBGH feststellen lassen. Es ist ein zuverlässiger Maker.

    Ich würde jetzt: Den SBGH-Wert machen lassen und das Thybon in 4 Portionen splitten. Das Ganze aussitzen für die nächsten 8 Wochen und ganz, ganz wichtig: Das Differential-Blutbild. Evt. ist da noch was zu finden.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •