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Thema: Neuer Hashi - bitte um Hilfe bei meinen Werten!

  1. #11
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    Standard AW: Neuer Hashi - bitte um Hilfe bei meinen Werten!

    Zitat Zitat von Lulu81 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    Seit Juni weiß ich, dass auch ich Hashimoto habe.
    Da es mir wirklich nicht gut ging, habe ich gleich mit 25 Mikrogramm L-thyroxin angefangen. Der Arzt meinte, mein UF wäre nur latent und ich könnte noch abwarten.

    Das waren meine Werte im Juni:
    TSH 4,84 (0,27 - 4,20)
    Ft3 2,7 (1,9 - 5,1)
    Ft4 1,1 (0,9 - 1,7)
    TPO 191 < 34

    Diagnose wurde auch per Ultraschall bestätigt.

    Meine aktuellen Werte sind die folgenden
    TSH 2,15
    Ft3 2,7
    Ft4 1,2
    Referenz wie oben.

    Mein Arzt ist zufrieden. Die Werte passen für ihn. Für mich aber leider nicht. Habe jetzt zusätzlich 12,5 L-thyroxin genommen, aber die Werte haben sich nicht verändert. Habe immer alle 6 Wochen Blutwerte machen lassen. Ich würde gern auf 50 Mikrogramm erhöhen, dich mein Arzt warnt mich eindringlich vor einer Überfunktion. Da sich mein TSH ja bereits halbiert hat.

    Ich habe immer noch Beschwerden wie
    Müdigkeit
    Benommenheit
    Herzstolpern (finde ich am schlimmsten)
    Hin und wieder Druck an der SD und Luftnot
    Stimmungsschwankungen
    Watte im Kopf
    Ständig Muskelschmerzen
    Haarausfall

    Mir wird oft alles zu viel... bin berufstätig und habe drei Kinder - Stressige Situationen gibt es somit täglich. Aber ich kann kaum noch damit umgehen, weil ich mich körperlich so schlecht fühle. Anfangs als ich mit thyroxin angefangen habe, ging es mir ganz gut. Aber im Moment merke ich, wie alle Symptome wieder zurück kommen.

    Eisenmangel habe ich nicht, Vitamin D ist sehr gut. Habe seit der Diagnose meine komplette Ernährung umgestellt. Das hat mir sehr geholfen - vor allem meinem Darm. Seit ich glutenfrei lebe, habe ich keinen Durchfall mehr und keine Bauchschmerzen. Zudem nehme ich alle möglichen Nems.

    Soll ich weiter erhöhen? Ich bin mir da so unsicher, da ein Tsh von 2 ja eigentlich in Ordnung ist... Vielen Dank für euren Rat!

    LG, Lulu
    Wenn dein Arzt dich warnt, weil der TsH-Wert sich halbiert hat, hat er etwas teilweise richtig verstanden und etwas teilweise falsch. Was er richtig verstanden hat, ist, dass einige Blutwerte auch innerhalb des Referenzbereichs schon auffällig sind. Da gibt es für diverse Blutwerte unterschiedliche prozentuale Abweichungen. Für den TsH-Wert gilt grob: wenn er sich halbiert oder verdoppelt, ist das auffällig, auch wenn der Wert im Referenzbereich liegt. Das gilt aber nicht, wenn du T4 von außen zuführst. Und das hat dein Arzt nicht bedacht! Deine Hypophyse stellt grad fest, dass mehr T4 ankommt und senkt die TsH-Ausschüttung. An deinem fT4-Wert sieht man aber, dass nicht mehr T4 da ist. Es kommt jetzt einfach weniger aus deiner Schilddrüse. Daher wäre es durchaus sinnvolll, das T4 von außen bis zu einem TsH-Wert zu steigern, den die meisten Menschen mit gesunder Schilddrüse haben, und das wäre so 1,5.

  2. #12
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    Standard AW: Neuer Hashi - bitte um Hilfe bei meinen Werten!

    Nein, echte Atemnot ist es eher nicht. Eher ein Druck im oberen Brustkorb mit dem subjektiven Gefühl, schlechter atmen zu können. Meine Sauerstoff-Sättigung ist auch in Ordnung. Ein Internist sagte mir mal, dass man als Schilddrüsenpatient manchmal ein Engegegühl im Hals verspüren kann - von allem wenn das Gewebe akut entzündet ist. Wahrscheinlich spüre ich das einfach... und meine dadurch schlechter atmen zu können.

  3. #13
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    Standard AW: Neuer Hashi - bitte um Hilfe bei meinen Werten!

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Wenn dein Arzt dich warnt, weil der TsH-Wert sich halbiert hat, hat er etwas teilweise richtig verstanden und etwas teilweise falsch. Was er richtig verstanden hat, ist, dass einige Blutwerte auch innerhalb des Referenzbereichs schon auffällig sind. Da gibt es für diverse Blutwerte unterschiedliche prozentuale Abweichungen. Für den TsH-Wert gilt grob: wenn er sich halbiert oder verdoppelt, ist das auffällig, auch wenn der Wert im Referenzbereich liegt. Das gilt aber nicht, wenn du T4 von außen zuführst. Und das hat dein Arzt nicht bedacht! Deine Hypophyse stellt grad fest, dass mehr T4 ankommt und senkt die TsH-Ausschüttung. An deinem fT4-Wert sieht man aber, dass nicht mehr T4 da ist. Es kommt jetzt einfach weniger aus deiner Schilddrüse. Daher wäre es durchaus sinnvolll, das T4 von außen bis zu einem TsH-Wert zu steigern, den die meisten Menschen mit gesunder Schilddrüse haben, und das wäre so 1,5.
    Danke für diese ausführliche Aufklärung bzgl meiner Werte. Jetzt verstehe ich es!! Und werde jetzt tatsächlich erhöhen, um meine optimale Dosis irgendwie zu finden. Denn mein Wohlbefinden ist nicht gut - ich habe zwar mehr Energie, aber richtig gut fühle ich mich noch lange nicht.

  4. #14
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    Standard AW: Neuer Hashi - bitte um Hilfe bei meinen Werten!

    Zitat Zitat von Lulu81 Beitrag anzeigen
    Danke für diese ausführliche Aufklärung bzgl meiner Werte. Jetzt verstehe ich es!! Und werde jetzt tatsächlich erhöhen, um meine optimale Dosis irgendwie zu finden. Denn mein Wohlbefinden ist nicht gut - ich habe zwar mehr Energie, aber richtig gut fühle ich mich noch lange nicht.
    Das ist leider oft das Problem, wenn in der Hausarztpraxis ein LT-Versuch läuft .. ihr TsH ist jetzt optimal, es kann nicht an der Schilddrüse liegen… ich würde erhöhen, bis sich der fT4-Wert etwas höher bewegt (+-10% des Absolutwertes zählen nicht, das sind individuelle Schwankungen oder Laborabweichungen) und dann schauen, ob es besser geht. Behalt nur bitte im Hinterkopf, dass mehr LT nicht immer mehr hilft, auch wenn es dir nach Dosissteigerung kurz besser geht. Aber bei deiner Konstellation aus Dosierung und Werten würde ich es tatsächlich erst einmal mit mehr LT versuchen.

  5. #15
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    Standard AW: Neuer Hashi - bitte um Hilfe bei meinen Werten!

    Ich will noch schnell einwerfen: Das mit der "Atemnot" kenne ich gut.

    Auf die SD bezogen habe ich es:

    (1) Als nicht richtig oder tief genug einatmen können mit drückendem oder verkrampftem Brustkorb, wenn der T4 für mich zu hoch ist.

    (2) Als Gefühl oft tief durchatmen zu müssen, öfter mal seufzen oder das Gefühl zu haben, die Atmung funktioniert nicht mehr automatisch, wie sie soll und ich muss nachhelfen, bei UF oder sehr niedrigen freien Werten auch bei sehr niedrigem Ft3. Mein O2 war im Blut aber schlimmstenfalls bei 97%.

    Atemnot, im Sinne von "dem Sauerstoffbedarf hinterher atmen", kenne ich aus manifester (T3) ÜF oder Eisenmangel oder wenn ich beim Joggen träume ich sei ein junges Reh.

    Neuerdings habe ich manchmal neue Atemprobs wenn die "weiblichen Hormone" schwanken und ich hatte es bei Magen - Darm Problemen.

    Das kann aber auch bei Verschiebungen im Elektrolythaushalt oder (sagte mein Doc mal) bei Vit D Mangel vorkommen.

    Es gibt da also eine Menge Möglichkeiten.


    Ich hoffe das verschwindet bei dir bald wieder.

    LG

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