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Thema: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

  1. #1
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    Standard Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Mein Leidensweg ist relativ lang mittlerweile. Mir wird von allen Seiten (Arzt/Heilpraktiker) zu Jodsupplementierung geraten, aber ich vertrage es einfach nicht.

    Vor vier Jahren hatte ich schonmal dieses Thema, dass ich nach einem Urlaub am Meer mit viel Fisch und jodhaltiger Luft Herzrasen bekam und Panikattacken. Im früheren Stadium ist mir das in anderen Situationen aufgefallen (beim Arzt, wenn mit Jod desinfiziert wurde oder wenn ich beim Sushi zu viele Algensalate aß) und mied es seitdem gezielt. SD wurde sehr gründlich untersucht (auch mittels Szintigrafie), heraus kam eine unklare SD-Lage, aber ein mutmaßliches Jodmangelstruma.

    Nach vielen Jahren des Jodmeidens bin ich nun wieder an dem Punkt, wo es für mich vonnöten wird. Ich begann dann unter Aufsicht mit KELP Algen (1 Kapsel pro Tag), was ich gut vertrug aufs erste. Nach einigen Wochen hatte ich aber das Gefühl, dass mein Stoffwechsel komplett zum Erliegen kommt und ich einige Symptome der Unterfunktion entwickelte. Nun bin ich zusätzlich auch in den Wechseljahren, da können sich die Symptome schon mal überlagern. Der FT3 und FT4 Wert standen bei der letzten Messung in einer guten Relation zueinander, nur der TSH war mit 0,5 so niedrig wie nie zuvor (genaue Werte such ich bis morgen nochmal raus). Auch ist mein linker Schilddrüsenlappen um 1 cm in einem halben Jahr gewachsen, was ich enorm finde, meinen Arzt aber scheinbar nicht zu beunruhigen scheit. Nachdem ich KELP für einige Monate abgesetzt habe, habe ich jetzt nochmal angefangen und diesmal eingeschlichen. Weiter als zwei Tage kam ich aber nicht, weil ich noch depressiver wurde, innerlich fror wie nix Gutes und einen noch niedrigeren Blutdruck als sonst hatte. Ruhepuls lag streckenweise bei 55.

    Ich weiß nicht, was ich machen soll. JEDER sagt, ich solle Jod supplementieren, aber ich weiß nicht mehr WIE und WELCHES! Ich hatte hier auch schon die Frage nach Kaliumjodid vs. Natriumjodid gestellt hinsichtlich der besseren Verstoffwechselung, aber diese Frage blieb leider unbeantwortet. Ich würde KELP immer Jodtabletten vorziehen, allerdings kann man KELP schlechter dosieren. Ich hab mega Angst, beim nächsten Versuch wieder in die Unterfunktion zu rutschen.Kann mir jemand noch einen Tip/Input geben, warum meine SD mittlerweile von winzigsten Mengen Jod (in diesem Fall waren es jeweils 0,15 g KELP Pulver) gefühlt aufhört zu arbeiten? Ich kann das nicht verstehen.

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Wenn du es nicht verträgst dann lass es doch weg. Wenn du dich normal ernährst, ab und zu Fisch ißt sollte das ausreichen.
    Aus welchem Grund sollst du es denn unbedingt nehmen?

  3. #3
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Ein neues Thema ist nicht immer nützlich, wenn man schon darüber geredet hat.**
    Zitat Zitat von Pine Beitrag anzeigen
    Antikörper:
    MAK, TPO AK: < 10 (Normwert <34)
    TSH-R-AK: <1,0 (Normwert < 1,8)

    Globaler TC Uptake ca. 3,08% im rechten Seitenlappen, ca. 1,7% im linken Seitenlappen, ca. 1,38% Flächenprojektion des rechten Schilddrüsenlappens ca. 53x22mm, des linken Seitenlappens ca. 48x21 mm. Homogene, relativ hohe thyreoidale Pertechnetataufnahme wie bei Jodavidität (DD disseminierte Autonomie). Kein Nachweis szintigraphisch abgrenzbarer warmer oder kühler Knoten.

    Mittelgroße, rechtsbetonte, wahrscheinlich jodavide Struma diffusa ohne szintigrapisch abgrenzbare Knoten


    Die Knoten grenzen sich nicht ab und es konnte nicht festgestellt werden, ob sie warm oder kalt sind. Der Arzt konnte daher nicht mit letzter Sicherheit ausschließen, dass es sich nicht doch um eine disseminierte Autonomie der Knoten handelt. Er geht von einem jodaviden Struma aus und entließ mich mit der Empfehlung, vermehrt Jod aufzunehmen..
    Wenn keine Knoten abgrenzbar sind, dann ... sind keine Knoten da. Dem Arzt fällt bei fehlenden Antikörpern nichts anderes ein, als jodhungrige Struma, ob das nun stimmt - verstehe ich nicht, wenn du nicht jodarm isst, wie sollte das gehen. Und bei Jodmangel entstehen auch gerne Knoten, du hast keine.

    Ich hab mega Angst, beim nächsten Versuch wieder in die Unterfunktion zu rutschen.
    Welche Unterfunktion? Man rutscht in keine Unterfunktion, wenn man Jod/Kelp nimmt, ganz im Gegenteil! Erst dann, wenn eine unter ärztlicher Überwachung verabreichte gezielt hohe Dosis zur vorübergehenden Blockade der Schilddrüse verabreicht wird, das ist aber ein Spezialfall. Von Symptomen alleine kannst du sowas nicht ableiten. Und deine Werte, zumindest die alten, die in deinem alten Thema stehen, zeigen alles, nur keine Unterfunktion.

    Ich weiß nicht, wer "alles" dir noch sagt, Jod zu nehmen. Vielleicht gehst du mal zu einem Schilddrüsenexperten, zu einem anderen NUK, am besten mit SD-Spezialisierung, nicht zum Endokrinologen. Denn dieser eine NUK, der "jodavide Struma" in Erwägung zieht, ist sich nicht sicher. Und wenn er szintigrafisch keine Knoten abgrenzen kann, dann sind einfach gar keine Knoten da. Deswegen denkt er ja an disseminierte Autonomie, aber das ist eher eine Verlegenheitsdiagnose. Würde diese Verlegenheitsdiagnose stimmen, dann wäre Jod strikt kontraindiziert.

    Ich verstehe weiterhin nicht, wozu du Jod nehmen sollst. Und Jod meiden, was du erwähnst: Verstehe ich auch nicht, die Schilddrüse braucht Jod, bloß weder zu viel, noch zu wenig. Wenn du noch keine Autoimmunität hast, kann zu viel Jod eine solche hervorrufen.

    PS
    Auf Heilpraktiker zu hören in Sachen Schilddrüse ist eine ganz-ganz schlechte Idee! Kommt KELP von dieser Ecke?

    **OK, das war 2017, aber was dort steht, ist schon relevant. Was ich jetzt nicht weiß: Der von mir zitierte Szinti-Befund ist von 2017. Gibt es was Neueres, Sono- oder Szintigrafie, womöglich von einem anderen Nuklearmediziner?


    Geändert von panna (01.12.21 um 09:50 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Danke für die Antworten.

    Ja, das Thema Jod hatte ich schonmal angesprochen. Trotzdem dachte ich, einen neuen Thread zu eröffnen wäre sinnvoller, da damals die Diagnose Basedow im Raum stand und ich das auch im entsprechenden Forenteil gepostet habe. Jetzt geht es ja eher in die andere Richtung.

    Ich bin Vegetarierin seit ca. 20 Jahren. Ich esse auch keinen Fisch. Das war damals eine einmalige Sache während des Urlaubs, mangels Alternativen. Damals lag die Erklärung für mich auf der Hand, dass das einfach zu viel Jod auf einmal gewesen sein mußte, das ich meinem Körper da in relativ kurzer Zeit zuführte. Dennoch hielten die Symptome fast 3 Monate an.

    Ja, wer hat mir "alles" Jod empfohlen? Drei Ärzte und zwei Heilpraktikerinnen. Der einzige Unterschied bestand darin, dass die einen mir Jodtabletten empfahlen und die anderen eher auf Algen setzen wegen der darin enthaltenen Co-Faktoren. Was ist deiner Meinung nach schlecht an KELP?

    Dass ich durch Jodsupplementierung nicht in die Unterfunktion rutschen kann, habe ich schon mehrfach gehört. Ich sitze aber nun in meinem Körper und erlebe es jetzt zum zweiten Mal. Natürlich kann ich mir nicht gerade mal eben Blut abzapfen, um zu schauen, wie es aussieht, deshalb sind es freilich im ersten Step nur Vermutungen aufgrund meiner Symptome. Die Werte von September waren wie folgt:


    Thyreoperoxidase-AK/MAK (TPO_AK) IU/ml - <34 (<10)
    FT3 pg/ml 2.0-4.4 (3.4)
    FT4 ng/dl 0.9-1.70 (1,27)
    TSH basal µU/ml 0.3-4,20 (0,51)
    Geändert von Pine (01.12.21 um 12:44 Uhr) Grund: Laborwerte ergänzt

  5. #5
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Zitat Zitat von Pine Beitrag anzeigen
    Danke für die Antworten.

    Ja, das Thema Jod hatte ich schonmal angesprochen. Trotzdem dachte ich, einen neuen Thread zu eröffnen wäre sinnvoller, da damals die Diagnose Basedow im Raum stand und ich das auch im entsprechenden Forenteil gepostet habe. Jetzt geht es ja eher in die andere Richtung.
    Hallo Pine,
    Ist ja jetzt auch egal, ich sehe, dass dein damaliges Thema tatsächlich nicht verschoben wurde. Jedenfalls, damals haben wir ja gesehen, dass deine Antikörper samt und sonders negativ und deine freien Werte unauffällig waren.

    Und ich kann auch jetzt nur sagen: Die sind jetzt ähnlich. Bis auf zwei Kleinigkeiten, nämlich bitte gib doch dein fT4 an, denn dieser Wert:

    FT4 µU/ml 0.3-4,20 (0,51)

    ist ein TSH-Wert mitsamt Referenzbereich. Und die zweite Kleinigkeit: Wie ist dein aktueller TRAK-Wert? Angesichts deines niedrigen TSH interessanter als die sowieso negativen TPO-AK - also genau das, was ich dir damals geschrieben habe.

    Ja, wer hat mir "alles" Jod empfohlen? Drei Ärzte und zwei Heilpraktikerinnen. Der einzige Unterschied bestand darin, dass die einen mir Jodtabletten empfahlen und die anderen eher auf Algen setzen wegen der darin enthaltenen Co-Faktoren. Was ist deiner Meinung nach schlecht an KELP?
    Heilpraktikerinnen klammere ich aus und bitte tu du es auch. Die kennen gerade noch Jod in Bezug auf Schilddrüse und sonst nichts, also sagen sie Jod. Und wer waren die anderen Ärzte, Schilddrüsenärzte oder nicht?

    Dass ich durch Jodsupplementierung nicht in die Unterfunktion rutschen kann, habe ich schon mehrfach gehört. Ich sitze aber nun in meinem Körper und erlebe es jetzt zum zweiten Mal.
    Guck mal - dein TSH ist niedrig, dein fT3 eher im satt-hohen Bereich. Ich möchte noch dein fT4 sehen, aber eines steht auch so fest: Du hast keine Unterfunktion, du bist mit TSH und fT3 nicht einmal nahe an irgendeinem verdächtigen Bereich. Übrigens, ein TSH kannst du jederzeit in irgendeinem Labor für wenig Geld machen lassen. Symptome sind immer nur die halbe Miete, weil sie täuschen. Erstens täuschen sie bezüglich Unter-/Überfunktion, weil sie teils gleich sein können, und zweitens täuschen sie insofern, als sie unter Umständen eben gar nicht Unter- oder Überfunktion anzeigen. Sondern zum Beispiel zu viel Jod auf einmal. KELP sorgt dafür.

    Wenn du empfindlich auf (zu viel/zusätzliches Jod reagierst, dann lass es doch bitte ganz einfach sein! und genau das ist meine Vermutung bezüglich KELP, weil du fragst, was das Problem mit KELP ist .. ja nun, es ist unberechenbar viel Jod drin, es ist überhaupt zu viel Jod drin, und wenn Jodsalz konsumierst, dann brauchst du es nicht. Lies doch bitte, was die Verbraucherzentrale zu Algen schreibt:
    https://www.verbraucherzentrale.de/w...produkten-8540

    Ich stehe da und gucke wirklich total verständnislos auf deine Werte - wozu Jod? Normale, sogar eher grenzwertig hohe Werte (ich warte aber noch auf dein fT4), deine Schilddrüse funktioniert prima und du hast keine KNoten. Ist deine Schilddrüse viel zu groß? Ich kann nur wiederholen: Zu viel Jod kann die Schilddrüse derart antreiben, dass das Resultat eine Autoimmunität ist. Das kann von jodhaltigem Kontrastmittel kommen oder eben auch von KELP.


    PS
    ... und wenn du damals im Urlaub eine Ausnahme mit Fisch gemacht hast, vielleicht kannst du dich überreden, einmal pro Woche doch Fisch zu essen, dann hast du mit Jodsalz und Fisch sicher genug Jod. Informiere dich bitte auch über Jodgehalt in sämtlichen Milchprodukten.
    Geändert von panna (01.12.21 um 12:10 Uhr) Grund: PS ergänzt!

  6. #6
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Nochmals danke für deine Antwort und die Infos. Bei den Werten hatte ich mich tatsächlich vertan und bin eine Zeile übersprungen. Ich habe es jetzt ergänzt. Der TRAK wurde beim letzten Mal nicht ermittelt.

    Ich bin, glaube ich, ohne Jodsalz aufgewachsen und habe auch selbst nie Jodsalz benutzt. Als ich noch omnivor unterwegs war, stand auch damals wenig Fisch auf meinem Speisezettel, da ich ihn eigentlich nicht mag. Im damaligen Urlaub gabs viel Backfisch (naja, "viel" ist halt in einer gewissen Relation zu "ansonsten nie" zu sehen), aber das war auch mehr dem Hunger denn dem Genuß geschuldet.

    Milchprodukte habe ich in den letzten Jahren sukzessive vernachlässigt und bin tatsächlich mittlerweile zu rund 65-70% vegan unterwegs. Käse und Sahne esse ich noch ab und zu, aber alles andere ist mittlerweile pflanzlich. Ich weiß, dass bspw. Milch eine natürliche Jodquelle ist, aber ich krieg das oder auch Joghurt nicht mehr wirklich runter. Das war alles ohne Not und Hintergedanken, es hat sich halt einfach so entwickelt.....

    Sushi (vegetarisches) esse ich aber sehr gerne. Als ich damals noch nicht so richtig wußte, was das mit dem Jod so auf sich hat, habe ich mir einen Algensalat nach dem anderen vom Band gezogen und bin dann kurz darauf wie ein HB-Männchen durch die Bude gehüpft (naja, natürlich nicht, aber ich hab mich so gefühlt. Inkl. Flush und Herzklopfen). Seitdem ich von der SD-Problematik weiß, esse ich aber keinen Algensalat mehr, und Sushi selbst esse ich noch maximal 2-3x im Jahr.

    Zu den KELP Algen. Ja, als Naturprodukt ist der Jodgehalt natürlich nicht genormt. Aber er wird durchschnittlich mit 340 mcg pro Kapsel angegeben. Das entspricht etwas über 200% der täglichen Empfehlung (ja, ich weiß, das ist nur ein Nennwert), d.h. die Hälfte der Kapsel (entspricht ca. 0,42 g) wäre knapp über 100%. Nun habe ich zwei Tage hintereinander ca. 0,15 g eingenommen, was somit rund 100% entspräche - mit entsprechendem Ergebnis. Am Ende des zweiten Tages gings mir richtig mies: starke Depression, Kältegefühl, total nah am Wasser gebaut, niedriger Herzschlag (wie gesagt, Ruhepuls bei z.T. 55), vermehrten Extrasystolen, Blutdruck noch etwas niedriger als sonst (vor allem der systolische), aber bei kompletter Sauerstoffsättigung. Das kenn ich anders (siehe oben).

    Was mich auch total gewundert hat: Mein linker Schilddrüsenlappen ist innerhalb von einem halben Jahr um einen cm gewachsen und die Volumen beider Lappens haben sich vergrößert. Die Knoten sind auch eher Zysten (wie jetzt der Bericht sagt), evtl. liegt das wechselnde Volumen darin begründet.. Fragen über Fragen...
    Geändert von Pine (01.12.21 um 13:10 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Deine Schilddrüsenwerte inklusive fT4 sind normal - das TSH schon eher niedrig, das muss man beobachten. Mehr gibt das nicht her. Außer einer Sache:

    Dein TSH ist niedrig, es sagt damit:"Wir haben genug Schilddrüsenhormone, danke schön. Wir brauchen auch nicht mehr Jod, was wir haben, scheint auszureichen, um daraus Hormone zu bauen." Da wundert es mich nicht, dass dir KELP zusetzt.

    Zitat Zitat von Pine Beitrag anzeigen
    Was mich auch total gewundert hat: Mein linker Schilddrüsenlappen ist innerhalb von einem halben Jahr um einen cm gewachsen und die Volumen beider Lappens haben sich vergrößert. Die Knoten sind auch eher Zysten (wie jetzt der Bericht sagt), evtl. liegt das wechselnde Volumen darin begründet.. Fragen über Fragen...

    Was die Messung der Schilddrüsenlappen angeht: Jeder Arzt und jedes Gerät misst anders. Sogar beim selben Arzt, sollte seine Hand ein ganz-ganz klein wenig wackeln, können gröbere Abweichungen entstehen. Er markiert ja ein schattenhaftes Organ, d.h. ohne wirklich sehr klare Grenzen auf dem Ultraschallbild. Jedenfalls - Wachstumsvergleiche sind wenn überhaupt, dann sinnvoll, wenn es die gleiche Person am gleichen Gerät war, der da gemessen hat. - Volumen: Wusstest du, dass es eine Schätzung ist? Größe mal Breite mal Tiefe - und die Tiefe ist eine geschätzte Zahl, weil man sie per Ultraschall ja gar nicht erfassen kann. Deswegen bin ich von deinem 1 cm auch nicht beeindruckt, da du das Volumen trotz Nachfrage nicht angibst, kann ich dazu wenig sagen.


    Ich würde die Sache mit Veganismus lieber lassen, im Sinne einer normalen Jodversorgung. Unsere Autoimmunkranken hier dürfen gerne nach Herzenslust vegan sein, sie nehmen ja Schilddrüsenhormone. Du brauchst Jod, wichtig ist aber: Versorgtsein, aber nicht zu viel. Ich würde Jodsalz verwenden und den Veganismus sein lassen, dafür doch etwas Milchprodukte konsumieren und wenn du magst, einmal die Woche Fisch.

    Ja, als Naturprodukt ist der Jodgehalt natürlich nicht genormt. Aber er wird durchschnittlich mit 340 mcg pro Kapsel angegeben.
    Ja und? Es ist nicht genormt und schwankend - ich mag nicht mehr wiederholen, es stand wirklich alles unter dem Link von der Verbraucherzentrale, was ich zu sagen habe. Noch dazu: Du reagierst ja auf das Zeug ... also wozu ...

    Wenn man bei Werten, die du im September hattest, anfängt, Algen zu futtern, dann wundert es mich nicht, dass du davon ausflippst. Und da deine Empfindlichkeit diesbezüglich bereits erwiesen ist, wiederhole ich noch einmal: Durch zu viel Jod kann man sich bei entsprechender Disposition eine Autoimmuntität züchten.

    Du beantwortest leider die Frage nicht nach den Ärzten, die dir bei solchen Werten Jod empfehlen. Auch nicht die Frage nach dem Schilddrüsenvolumen. Ich würde gerne einen aktuellen kompletten sonografischen Befund im Wortlaut sehen, wenn es ein Nuklearmediziner war, der ihn erstellt hat.

  8. #8
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Sorry, die Frage nach dem Volumen habe ich überlesen, das war keine Absicht. Ich bin auch visuell etwas gehandicapt, deshalb kann sowas mal passieren.

    Hier die Werte von März und September 2021. Gleicher Arzt, gleiches Gerät, gleiche Patientin :

    März 21:
    Linker Lappen: 5,7x1,55x1,64 cm, einem Volumen von 7,57 ml entsprechend.
    Rechter Lappen:6,16x1,88x2,31, einem Volumen von 14 ml entsprechend

    Im linken SD Lappen 2 echoarme Knoten mit 0,51x0,37 und 0,5x0,28 cm
    Im rechten SD Lappen zeigten sich insgesamt 3 echokomplexe Knoten mit zystischen Liquiden bis max 2,04x1,37 cm. Beide SD Lappen mit homogenem Parenchymmuster

    Hier auch nochmal die Werte vom März:
    Thyreonperoxidase: <10
    CalcitoninMethode Immulite 2000 pg/ml <5 (< 2,0)
    FT3 3,3
    FT4 1,18
    TSH 1,06
    (gleiche Referenzwerte wie oben, da gleiches Labor)



    September 21:
    Größe linken SD Lappen: 6,22x1,57x1,85 entsprechend einem Volumen von 9,49 ml
    Größe rechter SD Lappen 7,1x1,87x2,04, einem Volumen von 14,2 ml entsprechend.

    Im linken SD Lappen 2 echoarme Knoten mit 0,57x0,42 und 0,62x0,37 cm
    Im rechten SD Lappen mindestens 2 konfluierende echokomplexe Knoten mit zystischen Liquiden bis max. 2,05x1,39 cm

    Die Ärzte waren 2x Internisten und eine Ärztin aus der Abteilung Endokrine Chirurgie f. Schilddrüse einer recht renommierten Klinik in meinem Dunstkreis. Nuklearmediziner sind hier in meiner Ecke so gut wie nicht zu kriegen, nur "Einerfüralles" oder "Nurprivat".

    Ich bin derzeit bei einem Internisten, der an ein Krankenhaus angegliedert ist, in Behandlung. Er ist der Nachfolger des Arztes, der die Erstdiagnose erstellt hat und auch die Szintigrafie durchführte. Ich bin dort nicht besonders glücklich, weil auch er etwas hilflos ob der sich zeigenden Lage ist, aber ich habe derzeit (als Kassenpatientin) keine Möglichkeit, irgendwo neu aufgenommen zu werden. Er nimmt auch keine Notfälle an, da verweisen die an meinen Hausarzt, der ebenfalls chronisch überlaufen ist (nicht zuletzt jetzt wegen Corona) und auch überhaupt wenig Engagement zeigt. Tatsächlich habe ich überhaupt keine richtige Anlaufstelle mit dem ganzen Mist und fühle mich ja deshalb so allein gelassen :/

    Aber noch etwas: ich bin nicht ausgeflippt, sondern eher das Gegenteil ist passiert. Ich hab gedacht, mein Körper hat alle Systeme komplett runtergefahren. Ansonsten wäre die Lage ja absolut klar.

    Falls du noch weitere Infos brauchst (habe noch das Szintigramm hier, aber das ist schon älter), sag Bescheid, ggfs. kann ich dir dir über PN senden. Danke auf jeden Fall für deine Unterstützung.
    Geändert von Pine (01.12.21 um 14:21 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    In Sushi sind meist Nori-Algen verwendet, die haben etwas weniger Jod. Also ich an deiner Stelle würde mir eher ein Mal öfter Sushi gönnen, als Kelp zu schlucken. Es gab da sogar mal ein Statement des Bundesinstituts für Risikobewertung zu, Ergebnis: viel zu hohe und schwankende Jodmengen, die zu Gesundheitsgefährdung wegen Jodüberschuss führen können.

  10. #10
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    Standard AW: Unklare SD-Lage beeinträchtigt mich zunehmend / nervende Frage nach dem Jod

    Fragen:

    (1) Was mir eigentlich unklar ist: Warum bist du überhaupt zum Arzt gegangen, d.h. welche Beschwerden waren es, dass man an die Schilddrüse dachte? Denn deine Hormonwerte sind picobello.

    (2) Die Chirurgin: Was sagte sie zu den Befunden? War sie diejenige, die sonografierte? Weil: Internisten traue ich mit Sonografie weniger, erst recht nicht zur Knotenbeurteilung. Hat die Chirurgin den Calcitonin-Wert gesehen?

    (3) Szintigrafie: Die von 2017 ist bekannt, gibt es eine neuere? Wenn ja, dann: bitte Uptake-Wert(e) und Knotenbeurteilungen wären interessant.

    (Keine PN, nur öffentlich. Stell dir vor, ich schreibe dir Stuß und keiner widerspricht, Gilt genauso für Ärzteempfehlung, sei auf der Hut, wenn jemand dir statt in deinem Thread eine PN schreibt).

    -----------

    Die März-Werte waren auch tadellos, was die Schilddrüsenhormonwerte angeht. Die September-Werte insgesamt etwas höher und das TSH etwas niedriger, noch im Rahmen.

    Die Knoten. Neben den Angaben der Knotengröße sowie ob sie kalt/echoarm oder echokomplex oder echogleich sind, gehören Angaben wie: Randbeschaffenheit (scharf begrenzt oder Rand unregelmäßig), breiter-als-hoch oder höher-als-breit, Durchblutung im Inneren/im Randbereich (per Dopplersonografie feststellbar), Mikrokalk ja oder nein usw. Diese Parameter sind wichtig für die Beurteilung von Knoten, nämlich bezüglich Bösartigkeit bei kalten Knoten. Bei ganz kleinen Knoten (unter 1 cm wie bei dir links) ist das noch nicht so relevant, deine Knoten rechts sind aber größer. Auch ist mir unklar, ob es zystische Anteile sind oder überall mit Flüssigkeit gefüllt. Und hierüber steht in deinen Befunden nichts, es sei denn, du hast diese Abschnitte nicht abgetippt. Deswegen sage ich ja: Sono bei Knoten sollte lieber ein guter Nuklearmediziner machen.

    ---------

    Und dann aber noch etwas, was wirklich ins Auge springt, wenn du richtig abgetippt hast : was hat dir der Arzt, der Calcitonin bestimmen ließ, zu dem stark erhöhten Wert gesagt? Calcitonin ist ein Regulator des Claciumhaushalts und wird in der Schilddrüse produziert, von den so genannten C-Zellen der Schilddrüse. Ein erhöhter Wert ist absolut nicht normal, den sollte man ernst nehmen.

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