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Thema: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

  1. #1
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    Standard Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Hallo zusammen,
    nun schreibe ich hier nach langem Mitlesen meinen ersten Beitrag da ich aktuell wirklich am verzweifeln bin.
    Seit ca. Mai/Juni leide ich an starkem Haarausfall. Ich habe schon sämtliche "Mittelchen" ausprobiert, leider ohne Erfolg.
    Leider geht meine Endokrinologin nicht so wirklich auf meinen Haarausfall ein. Langsam sieht man leider auch schon die lichten Stellen auf dem Kopf. Und meine Psyche leidet mittlerweile auch enorm darunter.
    Termin Hautarzt habe ich leider erst Ende des Jahres.
    Auf mein Drängen wurden am 21.10. nochmal einige Mikros abgenommen (Nachmittags):
    Magnesium 0,83 (65-100)
    Ferritin 22 (10-120)
    Selen 55 (50-120)
    Zink 98 (70-150)
    Vit B12 251 (187-883)
    Vit B6 10,8 (5,0-30)
    Vit D 38 (>30)
    TSH 0,67 (0,30-4,00)
    FT3 2,86 (1,60-3,90)
    FT4 10,2 (7-14,8)
    Endokrinologin empfieht Umstellung von Thyronajod 37,5 und Prothyrid 25 auf L- Thyroxin 75 und 200ug Jodid + Proth 25.
    Neben meinem Haarausfall habe ich auch schon das ganze Jahr erhöhten Puls, vor allem Abends. Unruhe und Gedächtnisstörungen bemerke ich auch ständig, meinem Mann + Schwester ist das auch schon aufgefallen. Ich stehe ständig unter Strom und komm einfach nicht zur Ruhe. Was mir noch so auffällt ist, das nach dem was ich esse, müsste sich eigentlich mein Körpergewicht nach oben bewegen, tut aber aber nicht.
    Mein Vater ist seit einigen Jahren Krebskrank, natürlich setzt mich das innerlich auch sehr unter Stress. Dieses Jahr war für uns auch sehr schlimm. Aber irgendwie denke ich, dass meine Probleme, vor allem der Haarausfall, nicht (nur) damit zusammen hängen. Ich habe so viel über alles nachgelesen und mich informiert, komme aber irgendwie nicht weiter. Ich bin jetzt auch unschlüssig, ob ich meine Tabletten wirklich umstellen soll. Jetzt hoffe ich hier unter den Betroffenen Hilfe zu finden. Es gibt hier so viel liebe Menschen die sich so gut auskennen. Vielleicht hat ja der ein oder andere noch einen Tip/Denkanstoß für mich? Ich würde mich auf jeden Fall wahnsinnig freuen von euch zu hören. Viele liebe Grüße
    Geändert von KatiJa (10.11.21 um 16:00 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Bist Du sicher, dass Du die Dosisänderung genauso wie geschrieben machen sollst? Jodmenge und LT-Menge verdoppelt zu vorher? Das würde mich extremst wundern, wenn das so stimmen sollte...
    Da das TSH so niedrig ist, würde ich eine Dosisänderung nach oben ebenfalls nicht verstehen, ich würde auch von der Symptomatik her senken. (erhöhten Puls kenne ich persönlich nur aus ÜD, insbesondere von T3) Von daher würde ich das Prothyrid gegen 25µg L-Thyroxin austauschen und schauen, ob sich was ändert. Das zusätzliche Jod verstehe ich ebensowenig. Ich sehe nur hier immer wieder Patienten die es, mal abgesehen vom zweifelhaften Nutzen, es auch nicht vertragen. In der Nahrung ist überall Jod vorhanden, nimmt man Schilddrüsenhormone, braucht man ansich auch keines mehr extra. Das Jod würde ich also nicht nehmen, bei Hashi erst recht nicht. Nunja.
    Hat sich irgendwas dieses Jahr verändert? Neue Medikamente, Wechseljahre etc.?
    LG

  3. #3
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Es ist immer schwierig, anhand einer einzelnen Messung + Aussage „Mir gehts schlecht“ irgendwas Sinnvolles zu sagen. Die wichtige Frage ist nämlich: Wie waren die Werte, als noch alles ok war?

    Wenn ich von MIR ausgehe, würde ich erstmal Eisentabletten nehmen. Ein 20er Ferritin könnte schon zu niedrig sein. Ebenso B12.

    Die Schilddrüsenwerte sind nicht so, als würde ich sie als grottig empfinden. Aber nur Du kannst wissen, wie sie sonst immer waren.

    Was das Jod angeht, sehe ich es genau so wie Amarillis: Bei Hashi kein Extra-Jod, erst recht nicht täglich in Höchstdosierung. Es besteht immer die Gefahr, dass Hashi in Basedow umschlägt.

  4. #4
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    @Schlomis Muddi: Das Profil ist gefüllt.

  5. #5
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Danke schonmal für eure Antworten. Ich habe jetzt nochmal im Brief nachgesehen:
    "wir empfehlen versuchsweise Umsetzen des Thyronajods auf L-Thyroxin 75ug unter zusätzlicher Gabe von 200ug Jodid und Fortsetzung der Prothyridtherapie."
    Mich hat das eben auch gewundert...
    Seit ich die SD-Erkrankung habe (diagn. wurde) kann ich nicht sagen, dass es mir irgendwann sonderlich schlecht oder gut ging. Klar, man hat mal trägere Phasen und mal Aktivere, hab das aber nie mit der SD in Verbindung gebracht... Aber so im letzten Jahr hat sich doch einiges getan. Eben dieser Haarausfall, Herzrasen, Vergesslichkeit, Unruhe und Nervosität. Mir fällt auch noch gerade ein, dass ich oft sehr schwitze. Außerdem wache ich seit ein paar Wochen nachts öfter auf und hab wie "Gelenkschmerzen", da denke ich aber eher es kommt von schlechter Schlafposition. Drehe mich dann, dann wird es besser. Das schlimmste ist einfach dieser Haarausfall. Herz ist ja laut Kardiologe alles i. O. Der hat es dann natürlich auch auf Hashi geschoben. "So ist das halt mit HT"... Meine Medikamente stehen alle in meinem Profil, aktuell nehme ich noch Eisen, Magnesium und Darmbakterien. Wechseljahre - ich hoffe nicht, bin 37 :-)

  6. #6
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Eine Möglichkeit wäre, nur das Jod wegzulassen und sonst im wesentlichen gleichzubleiben, also auf 1/2 Tabl. von LT 75 zu wechseln und Prothyrid beizubehalten. Selbst wenn der Kinderwunsch noch aktuell ist, ist es nicht nötig, prophylaktisch Jod einzunehmen. Ob das reicht, um die Symptome zu bessern, sieht man dann, vielleicht spielt auch zu viel T3 in die Symptomatik rein. Aus den letzten Werten, bevor du Prothyrid genommen hast, sehe ich nicht, warum mit zusätzlich T3 begonnen wurde.

    edit: Haarausfall ist ein schlechter Indikator für den Erfolg einer Änderung, da letzterer meistens zeitverzögert auftritt. Also besser an den anderen Symptomen
    Herzrasen, Vergesslichkeit, Unruhe und Nervosität
    orientieren.
    Geändert von Flamme (09.11.21 um 23:39 Uhr)

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Selbst wenn der Kinderwunsch noch aktuell ist, ist es nicht nötig, prophylaktisch Jod einzunehmen. .
    Dem möchte ich hinzufügen, dass es Frauen gibt, deren Autoimmunität von Hashimoto in MB umschlägt, weil sie prophylaktisch wegen Kinderwunsch Jod futtern ... also das würde ich lassen, dafür gibt es Femibion ohne Jod.

    Und das Prothyrid (also T3) kann ich auch nicht nachvollziehen, ich würde bei LT bleiben.

  8. #8
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Ich würde weder am LT noch am Prothyrid schrauben. Du hast Eisenmangel und dein B12 Wert sieht auch nicht gut aus, der Wert ist zwar im Referenzbereich, aber nicht so, dass er unkritisch ist. Ich würde hier ansetzen.

  9. #9
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Ferritin, Vitamin B12 und Vitamin D solltest du aufbessern. Danach kannst du immer noch am LT schrauben, wenn es nicht besser wird.

  10. #10
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    Standard AW: Hashi und extremer Haarausfall - bitte dringend um Hilfe

    Ich wundere mich eben auch sehr über diese Dosisänderung. Ich denke das Jod möchte sie, da ich schon mehrfach Knoten an der SD hatte und auch noch an der mir übrig gebliebenen einer ist aktuell. Dieser wird aber ja beobachtet. Und meine SD Werte sind ja aktuell eigtl ok. Bin ja eigtl nur wegen meinem Haarausfall zur BE. Hatte auch wirklich ein anderes Ergebnis erwartet. Ansonsten gab es dieses Jahr bei mir nichts, dem ich die Symptome zuordnen könnte.
    Eisen suppl ich gerade schon. Aber jetzt einfach meine SD Medis wild umzustellen, ich bin mir da eben sehr unsicher was ich jetzt machen soll. Und jetzt ist halt auch das Problem, wie sie reagiert, wenn ich ihrer Empfehlung nicht folge. Ist wirklich schwierig. In meinem Umkreis ist sie leider die einzige Endokrinologin.
    Geändert von KatiJa (10.11.21 um 13:24 Uhr)

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