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Thema: MB und zu hohen TSH - viele Fragen, neu hier!

  1. #1
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    Standard MB und zu hohen TSH - viele Fragen, neu hier!

    Hallo an alle,

    bin neu hier und habe viele Fragen.

    Zu mir, bin 61 Jahre alt, seit 1998 MB diagnostiziert, 2009 Radiojodtherapie.
    Seitdem Einnahme von L-Thyroxin 125.
    Mein Hausarzt ist mit meinen aktuellen Werten irgendwie immer zufrieden.
    Nun bin ich, momentan in Spanien, bei einem hiesigen Arzt gewesen, weil es mir insgesamt nicht gut geht (kann natürlich auch andere Ursachen haben) und der sieht das völlig anders.

    Meine TSH Werte (alle aus noch aus dem selben deutschen Labor):

    ft3 und fT4 immer im Normbereich

    Oktober 2021 :

    TSH aber 7,52 (Ref. 0,27 – 4,20)

    im Nov. 2019 TSH 2,23
    im April 2020 TSH 5,53
    im Mai 2020 TSH 4,01
    im Juli 2020 TSH 3,79
    im November 2020 TSH 4,63


    Ich muss erwähnen, daß ich jahrelang nicht nüchtern zur Blutabnahme gegangen bin, da die Arzthelferin meinte, es sei nicht nötig.
    Bei der letzten Blutabnahme war ich nüchtern, da ich gelesen hatte, es sei doch nötig. Hat das größere Auswirkungen darauf?

    Insgesam bin ich nicht wirklich gut informiert, weil ich bisher meinem Arzt vertraut habe und ich außerdem noch mit anderen gesundheitlichen Problemen kämpfe, wobei sich mir nun die Frage stellt, ob da nicht gelegentlich auch ein Zusammenhang besteht.

    Ich habe seit Jahren auch große Probleme mit meinem gesamten Verdauungssystem, Reflux, Divertikulitis, andauernde Beschwerden, wie schlimme Blähungen und auch Schmerzen an den verschiedensten Stellen im Magen Darmbereich, große Neigung zu Verstopfung.
    Aktueller Stand aber, soweit alles ok, bei Magen und Darmspiegelung. (Bis natürlich auf die bereits bekannten Dinge wie Reflux und überstandene Sigmateilresektion vor 5 Jahren und Restdivertikel), dies nur an diejenigen, die mir jetzt raten, das untersuchen zu lassen.

    Sehr oft bekomme ich so ein fast schüttelfrostartiges inneres Vibrieren, welches vom Arzt völlig ignoriert wird und ich neige stark zu Krämpfen, vorrangig in den Händen, aber auch mal im Rücken oder Beine. Insgesamt bin ich sehr, sehr ängstlich geworden. Dies alles habe ich bisher meinen Darmbeschwerden zugeschrieben, denn der ist ja auch sehr wichtig. Aber vielleicht ist es ja auch ganz anders....

    Seit einigen Jahren nehme ich im übrigen kontinuierlich zu, was meiner Meinung nach nicht nur auf meine Ernährung zurückzuführen ist, die ist zwar gelegentlich vielleicht etwas üppig, aber insgesamt ausgewogen.

    Ich war aber auch zu den Anfangszeiten des Morbus Basedow nie superdünn oder appetitlos, was ja eigentlich nicht so zu der Erkrankung passt. Tendenziell ist mir auch eher schneller zu warm, als zu kalt, lediglich wenn ich dieses innereVibrieren habe, kann ich durchaus auch ein warmes Kirschkernsäcken gebrauchen.

    Nun meint der spanische Arzt, ich solle die Hexal L- Thyroxin Einnahme von 125 auf 150 erhöhen, was aber hier nur mit einer Umstellung von o.g. Medikament auf Eutirox 150 von Merck machbar wäre, da es Hexal hier nicht gibt.
    Ich hörte irgendwann aber einmal, daß das Wechseln des Herstellers bei Schilddrüsenmedikamenten nicht so gut sein soll. Deshalb frage ich mich nun, ob ich, obwohl es mir öfters nicht so gut geht, 2-3 Monate warten soll, bis ich wieder in Deutschland bin oder ruhig den Versuch machen mit Eutirox 150?
    Außerdem finde ich den Sprung, direkt um 25 mg höher schon viel oder ist das Quatsch?

    Wie schnell merkt man einen Unterschied, bei veränderter Dosis, nach Tagen bereits oder erst nach Wochen?

    Hat man eigentlich Morbus Basedow ein Leben lang, wenn es einmal diagnostiziert wurde oder kann daraus auch Hashimoto werden oder was habe ich nun mit latent zu hohem TSH?

    Falls es jemand geschafft haben sollte, bis hierher zu lesen, dann würde ich mich sehr auf viele Antworten und Tipps freuen.

    Allen einen schönen Sonntag!

  2. #2
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    Standard AW: MB und zu hohen TSH - viele Fragen, neu hier!

    Auf den TSH hat die Einnahme des LT vor der BE keine Auswirkung. Sind die freien Werte auch jetzt im Referenzbereich oder gar nicht gemacht worden? Wenn nicht, besser noch besorgen vor einer Änderung.
    Eine Änderung um 25µg kann zu viel sein, ja. Ist sogar eher wahrscheinlich.

    Wenn du nach den 2 Monaten wieder in D bleibst, sprich du langfristig bei Hexal bleiben kannst, könntest du folgendes machen: Die 125er Hexal weiternehmen, dir 25er von einem dort erhältlichen Präparat verschreiben lassen, und davon 1/4 oder 1/2 täglich dazunehmen. Dann ändert sich nicht viel, falls du in D wieder alles auf Hexal umstellst, da du nur einen sehr kleinen Anteil deiner Dosis umstellst.

    Seit einigen Jahren nehme ich im übrigen kontinuierlich zu, was meiner Meinung nach nicht nur auf meine Ernährung zurückzuführen ist, die ist zwar gelegentlich vielleicht etwas üppig, aber insgesamt ausgewogen.
    Ausgewogenheit ist von Vorteil für die Gesundheit, aber weniger fürs Gewicht, dafür zählt viel mehr die Üppigkeit, dazu die altersbedingte Abnahme des Grundumsatzes... Kann man schwer sicher auf die LT-Dosis zurückführen. Sprich das muss sich mit Dosissteigerung auch nicht unbedingt ändern.

    Nach Änderung einer Dosis kann man manchmal schon in den ersten Tagen eine Erstwirkung spüren, die endgültige aber erst Richtung 1 1/2 bis 2 Monate.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: MB und zu hohen TSH - viele Fragen, neu hier!

    Zitat Zitat von mariposa2021 Beitrag anzeigen

    ft3 und fT4 immer im Normbereich


    Bei der letzten Blutabnahme war ich nüchtern, da ich gelesen hatte, es sei doch nötig. Hat das größere Auswirkungen darauf?
    Bitte gib doch wenigstens die letzten fT3- und fT4-Werte (zusammen mit dem TSH) an, als du nüchtern warst und vielleicht auch noch die Werte davor, auch wenn du nicht nüchtern warst (schreib dazu bitte, ca. wie viele Stunden zwischen Einnahme und Blutentnahme lagen). Nur TSH ist schon sehr mager, wenn man sich ein Bild machen möchte.

  4. #4
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    Standard AW: MB und zu hohen TSH - viele Fragen, neu hier!

    Hallo Panna,

    habe tatsächlich hier momentan nur meine letzten, somit aktuellen fT3 und fT4 Werte :

    fT3 (ECLIA) 2,72 ng/l Ref. 2,04 - 4,40
    fT4 (ECLIA) 10,4 ng/l Ref. 9,3 - 17,1

    Hilft das weiter?

  5. #5
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    Standard AW: MB und zu hohen TSH - viele Fragen, neu hier!

    Vielen Dank für die erste Antwort! Guter Tipp.

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Zitat Zitat von mariposa2021 Beitrag anzeigen
    Hallo Panna,

    habe tatsächlich hier momentan nur meine letzten, somit aktuellen fT3 und fT4 Werte :

    fT3 (ECLIA) 2,72 ng/l Ref. 2,04 - 4,40
    fT4 (ECLIA) 10,4 ng/l Ref. 9,3 - 17,1

    Hilft das weiter?

    Ein klein wenig schon, natürlich nur bedingt, eine einzige Wertekonstellation ... aber OK. Ich würde zunächst einmal, wie Flamme empfahl, nur um 12,5 erhöhen. Nicht um 25. Und kein voller Präparatewechsel.

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