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Thema: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

  1. #1
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    Standard Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Hallo ihr Lieben,

    ich nahm für ca. 5 Jahre L-Thyroxin 100, dann jetzt für ca. 5 Jahre L-Thyroxin 88 ein. Ich war gut eingestellt bis auf dieses Jahr. Immer müde und Gewichtszunahme.

    Bei der Blutabnahme ergab sich: der T3-Wert war zu hoch. >>Ich wurde auf Prothyrit 100 umgestellt.

    Vertrage es sehr gut.

    Angefangen mit halber Tablette (50 mg). Das war zu wenig. Nach 3 Monaten Erhöhung auf 75 mg Prothyrit. Seit einem Monat nun. Doch ich habe immer noch eine so starke Müdigkeit ab ca nach Mittagessen bis abends.

    Die nächste Blutabnahme ist erst im Januar angedacht.



    Meine Frage: Gibt es Alternativen? Ich habe das Gefühl, dass 75mg Prothyrit zu niedrig sind, da ich ja vorher 88 (L-Thyroxin) genommen habe. Der Arzt meinte, das kommt ungefähr aufs Gleiche raus, da ja im Prothyrit noch t3 enthalten sind. Doch meine Müdigkeit sagt mir was Anderes.

    Was wäre denn mit Z.B. L-Thyroxin 88 morgens, Thybon Nachmittags?
    Oder nochmals Erhöhung von Prothyrit? Allerdings geht dann nur auf 100 (da es keine andere Dosierung in Dland gibt),was denke ich viel zu viel wäre.

    Freue mich über eure Einschätzungen und Tipps.

    Liebe Grüße,

    Liv

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Adele
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Hallo Liv,

    hast du dich eventuell verschrieben, war wirklich der T3 Wert zu hoch? Und nicht der fT3? Dann würde ich die Umstellung eher nicht verstehen. Wahrscheinlich fehlt dir etwas T4.

    Soweit ich im Forum gelesen habe, kann man mit T3 fehlendes T4 in bestimmten Grenzen ausgleichen, umgekehrt funktioniert das jedoch nicht.

    LG
    Adele

  3. #3
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Zitat Zitat von Adele Beitrag anzeigen
    Hallo Liv,

    hast du dich eventuell verschrieben, war wirklich der T3 Wert zu hoch? Und nicht der fT3? Dann würde ich die Umstellung eher nicht verstehen. Wahrscheinlich fehlt dir etwas T4.

    Soweit ich im Forum gelesen habe, kann man mit T3 fehlendes T4 in bestimmten Grenzen ausgleichen, umgekehrt funktioniert das jedoch nicht.

    LG
    Adele
    Liebe Adele,

    ich bringe das immer durcheinander, ich habe gerade nochmal auf meinem Befund nachgeschaut: Mein FT4 Wert war zu hoch. Im Befund steht: Einnahmebedingte, isolierte FT-4 Erhöhung. Aufgrund der Beschwerden empfehlen wir eine Umstellung von L-Thyroxin 88 auf zunächst eine halbe Tablette Prothyrid 100. (Danach wurde angepasst auf 3/4 Tablette Prothyrid 100). Macht das jetzt Sinn?

    Ich habe auch überlegt, ob z.B. Novothyral nicht noch besser als Prothyrid für mich wäre.

    LG
    Liv

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Prothyrid ist besser, Novothyral hat viel mehr T3 auf die gleiche Menge T4. Und 7,5 mcg T3 in 75 Prothyrid ist schon nicht wenig. Das Problem ist wahrscheinlich nicht zu wenig T3, sondern evtl. zu wenig T4 und Einmaleinnahme T3.

    Wenn du Werte angeben könntest (vor Prothyrid und nach Umstellung), wäre die Hilfe einfacher (mit Dosisangabe, Darum, wie lange Dosis vor der Kontrolle gehalten, ob du die Einnahme splittest (empfehlenswert) und wie viel Zeit verging zwischen letzter Einnahme und Blutkontrolle).

  5. #5
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Mach ich gerne.

    Ich habe hier einmal:
    Werte März 2021, wo es mir nicht gut ging:
    TSH: 3.310
    T3 frei (fT3): 2.4 pg/ml
    T4 frei (fT4): 13.1 pg/ml

    Dann Werte August 2021, kurz vor der Umstellung auf Prothyrit 100 (halbe Tablette):
    TSH basal: 1,25
    T3 frei (fT3): 3.6
    T4 frei (ft4): 23.1


    Die Werte 3 Monate nach der Gabe von Prothyrid 50 muss ich nachher noch dazuschreiben, bin gerade auf Arbeit. Aber vielleicht bringt das ja schonmal was?

    Wie wäre das, wenn ich die Einnahme splitten würde?

    Danke und liebe Grüße,
    Liv

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Und bitte auch die Referenzbereiche überall sowie die weiteren Details, um die ich oben gebeten habe.

    Das Splitten ist quasi Standard für T3:

    Pharmakologische Studien weisen eine beträchtliche Hormonspitze im Blut 2-4 Stunden nach Einnahme von T3 in einer Einzeldosis, die (im Serum messbare) Hormonspitze lässt nach und ist nach 12 Stunden vollständig vorbei. Die Serumprofile unter T3-Substitution weichen erheblich von denen schilddrüsengesunder Personen ab, die Abweichung (die Hormonspitze) ist dosisabhängig und ist häufig oberhalb der fT3-Referenz-Obergrenze.
    ...


    Um die körpereigene T3-Produktion ansatzweise nachzuahmen, müssten T3-Patienten die Dosis in 2-3 Teildosierungen splitten.
    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...on-%DCbersicht

  7. #7
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Hallo panna,


    schau mal,hier sind die Werte über einen Zeitraum von 4 Jahren.

    19.10. 2017
    TSH basal: 0,56 Referenzbereich: 0.30-4.20
    T3 frei (fT3): 3,6 Referenzbereich: 3.1-6.8
    T4 frei (ft4): 12,3 Referenzbereich: 11.1-21.6



    Werte 23. März 2021, wo es mir nicht gut ging:
    TSH: 3,310 Referenzbereich: 0.30-4.20
    T3 frei (fT3): 2.,4 pg/ml Referenzbereich: 3.1-6.8
    T4 frei (fT4): 13,1 pg/ml Referenzbereich: 11.1-21.6

    Dann Werte 3. August 2021, kurz vor der Umstellung auf Prothyrit 100 (halbe Tablette):
    TSH basal: 1,25 Referenzbereich: 0.30-4.20
    T3 frei (fT3): 3.6 Referenzbereich: 3.1-6.8
    T4 frei (ft4): 23.1 Referenzbereich: 11.1-21.6


    Dann letzte Blutabnahme: 4. Oktober 2021, nach 3 Monate Einnahme 1/2 Tablette Prothyrit 100, morgens:

    TSH basal: 2,15 Referenzbereich: 0.30-4.20
    T3 frei (fT3): 5,7 Referenzbereich: 3.1-6.8
    T4 frei (fT4): 17,4 Referenzbereich: 11.1-21.6


    LG
    Liv








    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Und bitte auch die Referenzbereiche überall sowie die weiteren Details, um die ich oben gebeten habe.

    Das Splitten ist quasi Standard für T3:



    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...on-%DCbersicht

  8. #8
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Hallo Liv,

    bist du dir sicher, dass bei fT4 und fT3 die Einheit richtig ist? Das wären nämlich recht ungewöhnlich hohe Referenzbereiche. Steht da nicht doch pmol?
    Geändert von Ness (05.11.21 um 18:00 Uhr)

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Es ist sicher immer dasselbe Labor gewesen? - ich habe das Fehlende (LT-Karenz?) rot ergänzt.

    Zitat Zitat von Liv Charlotte Beitrag anzeigen

    19.10. 2017 unter 88 mcg LT, Annahme: Blutabnahme ohne LT-Einnahme kurz davor?
    TSH basal: 0,56 ( 0.30-4.20)
    T3 frei (fT3): 3,6 (3.1-6.8)
    T4 frei (ft4): 12,3 (11.1-21.6)

    Werte 23. März 2021, wo es mir nicht gut ging:, unter 88 mcg LT,Annahme: Blutabnahme ohne LT-Einnahme kurz davor?
    TSH: 3,310 ( 0.30-4.20)
    T3 frei (fT3): 2,4 pg/ml (3.1-6.8)
    T4 frei (fT4): 13,1 pg/ml (11.1-21.6)

    Dann Werte 3. August 2021, unter 88 mcg LT, Annahme: Blutabnahme ohne LT-Einnahme kurz davor?
    TSH basal: 1,25 ( 0.30-4.20)
    T3 frei (fT3): 3.6 (3.1-6.8)
    T4 frei (ft4): 23.1 (11.1-21.6)

    4. Oktober 2021, unter 50 mcg Prothyrid seit 3 Monaten (50 mcg T4 + 5 mcg T3), kein Splitten, Annahme: Blutabnahme ohne LT-Einnahme kurz davor?
    TSH basal: 2,15 ( 0.30-4.20)
    T3 frei (fT3): 5,7 (3.1-6.8)
    T4 frei (fT4): 17,4 (11.1-21.6)


    Zu März 2021:
    Entweder fT3-Messfehler, oder wenn der Wert stimmt, dann müsstest du da irgendwas gehabt haben - Infekt etc., weil dein fT3 ungewöhnlich niedrig, ja eigentlich unternormig ist. Oder irgendein Medikament, was du sonst nicht nimmst. So tief dürfte der Wert nicht einmal bei einem Infekt sein, allerdings zeigt das TSH auch, dass da etwas ungewöhnlich niedrig ist, und das ist eben das fT3. Was war da los? Wenn es einem *kurzfristig* schlecht geht, sollte man eigentlich keine Kontrolle machen und wenn doch und solche Werte dabei herauskommen, sollte man nach einer Weile erneut kontrollieren. - Jetzt wäre es also wichtig zu wissen, was im März mit dir los war.

    Zu August 2021:
    Eine langjährig bewährte Dosis urplötzlich so hoch (fT4)? Das hohe fT4 ist genauso überraschend, wie das tiefe fT3 im Frühjahr. Hast du evtl. die Pille abgesetzt oder sonst irgendwas geändert bei dir oder ganz einfach nicht LT-nüchtern zur Kontrolle gegangen?

    Wenn du bitte diese beiden roten Fragen zu März beantwortest, mache ich weiter mit Oktober :-)
    Geändert von panna (05.11.21 um 19:57 Uhr)

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Von L-Thyroxin auf niedrigere Dosis Prothyrit - Müdigkeit

    Dosis 100 habe ich korrigiert.

    Nie nüchtern. Immer nach LT-Einnahme.
    Bitte gib doch genau an, wie der zeitliche Abstand war. Es ist nicht egal.

    Johanniskrauttabletten
    Johanniskraut zusammen mit LT ist keine gute Kombi, die Auswirkung könnte typisch sein.

    Mönchspfeffer beeinflusst die Hormonlage auch, habe jetzt nicht auf dem Schirm, ob direkt oder auf dem Weg der Sexualhormone (die ja selbst mit den 'Schilddrüsenhormonen in Wechselwirkung stehen). Also gut, dass du das dann auch abgesetzt hast.

    Aber: deswegen muss man nicht das Präparat wechseln. - Dein August-fT4 war übernormig, wohl wegen der Einnahme zuvor (wie war bitte der zeitliche Abstand genau?). Aber auch wenn man die Einnahme-Serumspitze erwischt bei der Blutabnahme, der Wert sollte auch dann nicht unbedingt übernormig sein, d.h. es ist möglich, dass die Dosis grenzwertig zu hoch war - eventuell unter Einfluss von den Sachen, die du eingenommen hast ... Macamaca:

    Aus Tierversuchen ergeben sich Hinweise, dass Maca oder Macazubereitungen Wirkungen auf Geschlechtsorgane aus- üben können. Zudem können sie in Interaktion mit Hormonwirkungen treten. Beides bietet das Potenzial für das Auftreten unerwünschter Wirkungen.


    http://www.bfr.bund.de/cm/343/risiko...ungsmittel.pdf

    Ich denke mal, du hast dir deine Einstellung mit diesen Mitteln etwas zerschossen.

    Wenn du jetzt noch die bislang unbeantwortete Frage nach dem zeitlichen Abstand zwischen Medikamenten-Einnahme und Blutabnahme August und Oktober beantworten würdest, dann könnten wir überlegen, wie du weitermachst.

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