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Thema: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

  1. #1
    Benutzer Avatar von macaro
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    Standard Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    Hallo und guten Abend,
    ich habe seit 2006 Hashimoto und auch einige Ärzte nicht mehr besucht weil sie mir nicht glaubten... auch das Thema Thybon wird nicht verschrieben ist mir bekannt, nehm es seit 2007 und jeder neue Arzt sagt: was soll das? Das bringt doch nix oder Ähnliches.

    Seit Wochen geht es mir sehr schlecht: Schlappheit, Schweißausbrüche, Herzrasen bei kleinsten Anstrengungen, Depristimmung, Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen. Nach den Corona Impfungen im Juni+Juli hatte ich quasi einen Schub und habe mal das Thybon etwas reduziert.
    Ich nahm vorher:
    L-Thyrox 50 1mal täglich und Thybon 5, morgens und abends.
    Dann Thybon reduziert auf 2 mal wöchentlich 5 am morgen denn ich hatte Herzrasen und mein T3 war ziemlich hoch, meine Hausärztin schickte mich deshalb zum Endo denn mein T3 lag bei 6.05 (3.5-6.5), das war vor den Impfungen.

    Ich muss dazu erwähnen dass ich 2015 wegen Angststörung in der Klinik war und ein Antidepressivum bekam, Cipralex, was ich 1 Jahr lang nehmen sollte und mich nicht traute abzusetzen. Ich habe letztes Jahr die Dosis mal verringert (ich nahm täglich 1 Tropfen, dann auf alle 2 Tage: 1 Tropfen).
    Diesen Sommer hab ich weiter reduziert auf alle 3 Tage: 1 Tropfen.

    Ja und jetzt frag ich mich womit hängt mein schlechtes Befinden zusammen oder ist es nur Zufall?
    Kann es sein dass das Cipralex mich so runtergedimmt hat dass ich die Überfunktion nicht gemerkt habe?
    Haben die Impfungen in dem Zusammenhang was bewirkt?

    Die neue Endokrinologin sagte ich muss unbedingt weiter reduzieren denn das waren
    meine letzten Werte vom 5.10.2021
    TSH 0.510 (0.27-4.2)
    T3 5.35 (3.1-6.8)
    T4 15.4 (12-22)
    Ich nehme jetzt L-Thyrox morgens 50 und Thybon abends 5.

    Jeder hier kennt es wie das nervt wenn quasi ALLES als anstrengend empfunden wird. Und man nur zu Hause rumsitzt. So schlimm war es sehr lange nicht mehr, es schwankt meist nur die Belastbarkeit und dann ruhe ich mich paar Tage aus und es geht dann wieder. Ich bin Rentnerin und meine einzige Aktivität ist wenn ich mit meinen Enkeln(1 und 4 Jahre alt) zusammen bin, meist einmal die Woche.

    Ich nehme noch Vitamin D im Winter, 2000 am Tag. Manchmal Magnesium. Selen hat mir Kopfschmerzen gemacht. Ich vertrage grundsätzlich kaum irgendwas an Medis oder NEM.

    Wäre schön wenn mir jemand dazu was schreiben würde, ich lese quasi den halben Nachmittag hier im Forum rum.

  2. #2
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    Dann Thybon reduziert auf 2 mal wöchentlich 5 am morgen
    T3 hat eine Halbwertszeit von ca. 16 Stunden. D.h. mit diesem Einnahmeschema hast du dir stark schwankende T3-Spiegel verpasst. Das könnte ein Grund für das schlechte Befinden sein. T3 gehört täglich genommen, bevorzugt gemeinsam mit T4 und/oder gesplittet. Beides flacht den Peak von T3 im Blut ab.

    Wenn dir 5 zu viel ist, dann eben Tablette kleiner teilen oder als Tropfen nehmen.

    Wie lange war die T3-Karenz vor der letzten BE?

  3. #3
    Benutzer Avatar von macaro
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    meinst du: wie lange ich vor der Blutabnahme das Thybon genommen hatte? Das waren 12 Stunden.
    Ich hatte ja 5 Mikrogramm Thybon ca 2 Jahre lang immer morgens mit dem L-Thyrox eingenommen und dann am Abend nochmal 5 Thybon. Dann hab ich im Sommer Herzrasen bekommen, meine Hausärztin meinte ich soll reduzieren, da habe ich dann 4 Monate lang das Thybon morgens nur an 2 Tagen genommen.
    Nach dem Endobesuch dann nur noch spätnachmittag 5 Mikrogramm Thybon, morgens nix.
    Ich bin nicht sicher ob ich deine Antwort richtig verstehe

  4. #4
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    Es gibt in der Literatur eher anekdotisch Hinweise darauf, dass SSRIs die Schilddrüsenhormonlage beeinflussen. Soweit ich weiß, weiß niemand genau welches bei wem wie. Es kann auch sein, dass erst die Angsterkrankung die SD-Werte beeinflusst hat, und sich das eben durch die medikamentöse Therapie jetzt normalisiert. Aber die Studienlage ist sehr widersprüchlich und viele Studien sind statistisch ‚underpowered‘ wegen zu wenigen Probanden.

    Da bleibt, denke ich, nur der Selbstversuch mit möglichst viel Informiertheit.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    Zitat Zitat von macaro Beitrag anzeigen
    Ich hatte ja 5 Mikrogramm Thybon ca 2 Jahre lang immer morgens mit dem L-Thyrox eingenommen und dann am Abend nochmal 5 Thybon.
    Das ist ganz schön viel bei nur 50 mcg Thyroxin.

    Dann hab ich im Sommer Herzrasen bekommen, meine Hausärztin meinte ich soll reduzieren, da habe ich dann 4 Monate lang das Thybon morgens nur an 2 Tagen genommen.
    Schlechter geht es kaum. Thybon flutet stark an, macht einen hohen fT3-Spiegel - aus dem Grund sollte man auch 5 mcg Thybon verteilt einnehmen. Und vor allem: 2 Male in der Woche morgens ist völlig widersinnig. Damit hast du zwei Male in der Woche einen hohen fT3-Spiegel, einige Stunden lang und sonst kaum nennenswerte Wirkung. Das belastet das Herz und den Stoffwechsel. Denn normalerweise, bei Gesunden, ist der fT3-Spiegel bemerkenswert konstant. Nimmt man nun Thybon, sollte es eben so gestaltet werden, dass Hormonspitzen ausbleiben.

    Ich würde umstellen, zunächst morgens + vorm Schlafen je 2,5 mcg Thybon. Wenn das klappt, vielleicht überlegen, ob du das Thybon wirklich überhaupt brauchst oder ob dir nicht 2,5 mcg abends reichen würden.

  6. #6
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    meinst du: wie lange ich vor der Blutabnahme das Thybon genommen hatte?
    Ja. Ich sehe es wie die Endokrinologin, dass die T3-Dosis bis zu dieser letzten BE noch zu hoch war.
    Haben die Beschwerden erst nach der letzten Senkung angefangen? Oder haben sie sich dadurch geändert?

  7. #7
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    Was auch noch wichtig ist, ist die AD-Dosisverringerung mit einem Facharzt abgesprochen worden? gerade die Depristimmung, Schlappheit und Schlafstörungen können auch mit der AD-Dosis zusammenhängen. Wieviel mg ist denn ein Tropfen?

    Ich hatte auch Cipralex während Überfunktionen und bei mir hat es die Symptome davon definitiv nicht "wegdimmen" können.

  8. #8
    Benutzer Avatar von macaro
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    Danke für die Antworten.
    Ich hatte ja das Thybon im Sommer reduziert weil ich Herzrasen hatte... und die neue Endokrinologin aufgrund der Blutwerte am 5.10. meinte ich soll Thybon nur noch einmal nehmen und zwar nachmittags. Jetzt bin ich etwas verwirrt... also 2,5 Mikrogramm Thybon, das sind dann Brösel da es nur 20er Tabletten gibt. Aber das krieg ich hin.
    Vorherige Ärzte in Berlin hatten mir früher schon eine Reduzierung empfohlen aber nie so genau erklärt, es wurde mir nur im Brief mitgeteilt. Jetzt bin ich ja umgezogen und hab eine neue Ärztin. Ich muss auch dazusagen dass ich wegen Corona nicht beim Endo war seit 2020.
    Was meinst du, sollte ich bis zum nächsten Endotermin warten- der ist am 1.12. - oder umstellen auf morgens und abends 2,5 Mikrogramm?

  9. #9
    Benutzer Avatar von macaro
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    Also das Cipralex wurde mir im Krankenhaus 2015 gegeben da ich so empfindlich auf Medikamente reagiere, habe ich mit einem Tropfen angefangen und das hat gereicht um mich zu stabilisieren. 1 Tropfen enthält 1 mg Ecitalopram.
    Nach dem Krankenhausaufenthalt habe ich keinen Arzt mehr gehabt den ich dazu fragen konnte und habe es einfach weiter genommen. Bis 2020. Da habe ich angefangen es zu reduzieren. Und es war okay, hab es nicht so wirklich vermisst und deshalb dieses Jahr weiter reduziert.
    Ich sollte es eigentlich nur 1 Jahr nehmen hab mich nicht getraut es abzusetzen.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schilddrüsenwerten und Antidepressivum

    Zitat Zitat von macaro Beitrag anzeigen
    Vorherige Ärzte in Berlin hatten mir früher schon eine Reduzierung empfohlen aber nie so genau erklärt, es wurde mir nur im Brief mitgeteilt. Jetzt bin ich ja umgezogen und hab eine neue Ärztin. Ich muss auch dazusagen dass ich wegen Corona nicht beim Endo war seit 2020.
    Was meinst du, sollte ich bis zum nächsten Endotermin warten- der ist am 1.12. - oder umstellen auf morgens und abends 2,5 Mikrogramm?

    Wenn du mich fragst, ich würde sofort umstellen, aber schon damit rechnen, dass deine Werte dann am 1. Dezember vielleicht nicht ganz "reif" sein werden. Es kann auch sein, dass dein fT4 höher wird bei T3-Reduktion. Wenn du den Endo nicht auf Januar verschieben kannst, dann - ja dann ... sag ihm, dass du gerade umstellst. Ich meine, so eine verrückte Dosis halten, nur um damit "aussagefähige" Werte zu haben, das hat letztendlich wenig Sinn, meine ich zumindest.

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