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Thema: UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

  1. #1
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    Standard UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

    Hallo zusammen,
    ich lese seit ein paar Wochen hier mit und bin echt begeistert von den vielen Infos, die man hier finden kann. Jetzt benötige ich auch eure Hilfe.
    Ich bin männlich, 35, 188 cm, 84 kg, sportlich (Handball, Klettern)
    Seit Ende Juli plagt mich ein permanenter Schwankschwindel beim Laufen für den ich keine Erklärung habe.
    Ein kleines Blutbild meines HA hat am 6.9.2021 einen TSH von 5,39 als Auffälligkeit gezeigt, den der HA nicht so schlimm fand, nachdem er im Ultraschall auch nichts entdecken konnte. Er schob den Schwankschwindel auf HWS Syndrom. Auf Nachfrage war mein TSH bei der letzten Blutkontrolle 2017 auch bereits bei 5,44. Nachdem es mir immer schlechter ging, ich hundemüde war jeden Tag, mich nicht konzentrieren kann, meine Beine oft schwach sind und ich mich sehr zurückgezogen habe, keinen Sport mehr machen konnte, habe ich den HA gewechselt, der den Verdacht auf Hashimoto geäußert hat und daraufhin BE angeordnet hat.

    kleines Blutbild + Antikörper Test am 19.10.:
    TSH = 5,07
    Vitamin D3 = 31,6 µg/l (30,0-59,0 µg/l)
    TRAK < 0,10 IU/l (< 0,55 IU/l)
    AK gegen hTPO = 1,20 IE/ml (< 5,61 IE/ml)
    Thyreoglobulin-AK = 1,42 IE/ml (< 4,11 IE/ml)

    Diagnose: kein Hashimoto aber UF --> 75 µg LT Hexal verordnet

    Habe dann voller Hoffnung mit 75 µg gestartet (20.10.) und am zweiten Tag wäre mir fast das Herz aus der Brust gesprungen, mir war super schwindelig, konnte nichts mehr am Bildschirm lesen, kurzatmig, Kopfschmerzen. Daraufhin nach Rücksprache mit HA einen Tag pausiert und dann auf 37.5 µg runter (23.10.). Selbes Spiel nach 3 Tagen: wieder starker Schwank- und Benommenheitsschwindel, Kopfschmerzen, Stechen in der Brust etc. Daraufhin runter auf 18,75 µg (26.10.). Nebenwirkungen deutlich geringer, leichte Kurzatmigkeit und Husten vormittags, Bruststechen aushaltbar. Trotzdem hat der HA am Folgetag nochmal Blut genommen um 9.30 NACHDEM ich um 6 Uhr meine 18.75 µg LT genommen hatte.

    TSH = 2,13
    fT3 = 4,96 (2,5-6,0 = 70%)
    fT4 = 14,6 (9,0-19,0 = 56%)

    Jetzt meint er es ist alles im grünen Bereich, ich soll gar kein LT mehr nehmen. Er kann sich auch nicht erklären warum der TSH jetzt abgefallen ist, aber scheinbar ist die SD doch normal am arbeiten...

    Ich bin EXTREM verunsichert und habe heute früh, nach einer schlaflosen Nacht, trotzdem wieder 18,75 µg LT genommen. Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich mindestens seit 2017 in der UF bin und die 75 µg definitiv zu viel waren für den Anfang, und auch die Werte des letzten Blutbilds erklären. Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

    Der Vollständigkeit halber: Astrazeneca Impfung 12.5. (extreme Nebenwirkungen, Fieber, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen), Biontech Impfung 15.7. (quasi keine Nebenwirkung, aber kurz danach ging es mit dem Schwankschwindel los)

    Ich freue mich über jede Rückmeldung

  2. #2
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    Standard AW: UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

    Auch dieser Hausarzt scheint sich mit der Schilddrüse nicht wirklich auszukennen. Geh zu einem Nuklearmediziner. Der kennt sich besser damit aus. Die letzten Werte wurden mit dem Schilddrüsenhormon gemacht, daher ist dein TSH Wert niedriger. Es kann sein, dass du bisher noch eine leichte Unterfunktion hast. Dein Vitamin D Wert ist auf jeden Fall zu niedrig. Nimmst du welches gegen den Mangel?

    Vg

    Artista

  3. #3
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    Standard AW: UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

    Hi Artista,
    danke für deine Einschätzung.

    Ich habe am selben Tag, als ich mit LT angefangen habe auch angefangen ein Kombipräparat zu nehmen (2.000 IE Vitamin D3 + 50 µg Vitamin K2 MK7), natürlich erst nachmittags, wenn LT sicher resorbiert ist. Dazu nehme ich noch 200 mg Mg in der Hoffnung dass meine Beinmuskulatur langsam mal entspannt und nicht mehr so zittrig ist. Ist das zu wenig?

    Habe gerade noch einen Termin beim Endo ausgemacht für nächsten Donnerstag. Ohne Überweisung kann man glaube ich nicht zu einem Nuklearmediziner, oder? Mein HA meinte noch, dass man das erst macht wenn man sich in der Euthyreose befindet um nach Knoten o.ä. zu suchen.

    VG Pomsi

  4. #4
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    Standard AW: UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

    Es war keine gute Idee, nur Aufgrund des TSHs Schilddrüsenhormone zu verordnen. Deine 18 mcg sind sozusagen ft4 - dieser Wert sollte niedrig sein, wenn man mit Schilddrüsenhormonen anfängt.

    Schwankschwindel als einziges Unterfunktionssymptom finde ich sonderbar… Könnte sein, dass man Deine Unterfunktion (sofern sie sich bestätigt) nur zufällig ausgegraben hat und das Problem ganz woanders liegt.

    Auch die Nahrungsergänzung kann viele Probleme machen. Sofern nicht schon versucht, würde ich mit dem Zeug ein, zwei Wochen pausieren und schauen, ob der Schwindel besser wird.

    Ich glaube, ich würde parallel zur Schilddrüsengeschichte den Schwankschwindel weiter abklären lassen. Wo warst Du denn? Auf Anhieb fallen mir Augenarzt, Orthopäde, HNO und Zahnarzt ein, wo man vorstellig werden könnte. Und zusätzlich natürlich die üblichen Verdächtigen, wie Eisen, Ernährung, B12, besonderer Stress usw.

    Schwindel ist leider ein sehr weites Feld.

  5. #5
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    Standard AW: UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

    Mein HA meinte noch, dass man das erst macht wenn man sich in der Euthyreose befindet um nach Knoten o.ä. zu suchen.
    Wie gesagt, der HA hat offenbar wenig Ahnung. Das stimmt nicht! Er hätte dich vor Beginn der Therapie hinschicken sollen, wenn er schon selbst fT3 und fT4 nicht bestimmt hat. Nuklearmediziner sind Fachärzte für die Schilddrüse inkl. Erhebung und Befundung der Blutwerte sowie Therapieverordnung.

    die 75 µg definitiv zu viel waren für den Anfang, und auch die Werte des letzten Blutbilds erklären.
    Das sehe ich beides auch so.

    Leider wird sich jetzt auch der Endo schwertun, die Werte zu beurteilen, durch diese Verfälschung der Werte durch Einnahme - die viel zu kurz ist, um einen konstanten Spiegel im Blut zu haben. Blöde Situation.

  6. #6
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    Standard AW: UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen
    Es war keine gute Idee, nur Aufgrund des TSHs Schilddrüsenhormone zu verordnen. Deine 18 mcg sind sozusagen ft4 - dieser Wert sollte niedrig sein, wenn man mit Schilddrüsenhormonen anfängt.

    Schwankschwindel als einziges Unterfunktionssymptom finde ich sonderbar… Könnte sein, dass man Deine Unterfunktion (sofern sie sich bestätigt) nur zufällig ausgegraben hat und das Problem ganz woanders liegt.

    Auch die Nahrungsergänzung kann viele Probleme machen. Sofern nicht schon versucht, würde ich mit dem Zeug ein, zwei Wochen pausieren und schauen, ob der Schwindel besser wird.

    Ich glaube, ich würde parallel zur Schilddrüsengeschichte den Schwankschwindel weiter abklären lassen. Wo warst Du denn? Auf Anhieb fallen mir Augenarzt, Orthopäde, HNO und Zahnarzt ein, wo man vorstellig werden könnte. Und zusätzlich natürlich die üblichen Verdächtigen, wie Eisen, Ernährung, B12, besonderer Stress usw.

    Schwindel ist leider ein sehr weites Feld.
    Die Befürchtung habe ich jetzt auch, dass der TSH einfach alleine nicht aussagekräftig ist und ich keinen "Start fT3/fT4" habe nach dem sich die Therapie richten kann.
    Ich befürchte, dass der Schwankschwindel jetzt auch nicht 100% von der Schilddrüse kommt, obwohl ich schon gelesen habe, dass das ein Symptom ist, sondern eher von verspanntem Nackenbereich aufgrund von Fehlhaltung, aber die Physio hatte zunächst keine Verbesserung gezeigt...
    HNO sagt mein Gleichgewichtsorgan ist perfekt. Neuro, Augenarzt und Zahnarzt war ich noch nicht, da der HA gemeint hat wir müssen die "Baustelle Schilddrüse" erst abschließen, bevor er mich zu einem anderen FA schickt. Sehr ärgerlich...
    Nahrungsergänzung nehme ich erst seit 2 Wochen. Eisen und B12 steht als nächstes auf der Liste zum abarbeiten.
    Danke für deine Einschätzung!

  7. #7
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    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, der HA hat offenbar wenig Ahnung. Das stimmt nicht! Er hätte dich vor Beginn der Therapie hinschicken sollen, wenn er schon selbst fT3 und fT4 nicht bestimmt hat. Nuklearmediziner sind Fachärzte für die Schilddrüse inkl. Erhebung und Befundung der Blutwerte sowie Therapieverordnung.


    Das sehe ich beides auch so.

    Leider wird sich jetzt auch der Endo schwertun, die Werte zu beurteilen, durch diese Verfälschung der Werte durch Einnahme - die viel zu kurz ist, um einen konstanten Spiegel im Blut zu haben. Blöde Situation.
    Ja, ich bin auch frustriert, dass man als Nichtfachmann da so ausgeliefert ist... Ich hoffe trotzdem dass der Endo mir sagen kann, was jetzt das schlauste ist, wie ich weiter machen soll... LT nehmen und dann BE in 4-6 Wochen? LT absetzen?

  8. #8
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    Standard AW: UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

    Neuro, Augenarzt und Zahnarzt war ich noch nicht, da der HA gemeint hat wir müssen die "Baustelle Schilddrüse" erst abschließen, bevor er mich zu einem anderen FA schickt.
    Das Problem ist, dass eine Einstellung mit SD-Hormonen üblicherweise (mind.) ein paar Monate dauert. Ich würde an deiner Stelle schon mal die Ärzte abklappern, wo du ohne Überweisung hin kannst.

    BE in 4-6 Wochen?
    Unter 6 Wochen jedenfalls nicht.

  9. #9
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    Standard AW: UF oder nicht UF, das ist hier die Frage

    Du hast ja nicht nur wegen dem TSH, sondern auch wegen passender Beschwerden angefangen. Da würde mich an deiner Stelle schon interessieren, was L-Thyroxin vielleicht bringt, wenn man dabei bleibt.

    So oder so würde ich mir einen fachärztlichen Ultraschallbefund schriftlich besorgen, schon wegen der Größe der Schilddrüse.

  10. #10
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    Ok, danke schon mal für eure Hilfe!

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