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Thema: Morbus Basedow diagnostiziert - einige Fragen

  1. #31
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    Standard AW: Morbus Basedow diagnostiziert - einige Fragen

    Das Einnahmeschema ist sehr suboptimal, das macht man wirklich nicht so, aus gutem Grund. Bei einer MB-Schilddrüse ist eine gleichmäßige Hemmung jederzeit wichtig, egal bei welcher Dosis. Die Halbwertszeit von Thiamazol beträgt ca. 24 Stunden, und so ist man dann bei *täglicher* Einnahme ausreichend gleichmäßig versorgt, ohne Spitzen gefolgt durch Lücken bei der Hemmung. Wöchentliche zweimalige Einnahmen - muss dir sagen, du bist die Erste, bei der ich sowas sehe, das sollte man wirklich nicht tun - Spitzen und Lücken sind bei dir die Regel. Du hättest von 5 Thiamazol erst auf täglich 2,5 mcg reduzieren sollen.

    Momentan, wenn ich mir deine Wochendosis ausrechne (anders kann ich mir bei wöchentlich zweimaliger Einnahme nicht helfen), nimmst du ca 1,4 mg täglich. Was natürlich so nicht ganz stimmt, aber von irgendwas muss ich ausgehen, wenn ich dir einen Wechsel zur gleichmäßigen Einnahme vorschlage. 1,5 täglich ist wirklich schwer zu bröseln, in solchen Fällen raten wir zu 2,5 alle zwei Tage, das ist bei der kleinen Hemmerdosis bereits eine annehmbare Distanz, nämlich 2,5 abwechselnd mit 0 mg.

    Und ja, ich sehe, dass die TRAK scheinbar höher geworden sind. Man könnte das zwar noch als Messschwankung ansehen, aber da das TSH eben auch ein klein wenig tiefer ging (obwohl das fT4 nicht höher wurde, d.h. evtl. wegen der TRAK), bin ich geneigt, davon auszugehen, dass diese langen Nichteinnahme-Phasen (5 Tage in der Woche) ihren Tribut fordern könnten. Aber auch wenn dies nicht der Grund ist: Ich würde aufhören mit diesem Schema und ich würde erst das Schema wechseln, noch nicht wirlich reduzieren.

    Was du machen könntest: Bitte um ein Rezept für Carbimazol. Der Wirkstoff ist gleich, die Wirkstärke ist geringer. 10 mcg Thiamazol = ca. 16 mg Carbimazol, d.h. wenn du jetzt anfängst, täglich 2,5 Carbimazol zu nehmen, wärest du per Wochendosis so ganz grob bei 16-17 Carbi (= 10 mg Thiamazol) die Woche, eine winzige Kleinigkeit darüber. Ich würde sagen, nimm 2,5 mg Carbimazol täglich und lass in 14 Tagen Werte machen, um zu sehen, wie das wird, denn tägliche Hemmung ist eben nicht wöchentlich-zweimalige Hemmung. Von dem Ausgangspunkt kann man dann nachher, wenn nötig, bequemer reduzieren, nämlich auf die tägliche Wechseldosis 2,5/0 gehen, die dann weniger ist, als wenn du von Thiamazol 2,5/0 nehmen würdest. - Wenn du unbedingt auch reduzieren willst, lass die 2,5 mg Carbi einmal die Woche, etwa Sonntag, weg.

  2. #32
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    Standard AW: Morbus Basedow diagnostiziert - einige Fragen

    Danke dir ganz herzlich für deine ausführliche Antwort und Erklärung.

    Aber wenn die SD-Werte weiterhin Richtung UF gehen müsste ich die Gabe schon reduzieren, wobei dann besser eine mehrmalige Dosis einer geringeren Menge Thiamazol oder Carbimazol, richtig?

  3. #33
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    Standard AW: Morbus Basedow diagnostiziert - einige Fragen

    Ich sehe dich noch nicht in Richtung Unterfunktion gehen. Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass sich deine zweimal-die-Woche-stärkere-Hemmung womöglich anders verhält als eine regelmäßige aber niedrigere Hemmung, das ist jetzt einfach unbekannt. Die regelmäßige Dosierung, die gleichmäßige Hemmung gilt nicht nur jetzt sondern grundsätzlich immer und die würde ich jetzt zwar spät, aber doch etablieren. Wenn du bei 5 mg bleibst und dann etwa einmal die Woche nimmst, wäre der nächste Schritt das Absetzen - man kann gar nicht ausschleichen. Wie gesagt, so macht man das nicht wirklich.

    Bei diesen letzten Werten würde ich zunächst die Umstellung machen und in zwei Wochen dann überlegen, ob auf der Grundlage der 2,5-mg-Carbi-Dosierung gesenkt werden kann.
    Wenn du jetzt unbedingt senken willst - siehe letzten Satz im vorherigen Beitrag, lass Sonntag weg.

  4. #34
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    Standard AW: Morbus Basedow diagnostiziert - einige Fragen

    Danke dir, dann werde ich abwarten und die Dosis auf mehrere Tage splitten oder auf das Carb. umsteigen

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