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Thema: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

  1. #11
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Das stimmt nicht, es gibt relativ viele Studein zum Thema aus dem letzten Jahr. Einfach den Schiebschalter bei den Jahren mal setzen auf 2020-2022 und ins Suchfenster mal Selenium eingeben. Wer Probleme mit Englisch hat, keine Angst, es gibt die wissenschaftliche Übersetzungs-App Deepl. Nutze ich immer wenn ich zu faul bin zu übersetzten, was allerdings selten vorkommt, denn meist ändere ich doch noch ein paar Formulierungen oder benutze die besser passenden Vokabeln.

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28819948/
    For example, it has been demonstrated that an excessive supplementation of selenium may enhance the effects of iodine deficit in endemic regions, while proper supplementation of selenium in studied animals may alleviate the consequences of iodine excess, preventing destructive-inflammatory lesions in the TG. This paper is a summary of the current knowledge on the role of selenium in the functionality of the TG.
    So wurde beispielsweise nachgewiesen, dass eine übermäßige Selenzufuhr die Auswirkungen eines Jodmangels in endemischen Regionen verstärken kann, während eine angemessene Selenzufuhr bei den untersuchten Tieren die Folgen eines Jodüberschusses abmildern und zerstörerisch-entzündliche Läsionen in der TG verhindern kann. Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung des derzeitigen Wissens über die Rolle von Selen in der Funktionalität des TG.
    TG=Schilddrüse

  2. #12
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23486107/

    The recommended daily intake of selenium varies from 60 μg/day for women, to 70 μg/day for men. In growing ruminants the requirements are estimated at 100 μg/kg dry matter and 200 μg/Kg for pregnant or lactating females. A deficiency can cause reproductive disorders in humans and animals.

  3. #13
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Zusammenfassung des aktuellen Wissensstandes, also eine Übersichtsarbeit, ohne neue Erkenntnisse. Wie die Verfasser selbst schreiben:

    There are many hypotheses concerning the protective role of selenium in thyroid diseases. At present, it is assumed that proper selenium supplementation may :
    "Es gibt viele Hypothesen bezüglich der Rolle von Selen bei Schilddrüsenkrankheiten. Gegenwärtig wird angenommen, dass Selen-Supplementierung [folgendes] bewirken könnte: ... "

    ... und dann kommen Punkte 1-7, was es könnte - Hervorhebungen von mir, also keine letzten Gewissheiten. Natürlich keine Spur von Umwandlungssteigerung :-).
    Das ist nun mal der Stand, nicht mehr, nicht weniger. Man tut ganz sicher gut daran, keinen Mangel zuzulassen, und bezogen auf die Frage des Themenerstellers: völlig egal, ob seronegativ oder nicht. Und man tut auch gut daran, wie Janne erwähnte, nicht zu viel davon zu genießen.

  4. #14
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten!

    Wenn ich ehrlich bin, verwirren mich die ganzen Studienergebnisse eher, als dass sie mich weiter bringen... Ich werde also den Rat befolgen und erst meine Werte bestimmen lassen, bevor ich irgendetwas zusätzlich einwerfe.

    Welche Werte können denn bei einer HT erfahrungsgemäß verändert sein, die ich bestimmen lassen sollte? Janne1 schrieb was von Eisen... was wäre denn noch wichtig?

  5. #15
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Schau einfach zu dem Thema Eisen im Forumswissen nach. Bei Selen, lass den Wert ermitteln und entscheide dann.

  6. #16
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Janne, definitive Nachweise für die Notwendigkeit von Supplementation (außer Mangel natürlich) für Hashimoto fehlen bis dato, das weiß man ja, daran ändert eine Auflistung von möglichen Einsatzgebieten auch nichts.
    Man bekommt Selen schon auch bei anderen Krankheiten empfohlen, z.B. bei Arthrose. Und wenn ich wegen Hashimoto etwas mehr verbrauche und wenig Selenlieferanten konsumiere, dann kann die Einnahme sinnvoll sein. Hinzu kommt noch, dass Jod den Selenbedarf erhöht. Dass sich die Einnahme für mich tatsächlich in Form von besseren Gelenken oder selteneren TRAK rentiert, kann ich natürlich nicht wissen, aber es sind keine teuren Präparate.

    Ich persönlich kontrolliere den Selenspiegel nicht (mir reicht der frühere Mangel vor Einnahme). Ich bin schlank und meine Eltern haben keine Probleme mit dem Blutzucker. Und ein bisschen Selen für sich allein wird wohl nicht als Diabetes-2-Auslöser reichen. Das kann man natürlich auch anders bewerten, je nach Haltung zu Risiken und Disposition.

    Ich finde es etwas extrem, dass Endokrinologen früher (wegen der Gärtner-Studien) 200 oder sogar 300 µg empfahlen ohne jede Kontrolle, und jetzt soll Selen plötzlich völlig für die Katz sein. Wenn man parallel vor Jod warnen würde, ginge es ja noch, aber so ...
    Geändert von Irene Gronegger (11.10.21 um 20:32 Uhr)

  7. #17
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Man bekommt Selen schon auch bei anderen Krankheiten empfohlen, z.B. bei Arthrose. Und wenn ich wegen Hashimoto etwas mehr verbrauche und wenig Selenlieferanten konsumiere, dann kann die Einnahme sinnvoll sein. Hinzu kommt noch, dass Jod den Selenbedarf erhöht. Dass sich die Einnahme für mich tatsächlich in Form von besseren Gelenken oder selteneren TRAK rentiert, kann ich natürlich nicht wissen, aber es sind keine teuren Präparate.

    Ich persönlich kontrolliere den Selenspiegel nicht (mir reicht der frühere Mangel vor Einnahme). Ich bin schlank und meine Eltern haben keine Probleme mit dem Blutzucker. Und ein bisschen Selen für sich allein wird wohl nicht als Diabetes-2-Auslöser reichen. Das kann man natürlich auch anders bewerten, je nach Haltung zu Risiken und Disposition.

    Ich finde es etwas extrem, dass Endokrinologen früher (wegen der Gärtner-Studien) 200 oder sogar 300 µg empfahlen ohne jede Kontrolle, und jetzt soll Selen plötzlich völlig für die Katz sein. Wenn man parallel vor Jod warnen würde, ginge es ja noch, aber so ...


  8. #18
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Ich finde es etwas extrem, dass Endokrinologen früher (wegen der Gärtner-Studien) 200 oder sogar 300 µg empfahlen ohne jede Kontrolle, und jetzt soll Selen plötzlich völlig für die Katz sein.
    Ja, sogar sehr extrem, aber was willst du machen. Mir sagte eine SD-Spezialistin noch eher am Anfang meiner Krötenkarriere: Keine Dauereinnahme, lieber gutes Zeug (sie meinte damit Selenase-Ampullen) kurmäßig. Hat mich überrascht, aus heutiger Sicht hatte sie eher Recht als die Gießkannen--Behandler.

    Dass du selbst ohne Kontrolle dauereinnimmst - ja nun, du kennst dich aus, kennst die Variablen (bis auf deinen Selenspiegel ) und auch die Risiken. Wer hier fragt, will, wie man sieht, keine Studien (kann man echt gut nachempfinden), sondern oft einfach nur "Handlunsanweisungen", Empfehlungen. Da würde ich persönlich immer die Serumkontrolle als ersten Schritt empfehlen.

    PS
    (es ist ja mit Thybon etwa auch nicht groß anders: "Hier, nehmen Sie täglich eine davon :-))
    Geändert von panna (11.10.21 um 21:10 Uhr)

  9. #19
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Da würde ich persönlich immer die Serumkontrolle als ersten Schritt empfehlen.
    Ja, dann weiß man, wo man steht, wenn man gar nichts nimmt. Das ist viel einfacher als die Kontrolle, wenn man schon welches nimmt.

    Ich nehme übrigens an, dass ich nach einem Absetzen bald wieder im Mangel wäre, denn einen richtigen Speicher gibt es ja nicht.

    Selenase-Ampullen enthalten übrigens Natriumselenit. Vielleicht ist das hochwertiger und stabiler als in Kapselform, aber bei einer großzügigen Dosis wohl nicht so wichtig.

  10. #20
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Ich nehme Selen zusammen mit LT. Wenn ich es morgens weglasse, zur BE gehe, Selen im Serum mitmessen lasse und der Wert 28 Stunden nach der letzten Einnahme in der oberen Hälfte wäre: Was folgt daraus? So lassen oder reduzieren? Das weiß kein Mensch. Daher spare ich mir die Messung, weil ich eine Verbindung nehme, von der leichte Überschüsse gut ausgeschieden werden.

    Moin,

    warum obere Hälfte? Vielleicht bist Du schon meilenweit drüber. Ob „leichte Überschüsse“ beim einzelnen tatsächlich „gut ausgeschieden werden“, und zwar immer, in jeder Altersgruppe, mit allen bekannten und noch unbekannten Krankheiten samt Medikation im Gepäck, wäre für MICH zuviel Gottvertrauen

    „Augen zu und durch“ wäre zumindest nicht MEIN Ansatz.

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