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Thema: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

  1. #21
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Im deutschen Forschungsraum gibt es auch Experten, die Selen quasi gegen oder für alles empfehlen.* Bei Hashimoto: könnte (Konjunktiv!) sein, dass Selen das Voranschreiten zu einer behandlungsbedürftigen Unterfunktion verzögert oder verhindert (wer weiß das schon bei den kurzen Beobachtungszeiträumen). Dass es keine Evidenz für Seleneinnahme gibt, heißt ja per se erstmal nicht, dass es Evidenz dagegen gibt. Absence of Evidence is not Evidence of Absence; das geht leider schön und einprägsam nur auf Englisch. Was für eine Selenergänzung (Ergänzung, nicht Hochdosen) spricht bei noch (mit-)produzierender Schilddrüse ist, dass die Schilddrüsenhormonproduktion in der Schilddrüse zu einer vermehrten Freisetzung von freien Radikalen führt und diese durch die Glutathionperoxidase abgefangen werden und die Glutathionperoxidase ist eben selenabhängig.

    Hier im Forum hatten sich einige ein Boost der Umwandlung von T4 zu T3 von Selenergänzung erhofft, was nicht wirklich so funktioniert, aber das heißt eben nicht, dass Selen nichts bringt. Studien, die Evidenz belegen, fänd ich schwierig zu designen, wenn es um die Frage geht, ob mäßig Selen etwas hilft.

    * https://forschungsdatenbank.charite....894188&lang=de
    *
    Geändert von Ness (13.10.21 um 11:41 Uhr)

  2. #22
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    Standard AW: Zink und Selen bei seronegativem Hashi?

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen
    Moin,

    warum obere Hälfte? Vielleicht bist Du schon meilenweit drüber. Ob „leichte Überschüsse“ beim einzelnen tatsächlich „gut ausgeschieden werden“, und zwar immer, in jeder Altersgruppe, mit allen bekannten und noch unbekannten Krankheiten samt Medikation im Gepäck, wäre für MICH zuviel Gottvertrauen
    Wahrscheinlich bin ich drüber, wenn ich wenige Stunden nach der Einnahme messe (ählich wie bei fT4, da bin ich im Peak zumindest überm Optimum). Wenn ich lang genug warte, bin ich wieder im alten Mangel, den ich vor Beginn hatte. Aber welcher Abstand wäre denn richtig und wer hat das untersucht? Das war mein Punkt ...

    Dass Überschüsse ausgeschieden werden, bezieht sich nicht auf Selen an sich, sondern auf anorganische Selenverbindungen. Und mir eine Selenverwertungsstörung auszudenken, bei der Überschüsse generell nicht ausgeschieden werden, da fehlt mir die biochemische Phantasie und auch das Detailwissen.

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