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Thema: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

  1. #11
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Schlomis Muddi
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Moin,

    genau das ist das Problem - niemand weiß, ob der Wert schon immer im unteren Bereich lag. Wenn Du schon seit 20 Jahren damit unterwegs bist, werden die Ursachen für das Jetzige wohl woanders liegen. Stress alleine reicht doch für Konzentrationsprobleme. Ich arbeite seit einigen Jahren mit vielen „Jünglingen“ zwischen 20 und 30 J. alt zusammen und muss deren Arbeit kontrollieren - wenn der Stress hochgeht, wird selbst von richtig guten Leuten nur noch Schrott abgeliefert.

    Davon abgesehen sagt eine einmalige Messung überhaupt nichts aus.

    Und bitte - als Schilddrüsenhormon- Neuling bekommt man in der Regel kein T4, T3 und zusätzlich ein Kombinationationspräparat verschrieben. Alles gleichzeitig? Ohne Anleitung, wie vorzugehen ist? Ohne Diagnose? Das ist sowas von lebensfremd

  2. #12
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Zitat Zitat von ktx33 Beitrag anzeigen

    Ich "spiele" nicht mit Medikamenten, sondern informiere mich (alleine über Cortisol vier bekannte engl Bücher) und rede dann mit meinem Arzt. Ich mache mir schon Gedanken über das, was ich tue und reflektiere das dann mit meinem Arzt. Erste Vermutung (und durch den Test bestätigt) war Nebennieren erschöpft,
    "Spielen": ich meinte auch nicht, dass du spielst, ich gebe da eher dem Arzt den Schwarzen Peter. "Adrenal Fatique", erschöpfte Nebennieren, das ist eine erfundene Diagnose, die in der Schulmedizin wegen fehlender Evidenz keinen Platz bekommt. Das wäre nicht weiter schlimm, weil man ja tatsächlich dies und jenes abseits der Schulmedizin ausprobieren kann - wenn es einem nicht dauerhaft schadet. Mit Cortisol ist das anders und ich werde dir einiges verlinken über Leute, die es ausprobiert haben und deren Nebenniere dann die Arbeit eingestellt hat, d.h. sekundäre Morbus Addison. Lies doch mal diese kritische Auseinandersetzung durch:
    https://www.ht-mb.de/forum/vbglossar...owentry&id=543
    Hier ist insofern ein Gegenstandpunkt dargestellt, als es von Leuten verfasst wurde, die an der Existenz dieser Krankheit und an den Zauberkuren mancher alternativer Ärzte eher glauben - was aber nicht heißt, dass man gleich zu Cortison greifen sollte:
    https://www.ht-mb.de/forum/vbglossar...owentry&id=181

    Hier reicht es, wenn du gleich runterscrollst und vielleicht einige unterm Abschnitt "BEISPIELE NEGATIVER ERFAHRUNGEN VON MITGLIEDERN" verlinkten Beispiele mal kurz anklickst. Das sind Berichte von Leuten hier, denen Cortison wegen "Nebennierenschwäche" verschrieben wurde:
    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...er-Arztwerbung

    Nächste Überlegung war dann Schilddrüse. Die Referenzbereiche des Labors: fT3 2,43 - 6,00 und fT4 9,10 - 19,1. Ich hatte 2,94 und 13,0. Alles in pmol/L. TSH habe ich nur zwei Werte von 2019, es waren 1,09 und 0,89.
    Dein fT4 ist ohne Tadel, dein TSH zeigt keinen Hormonmangel an und was das fT3 angeht, hier noch ein kleiner Beitrag dazu mit Quellen:
    Für alle, die sich Sorgen machen über ihren niedrigen, mickrigen, nicht mitkommenden, lausigen, nachhinkenden .... fT3-Spiegel, der im Serum gemessen wird - nicht dort, wo T3 wirkt: In den Zellen: Der Serumspiegel ist nicht entscheidend, weil die Dejodasen (=Umwandlungsenzyme, die T3 aus T4 umwandeln) in den Zellen gewebespezifische lokale "Problemlöser" sind. Der Serumspiegel ist keine direkte Abbildung der Qualität des Stoffwechsels auf Zellebene.
    https://www.ht-mb.de/forum/entry.php...nkind-fT3-Wert

    Will man die Schilddrüsenfunktion einschätzen, sollte ein versierter Nuklearmediziner zunächst einmal das Gewebe selbst schallen. Dazu kommt der Antikörperstatus. Und wenn vor allem der Sono-Befund für ein schwächelndes Organ spricht *und* die Werte dies belegen, dann kann oder sollte man substituieren. Sonst nicht - weil nämlich alles, was man von außen zuführt, funktionell gesehen doch nur zweite Wahl ist - hervorragend, wenn man keine erste Wahl hat, aber eine ungute Entscheidung, wenn man damit eine funktionierende Schilddrüse an der Arbeit hindert.

    PS

    PS
    Sollte es dir leicht fallen, Englisch zu lesen - wahrscheinlich, da du das ja getan hast, noch etwas: hier schreibt ein richtig wütender Schulmediziner, von Beruf Endokrinologe, gegen die Machenschaften der "Adrenal-Fatique-"Vermehrer an: https://hormonesdemystified.com/adre...cting-patients . Bevor du dort die Speicheltest-Tabelle versuchst zu verstehen, lies gleich den Satz darunter:-)
    Geändert von panna (19.09.21 um 12:24 Uhr)

  3. #13
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Zitat Zitat von ktx33 Beitrag anzeigen
    TSH habe ich nur zwei Werte von 2019, es waren 1,09 und 0,89.
    Welcher Arzt verschreibt bei den TSH-Werten SD-Hormone.

  4. #14
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    @Schlomis Muddi: ich habe die Medikamente auf eigenen Wunsch bekommen.


    @panna: vielen Dank, ich arbeite mich da mal durch! Ich wäre ja foh, wenn ich die SD-Geschichte dann einfach mal gut sein lassen kann

  5. #15
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Zitat Zitat von ktx33 Beitrag anzeigen

    Erste Vermutung (und durch den Test bestätigt) war Nebennieren erschöpft, deswegen das Cortisol. Dazu gibt es auch genügend Infos im Netz.
    Ja, viel Alternativmedizin, aber nichts Wissenschaftliches. Dass Cortisol niedrig ist, heißt nämlich nicht, dass die Nebennieren erschöpft sind. Womöglich sind die Stressachsen gestört (sind sie zumindest bei Burnout) oder der Test zu wenig aussagekräftig.

    Schau mal hier und klicke auf den kritischen Standpunkt: https://www.ht-mb.de/forum/vbglossar...owentry&id=542

    Ich würde jetzt den Endokrinologen-Termin abwarten. Die Vitamine D und B12 könntest du auch testen lassen.
    Geändert von Irene Gronegger (19.09.21 um 23:32 Uhr)

  6. #16
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Hallo ktx33,

    dein fT3-Wert ist tatsächlich recht niedrig mMn. Kann sein, dass das bei dir einfach so ist, kann auch ein Anzeichen für ein Problem sein. Allerdings würde ich das Problem dann nicht bei der Schilddrüse suchen und mit externer Zufuhr von mehr T4 wird es sich auch nicht beheben lassen. Du musst die gesamte Hormonachse — Hypothalamus, Hypophyse, Schilddrüse und periphere Dejodierung von T4 zu T3 — im Blick haben. Und diese Achse wird eben zum Teil zentral über den Hypothalamus gesteuert und lokal über Dejodasenaktivität in einzelnen Geweben. Für das Bild guter fT4-Wert, (niedrig-)normales TsH und niedriges fT3 gibt es diverse Einflüsse:
    Ernährung: hypokalorisch, kohlenhydratarm, Intervallfasten führt bei manchen Menschen zu einem erniedrigten fT3.
    Chronische Entzündungen: wurden die Entzündundungsmarker bestimmt? (CRP, Blutsenkung, weißes Blutbild)
    Dauerhafter Stress: würde ja passen bei dir, erniedrigtes fT3 hat sich in einigen Studien als recht guter Marker für die physiologischen Auswirkungen eines Burnouts erwiesen.
    Ausdauersport mit gesteigertem Trainingspensum.
    Und unerfreulich Herzerkrankungen und bisher unerkannte Krebserkrankungen.
    Eingeschränkte Funktion von Leber oder Niere.

    In die Richtungen würde ich schaun.

    LG, Ness
    Geändert von Ness (20.09.21 um 00:04 Uhr)

  7. #17
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen

    In die Richtungen würde ich schaun.

    LG, Ness
    Ja, klar, sicher*. Aber:

    was hältst du denn vom Vorschlag mit einem anderen Labor/einer anderen Messmethode? Wenn ktx immerzu im gleichen Labor seinen Dreierwert bekommt, würde es sich lohnen, eine andere Messmethode zu bemühen, bevor er krebsangst bekommt? Ich meine, vorausgesetzt natürlich, dass seine Werte bisher immer im gleichen Labor gemacht bzw. mit der gleichen Methode gemessen wurden.

    Ich führe nicht Buch über diese Dinge, aber im Laufe der vielen Jahre, in denen so viele Werte und Referenzbereiche vor meinen Augen erscheinen, entsteht doch ein Eindruck über diese, auch wenn ich sie nicht exakt definieren kann. Etwa bei mir selbst: dass mein fT3 grob immer ähnlich liegt, egal, ob daneben (1,7-3,7) oder (2,1-4,2) in Klammern steht ... einmal wäre das ein niedriger Wert, einmal angenehm mittiger. Das sollte eigentlich nicht so sein, die Werte sind ja nicht absolut. Ich kenne die Methoden nicht so auswendig, dass ich den Referenzbereich immer gleich zuordnen könnte, aber manche Referenzbereiche (die dahinter liegende Methode) sind da suspekter als andere. Und deswegen, bei ktx mal ein fT3 zwischen (2,0-4,1) oder so - wäre ja nicht uninteressant.

    *wobei ich über ein nichthohes fT3 (und das bei seinem TSH) teils anders denke - aber es lebe die Meinungsvielfalt
    Geändert von panna (20.09.21 um 00:39 Uhr)

  8. #18
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Ja, Panna, könnte man auch erstmal machen. Leider wird ja der Assay-Hersteller nicht standardmäßig dazu geschrieben. Aber im Bereich um die Referenzbereichsuntergrenze sind beim fT3 alle Hersteller ungenau, ist einfach ungeheuer wenig Analyt, das es da noch zu messen gibt; und wenn man sich die paar Studien anschaut, wo dann mal mit Massenspektometrie echt gemessen wurde, messen die Immunoassays leider eher falsch hoch als falsch niedrig. (Leider gibt es wirklich wenig, wo die Probanden nicht schwanger oder schwer krank waren, mir fällt jetzt nur das Standardisierungsbemühen ein.) Aber du hattest andernorts mal diese Grafik verlinkt, wo man die Analytkonzentrationen sieht; da war nicht mehr viel links von fT3 und wenig genau messen ist halt schwierig.

    @ktx: ich wollte dir jetzt keine schlummernde Krebserkrankung andichten, sondern nur eine Liste von möglichen Ursachen für einen niedrigen fT3-Wert anbieten; so wie ich dich lese, würde ich auf chronischen Stress als Ursache tippen. Machst du irgendwas zum Ausgleich, wo es nicht um Zielerreichung geht? Zweckfrei durch die Landschaft schlendern, schlechte Bilder malen, …

    Nachtrag: ktx, wenn Leber und Niere bei dir iO sind kann man SHBG und Cystatin C als Marker für die lokale Schilddrüsenhormonversorgung dieser Organe verwenden.

    Noch ein Nachtrag: zu welcher Tageszeit waren die Blutentnahmen, ktx? Manche Menschen haben ausgeprägte Schwankungen im Tagesverlauf beim fT3 (vormittags höher als nachmittags).
    Geändert von Ness (20.09.21 um 02:27 Uhr) Grund: Buchstaben zuviel und zuwenig

  9. #19
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Hallo,
    die neuen Infos hier haben mich zumindest kritisch gegenüber meiner bisherigen Meinung bzgl Zuführung von Cortisol und/oder Thyroxin werden lassen. Natürlich sind die Berichte, in denen es schiefgelaufen ist, eine Warnung; ich denke aber auch, dass sich diejenigen, die davon profitiert haben, ja meistens nicht (mehr) melden, wenn es für sie funktioniert hat. Man müsste also wohl eine ausgegelichene Statistik haben.

    Zu mir: ich bin stabil (körperlich und psychisch), und lasse mir nichts einreden. Ausser Vitaminen und ein paar Sportsupplementen (ja, auch hier verschiedene Meinungen) nehme ich nichts ein, ängstlich bin ich überhaupt nicht. Ich habe seit langem (über 10 J.) enormen Stress, teils selbstverschuldet. Wäre ich kein optimistischer Mensch, hätte ich das Ganze schon öfter aufgegeben. So aber kämpfe ich mich durch, wobei ich gemerkt habe, dass auch das Alter (auch wenn man es selber nicht glauben will) damit zu tun hat. Die Reserven sind schneller aufgebraucht.

    Blutentnahmen waren immer früh 8 oder 9 Uhr. Chronische Entzündungen habe ich zumindest nicht bemerkt. Rauche nicht, trinke nicht. Vor 30 (!) Jahren wurde das HLBA 27 (Morbus Bechterew) festgestellt, das hatte ich beim Durchsuchen der Akten noch gefunden. Beim Arzt sind ansonsten die üblichen Blutwerte alle immer prima und ich werde beglückwünscht...

    Ich nehme D3, Zink, die übl. Vit / Mineral. und je nachdem noch Carnitin o.ä. ein. Sport ist nicht übertrieben, ich bin ohnehin ganztags aktiv (Altbau-Whg renov, berufl selbst. im Aussendienst usw). Von psych. Belastungen möchte ich hier nicht im Detail sprechen, es sind aber genügend davon da und ich kann nur langsam eins nach dem anderen angehen.

    Da ich die meisten Werte selber bezahlen muss: welche würdet ihr jetzt messen lassen? Und ich kann auch zu einem anderen Labor gehen, kein Problem.
    Danke für eure Zeit, ich kann das sehr schätzen!

  10. #20
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    Standard AW: fT3 zu niedrig, starke Erschöpfung und Konzentrationsprobleme

    Hallo KTX 33,

    am Wichtigsten erscheint mir bei dir erstmal der Ultraschall? Wurde denn bisher keiner gemacht? Dort lässt sich deutlich erkennen, ob deine Schilddrüse entzündete Areale aufweist.

    Eine erneute Blutuntersuchung in einem anderen Labor macht Sinn. Es reicht eigentlich, wenn du den TSH Wert, den FT 4 und FT 3 Wert untersuchen lässt. Hast Du deinen Vitamin D Wert mal vorher testen lassen bevor du mit einer Einnahme begonnen hast? Die B Vitamine könntest du auch noch testen lassen. Morbus Bechterev ist auch eine Autoimmunerkrankung? Wie wird die bisher behandelt?

    Mir wurde auch mal eine kleine Dosis Cortisol verschrieben. Ich fühlte mich damit wie getrieben und habe es daher glücklicherweise wieder schnell abgesetzt.

    VG

    Artista

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