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Thema: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

  1. #11
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Hallo liebe Mitglieder,

    Seit einer Woche nehme ich Betablocker 10mg - 6x am Tag (2 morgens/2mittags/2abends).
    Es waren nur 50 Stück verordnet, die jetzt aufgebraucht wären.
    Den nächsten Termin beim Endikrinologen habe ich erst in 2 Wochen.

    Bin etwas verwirrt, weil ich dachte, Betablocker müssen länger genommen werden und vlrallem auch nicht abrupt von 6 auf 0 abgesetzt werden.

    Wie sind eure Angangserfahrungen dazu?
    Sollte ich mir weitere Betablocker besorgen?

  2. #12
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Die Betablocker musst Du langsam ausschleichen, aber erst, wenn Du stabil aus der ÜF raus bist.

  3. #13
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    HILFE!
    Ich bin total in die hemmerinduzierte Unterfunktion gerutscht!

    Es ging mir sehr schlecht in den letzten Wochen (Ich habe es als Impfreaktion und einen Infekt abgetan...).
    Absolut kraftlos, erschöpft...sogar Spazierengehen war nicht möglich.

    Mein Hausarzt hat mich nicht ernst genommen und als "schwierig" abgetan, aber immerhin 2 Blutabnahmen durchgeführt.
    Meine Endo habe ich nur 1x gesehen, Blutabnahmen macht sie nur alle paar Wochen und die Auswertung gibt es immer erst mindestens 10 Tage später, per Brief! Sie ist nicht erreichbar...

    Was ich jetzt verstanden habe, ist, dass meine freien Werte schon ab 01.10. hätten zu einer Dosisminderung führen müssen,
    Das Ganze wurde jetzt 5 Wochen verschleppt:

    01.10.2021 (Befinden: sehr sehr schlecht)
    TSH basal 0,01 / Norm 0,4-4,0
    FT3 6 / Norm 3,1-6,8 pmol/l
    FT4 14,6 / Norm 11,6-21,9 pmpl/l
    TPO-Ak 544 / Norm 0-34
    TSH-R-Ak 10 / Norm 0-1,8

    -> Medikation HA wird beibehalten


    12.10.2021 (Befinden: sehr schlecht)
    TSH basal 0,14 / Norm 0,4-4,0
    FT3 6,2 / Norm 3,1-6,8 pmol/l
    FT4 11,5 / Norm 11,6-21,9 pmpl/l
    TPO-Ak 458 / Norm 0-34
    TSH-R-Ak 8,3 / Norm 0-1,8

    -> Medikation HA wird beibehalten.


    26.10.2021 (Befinden: schlecht)
    TSH basal 0,23 / Norm 0,3-3,6
    FT3 5,33 / Norm 2,43-6,01 pmol/l
    FT4 8 / Norm 9,01-19,05 pmpl/l
    TPO-Ak >1000 / Norm 0-34,99
    TSH-R-Ak 5,33 / Norm 0-0,099

    -> Medikation ENDO ab 05.11.21: 2,5 mg Thiamazol.


    Ich nehme ja gar kein Thiamazol mehr - aufgrund Nesselsucht wurde auf Propycil gewechselt (wobei sich das nicht verändert hat).
    Davon nehme ich seit 04.11.morgens 25mg, seit 07.11 morgens 12,5mg.


    Ich bin irgendwie am Ende...
    Soll ich zu Thiamazol zurück?
    Soll ich eine Wechseldosis machen 25mg-12,5mg-25mg etc. oder bei 25mg bleiben oder bei 12,5mg bleiben?

    Ich hoffe so sehr auf Unterstützung.
    Ich habe keinen Arzt, der mich begleitet.

  4. #14
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Du hast ja bis zur BE am 26.10. 2*25mg also 50mg Propycil genommen. Unter dieser Dosis sind die Werte entstanden. Du kannst also einfach die Abenddosis weg lassen.
    Man hätte schon am 12.10. reduzieren können. Aber das lässt sich nun nicht mehr ändern. Gehe in 14 Tagen wieder zum HA und lasse die Werte machen.
    Dann schauen wir hier mal drüber und überlegen, wie es weitergehen kann. Du kannst natürlich auch auf Thiamazol zurückgehen, wenn der Wechsel auf Propycil Dir nichts gebracht hat, wäre das in meinen Augen die bessere Wahl.

  5. #15
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Wenn du auch bei Propycil genauso die Nesselsucht hast, dann solltest du nicht wirklich Propycil nehmen, das sollte nur im äußersten Notfall verordnet werden, da lebergefährlich. Die Sache mit Propycil ist deine Entscheidung, weil dein Risiko.

    Deine letzten Werte stammen aus einem anderen Labor als die vorherigen. Das heißt: Du kannst nicht davon ausgehen, dass die Werte wirklich so gesunken sind, wie der Anschein ist, Werte aus unterschiedlichen Labors mit unterschiedlichen Referenzbereichen lassen sich nicht wirklich vergleichen. Das mal vorab. Referenzbereich ist einfach ein anderer und Laborergebnissdem Endo-Labor

    Leider ist dein MB wohl noch aktiv (TRAK erhöht, TSH sehr niedrig im Verhältnis zu den freien Werten, also weiterhin durch aktive TRAK unterdrückt).

    Ich habe das Gefühl, dass wenn du jetzt von der niedrigen Dosis auf die Minidosis reduzierst, die Überfunktion (jedenfalls bei fT3) zurückkommen könnte, nämlich: fT4 aus der Unterfunktion raus, aber fT3 wieder zu hoch (das ist typisch für einen aktiven MB). Aber versuchen musst du es wohl, vielleicht gelingt es, eine gute Balance (fT4 unten in die Norm bekommen, ohne dass fT3 oben über die Norm hinausschießt). - Bei diesem Mitglied ist es nicht wirklich gelungen, gucke auf die Werte zwischen Januar und April 2021, auch er hatte Nesselsucht und wurde letztlich operiert, weil bei Hemmerunverträglichkeit verbunden mit teils hemmerresistenter (weil nur T3-)Überfunktion (die Hemmer hemmen nur T4) leider dies der letzte Ausweg ist: https://www.ht-mb.de/forum/member.ph...slartybartfast

    Du hast also bis Anfang Nov. 50 Propycil genommen, das entspricht 5 mcg Carbimazol und ca. 3,6 mg Thiamazol (grob).

    Also 2,5 Thiamazol oder, wenn du es riskierst, bei PTU zu bleiben, 25+12,5 täglich, das wäre eine Minireduktion.

    Aber: nicht länger als 2 Wochen, um eingreifen zu können, sollten die Werte wieder hochschießen.

  6. #16
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Liebe KarinE,

    ich bin dir so dankbar für deine - vorallem schnelle - Antwort!

    Irgendwie will ich so sehr aus dieser Unterfunktion raus, dass ich deshalb die Dosis nochmal reduziert hab gestern auf 12,5mg.
    Mein rechtes Auges ist wieder auch betroffen...

    Zu Thiamazol und Propycil gibt es unterschiedliche Umrechnungsideen.
    Vom Gefühl her würde ich gern wechseln, da es hinsichtlich Nesselsucht nichts verändert hat - aufgrund der aktuell schlechten Werte überlege ich aber, erstmal mit Propycil in den Normbereich zurückzufinden und dann zu wechseln.

    Was hälst du von der Wechseldosis 25-12,5-25-12,5 etc?
    Wären die 12,5mg eine zu starke Senkung aktuell?

  7. #17
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Zitat Zitat von Baloun Beitrag anzeigen
    Zu Thiamazol und Propycil gibt es unterschiedliche Umrechnungsideen.
    Wieso Ideen? Das Verhältnis ist bekannt:


    PTU: Dosierung 15 mal höher als Thiamazol.
    www.schilddruesenpraxis.at/pdf/Zettinig-2014-Praktische-Tipps-Schilddruesenhormon-Thyreostatika.pdf

  8. #18
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Ich finde von 50mg auf 12 5mg schon heftig. Kann natürlich klappen, aber auch die SD wieder durch starten lassen.
    Wir wissen ja momentan auch nicht, wo du aktuell stehst. 26.10. Ist schon lange her, für eine zielgerichtete Dosierung.
    Du nimmst seit 4.11. 25mg. Nehme die doch einfach weiter für 14 Tage (dieHälfteistjaschonfastvorbei)und lasse dann beim Hausarzt neue Werte machen und hole Dir am nächsten Tag die Ergebnisse. Dann kann man mit gutem Gewissen weiter dosieren.
    Geändert von KarinE (08.11.21 um 17:31 Uhr)

  9. #19
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Guten Morgen KarinE und panna,

    nochmal wirklich tiefen Dank für eure Rückmeldungen!
    Ich bin schon ganz mutlos gewesen nach den neuen Ergebnissen, die ja eigentlich auch wieder "alt" sind, wie KarinE festgestellt hat...

    Ich habe mir eure Anmerkungen nochmal zu Herzen genommen und eine Nacht darüber geschlafen.
    Zum Einen bzgl. Propycil. Das war mir nicht so bewusst. Zum Anderen zu der Dosisreduktion.
    Nun bin ich heut morgen mit 2,5mg Thiamazol wieder gestartet.

    Auf die Rückmeldung vom Hausarzt warte ich, ob er kommende Woche eine BE macht.


    Ich hoffe so sehr, dass sich meine körperliche Erschöpfung langsam bessert. Dieses Kraftlose und nicht Belastbare mutet mir ganz schön zu, auch mental.
    Vielleicht fühlt es sich auch so extrem an, weil es so ein Gegensatz zur "Überfunktion" ist.
    Kennt ihr diesen Zustand?

  10. #20
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    Standard AW: Erstdiagnose - wie sind meine Werte einzuordnen?

    Ich kann mit niedrigen Werten auch schlechter umgehen als mir leicht zu hohen Werten.
    Aber darum geht es im Moment bei Dir jetzt nicht,
    Wichtig wäre jetzt die freien Worte stabil im unteren Drittel halten zu können und starke Schwankungen in der Therapie zu vermeiden.
    Geduld ist dabei gefragt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer einfach ist.

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