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Thema: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

  1. #1
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    Standard Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Hallo,

    Mich schiebt es seit paar Wochen wieder rum und es steigert sich. Kann es sein das ich mit diesen Werten in einer ÜF bin?
    Beschwerden: Unruhe, Schwindel, bei kleinster Anstrengung Herzrasen, Panikattacken, Zittrig, Übelkeit, Kältegefühl bzw.krippeln auf Oberschenkel oder Unterarme, seit 6.7.21 schweren Bandscheibenvorfall mit Nervenschmerzen


    Dosis: LT 50 Henning
    TSH 1,76mlU/l (0,3-4,0)
    FT4 1,45 ng/dl (0,8-1,7)
    FT3 2,78 ng/dl (2,1-4,3
    D3 30,2 ng/ml
    Geändert von joe68 (27.11.21 um 17:45 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Hallo Joe,

    du hast einige schwere Op's hinter dir. Damit verbunden war sicher eine hochdosierte Schmerzmitteleinnahme. Nimmst du die Schmerzmittel noch? Welche sind es? Das kann schon einiges durcheinanderbringen.

    Deine letzten Werte zeigen keine Überdosierung an. Seit wann nimmst du diese Dosis?

    VG

    Artista

    Nimmst du auch Magnesium? Das würde ich zeitversetzt zum Vitamin D einnehmen. Wie viel Vitamin D nimmst du?

  3. #3
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Hallo Artista,

    Ich hatte Januar bis März 2021 Schmerzmittel genommen, wegen Schulter-Armschmerzen mit OP. Und seit 6.7.21 habe ich einen BSV mit Nervenbeteiligung, von da an nehme ich wieder Schmerzmittel bis dato. Ich war jetzt auch stationär 10 Tage in Schmerztherapie und da bekam ich auch täglich 2x 100 ml Schmerzmittel in LWS gespritzt. (Hat nur für paar Tage Schmerzfreiheit geholfen)
    Momentan nehme ich nach Bedarf ibu, etrocoxib, tilidin.

    LT 50 bin ich seit Mai

    Ich hab mich dieses Jahr nicht um D3 gekümmert und hab jetzt erst festgestellt das ich bereits mt BE 8.5.21 unterversorgt war mit 26,1 u/ml. Ich nehme jetzt seit 3 Tagen wieder Dekristol. (Angeflutet mit 40000 i.E und dann täglich. 10000 i.E ) Ich nehme Kalzium mit dazu, aber kein Magnesium. Ok, dann werde ich Magnesium auch mit rein geben.

    LG Joe

  4. #4
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Hallo Joe!

    Mich schiebt es seit paar Wochen wieder rum und es steigert sich. Kann es sein das ich mit diesen Werten in einer ÜF bin?
    Nein, bei deinen Werten ist eine ÜF und auch eine Überdosierung mit LT definitiv ausgeschlossen. Darum bitte die LT-Dosis nicht reduzieren, deine Beschwerden haben mit Sicherheit nichts mit zu viel SD-Hormonen zu tun, sondern haben eine andere Ursache.
    Beschwerden: Unruhe, Schwindel, bei kleinster Anstrengung Herzrasen, Panikattacken, Zittrig, Übelkeit, Kältegefühl bzw.krippeln auf Oberschenkel oder Unterarme,
    Treten die Beschwerden vor allem in aufrechter Körperhaltung (d.h. im Sitzen oder im Stehen) auf bzw. wenn du deine Körperhaltung wechselst, dich also aus dem Liegen zum Sitzen aufrichtest oder aufstehst? Treten sie schon morgens direkt nach dem Aufstehen aus dem Bett auf? Werden sie immer schlimmer, je länger du auf den Beinen bist und/oder bei Belastung (Bewegung, körperliche Anstrengung, Stress)? Bessern sie sich, sobald du dich hinlegst oder wenigstens hinsetzt?

    Wenn du die Fragen (alle oder die meisten) mit ja beantworten kannst, dann spräche das dafür, dass du sehr wahrscheinlich unter einer orthostatischen Intoleranz/orthostatischer Dysregulation leidest.

    Was ist eine orthostatische Dysregulation?

    Sogenannte orthostatische Dysregulationen gehören mit zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch. Der Begriff „Orthostase“ stammt aus dem Griechischen und meint „aufrechte Körperhaltung“. Somit lässt sich bereits gut ableiten, was unter einer orthostatischen Intoleranz beziehungsweise Dysregulation (auch Orthostase-Syndrom) zu verstehen ist: Es handelt sich um eine Störung des Kreislaufsystems, die sich beispielsweise durch einen plötzlichen Blutdruckabfall oder eine übermäßige Steigerung des Pulses bei Veränderung der Körperposition vom Sitzen oder Liegen ins Stehen zeigt.

    Wie macht sich die orthostatische Dysregulation bemerkbar?
    [...]
    Schwindel
    Benommenheit
    Herzrasen (Tachykardie)
    Übelkeit
    kurze Bewusstlosigkeit (Synkope)
    „Schwarz werden“ vor den Augen
    schmerzhaftes Gefühl im Nacken- und Schulterbereich („Kleiderbügel-Schmerz“)
    Panikattacken
    [...]
    Orthostatische Dysregulation: Das passiert im Körper

    Wenn wir aus einer sitzenden oder liegenden Position aufstehen, fällt der Blutdruck leicht ab – dieser Vorgang ist ganz normal. Denn durch die Schwerkraft sacken etwa 500 bis 1.000 Milliliter Blut in die Becken- und Beinvenen ab. Normalerweise sorgt das Nervensystem jedoch dafür, dass sich die Gefäße sofort zusammenziehen, und vermehrt Blut zum Herzen zurückströmt (Orthostase-Reaktion).

    Bei Menschen mit orthostatischer Dysregulation ist dieser Mechanismus gestört und es kommt zu einem starken Blutdruckabfall oder Anstieg der Herzfrequenz.
    Quelle: https://www.ratgeber-herz-kreislauf....dysregulation/
    Bei der orthostatischen Dysregulation liegt eine Fehlfunktion der Orthostase-Reaktion vor. Diese Orthostase-Reaktion sorgt bei Gesunden dafür, dass das Herz-Kreislaufsystem auch in aufrechter Stellung einwandfrei arbeitet. Durch die Fehlfunktion treten in aufrechter Stellung Symptome wie Schwindel, Herzrasen, Störung der Sehfunktion, Übelkeit, Schwäche und Benommenheit auf, die zum Hinsetzen oder -legen zwingen, worunter die Beschwerden rasch nachlassen. Bei manchen Erkrankten tritt eine kreislaufbedingte Synkope (kurzandauernde Bewusstlosigkeit) auf.

    Der Ruheblutdruck im Liegen oder Sitzen kann unabhängig von der orthostatischen Dysregulation erniedrigt, normal oder erhöht sein.
    [...]
    Symptome der orthostatischen Dysregulation

    Die Symptome der orthostatischen Dysregulation treten nach plötzlichem Lagewechsel auf, insbesondere vom Liegen zum Stehen. Bei längerem Stehen verstärken sich die Symptome.

    Folgende Symptome können u. a. bei der orthostatischen Dysregulation auftreten:

    allgemeine Symptome: Innere Unruhe, Schweißausbruch, Blässe, Kältegefühl, Akrozyanose, Übelkeit
    kardiale Symptome: Beklemmungsgefühl, Herzrasen, Palpitation
    neurologische Symptome: Benommenheits- und Leeregefühl im Kopf, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Stand- und Gangunsicherheit, verschwommenes Sehen, Augenflimmern, Tunnelblick.

    Die Symptome zwingen den Erkrankten zum Hinsetzen oder -legen, worunter die Beschwerden meistens rasch nachlassen. Bei manchen Erkrankten treten Synkope (kurzandauernde Bewusstlosigkeit) auf. Diese Synkope können zu schweren Stürzen oder Unfällen führen.
    [...]
    Formen der orthostatischen Dysregulation
    [...]
    Orthostatische Hypotonie

    Die Formen der orthostatischen Dysregulation, die nach dem Aufrichten mit einem Blutdruckabfall einhergehen, werden üblicherweise als orthostatische Hypotonie bezeichnet.
    [...]
    Die orthostatische Hypotonie ist definiert als deutlicher Blutdruckabfall innerhalb von drei Minuten nach dem Lagewechsel vom Liegen zum Stehen. Der systolische Blutdruck fällt um mehr als 20 mmHg oder auf einen Wert unter 90 mmHg absolut. Der diastolische Blutdruck fällt um mehr als 10 mmHg. Zusätzlich treten die Symptome der orthostatischen Dysregulation auf.
    [...]
    Posturales Tachykardiesyndrom (POTS)
    [...]
    Das posturale Tachykardiesyndrom ist eine besondere Form der orthostatischen Dysregulation. Beim posturalen Tachykardiesyndrom gibt es im Gegensatz zu den anderen Formen der orthostatischen Dysregulation beim Wechsel in die aufrechte Stellung keinen Blutdruckabfall. Die Blutdruckstabilisierung im Stehen wird beim posturalen Tachykardiesyndrom stärker durch eine kardiale Aktivierung als durch eine Verengung der Blutgefäße in den Beinen geleistet.
    [...]
    Das posturale Tachykardiesyndrom ist definiert als Anstieg der Herzschlagfrequenz um mindestens 30 Schläge/min innerhalb von 10 Minuten nach dem Aufrichten oder auf mindestens 120 Schläge/min absolut. Typischerweise steigt die Herzfrequenz im Stehen kontinuierlich an. Der mittlere Blutdruck verändert sich kaum, es gibt keinen pathologischen Blutdruckabfall, d. h. der systolische Blutdruck sinkt um nicht mehr als 20 mm Hg, der diastolische um nicht mehr als 10 mm Hg. Im Verhältnis zur normalen Orthostase-Reaktion kann der systolische Blutdruck etwas stärker sinken, der diastolische etwas stärker steigen. Bei längerem Stehen treten zunehmend die Symptome der orthostatischen Dysregulation auf.
    [...]
    Das posturale Tachykardiesyndrom ist keine psychische Erkrankung. Die Symptome können aber Angst auslösen. Angst und Panik wiederum können per Hyperventilation die Symptome des posturalen Tachykardiesyndroms verstärken.
    [...]
    Beim posturalen Tachykardiesyndrom ist die periphere Vasokonstriktion insuffizient. Eine Störung des autonomen Nervensystems ist eine systemische Störung, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Dysfunktionen auslöst. Diese Dysfunktionen sind ursächlich miteinander verbunden und beeinflussen sich wechselseitig. Das posturale Tachykardiesyndrom hat deshalb mehrere Ursachen:

    - Eine gestörte Noradrenalinwiederaufnahme führt zu einer Funktionsstörung des sympathischen Nervensystems der unteren Extremitäten.
    - Durch eine gestörte Wasser- und Natriumretention durch die Nieren entsteht eine Hypovolämie. Durch das Versacken des Blutes in den unteren Extremitäten beim Stehen (venöses Pooling) erreicht das verringerte zentrale Blutvolumen kritische Werte, die eine massive Baroreflexaktivierung mit entsprechender Tachykardie auslösen.
    - Durch eine Veränderung der Druckverhältnisse in den Blutgefäßen der unteren Extremitäten ist die kapilläre Filtration verändert. Dadurch entweicht beim Stehen mehr Flüssigkeit in das umliegende Gewebe, was wiederum die bereits bestehende Hypovolämie weiter verstärkt.
    - Im Vergleich mit Gesunden ist bei Menschen mit einer posturalen Tachykardie im Stehen die Durchblutung des Gehirns stark vermindert. Das führt reflexartig zu einer vertieften und schnelleren Atmung (Hyperventilation), die wiederum Ursache für eine Hypokapnie ist.
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Orthos..._Dysregulation

    Der Beitrag wird durch die ganzen Zitate etwas lang, darum Fortsetzung im nächsten Beitrag ...

  5. #5
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Ich finde den TSH schon etwas zu hoch, der ft3 ist auch etwas mau. Ich würde mit D3 höher gehen. Mit 1000 I.E. pro Tag wirst du nicht viel ausrichten können, es sei denn, du hast 1 Jahr Zeit zu warten, bis sich der Spiegel bessert. Es muss nicht gleich 4000 sein, 2000-3000 reichen auch aus. Wie sieht’s mit Ferritin aus? Ist der Wert ok? Ansonsten würde ich mal eine ganz kleine LT Erhöhung ausprobieren und schauen, ob‘s die damit besser geht.

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Eine Überfunktion hast du nicht, aber wenn deine Wohlfühlwerte etwas niedriger liegen sollten, kann dein fT4 für dich individuell zu hoch sein. Du hast ja zuletzt von 37 mcg LT erhöht:

    seit Januar 2020 LT 37,5
    TSH 2,5 mlU/l (norm 0,3-4,0)
    FT3 3,22 ng/l (norm 2,1-4,3)
    FT4 1,25 ng/dl (norm 0,8-1,7)

    13.11.2021
    Schulter OP 19.2 und Zwerchfell OP 16.3
    Ab Mai auf LT 50 erhöht wegen Unruhe, schlafprobleme, Verdauungsprobleme.
    aber Unruhe, Schlafprobleme, Verdauungsprobleme ... sehe ich nun nicht unbedingt zwingende Ursache für eine Erhöhung - vor allem wenn du sonst teils schon schwere Medikamente nimmst, die manche Nebenwirkungen auch erklären können. Dein TSH ist weder jetzt zu hoch, noch war es unter 37,5 zu hoch, nämlich weil deine freien Werte ja nicht schlecht waren. Und sonst, wenn du bei deiner sowieso kleinen Dosis erhöhst, können kleinere Zwischenschritte besser sein - also von 37 auf 44 statt auf 50.
    Geändert von panna (28.11.21 um 10:39 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Zitat Zitat von candymilk Beitrag anzeigen
    Ich finde den TSH schon etwas zu hoch, der ft3 ist auch etwas mau. Ich würde mit D3 höher gehen. Mit 1000 I.E. pro Tag wirst du nicht viel ausrichten können, es sei denn, du hast 1 Jahr Zeit zu warten, bis sich der Spiegel bessert. Es muss nicht gleich 4000 sein, 2000-3000 reichen auch aus. Wie sieht’s mit Ferritin aus? Ist der Wert ok? Ansonsten würde ich mal eine ganz kleine LT Erhöhung ausprobieren und schauen, ob‘s die damit besser geht.
    Ich nehme 10000 je Tag, nicht 1000!
    Ferretin wert hab ich nicht, is nur BE vom Hausarzt nicht Endo.
    Ab gestern Abend tut sich was in richtung Besserung, könnte schon das D3 anfluten sein.
    Ich finde auch das ich um12,5 LT rauf gehe, zumal es ja wieder Winterszeit ist. Und meine Wohlfühldosis um die 1,0 TSH liegt.

    LG

  8. #8
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Eine Überfunktion hast du nicht, aber wenn deine Wohlfühlwerte etwas niedriger liegen sollten, kann dein fT4 für dich individuell zu hoch sein. Du hast ja zuletzt von 37 mcg LT erhöht:



    aber Unruhe, Schlafprobleme, Verdauungsprobleme ... sehe ich nun nicht unbedingt zwingende Ursache für eine Erhöhung - vor allem wenn du sonst teils schon schwere Medikamente nimmst, die manche Nebenwirkungen auch erklären können. Dein TSH ist weder jetzt zu hoch, noch war es unter 37,5 zu hoch, nämlich weil deine freien Werte ja nicht schlecht waren. Und sonst, wenn du bei deiner sowieso kleinen Dosis erhöhst, können kleinere Zwischenschritte besser sein - also von 37 auf 44 statt auf 50.
    Ich vermute das meine unzureichende D3 Versorgung verantwortlich ist, ich hab da jetzt länger nicht mehr darauf geachtet ��

  9. #9
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Zitat Zitat von Jutta K. Beitrag anzeigen
    Hallo Joe!


    Nein, bei deinen Werten ist eine ÜF und auch eine Überdosierung mit LT definitiv ausgeschlossen. Darum bitte die LT-Dosis nicht reduzieren, deine Beschwerden haben mit Sicherheit nichts mit zu viel SD-Hormonen zu tun, sondern haben eine andere Ursache.

    Treten die Beschwerden vor allem in aufrechter Körperhaltung (d.h. im Sitzen oder im Stehen) auf bzw. wenn du deine Körperhaltung wechselst, dich also aus dem Liegen zum Sitzen aufrichtest oder aufstehst? Treten sie schon morgens direkt nach dem Aufstehen aus dem Bett auf? Werden sie immer schlimmer, je länger du auf den Beinen bist und/oder bei Belastung (Bewegung, körperliche Anstrengung, Stress)? Bessern sie sich, sobald du dich hinlegst oder wenigstens hinsetzt?

    Wenn du die Fragen (alle oder die meisten) mit ja beantworten kannst, dann spräche das dafür, dass du sehr wahrscheinlich unter einer orthostatischen Intoleranz/orthostatischer Dysregulation leidest.


    Quelle: https://www.ratgeber-herz-kreislauf....dysregulation/

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Orthos..._Dysregulation

    Der Beitrag wird durch die ganzen Zitate etwas lang, darum Fortsetzung im nächsten Beitrag ...
    So schlimm is mein Herzklopfen nicht, also nicht beim aufstehen.

  10. #10
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    Standard AW: Üf möglich TSH 1,76? Oder D3 Probleme?

    Fortsetzung (sorry, hat etwas gedauert) ...

    Zu den häufigsten Ursachen für eine orthostatische Intoleranz/orthostatische Dysregulation gehören Schilddrüsenhormonmangel, Flüssigkeitsmangel/Blutvolumenmangel und Nebenwirkungen von Medikamenten wie z. B. Antidepressiva, Blutdrucksenker, Diuretika u.a., siehe auch blauer Infokasten hier: https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=8866

    Die orthostatische Intoleranz/orthostatische Dysregulation mit den Unterformen orthostatische Hypotonie oder posturales (orthostatisches) Tachykardiesyndrom werden übrigens zum Formenkreis der sogenannten Dysautonomien gezählt. Dysautonomie (manchmal auch als "autonome Neuropathie" oder "autonome Dysfunktion" bezeichnet) ist der Oberbegriff für Erkrankungen oder Syndrome, bei denen das autonome Nervensystems (abgekürzt ANS; auch vegetatives Nervensystem genannt) nicht so funktioniert, wie es eigentlich soll. Siehe dazu bitte auch folgende Links:
    https://www.pots-dysautonomia.net/
    https://flexikon.doccheck.com/de/Dys...gn=DC%2BSearch
    https://my.clevelandclinic.org/healt...4-dysautonomia
    https://www.ukaachen.de/kliniken-ins...-neuropathien/
    https://ans-clinic.de/beschwerden/ty...rden/kreislauf

    Wichtig ist es, zu verstehen, dass die Symptome Unruhe, Herzrasen, Zittrigkeit, Panikattacken etc. bei orthostatischer Intoleranz/orthostatischer Dysregulation NICHTS mit zu vielen SD-Hormonen zu tun haben, denn auch wenn die Symptome denen einer ÜF mitunter sehr ähnlich sein können, so werden sie dennoch nicht durch zu viele SD-Hormone verursacht, sondern entstehen in Folge einer eine übermäßigen Aktivierung des Sympathikus (Teil des autonomen Nervensystems) mit vermehrter Freisetzung von Noradrenalin im Gehirn und aus sympathischen Nervenenden sowie vermehrter Ausschüttung von Katecholaminen (Noradrenalin, Adrenalin) aus dem Mark der Nebennieren.
    seit 6.7.21 schweren Bandscheibenvorfall mit Nervenschmerzen
    Nervenschmerzen bei Bandscheibenvorfall sind echt fies. Kann ich auch ein Lied von singen, hatte 2003 und 2005 auch das "Vergnügen", einmal mit OP (wegen bereits im Absterben befindlichem Ischiasnerv), einmal ohne. Mittlerweile hab ich zwar Gott sei Dank keine Schmerzen mehr, aber früher war es echt die Hölle.

    Chronische Schmerzen sind übrigens großer Stress für den Körper und können auch mit zu deinen Beschwerden beitragen, weil auch bei Schmerzen der Sympathikus häufig chronisch überaktiv ist. Und gemeinerweise trägt der überaktive Sympathikus häufig auch zu noch mehr Schmerzen bei, weil der erhöhte Sympathikotonus zu einer vermehrten Anspannung von Muskeln und diese dann zu Muskelverspannungen führen können. https://www.ksow.ch/de/blog/posts/En...gstherapie.php

    Bekommst Du wegen des BSV bereits Physiotherapie? Wenn ja, so sprich deinen Physiotherapeuten bitte auch mal auf Entspannungstechniken/Entspannungsübungen an.
    von da an nehme ich wieder Schmerzmittel bis dato. Ich war jetzt auch stationär 10 Tage in Schmerztherapie und da bekam ich auch täglich 2x 100 ml Schmerzmittel in LWS gespritzt. (Hat nur für paar Tage Schmerzfreiheit geholfen)
    War bei dem Schmerzmittel, welches dir gespritzt wurde, auch Cortison (Triamcinolon) dabei? Bei der PRT, die ich wegen meiner Bandscheibenvorfälle erhielt, war jedenfalls nicht nur Schmerzmittel drin, sondern auch Triamcinolon zwecks Entzündungshemmung. Falls du es nicht weißt, frag am besten mal bei der Klinik nach. Falls du Triamcinolon bekommen hast und dies noch nicht allzu lange her ist (<3 Wochen), könnte nämlich auch das mit zu den Beschwerden beitragen, weil Cortisonpräparate zu einer verstärkten Magnesium- und Kaliumausscheidung über die Nieren führen, was wiederum (mit) zu Herz-Kreislauf-Beschwerden beitragen kann.

    Es wäre aber so oder so ratsam, wenn du mal deine ganzen Elektrolyte (Kalium, Calcium, Phosphat, Natrium, Magnesium) vom Arzt checken lässt, denn das Kribbeln, das du hast, könnte auch auf Elektrolytstörungen hindeuten. Außerdem sinnvoll: kleines Blutbild und Eisenstatus (Ferritin, Eisen im Serum, Transferrin, CRP) zwecks Ausschluss Anämie/Eisenmangel.
    Momentan nehme ich nach Bedarf ibu, etrocoxib, tilidin.
    Nimmst Du außerdem immer noch Blutdrucksenker und Mirtazapin? Sind die Beschwerden wie Unruhe, Schwindel, Herzrasen etc. erst seit Einnahme von Etrocoxib und Tilidin neu aufgetreten oder hattest du diese Beschwerden bereits vor Einnahme dieser Medikamente? Auf jeden Fall können sowohl Etrocoxib und Tilidin als Nebenwirkung eine generelle Hypotonie oder auch auch eine orthostatische Hypotonie verursachen bzw. eine aus anderen Gründen vorher schon vorhandene orthostatische Intoleranz weiter verschlimmern.

    Sprich wegen der Beschwerden auf jeden Fall mit deinem behandelnden Arzt und bitte ihn um Durchführung eines sogenannten Schellong-Tests (siehe: https://flexikon.doccheck.com/de/Schellong-Test).

    Falls sich bei der Untersuchung im Stehen ein zu starker Blutdruckabfall oder ein zu starker Anstieg der Herzfrequenz (ohne nennenswerten Blutdruckabfall) zeigen sollte, so spräche das für eine orthostatische Hypotonie bzw. POTS. Und da müsste man dann ggfs. weiter sehen, was die möglichen Ursachen dafür sind, also ob es "nur" an den Medikamenten liegt und sich durch eine Anpassung dieser Medikamente eine Besserung der Beschwerden lässt, oder ob noch andere (evtl. auch autoimmune oder neurologische) Ursachen vorliegen.

    Liebe Grüße
    Jutta

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