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Thema: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

  1. #1
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    Standard Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Hallo ihr Lieben,
    ich wollte mal Fragen wer hier positve Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht hat und bei wem nicht alles von der Schilddrüse kam.


    LG

  2. #2
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Hallo Alinchen,

    bei mir schon. Sowohl schon früher als auch aktuell. Es nimmt mir die Spitze, wenn ich in einer mittelschweren bis schweren Depression war. Früher fand ich das schlimm, dass ich darauf angewiesen war. Heute nicht mehr. Aber die Medikation ist nur ein ergänzendes Standbein von anderen.

    Ich musste zweie ausprobieren (eins war zu heftig). In der Vergangenheit (ca. die letzten 23 Jahre) konnte ich es immer ausschleichen und tlw. habe ich mit stark dosiertem Johanniskraut (Maximaldosis) nach einem dreiviertel bis ganzem Jahr ersetzt und auch das dann ausgeschlichen. Viele Jahre habe ich auch nur LT gebraucht, bis 2018 ein erneuter Einbruch kam. Seitdem nehme ich erneut mein altbewährtes AD (nie in Höchstdosis) und mittlerweile nur noch in leichter Erhaltungsdosis. Never change a running system, sage ich mir, und ich werde es wissen, wann ich wieder auszuschleichen beginne ... da habe ich ein ganz gutes Gefühl mittlerweile zu. Da ich ja weiß, dass es BEIDES ist bei mir.

  3. #3
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Ich würde ohne mein AD und mein Neuroleptikum definitiv aufgeschmissen sein. Eine Risiko-Nutzen-Einschätzung ist, wie bei allen Medikamenten, natürlich notwendig, und ich habe etliches ausprobiert, was einfach nicht passte. Schlussendlich wäre ich ohne diese Medikamente heute aber in einer sehr viel schlechteren Lage, wenn überhaupt.

  4. #4
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Sorry for offtopic:

    Der Podcast „Raus aus der Depression“ ist etwas schnarchnasig aber dadurch, dass im ersten Teil immer ein*e Betroffene*r zur Sprache kommt, doch ganz erhellend, wie ich finde:

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast5110.html

  5. #5
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Zitat Zitat von *Mayana* Beitrag anzeigen
    Ich würde ohne mein AD und mein Neuroleptikum definitiv aufgeschmissen sein. Eine Risiko-Nutzen-Einschätzung ist, wie bei allen Medikamenten, natürlich notwendig, und ich habe etliches ausprobiert, was einfach nicht passte. Schlussendlich wäre ich ohne diese Medikamente heute aber in einer sehr viel schlechteren Lage, wenn überhaupt.
    Ich habe in den vielen Jahren, als ich kein AD brauchte, noch nicht einmal Johanniskraut, mir aber immer wieder gesagt, ich werde den Teufel tun, es abzulehnen, wenn's mal wieder so weit sein sollte. Dafür habe ich ein abschreckendes Beispiel in meiner Familie, das Medis ablehnt - und wo man stündlich dem Abbau zusehen kann. Nein, danke. Und ich kenne mich auch in den Episoden bzw. wenn's anfängt und richtig heftig wird ... Ebenfalls nein, danke. Neuroleptika habe ich damals etwa zwischen 1998-2000 verordnet genommen, zeitweise. Danach nicht mehr. Erst 2018 wieder. Aber nur knapp zwei Wochen, um das Ärgste abzufangen, dann konnt ich es wieder loslassen, weil auch langsam das AD griff. Dahingehend ist mein Respekt sehr groß, da es seinerzeit nicht einfach war, das abzusetzen - zusammen mit Tavor. Muss ich nicht mehr haben, wenn möglich.

  6. #6
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Mein Neuroleptikum ist sehr wichtig für mich, durch die antipsychotische Wirkung. Ich weiß nicht, ob ich es jemals wirklich absetzen kann - wie sagen die Englischsprachigen so schön, I‘ll cross that bridge when I come to it.
    Ich hatte auch mal Tavor, das hat aber nichts gebracht und dadurch habe ich es nicht lange genommen. Benzos absetzen soll ja ziemlich extrem sein…
    Mein unangenehmstes Absetzen war von Venlafaxin, irgendwie mochte mein Körper das garnicht.


    Ich habe AD auch nie wirklich ablehnend gegenüber gestanden. Ich weiß ja, wie mein Leben ohne aussehen würde. Johanniskraut habe ich nie genommen, weil das ja gerne mal die hormonelle Verhütung lahmlegt.

  7. #7
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Meine Ärztin dachte mal, Citalopram 10mg wäre ne gute Idee:
    1. Tag, 1 Tablette: Mundtrockenheit, elektrisches Gefühl in der Zunge (ständig). Das Gefühl, der Film in meinem kopf gehört nicht zu mir (!)
    (War teilnahmslos und voll neben der Spur "breit")
    Nachwirkungen von einmaliger Einnahme: 2 weitere Tage spürbar.

    Dann 1 Woche später einmalig mit 1/4 Tablette: Wieder dieses Serotonin-Gefühl (Zunge) und bisschen verspult.
    Nachwirkung wieder nächste 1-2 Tage.

    --> Schön, wenn es schwer Betroffenen hilft, aber bei Winter-Blues völlig übertrieben.

    Abends einen Johanniskrauttee und dazu Baldrian/ Hopfen/ Passionsblume in Kombination, das macht bisschen entspannt.

  8. #8
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Ich habe ein Derivat von Citalopram, Escitalopram, in einer Dosis die umgerechnet ca. 50mg Citalopram entspricht, und es ist eins der besten AD, die ich jemals hatte. Das zeigt so gut, wie unterschiedlich Menschen auf unterschiedliche AD ansprechen und dass es unter SSRI eigentlich wenig Sinn macht, ein bestimmtes Präparat zu verteufeln- der Nächste kommt damit vielleicht super klar. Ein Medikament, von dem Mitpatienten schwärmten, machte bei mir 3 Wochen brain zaps umd das Gefühl, ich würde auf einer halbaufgeblasenen Hüpfburg laufen. Auch Depersonalisation und Derealisation gehörten dazu.

    Bei mir hat Baldrian und Hopfen genau nichts gebracht, aber es waren auch nicht „nur“ Winter-Blues.

    Am Ende gibt es denke ich einfach noch viel zu wenig Klarheit darüber, wie psychische Krankheiten so ticken, was genau im Körper passiert und vor allem über die Wirkweise der unterschiedlichen Medikamente.

  9. #9
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Genau, ich habe nichts von dem bisher hier Genannten und bin nach wie vor hochzufrieden damit. Ein anderes, auch nicht hier bisher genanntes AD, hatte mich damals komplett abgeschossen. Da helfen einfach die Erfahrungswerte des Facharztes und die eigenen Beobachtungen und Rückmeldungen an ihn ...

  10. #10
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    Standard AW: Wem haben Anitdwpressiva geholfen ?

    Ich habe schon relativ viele AD der neueren Generation ausprobiert, und ich stimme zu, auch dass der Arzt „mitlernt“ an Erfahrungen macht die Behandlung effizienter!
    Und dass ich mich auf die Intuition eines Psychiaters eingelassen habe, hst sogar erst die richtige Diagnose zutage gebracht. Nicht, dass ich nicht auch Medikation und Methoden hinterfrage, aber manchmal muss man eben auch sich selbst hinterfragen und auf die Kompetenz der Ärzte setzen.

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