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Thema: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

  1. #1
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    Standard Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Liebe Community,

    ich habe momentan eine kleine Meinungsverschiedenheit mit meiner behandelnden Ärztin und wollte mir lieber noch eine zweite Meinung einholen (ich lese seit Jahren in diesem Forum mit und habe hier mehr über unsere Erkrankung gelernt als jeder Arzt mit bisher erklären konnte). Sie möchte, dass ich meine Thyroxindosis reduziere. Ich halte das für einen Fehler.

    Zur Ausgangsituation: Ich nahm bis vor kurzem eine Dosis von 142 Thyroxin und 10 Thybon (gesplittet auf 2x5 morgens / nachmittags)

    Darunter sind folgende Werte gemessen worden:

    TSH basal = 0,11
    ft4 1,0 (0,5-1,8) = 38%
    ft3 3,1 (1,5-4,5) = 53%

    Diese Werte sind am Nachmittag genommen worden, ich hatte die Morgendosis ganz normal genommen (eine Stunde nach dieser Messung würde ich die zweite Dosis Thybon einwerfen).

    Befinden: Gar nicht sooo übel (wie vor Thybon) aber, große Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, brauche ewig für Emails etc., etwas teilnahmslos, leicht depressiv...

    Die Ärtin meint nun Thyroxin von 142 auf 137 senken, der TSH sei zu niedrig, sie hätte Angst um mein Herz > Das ist doch nett.

    Ich habe diese Senkung etwa 3 Wochen mitgemacht, musste aber feststellen, dass sich alle Beschwerden verschlimmert haben. Daher wende ich mich ja jetzt hier an euch, denn:

    Meiner Erfahrung nach sind das alles Probleme, die vom niedrigen t4 kommen können (der ist unter Thybon nämlich deutlich gefallen, wie viele von euch kennen). Dass der TSH unter Thybon verschwindet ist uns fast allen bekannt, sollte ein Arzt dies nicht wissen ist ein Disput aber trotzdem sinnlos.

    Ich glaube ich müsste das Thyroxin eher steigern?! Vielleicht sogar Thybon drauflegen?

    Wie würdet ihr meine Werte beurteilen und nun vorgehen?

    Ich bin dankbar für jede Hilfe.

  2. #2
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    Standard AW: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Hallo Sephire,
    LT entspricht T4, und der fT4 ist schon recht niedrig. Kein Wunder, dass es dir beim Senken noch schlechter geht...
    Wenn, dann würde ich eher Thybon senken oder zunächst LT etwas erhöhen..., wahrscheinlich eher letzteres. Auf keinen Fall an beiden Schrauben gleichzeitig drehen!

    Unter Thybon wirst du kaum höheres TSH bekommen, das hat aber nicht unbedingt mit ÜF zu tun, auch wenn das die meisten Hausärzte denken.

    Liebe Grüße
    Sabinchen

  3. #3
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    Standard AW: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Mit 75µg schriebst Du hier: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...-neuen-Werten:
    Mein Befinden ist eigentlich völlig normal....Im letzten Jahr habe ich versucht die Dosis auf 100µg Thyroxin zu steigern um den hohen TSH zu drücken. Dies musste ich aber aufgeben weil zahlreiche ÜF Symptome auftraten.
    Dann ein Jahr später hier: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...ei-den-Werten:
    Ich nehme L- Thyroxin 100....Das Befinden ist ziemlich bescheiden.
    Tja manchmal ist es ganz einfach.
    Warum Du eine solche hohe Menge insgesamt nimmst, sowohl LT als auch Thybon kann ich so nicht nachvollziehen.
    Ich finde es auch nicht seriös, ohne Werteverlauf auch nur irgendetwas zu raten. Das geht meistens schief. Und davon abgesehen, muss unter Thybon nicht zwangsläufig, auch wenn sich das hier hartnäckigst hält, das TSH so niedrig sein. Das ist mit nichten eine Gesetzmäßigkeit, sondern meistens einzig von der (zu) hohen Gesamtdosis abhängig.
    LG

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Meiner Erfahrung nach sind das alles Probleme, die vom niedrigen t4 kommen können (der ist unter Thybon nämlich deutlich gefallen, wie viele von euch kennen). Dass der TSH unter Thybon verschwindet ist uns fast allen bekannt, sollte ein Arzt dies nicht wissen ist ein Disput aber trotzdem sinnlos.
    Das fT4 ist gefallen unter Thybon. Bedenke bitte, der TT4-Wert ist sicherlich nicht gefallen, nur der freie Anteil wird gedrosselt bei hoher Gesamtdosis. Leider umsonst, wenn du noch immer meinst, dein 38% sei so sehr niedrig, dass da noch mehr draufgelegt werden sollte - auch wenn deine Hypophyse laut "nein" sagt (s. TSH).

    Wie Amarillis schreibt, manchmal ist es einfach - bei 75 wurde bei gutem Befinden kräftig gesteigert, ab dann war das gute Befinden hin und Symptome wurden fehlgedeutet. Du wärest nicht der Erste.

  5. #5
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    Standard AW: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Ich mußte das LT unter 10 Thybon um 12mcg erhöhen, da mein FT4 unter Thybon etwas abgefallen ist und UF-Symptome auftraten. Nach der Erhöhung ging‘s mir sehr schnell sehr viel besser.

  6. #6
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    Standard AW: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Ich denke, dass man nicht in jedem Fall historische Werte heranziehen kann. Das Setting kann sich durch vieles verändern. Evt. Nährstoffmängel, die sich durch Unterfunktion, Unterdosierung geändert haben spielen da ebenso mit rein, wie eine ganze Reaktionskette der mit involvierten Hormone oder auch die Funktionsfähigkeit der SD, die sich durch viele Faktoren, bei HT sind es unter anderen Zerfallsschübe, verändern kann.

    Daher denke ich: Versuch macht klug. Man kann einen Trend ausmachen.

  7. #7
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    Standard AW: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Erstmal Danke für eure Antworten,

    die Beiträge von Amarillis und panna haben mir eine ganz andere Sichtweise gezeigt. Auf die Idee, die Gesamtdosis könnte zu hoch sein, bin ich gar nicht gekommen (da die freien Werte eher tief / gerade mittig liegen). Meine Antwort wäre nun auch gewesen zu steigern (aber man ließt ja hier häufig von Leidensgenossen, die sich damit auf Jahre in einen Teufelskreis begeben). Was jetzt richtig ist weiß ich gerade nicht... Sabinchen hätte in meinen Augen auch Recht... Vielleicht vertraue ich dann doch meiner Ärztin und ziehe die Senkung durch. Eventuell sind das nur die Symptome der Senkung die man leider einfach durchstehen muss. Und das kann ja dauern, wie ich hier gelesen habe. Einen Weg muss ich ja gehen und erst danach kann ich ja sehen ob die Entscheidung richtig war.

    LG

  8. #8
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    Standard AW: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Zitat Zitat von sephire Beitrag anzeigen
    Vielleicht vertraue ich dann doch meiner Ärztin und ziehe die Senkung durch.
    Ich befürchte nur, dass der TSH durch das Reduzieren von LT nicht aus der "Versenkung" auftauchen wird, wie es sich die Ärztin wünscht..da musst du dich bestimmt künftig auf weitere Auseinandersetzungen mit der Ärztin einstellen..

  9. #9
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    Standard AW: Thybon und der niedrige TSH - Eine Frage an die Erfahrenen

    Mit Thybon kann man sehr gut experimentieren. Mit LT geht das kaum, weil es nur mit Verzögerung wirkt. ÜF und UF haben oft ähnliche Symptome. Also, ich habe einfach mal ein paar Tage mehr und ein paar Tage weniger Thybon genommen. Dann merkt man ob Symptome verschwinden oder stärker werden. Auf die Art habe ich mich selber eingestellt, so dass es mir endlich gut geht.

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