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Thema: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

  1. #1
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    Standard Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Hallo ihr Lieben, da bin ich mal wieder.
    Leider geht es mir schon seit einigen Wochen ziemlich schlecht. Los ging es schon im Dezember, da hatte ich eine Art Zusammenbruch mit starken Kreislaufproblemen, Gefühl der Unterzuckerung, Durst, keine Energie und Antrieb. Nach ca. drei Wochen hatte ich mich wieder halbwegs erholt. Im März ging es mir dann wieder genauso, allerdings kam noch eine starke Reizblase hinzu, mit Druckgefühl, starkem Angespanntsein und häufigem Wasserlassen. Ich war beim Gyn und Urologe, bis auf eine Pilzinfektion ist aber nichts rausgekommen. Da ich erst dachte eine Blasenentzündung zu haben, hatte ich mehrere pflanzliche Mittel eingenommen. Der Urologe riet mir daraufhin gar nichts mehr zu nehmen, da meine Blase vermutlich durch die pflanzl. Medikamente auch überreizt war. Es ging dann wieder etwas besser, so richtig erholt hatte ich mich aber nicht. Fühlte mich auch immer mehr überfordert (Arbeit, Haushalt, Homeschooling). Im Mai war ich auch nochmal beim Endokrinologe, der leichte Entzündungszeichen an der Schilddrüse feststellte, die aber wohl schon wieder abgeklungen wäre.

    Jetzt im Juni hat es mich leider wieder ereilt. Kurz vorher hatte ich schon wenig Energie und fühlte mich nicht gut. Lies dann auch Blutwerte beim Hausarzt machen (siehe Profil). Zwei Tage später machte der Kreislauf wieder schlapp (Hoher Puls, niedriger Blutdruck), wieder Durst, Unterzuckerungsgefühl, Druck im Kopf, keine Energie und Antrieb mehr. Es ging gar nichts mehr, hatte das Gefühl, es hätte mir jemand den Energiestecker gezogen. Auch mein Blasenproblem war wieder da.
    Meine Hausärztin überwies mich zum Endokrinologen mit Verdacht auf Nebenniereninsuffizienz. Dort wurde zwar schonmal Blut genommen (siehe Profil,hab auch noch mehr Werte), Termin habe ich aber erst im August. Es soll auch noch ein ACTH-Test gemacht werden.

    Habe zwischenzeitlich angefangen regelmäßig Eisen zu nehmen und auch das Gefühl, dass es mir dadurch besser ging. Auch mehr Bewegung hat mir etwas geholfen.
    Seit ein paar Tagen geht es mir auch wieder schlechter.

    Da ich immer noch krankgeschrieben bin, aber natürlich irgendwas zur Besserung machen will, war ich noch bei einer Heilpraktikerin. Diese sieht zwar auch eine Schwächung der Nebennieren und hat mir zur Stärkung etwas pfanzliches aufgeschrieben, allerdings ist sie auch der Meinung, dass ich evtl. überdosiert bin. Musste vorher ein paar Tage Temperatur messen und die Werte waren immer über 36,7, sogar zweimal über 37 Grad. Habe auch schon länger keine kalten Hände und Füße bzw. mir ist auch nicht kalt. Fühle mich innerlich immer ziemlich angepannt und schnell gestresst und ungeduldig, manchmal fahrig und zittrig. Könnten meine Symptome auch von einer Überdosierung kommen? Oder vielleicht ein Schub? Obwohl ich ja keine Antikörper habe. Meine Hausärztin und der Endokrinolige sind der Meinung ich wäre gut eingestellt. Die Heilpraktikerin hat auch Ultraschall gemacht, die Schilddrüse ist zwar sehr klein aber ansonsten sah sie sehr gut aus (hat mir auch alles genau gezeigt und erklärt). Nehme zur Zeit LT 62,5. Schlafen kann ich gut, früh wache ich manchmal mit einem leichten Angstgefühl auf, was dann aber verschwindet.

    Große Sorgen mache ich mir auch mit meiner Blase. Fühle mich total unwohl und eingeschränkt damit. Habe manchmal auch das Gefühl etwas Urin zu verlieren. Kann das auch mit den Hormonen zusammenhängen?

    Mensch, bin langsam etwas verzweifelt, weiß nicht mehr wo ich ansetzen soll. Es kommt irgendwie immer mehr dazu. Dosis ändern? Abwarten? Will endlich wieder voll für meine Familie da sein

    Bin für jeden Tipp dankbar.

    Liebe Grüße,
    Habiby

  2. #2
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Ja, generell können Anspannung, Zittern, Haarausfall, Durst, hoher Puls auch bei einem Überangebot von Hormonen vorkommen. Ich selbst habe bei mir in Überfunktion auch häufig festgestellt, dass sich Befinden wie in Unterzuckerung eingestellt hat.

    Ich bin hier niemand mit großer SD-Werte-Erfahrung, sehe aber in deinem Profil häufig fT4-Werte oberhalb des angegebenen Normbereichs, vielleicht lohnt es sich da mal genauer draufzuschauen.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Meine Hausärztin und der Endokrinolige sind der Meinung ich wäre gut eingestellt.
    So lange das TSH noch in der Norm ist, meinen sie, dass du gut eingestellt bist, obwohl in Blinder sehen kann, dass dein Nüchtern-fT4 (ohne LT, also Tiefststand) zu hoch liegt. Aber dann musst du es eben selbst merken und entsprechend handeln.

    Bzw. du hast ja bereits gehandelt, ab 2019. Wenn es noch immer (oder schon wieder) zu viel ist, denn musst du einfach weniger LT nehmen. Da ist nichts mit den Nebennieren, du scheinst einfach etwas zu viel LT zu nehmen.

    Das häufige Pinkeln - gerade die Tage war Elfe da und meinte bei plötzlich niedriger gewordenen Werten:

    Zitat Zitat von Elfe11 Beitrag anzeigen
    Einziges sehr positives Ding--ich musste einfach nicht mehr so oft pieseln--wie in all den Jahren davor.

  4. #4
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Hast du denn vor deinem Weglassen von Milchprodukten viele davon gefrühstückt? Dass würde vielleicht erklären, warum die LT-Dosis jetzt zu hoch ist. Vielleicht wird einfach mehr aufgenommen, weil kein Calcium aus den Milchprodukten mehr dazwischen funkt.

  5. #5
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Du hattest ja schon einen deutlich niedrigeren TSH bei ähnlichebn Freien. Daher halte Überdosierung schon zu weit hergeholt, zumal die BE am Nachmittag war. Was auffällig ist, ist eben der Unterzucker, der niedrignormige Ferritin-Wert und der D3 im unteren 30ziger Bereich.

    Wurden noch mehr Werte Gemacht, häufiges Wasserlassen und Unterzucker könnte genauso gut der Anfang einer Insulin-Resistenz sein. Bei Frauen ist der HB1ac meist noch Jahre schön obwohl sich da schon was anpirscht.

  6. #6
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Hallo, danke erstmal für Eure Antworten!

    Mein schlimmster Alptraum ist wahr geworden...ich verliere Urin ...gestern Abend ging es los, da hatte ich mich auch super gestresst gefühlt. Heute ist es leider immer noch...ich pack das nicht, empfinde das als extrem unangenehm. Hatte das schonmal jemand? Kann das auch wieder weggehen?

    Ich habe die Werte vom Endokrinologen von Juni noch vervollständigt, falls nochmal wer schauen mag...

    Hast du denn vor deinem Weglassen von Milchprodukten viele davon gefrühstückt? Dass würde vielleicht erklären, warum die LT-Dosis jetzt zu hoch ist. Vielleicht wird einfach mehr aufgenommen, weil kein Calcium aus den Milchprodukten mehr dazwischen funkt.
    Nein, Milch lasse ich schon seit 2013 weg. Hatte nur immer noch Käse oder Joghurt gegessen, aber selten zum Frühstück. Habe nur vermehrt drauf geachtet, das Vitamin D regelmäßig zu nehmen und seit Juni auch Eisen. Achja, Gluten hatte ich noch seit Mai weggelassen. Dadurch ist mein Hunger auf Süßes komplett verschwunden.

    Du hattest ja schon einen deutlich niedrigeren TSH bei ähnlichebn Freien. Daher halte Überdosierung schon zu weit hergeholt, zumal die BE am Nachmittag war. Was auffällig ist, ist eben der Unterzucker, der niedrignormige Ferritin-Wert und der D3 im unteren 30ziger Bereich.
    Ja, das stimmt. Aber 2019 ging es mir ja auch nicht mehr gut und mit der Dosissenkung wurde es besser. Anfang 2020 habe ich mich dann zwar auch wie in Unterfunktion gefühlt, da war mein Vitamin D aber auch im Keller. Und jetzt ist der TSH ja seit Mai, als der ft4 über der Norm war, auch gesunken, was ja für zuviel oder zumindest genug LT sprechen würde, oder? Dieses innerliche gestresst und angespannt sein hatte ich auch 2019, was durch die Senkung besser wurde. Und auch da hatte ich, wenn auch leichtere Probleme mit der Blase. Ich hatte in letzter Zeit auch mehrmals am Tag das Gefühl, dass die Hormone regelrecht meinen Körper durchfluten. Immer vormittag, kurz vor Mittag und dann nochmal nachmittags und abends. Hatte zu der Zeit auch immer vermehrt Durst.

    Wurden noch mehr Werte Gemacht, häufiges Wasserlassen und Unterzucker könnte genauso gut der Anfang einer Insulin-Resistenz sein. Bei Frauen ist der HB1ac meist noch Jahre schön obwohl sich da schon was anpirscht.
    Ja, ich hab sie im Profil ergänzt. Hab gelesen, dass der Blutzucker auch durch die Nebennieren gesteuert wird und wenn diese schwächeln, kann auch der Blutzucker aus der Bahn geraten. Wie es bei mir wahrscheinlich der Fall war/ist. Messe auch zuhause immer mal den Blutzucker, da war er aber zwar meist eher niedrig, aber noch im Normalbereich. Aber ja, Insulinresistenz sollte man auch nicht außer acht lassen. Weiß aber nicht, ob man das aus meinen Blutwerten schon eindeutig sehen kann.

    Können die Nebennieren eigentlich auch unter Stress geraten, wenn man zuviel LT nimmt? Ich habe heute mal nur 58,25 genommen. Fühle mich heute zumindest nicht mehr ganz so angespannt wie die letzten Tage und habe auch nicht so viel Durst...

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Zitat Zitat von Habiby Beitrag anzeigen

    Können die Nebennieren eigentlich auch unter Stress geraten, wenn man zuviel LT nimmt? .
    Warum die Nebennieren - der Organismus, der gesamte Stoffwechsel ist durch ein Zuviel ungut beansprucht. Ich weiß, dass man im Internet schwer in Richtung Nebennieren beeinflusst werden kann - ich würde entsprechende Lektüre sein lassen und wie schon gesagt: Wenn du so klar das Gefühl hast, dass du zu viel nimmst und dein fT4 widerspricht dir nicht, dann ist die Lösung einfach (und sie heißt nicht Nebennieren :-) ?

    Ich habe heute mal nur 58,25 genommen.
    Du hast ja zuletzt 62,25 genommen, "mal" 4 mcg weniger ist nicht die Lösung. Mache eine Senkung und halte sie, denn die volle und vor allem: stabil anhaltende Auswirkung kann man erst in Monaten spüren, nicht am Folgetag.

  8. #8
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Hallo panna, das ist ein Schreibfehler, ich meinte 56,25, aber ja, sind "nur" 6,25 weniger. Ich trau mich aber ehrlich gesagt nicht, gleich auf 50 runterzugehen. Wie ich schon in vorherigen threads schrieb, merke ich tatsächlich sehr schnell was. Die volle Wirkung tritt sicher erst ein paar Wochen später ein, aber schon allein den veränderten Hormonspiegel im Körper merke ich sehr schnell. Als ich das letzte Mal auf 50 gesenkt habe (ist schon paar Jahre her und damals auch von 75) ging nach 4 Tagen gar nichts mehr. Deshalb mache ich lieber kleine Schritte

  9. #9
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Urinverlust ist entweder was neurologisches wie eine kaputte Bandscheibe, aber das gibt deine Geschichte nicht her, daher eher was Hormonelles, seltener ein Muskuläres. Meist aber in den weiblichen zu finden. Wurde hier schon mal geschaut? In UF und in den WJ ein bekanntes Problem.

  10. #10
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    Standard AW: Immer mehr Baustellen, Schilddrüse, Nebennieren - ich weiß nicht mehr weiter...

    Guten Morgen, ach mir gehts heut gar nicht gut. Gestern habe ich mich über den Tag eigentlich recht wohl gefühlt. Das Angespanntsein war weg und ab mittag wurde auch der häufige Harndrang weniger und ich fühlte mich recht gut. Gegen 17.00 Uhr wurde mir dann aber irgendwie übel, auch mein Kreislauf war schlecht.
    Heute früh bin ich schon um 4 Uhr aufgewacht mit Herzklopfen und einem leichten Angstgefühl. Habe dann um 7 Uhr die 56,25 LT genommen. Kurz darauf hatte ich wieder dieses Durchflutungsgefühl, bekam auch mehr Durst. Leider ist mir seitdem übel, ich hab keinen Appetit, mir ist ganz schwummrig im Kopf und ich kann mich schlecht konzentrieren. Positiv ist allerdings, dass der häufige Harndrang besser ist und ich mich nicht so angespannt fühle. Ich zweifle allerdings trotzdem, ob es der richtige Weg ist...klar, das sind jetzt erstmal nur Symptome durch die Senkung und nicht der Endstand, aber ich weiß manche Symptome einfach nicht zuzuordnen. Manches fühlt sich eher wie Über- und anderes wie Unterfunktion an. Und so schlecht wie mir gerade ist, ging es mir vor ein paar Wochen. Ich will doch eigentlich nicht wieder bei null anfangen...Aber mit dem Harndrang und Urinverlust ist ja auch kein Zustand

    Urinverlust ist entweder was neurologisches wie eine kaputte Bandscheibe, aber das gibt deine Geschichte nicht her, daher eher was Hormonelles, seltener ein Muskuläres. Meist aber in den weiblichen zu finden. Wurde hier schon mal geschaut?
    Hab neue Werte vom 08.07.2021

    FSH 6.67 (1.7-7.7)
    17ß-Östradiol (E2) 81.8 (60.4-232)
    Progesteron 26.70 (4.11-14.5)

    Blutabnahme war am 22. Zyklustag früh nüchtern.

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