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Thema: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

  1. #1
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    Standard Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Hallo zusammen,

    Ich bin weiblich und 35 Jahre .
    Sehr sportlich, energiegeladen, hibbelig und rastlos.
    Habe einen 3 jährigen Sohn und in der SS und danach ging es mir erstmal so gut wie nie zuvor.
    Vor ca. einem halben Jahr fingen die Symptome einer Überfunktion schleichend an, so ziemlich alle.
    Dann hatte ich die letzten Wochen einen Infekt nach dem anderen und einer war recht heftig mit einer Kehlkopfentzündung. Im Nachgang bin ich mir jetzt sehr sicher, dass dies den Basedow Schub sehr getriggert hat, bzw. ausgelöst wurde.
    Meine Schilddrüse wurde größer, zumindest dachte ich es, weil man sie plötzlich von außen sehen konnte, mein Herz war extrem flott unterwegs, und eben alle typischen Symptome (außer Augen).

    Mein Arzt hat geistesgegenwärtig sofort ein großes Blutbild gemacht und auch die Schilddrüse.
    Folgendes kam raus:

    06.05.21
    TSH 0,005
    fT4 4.03
    fT3 21.1
    TPO 13
    TRAK 6.5

    Vit D perfekt

    Habe am nächsten Tag direkt mit Carbimazol begonnen: 20 mg

    Leider wurde es dann was chaotisch. Nach Rücksprache mit einem anderen Arzt und dem Facharzt (bei dem ich tatsächlich eine Woche später einen Termin bekam) war es viel zu niedrig und ich nahm nach 10 Tagen 30 mg und 2 Tage später 40 mg. Dann bekam ich einen allergischen sehr heftigen Ausschlag.
    Nach Rücksprache mit meinem Arzt, der etwas angesäuert war, wieder runter auf 20 mg.
    Er meinte weil ich so extrem dünn bin (Vorher schon und durch Basedow nochmal richtig abgenommen) und er sowieso lieber niedrig startet wegen der Nebenwirkungen und um zu schauen ob das nicht sogar genügt um die Werte runter zu bekommen.

    Am 25.05. Gab's ein neues Blutbild:

    TSH 0.005
    fT4 2.69
    fT3 9.9

    Leukos leider was niedrig mit 2.80 (Referenzwert: 4.4-11.3). Mein Arzt meinte aber das könnte genauso mit den Infekten zusammenhängen.
    Wird ja jetzt eh alle 14 Tage geprüft.

    Beim Facharzt kam übrigens nicht wirklich was neues raus. Er bestätigte Basedow anhand der Werte.
    Er machte dann noch ein Ultraschall aber da war alles gut. Grösse noch in der Norm, keine Knötchen ect.

    Was mich so aus der Bahn wirft ist die seelische Belastung, ich habe so viel abgenommen, das ich mich kaum auf die Strasse traue.
    Super viele Haare verloren, dass ich sie abschneiden muss.
    Aber damit kann ich echt noch leben. Was wirklich bitter ist, dass mit Beginn der Medikamentengabe eine Augenbeteiligung dazu kam.
    Meine Augen sind trocken, brennen, lichtempfindlich und manchmal tun sie einfach als ganzes weh. Gibt Tage da ist gar nichts zu spüren und dann wieder Tage da merke ich es sehr.
    Ich habe panische Angst davor wie es mit den Augen weitergeht, es belastet mich wirklich sehr und den Stress den ich eh immer verspüre Dank Basedow wird jetzt nochmal schön angeheizt.

    Beim hier querlesen habe ich eigentlich rausgelesen, dass mein TRAK Wert ja gar nicht soooo sonderlich hoch ist. Das dann schon meine Augen drunter leiden ist schon heftig. Zeigt aber einfach auch nur, wie unterschiedlich die Krankheit sich zeigt und dass sie einfach bei jedem anders verläuft.

    Mir würde euer Feedback sehr helfen um einordnen zu können wo ich stehe. Kam ja jetzt alles doch sehr schnell und es wurde flott reagiert von den Ärzten.
    Gefühlt komme ich da noch nicht ganz mit.

    Vg
    Geändert von Estrella35 (29.05.21 um 21:36 Uhr)

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Liebe Estrella, gerne Hilfe und Feedback, im Austausch für ein ordentliches Profil, wo Werte mit laboreigenen Referenzbereichen und mit ganz genauen Angaben direkt bei den Werten zur Hemmerdosis (wie viel und genauso wichtig: seit wann, TTMMJJJJ). Guck dir ein Paar Profile von Thiamazol-Nehmern an.

    Und: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...-Neumitglieder

    Dort steht auch die Sache mit dem Profil.

    Die Leukos sind schon heikel!

  3. #3
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Sorry, habe ich nachgeholt. Danke für den Hinweis.

  4. #4
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Großes Blutbild brauchen wir nicht, nur Thrombozyten und Leukozyten bzw. Granulozyten, falls gemacht.

    Nach 10 Tagen auf 30 mg nach 12 Tagen auf 40 mg .
    'Also das ist mir jetzt total unklar. Nach 12 Tagen: Wonach die 12 Tage, nach der 20-er-Dosis oder nach Therapieanfang überhaupt?

    10 Tage unter 20 mg: 7.-17.5?
    2 Tage unter 30 mg: 18.-20.5.?
    5 Tage unter 40 mg: 21-25.5.?

    Deswegen bitte ich/bitten wir um genaues Datum - nicht wie viele Tage nach was auch immer, man muss da selbst ausrechnen und überlegen, statt sofort den Überblick zu haben. Es ist nämlich nicht egal, wie lange und welche Dosis vor der Kontrolle genommen wurde, jede Dosis braucht ca. 14 Tage, um die Wirkung voll zu zeigen.

    Sei so lieb und ergänze doch mal das Datum dort, wo Rot ist, diese Dosisanganben direkt in der Zeile wo das Kontrolldatum steht, sind sehr hilfreich:

    6.5.2021 ................... ohne Medikation, Diagnose MB
    TSH 0.005 (0.270-4.20)
    fT4 4.03 (0.90-1.70)
    fT3 21.1 (2.0-4.4)
    TPO 13 (bis 34)
    TRAK 6.5 (<1.8)



    25.05.21 ...............unter Thiamazol 20 mg (von bis?) / 30 mg (von-bis?) / 40 mg (von-bis?)
    TSH 0.005 (0.270-4.20)
    fT4 2.69 (0.90-1.70)
    fT3 9.9 (2.0-4.4)
    Leukos 2.80 (4.40 - 11.30)
    HIlfe ist sofort für dich da, wenn ich sehen kann, was du wann genommen hast.
    Geändert von panna (30.05.21 um 12:28 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Ok, ist vervollständigt.

    Müsste jetzt endlich alles passen.

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Es ist nicht so, dass ich dich extra piesacken wollte. Diese Zeiträume für die Dosierungen sind essentiell wichtig, weil die Dosis, die man nimmt, genauer: Die Anpassung der Dosis an die jeweiligen Werte, essentiell wichtig ist für die Hemmertherapie - und für die mögliche Vermeidung einer Endokrinen Orbitopathie oder einer Verschlimmerung derselben. Denn das hängt alles mit den Hormonwerten zusammen.

    Und deine Einstellung ist leider chaotisch gewesen, ich hole das nochmal hierhin, kann besser denken beim Schreiben, wenn ich die Einzelheiten vor Augen habe:

    Ab 07.05 . bis 18.05. 20 mg Carbimazol
    19.05. - 24.05. 30 mg
    25.05. - 26.05 40 mg dann fiese allergische Reaktion
    27.05. - bis jetzt 20 mg keine Beschwerden

    2. Blutabnahme 25.05.21

    TSH 0.005 (0.270-4.20)
    fT4 2.69 (0.90-1.70)
    fT3 9.9 (2.0-4.4)

    Leukos 2.80 (4.40 - 11.30)
    Du hattest schon eine sehr starke Überfunktion am Anfang. Die 20 mg Thiamazol waren viel zu wenig, um eine solche ÜF zu bändigen, was auch immer dein Arzt sich dachte:
    Er meinte weil ich so extrem dünn bin (Vorher schon und durch Basedow nochmal richtig abgenommen) und er sowieso lieber niedrig startet
    , man fängt nicht niedriger als notwendig an, sonst kann die Überfunktion leicht eskalieren. Falls das dein Hausarzt ist, wäre ich vorsichtig mit seinen Ratschlägen. Man fängt nicht niedrig an und steigert, sondern genau umgekehrt, aus guten Gründen. OK, es wurde dann die Dosis erhöht, aber für die letzten 12-14 Tage vor der Kontrolle gibt es leider eine Mischdosierung, so dass deine Werte am 25.5. das Ergebnis von 20 mg Thiamazol bis auf die letzten 5 Tage 30 mg vor der Kontrolle sind. Was da ausschlaggebend ist - 20 oder 30 oder irgendwas dazwischen, das ist unklar, deswegen schrieb ich oben: Es ist extrem wichtig, dass man die Dosis 12-14 Tage strikt hält, um aussagefähige Ergebnisse zu bekommen und die Dosis richtig anpassen zu können.

    Deine Überfunktion ist weiterhin da. Es ist jetzt schwer zu sagen, ob 20 mg ausreichen werden, sie stark genug zu bändigen. Ich hätte schon eher 30 mg für 14 Tage gesagt, allerdings ist die allergische Reaktion, zusammen mit den wirklich bedenklichen Leukozyten, schon ein starkes Warnsignal, deswegen sage ich nicht 30. Die Leukozyten, genauer: der niedrige Stand einer Unterklasse der Leukozyten, der Granulozyten, das ist keine ungefährliche Geschichte. Wenn die Leukozyten sinken, heißt das, dass die Granulozyten, die zahlreichste Unterklasse, bereits tief sind. Und das ist schon ernst zu nehmen: https://www.aerzteblatt.de/archiv/27...e-Alternativen

    Eigentlich kann man jetzt nur hoffen, dass 20 mg ausreichen und die Leukos dringend besser werden. Ob das klappt, werden wir ja sehen. Solltest du irgendwelche Anzeichen einer Agranulozytose merken (Halsschmerzen z.B., Fieber), solltest du jedenfalls zum Arzt.

    Dass die TRAK einstellig sind, bzw. am Anfang waren, sagt nur bedingt etwas über den Verlauf oder die Schwere der Erkrankung aus, leider.

    Die Werte sind beide beim gleichen Labor entstanden, nehme ich an? Der Facharzt hat keine gemacht?

    PS
    Den Artikel oben habe ich nicht verlinkt, damit du eine RJT machst oder dergleichen, nur zur Illustration zu der Leukozyten-Sache.
    Geändert von panna (30.05.21 um 20:55 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Hallo,

    Ich brauche nochmal eure Hilfe .

    Es wurde erneut Blut abgenommen und die Leukos sind nochmal gefallen.
    Ich kopiere das gleich nochmal aus meinem Profil rein.

    Ich nehme unverändert 20 mg Carbimazol.
    Meine Ärztin möchte dabei bleiben und engmaschig kontrollieren. Die Hornonwerte sind auch kontinuierlich gut runtergekommen.
    Meine große Sorge wegen der Leukos teilt sie nicht.

    Mein Wohlbefinden war letzte Woche seit langem eigentlich wieder super. Jetzt bekam aber mein kleiner Sohn eine Erkältung und ich habe mich natürlich angesteckt. Noch sehr im Rahmen.
    Ansonsten ging es mir wirklich gut.

    Aber nun die große Preisfrage: was mache ich jetzt???

  8. #8
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Blutabnahme 07.06.21
    Carbimazol unverändert 20 mg tägl.

    TSH 0.005 (0.270-4.20)
    fT4 1.85 (0.90-1.70)
    fT3 6.6 (2.0-4.4)

    Leukos 1.83 Tsd/ul (4.40 - 11.30)
    Thrombozyten 243 (140 - 440)

    Granulozyten sind wohl leicht zu niedrig.

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Hat sie die neutrophilen Granulozyten auch bestimmt? also: weißes Blutbild? bzw. Differenzialblutbild?

    Neutrophile Granulozyten dürfen auf gar keinen Fall unter 500 fallen.

  10. #10
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    Standard AW: Basedow diagnostiziert - große Hilflosigkeit

    Ich hatte drauf bestanden, und nehme an das es auch gemacht wurde. Aber ich habe offensichtlich nicht alles ausgehändigt bekommen.
    Auf meinem steht "man Differentialblutbild"und dann Lymphozyten, Monozyten, Eosinophile die alle etwas erhöht sind.

    Granulozyten stehen hier nicht drauf, da meinte sie nur mündlich die seien leicht erniedrigt.

    Da muss ich nochmal nachfragen.

    Allerdings zeigte sie mir auch, dass zuletzt im September die Leukos gut waren, danach immer sehr niedrig (aber noch Normbereich). Und seit Oktober habe ich auch die Schilddrüsen Symptome.

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