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Thema: SD-OP gut gelaufen und jetzt geht es weiter

  1. #51
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    Standard AW: SD-OP gut gelaufen und jetzt geht es weiter

    Zitat Zitat von Ziva Beitrag anzeigen
    Dass das Östrogen beide Werte drückt ist mir schon klar und dass das FT4 vom Östrogen runtergegangen ist, davon bin ich ausgegangen.
    Wenn ich das Thybon abends nehme, kann ich nicht schlafen, also nehme ich das immer morgens zusammen mit dem Thyroxin.
    Also ich habe es auch 24 Stunden vor der Blutentnahme zum letzten mal genommen.
    Also in diesem Fall sieht dein fT3 quasi so aus als würdest du keines nehmen. Allerminimalst anders. Hast du ausreichend ausprobiert mit abends + Schlafen? Sollte nämlich wirklich nicht passieren, erst recht nicht, wenn du das Bisschen direkt vorm Lichtausknipsen + Augenschließen nimmst. Dann kommt von dieser wirklich kleinen Menge innerhalb 1-2 Stunden wohl gar nichts an.

    Wenn ich Dich richtig verstehe, würdest Du gar kein Thybon nehmen, sondern es nur mit einer Erhöhung von 6,25 mcg Thyroxin probieren, weil durch die Östrogene gar keine Beurteilung von der Einnahme des Thybons zu machen ist?
    Nein, du verstehst mich da nicht richtig. Die 2,5 würde ich weiternehmen, aber bei fT4=12 würde ich *zuerst* das LT um 6,25 erhöhen, um die Östrogen-Wirkung auszugleichen und wenn dann die Werte damit da sind, gucken, ob das T3 auch erhöht werden sollte. So wäre der Plan - wenn du mit dem Östrogen nicht schon wieder etwas ändern würdest, das schmeiß nämlich den Plan doch etwas über den Haufen ... weil sich dein fT4 erneut ändern kann, wenn du die Östrogendosis änderst. Am besten nicht zwei einander beeinflussende Einstellungen gleichzeitig.

    Sie will unbedingt, dass ich auf 3 Hübe runtergehe, hat was mit dem Verschreiben pro Quartal zu tun und nicht mit meinem Wohlbefinden.
    Nun ja, vielleicht denkt sie auch hieran, wer weiß:

    Je länger eine Frau die Medikamente einnimmt, desto höher ist ihr Risiko. Durch die Einnahme der HET über einen Zeitraum von einem Jahr oder weniger dürfte sich das Risiko allerdings nicht erhöhen. Bei einer 50-jährigen Frau, die nie eine HET eingenommen hat, liegt das Risiko für Brustkrebs bei 6,3 Prozent. Nimmt eine Frau die Medikamente für fünf Jahre, steigt dieser Wert auf 8,3 und nach zehn Jahren auf 10,3 Prozent, so die Forscher – ein Anstieg des Risikos um 63 Prozent.
    Das kommt aus einer Lancet-Studie, im hier https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...ustkrebsrisiko verlinkten Artikel vorgestellt.

    Jedenfalls - wie möchtest du denn weitermachen mit dem Östrogen, denn das, was ich dir nahelegen würde mit LT+Thybon zu machen, hängt direkt davon ab.

    Fortsetzung ...

    Zu dem, was Karin schreibt: Karin ist so gewohnt und es geht ihr gut, das ist sicher prima. Dennoch, die gut begründbare und auch begründete Empfehlung lautet ganz klar: T3 splitten. Diese erste Dosis kannst du natürlich morgens nehmen, eine zweite würde ich dann eben zeitlich trennen. Die gute Begründung in der Nussschale: Der Organismus versucht mit allen Mitteln, das fT3-Niveau über den TAg gleich zu halten, das zeigen Untersuchungen - das geht auch sehr gut. Die externe Zufuhr von T3 kann das nicht leisten, also versucht man wenigstens nur kleine Einnahmespitzen zu verursachen statt einer riesigen.
    Geändert von panna (23.01.22 um 12:50 Uhr)

  2. #52
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    Standard AW: SD-OP gut gelaufen und jetzt geht es weiter

    Liebe Panna,
    Danke für die ausführliche Antwort.
    Zum Estradiol: Ja das werde ich auf jeden Fall weiternehmen, entweder 4 oder 3 Hübe.
    Auf das Brustkrebsrisiko gehe ich jetzt mal nicht so sehr ein. Da ich ja Progesteron gleichzeitig einnehme, müsste ich mir laut der Lancet-Studie sowieso keine großen Sorgen machen. Das Risiko bei Einnahme von künstlichem Östrogen mit dem Gegenspieler Gestagen (entspricht ja dem natürlichen Hormon Progesteron bei den BH) ist nur minimal erhöht. Natürlich nehme ich auch Progesteron, Estradiol wird nie ohne Progesteron verschrieben. Ich habe das nur nicht mehr erwähnt, weil ich anfangs des Threads ja geschrieben habe, dass ich das nie abgesetzt habe.
    Außerdem habe ich ganz andere Informationen und Kenntnisse zu Studien über das Brustkrebsrisiko bei BH. Angelesen durch 5 Bücher über Bioidentische Hormone und die Aussagen meiner Frauenärztin, die ich für kompetent halte.
    Das möchte ich jetzt nicht näher vertiefen.
    Jedenfalls mache ich mir da keine Sorgen und bin froh, dass es zum Glück die BH gibt, die mir wieder Lebensqualität geben, wie unter anderem da wäre, keine Hitzewallungen im Minutentakt, kein Herzrasen und endlich besser schlafen können. Bei 3 Hüben liege ich leider regelmäßig nach 5 Stunden mit Herzklopfen mindestens zwei Stunden wach, bevor ich wieder einschlafe. Bei 4 Hüben kann ich durchschlafen.
    Ich werde wohl doch erstmal weiterhin 5 mcg und auf Deinen Rat hin, die Dosis splitten und nach 6 Wochen wieder eine BE machen lassen.
    Mir scheint das am sinnvollsten, zumal ich erstmal nach meinem Auslassversuch nach der Op, nicht auf die BH verzichten werde.
    Ich habe mir mal alte Werte angeguckt, als ich noch die Schilddrüse hatte. Die freien Werte waren ja immer in der Norm. Der Ft4 lag bei mir immer um die 12 herum und der FT3 um die 3.0. Das waren meine natürlichen Werte mit denen es mir gut ging, bis auf die Herzrasattacken, die aber durch Jod im Essen ausgelöst wurden.
    Jedenfalls wäre der FT4 ja schon mal in der Nähe, und wenn ich den FT3 noch etwas angehoben bekomme, wäre es doch gut. Mir geht es natürlich nicht um diese Werte, aber da ich gesehen habe, dass ich mit dem FT4 Wert ja schon meinem natürlichen Wert nahe bin, finde ich es logisch, den FT3 jedenfalls soweit zu heben, bis ich mich wieder wohlfühle und die Unterfunktionssymptome los bin.
    Wie gesagt, die BH werde ich auf jeden Fall weiterhin nehmen. Und wenn würde ich sie in Zukunft auch nicht wieder abrupt absetzen sondern ganz langsam über eine lange Zeit ausschleichen und gleichzeitig immer die Schilddrüsenwerte machen lassen.
    Lieben Gruß
    Ziva

  3. #53
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    Danke für Deine Antwort KarinE!

  4. #54
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    Standard AW: SD-OP gut gelaufen und jetzt geht es weiter

    Zitat Zitat von Ziva Beitrag anzeigen
    Ich habe mir mal alte Werte angeguckt, als ich noch die Schilddrüse hatte. Die freien Werte waren ja immer in der Norm. Der Ft4 lag bei mir immer um die 12 herum und der FT3 um die 3.0. Das waren meine natürlichen Werte mit denen es mir gut ging, bis auf die Herzrasattacken, die aber durch Jod im Essen ausgelöst wurden.
    Du kannst sie im Auge behalten, vor allem eher das fT4. Aber man kann das, was vorher war, nicht wirklich abbilden. Warum? erstens, weil das fT4 ein Nüchtern-/Tiefstwert ist. Zweitens:

    ... finde ich es logisch, den FT3 jedenfalls soweit zu heben, bis ich mich wieder wohlfühle und die Unterfunktionssymptome los bin.

    Ja, bis du dich wohlfühlst, aber das ist immer die Funktion beider Werte. Und noch etwas: ab dem Augenblick, ab dem man T3 nimmt, sollte man das fT3 anders beurteilen. Weil nämlich, leider, und deswegen splitten wir (mehrheitlich), die T3-Einnahme eine Hormonspitze verursacht, da ist dann der Spiegel einige Stunden hoch und danach niedriger. Wir messen das Hohe normalerweise nicht. Deswegen: Wenn du dann doch 2,5 mcg T3 schaffst abends zu nehmen, sollte diese Dosis vor der BE nicht weggelassen werden, um wenigstens etwas natürlichere Werte zu bekommen. Aber ganz natürlich wird das nicht. Unter anderem natürlich auch, weil das im Serum gemessene T3 nicht alles an T3 ist, was wir haben.

    Ich habe für die kleine T4-Erhöhung (zunächst/zuerst) plädiert, weil man damit die eigene Umwandlung unterstützt, bei deinem momentanen Wert ginge das ja - und die T3-Einnahme dann, wenn es nicht reicht, weiter anpassen kann. Aber OK, sicher, du kannst es natürlich umgekehrt machen, jetzt auf 2x2,5 mcg gehen und das T4 später anpassen, wenn es nicht reicht und wenn deine Östrogen-Einnahme eine gleichbleibende sein wird. Wie du daran vielleicht merkst, bin ich mit T3 gedanklich restriktiver. Meine Grundüberlegung ist die, dass wenn jemand T3 braucht, dann vor allem Operierte, weil sie den Schilddrüsenanteil an T3 verloren haben. Aber dieser Schilddrüsenanteil beträgt ca. 6 mcg, der Rest kommt aus der Umwandlung überall im Körper und die ist nicht notwendigerweise beschädigt (sonst wäre das ja bei noch vorhandener Schilddrüse aufgefallen). Und das Selbstgemachte ist immer besser, weil bedarfsgerechter, als das von Außen Zugeführte - dies gilt weniger auf das Speicherhormon T4, aber schon stark für das aktive Hormon T3.

    Also mach mal, und dann sehen wir weiter.

    Ich wollte keinen Antiöstrogen-Feldzug starten, bloß informieren für den Fall, dass du es willst. Mir ist klar, dass es da viele Meinungen gibt, aber die Lancet-Studie ist relativ neuen Datums und sicherlich eine seriöse mit (trotz umfangreicher Literatur) eher seltenen Langzeit-Beobachtungsdaten, das ist keine Selbstverständlichkeit und genau das macht die Studie wertvoll. Aber - lass es einfach stehen, ich wollte (auch) nicht darüber diskutieren, bloß informieren.

  5. #55
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    Danke nochmal im Nachhinein für Deine Antwort, Panna.

    Meine neuen Blutwerte sind da.

    BE am 23.3.22, letzte Einnahme LT Tag vorher, morgens
    2,5 mcg Thybon 14.30 Uhr am Tag davor
    FT3: (2.04-4.40) 2.4
    FT4: (9.3-17.1) 12.3
    TSH: (0.27-4.20) 0.71

    Seit dem 13.2.2022 ist auch das Gynokadin auf nur noch zwei Hübe reduziert.
    Ich hatte herausgefunden, dass die 20 gr Leinsamen, die ich täglich in meinen Poridge gemischt habe, sehr viele Phytoöstrogene enthalten, die die Aufnahme des Estradiols reduziert haben. Das war der Grund, warum ich erhöhen musste, obwohl ich vorher lange mit der niedrigen Dosierung klar kam.
    Bei dieser jetzigen Dosierung des Gynokadins werde ich auch erstmal für längere Zeit bleiben.

    Mein Befinden ist sehr gut zur Zeit. Wenn es so bleibt, bin ich zufrieden.
    Es bleibt aber abzuwarten, denke ich, da die Reduzierung des Estradiols ca. 5 1/2 Wochen vor der BE war. Ich hoffe, es ändert sich nicht mehr allzuviel und es bleibt so.

  6. #56
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    Ja, auch abgesehen vom Estradiol ist es besser, nach Dosisänderung längere Zeit verstreichen zu lassen.

  7. #57
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    Die neuen Werte sind da. Ich musste nach einigen Wochen das Estradiol doch erhöhen, weil es mir mit 2 Hüben nicht gut ging. Das macht sich auch erst immer nach mehreren Wochen bemerkbar. Also wieder erhöht auf 3 Hübe. Damit geht es mir jetzt wieder besser. Ich kann schlafen, kein Herzrasen und keine Hitzewallungen usw. mehr. Leider hat das Estradiol den FT3 gedrückt und FT4 ist höher, durch das Thybon, denke ich.
    Nun habe ich aus verschiedenen Gründen die Gynäkologin gewechselt und meine jetzige hat dann auch das Progesteron vor ein paar Tagen erhöht, was auch richtig ist. Estradiol und Progesteron müssen ja immer in einem bestimmten Verhältnis genommen werden. Diese Erhöhung wurde vorher versäumt, sodass ich weitere 6 Wochen warten kann, um zu sehen, was jetzt mit den Schilddrüsenwerten passiert. Zumindest geht es mir soweit ganz gut und Herzrasen und Co. sind Geschichte. Ich bin allerdings momentan wieder morgens extrem müde und merke auch sonst, dass ich weniger Energie habe. Aber damit kann ich vorübergehend leben. Ich möchte erstmal an den Dosierungen nicht weiter schrauben und in 6 Wochen gucken, wie sich das Progesteron auf die Werte auswirkt. Es ist schon mal sehr angenehm jetzt zur Zeit wirklich sehr gut schlafen zu können, ohne nachts mit Herzrasen aufzuwachen und lange wachzuliegen.

  8. #58
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    Zitat Zitat von Ziva Beitrag anzeigen
    Die neuen Werte sind da. Ich musste nach einigen Wochen das Estradiol doch erhöhen, weil es mir mit 2 Hüben nicht gut ging. Das macht sich auch erst immer nach mehreren Wochen bemerkbar. Also wieder erhöht auf 3 Hübe. Damit geht es mir jetzt wieder besser. Ich kann schlafen, kein Herzrasen und keine Hitzewallungen usw. mehr. Leider hat das Estradiol den FT3 gedrückt und FT4 ist höher, durch das Thybon, denke ich.
    Ziva, das Estradiol drückt kein fT3? und fT4 wird durch das Thybon nicht höher

    Die T3-Karenz ist bei dir so gestaltet, dass man von der T3-Einnahme direkt gar nichts mehr mitbekommt zum BE-Zeitpunkt. Insofern ist der fT3-Wert keine Abbildung der wirklichen Verhältnisse. Den Wert würde ich insofern nicht so sehr beachten.

    Ich bin allerdings momentan wieder morgens extrem müde
    Nimm doch das Krümelchen Thybon nicht mittags, sondern bevor du nachts das Licht ausknipst, ob das etwas ändert. Wenigstens wäre dann der kleine Zuschuss über den Tag gerecht verteilt. Und ich bin auch aus dem zusätzlichen Grund ein Fan, weil das bisschen etwa/grob dann ankommt, wenn eine gesunde Schilddrüse sowieso einen kleinen T3-Schub macht, nämlich irgendwann nach Mitternacht.

    Und sonst, ja, warte ruhig ab.

    **
    PS: und wenn du es ausprobierst mit 2,5 zur Nacht, bitte vor der Kontrolle einnehmen.
    Geändert von panna (11.06.22 um 11:43 Uhr) Grund: PS!

  9. #59
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    Hallo Panna, ja das werde ich wohl ausprobieren. Da ich jetzt viel fester schlafe, müsste es ja auch funktionieren.

  10. #60

    Standard AW: SD-OP gut gelaufen und jetzt geht es weiter

    Du nimmst doch lt. Profil bereits seit längerem 2 x 2.5 Thybon gesplittet morgens und nachmittags? Willst du jetzt reduzieren?

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