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Thema: Eisenmangelanämie, Prolaktinerhöhung - alles durcheinander - meine Werte (bin neu)

  1. #1
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    Standard Eisenmangelanämie, Prolaktinerhöhung - alles durcheinander - meine Werte (bin neu)

    Moin,
    vor 12 Jahren (bin 36) wurde mir auf meine Anregung hin eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Da keine Antikörper nachzuweisen waren und das Sonogramm nur kleine Auffälligkeiten zeigte, wurde mir keine Hashimoto Thyreoditis diagnostiziert. Ich legte trotz eingangs verstärkter Recherche das Thema ad acta. Ich nahm mein L-Thyroxin, ließ die Blutwert-Untersuchungen schleifen und beschäftigte mich mit anderen Problemen. Vielleicht ging die Thematik auch unter, da ich außerdem mit AD(H)S zu kämpfen hatte - aber wer weiß, ob diese Symptome nicht auch durch meine SD kamen bzw verschlechtert wurden...

    Jetzt muss ich mich wieder damit beschäftigen. Es fing im Dezember letzten Jahres an, dass mir schwindlig war, Kopfschmerzen etc. - auch wieder auf meine Anregung hin Diagnose Eisenmangelanämie, Ferritin bei 9 (Referenz 9-140). Mein TSH allerdings bombig: 0,53 (Referenz 0,35-5.50). Ich substituierte das Eisen und senkte meine Dosis von 100 L-Thyroxin auf 75 µg. Im März war das Eisen dann bei 48, der TSH aber bei 6,4! (Gleich kommen noch Tabellen, keine Bange ). Meine Hausärztin meinte, ich solle mal 88er L-Thyroxin nehmen, weil ja 100 zu hoch und 75 zu niedrig wäre. Damit ginge es mir bald besser. Das tat es nicht. Zyklusstörungen, krasse Schlafstörungen, ausgeprägte PMS-Symptome, die ich vorher nicht kannte, mein Gewicht ist so hoch wie noch nie in meinem Leben (und ich war immer schlank) und seit der letzten Woche bin ich auch nach 12 Stunden Schlaf abends schon um 9 wieder müde. Fühle mich generell einfach kaputt und matschig in der Birne.

    Jetzt erstmal die Werte:

    9.12.2020

    Leukozyten: 8,32 Tsd/µl (4.00-9.40)
    Hämoglobin 11,8 g/dl (12.00-16.00)
    Hämatokrit 37,2 l/l*100 (37.00-47.00)
    TSH 0,53 mU/l (0.35-5.50)
    Ferritin 9 µg/l (9-140)

    Ft3 und Ft4 als unwichtig erachtet und deshalb nicht gemessen.
    Die Werte vom März habe ich leider nur telefonisch abgefragt. Bitte nehmt es mir nicht übel, wenn hier nicht saubere Ordnung herrscht, ich bin gerade sehr müde.

    TSH 6,4 mU/l (0.35-5.50)
    Ferritin 48 µg/l (9-140)

    10.5.2021

    Leukozyten 7,15 Tsd/µl (4.00-9.40)
    Hämoglobin 12,5 g/dl (12.00-16.00)
    Hämatokrit 39.4 l/l*100 (37.00-47.00)
    TSH 2,91 mU/l (0.35-5.50)
    FT3 2,47 ng/l (2.04-4.40) ~18 %
    FT4 12,0 ng/l (9.3-17.1) ~34 %

    6.5.2021 HORMONE, 2.Zyklustag

    Prolaktin 21,8 ng/ml (1,9-15)
    LH 7,8 mlU/ml (2-15)
    FSH 3,5 mlU (2-12)
    Östradiol 50,3 pg/ml (30-250)
    Progesteron 1,61 ng/ml (0,72-17,8)
    Testosteron 0.19 ng/ml (0.05-0.73)
    DHEAS 1.18 µg/ml (0.35-3.3)
    SHBG 35.6 nmol/L (18-144)

    Habe mit meiner HÄ telefoniert, die hatte noch nie was von der Prozent-Darstellung der FT-Werte gehört und meinte, mein TSH sei in Ordnung und die FT-Werte auch in der Norm. Ich finde 18 % FT3 eher bedenklich.
    Meine Theorie bei der ganzen Sache: Durch schlecht mit NEMs ergänzten Vegetarismus einen Eisenmangel, dadurch Hashi-Schub, Schilddrüse wird teilweise zerstört und gibt vermehrt Hormone frei, dadurch niedriges TSH. Dann kleinere SD, diese versucht, auszugleichen und TSH schnellt in die Höhe.

    Was würdet ihr das Ganze interpretieren? Ich nehme ab heute wieder 100 µg L-Thyroxin. Mein Psychiater war so gut und hat nach der Schilderung meiner Probleme einen Bluttest veranlasst, bei dem auch die TRAK etc gemessen werden, auch nochmal FT3 und 4. Er vermutet auch Hashi. Außerdem hat er mir eine Überweisung für ein MRT gegeben, weil das erhöhte Prolaktin von einem Prolaktinom herrühren könnte. Ich hoffe zwar, dass es "nur" von den schlechten SD-Werten kommt, aber diese plötzliche Verschlechterung der SD-Werte und des Befindens nach 12 Jahren könnten ja doch evtl. auf etwas "Größeres" wie ein Prolaktinom zurückzuführen sein. Die etwas "höheren" Leukozytenwerte könnten evtl. ein Hinweis auf Hashi sein? Habe nur die Werte aufgeschrieben, die mit Hashi zusammenhängen könnten (nach meinem mittelmäßigen Wissensstand).

    Die Suche nach einem vernünftigen Endokrinologen könnte sich hier in der Gegend als schwierig erweisen, deshalb suche ich in diesem Forum zunächst Hilfe. Vielen Dank.

    P.S.: Sehe gerade, dass meine Leerzeichen in den "Tabellen" gekillt wurden, gibt´s da einen Trick, eine bessere Tabelle zu erstellen?
    Geändert von Paletti (19.05.21 um 21:29 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Eisenmangelanämie, Prolaktinerhöhung - alles durcheinander - meine Werte (bin neu

    Klicke mal unter dem Editor-Fenster beim Schreiben statt auf Antworten auf Erweitert, dort sind noch ein paar Möglichkeiten verborgen.

  3. #3
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    Standard AW: Eisenmangelanämie, Prolaktinerhöhung - alles durcheinander - meine Werte (bin neu

    Die Frage ist: War eine Senkung wirklich sinnvoll?

    Der TSH war im Referenzbereich, fT3 und fT4 unbekannt bei bekanntem Mangel.

    Du schreibst du ernährst dich vegetarisch. D. h. du solltest neben Eisen (Ferritin) auch Holotranscobolamin (Speicherwert B12) im Blick haben. Eisen braucht übrigens auch B-Vitamine. Hinzu kommt, dass auch Vegetarier sich eisenreich ernähren können, die meisten lassen allerdings nur das Fleisch weg, das funktioniert nicht. D. h. man muss sich da schon schlau machen.

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