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Thema: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

  1. #31
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    fT4 beurteilbarer heißt bei euch vor allem Nüchternwerte oder? Weil tragbar, im Sinne des numerischen Wertes, ist wäre doch Ansich mit zuletzt 1,76, nicht?
    Bei Einnahme des LT sieht der Hormonspiegel aus, wie wenn du mit dem Rad auf eine Bergspitze fährst. Erstmal bergauf, dann Spitze, dann bergrunter. Aber im Gegensatz zu deiner dir bekannten Leistung (wie lange dauert es?) weiß man nicht, wann *genau* die Hormonspitze erreicht ist und wie steil die Kurve in welcher Zeit rauf und dann runter verläuft. Ergo, wissen wir nicht, an welchem Punkt dich die Nadel des Docs erreicht! Berauf, auf der Spitze, bergrunter? Unbekannt. Einmal könnte es die Spitze sein, ein anderes Mal beinahe wieder unten. Werte sind also nicht miteinander vergleichbar und dein sozusagen "spitzenbefreiter" Wert unbekannt. Was man deswegen macht: Nüchternwert vor Einnahme. Das ist eine Bedingung, die Vergleichbarkeit schafft.

    Was tragbar ist: Auf die gesamte gesunde Bevölkerung projoziert ist alles innerhalb des Referenzbereichs tragbar. Soweit reicht das Wissen des Hausarztes. Aber *dein* Wohlfühlwert ist nicht "alles innerhalb des Referenzbereichs" sondern muss ertastet werden und wenn es geht, nicht in Riesenschritten wie bei dir. Der eine fühlt sich mit hohen, der andere mit niedrigen, der dritte mit mittigen Werten wohl.


    Während der Hemmertherapie unter MB hatte ich aber unter Wohlbefinden auch teilweise TSH zwischen 2 und 3. Hat das für euch Aussagekraft?
    Nein. War eher zu erwarten, dass du keine Werte aus gesunden Tagen hast.

    Ich muss vllt noch sagen: ich fand ehrlich gesagt gut nachvollziehbar nach 3 Wochen von 100 auf 150 zu steigern, da der Wert ja nach zwei Wochen schon recht am "abstürzen" war?
    Da war nichts am Abstürzen, fT4=1,25 wäre ein guter Nüchternwert in deinem Referenzbereich - die Sache ist nur, dass es kein Nüchternwert ist, s. oben mit der Kurve.

    Seit die Dosis 150 "manifestiert" ist, eher durchgängig schlecht. Was haltet ihr von dieser gefühlten Schlussfolgerung?
    Das wäre auch meine Vermutung, einfach weil 1. Dein Gewicht und 2. Der Riesenschritt von 100 auf 150. Zwischen 100 und 150 sollten wir suchen und ich würde vielleicht zunächst eher auf 112/125 tippen. Aber jetzt mal ein Nüchternwert und wir würden klarer sehen. Dein fT4=1,7 kann vor der Bergauf-Strecke, darauf irgendwo, auf der Spitze oder auf der Kurve nach unten sein. Das macht uns nicht klug.

    Das Gewicht ist natürlich nur eine Annäherung, ausschlaggebend ist die Muskelmasse, die man aber nicht wiegen kann. Wir hatten mal einen Klaus hier, einen Biker mit Leib und Seele und Ü100 Kg schwer. Er ist mit 175 mcg eingestiegen, war klar zu viel. Versuchte 150, dann 125, landete dann für längere Zeit bei 100.

    Ach so, ja, hier das noch:
    https://www.ht-mb.de/forum/poll.php?...do=showresults

  2. #32

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Moin,

    danke für eure Kommentare bis hierhin und hier ein Update:

    - Heutiger Termin mit SD-Doc hat ergeben, dass Dosis von 150 auf 175 erhöht wird auf folgender Entscheidungsgrundlage:
    1) TSH relativ hoch (auf Basis Werte aus dem Mai).
    2) Kein Wohlbefinden mit 150.
    3) Symptome passen eher zu einer Unterfunktion.
    4) als eher sportlicher Typ mit vermeintlich eher viel Muskelmasse gut plausibel, dass 175 passen könnte.

    - Zur heutigen erneuten BE bin ich nüchtern gegangen und habe den SD-Doc darüber informiert. Die Ergebnisse werde ich mir dann sobald möglich abholen.

    Ich erhoffe mir jetzt natürlich, dass sich mein Befinden innerhalb von 1 Woche verbessert, das wäre toll - versuche da aber realisitisch zu sein, kann sich auch viel länger ziehen.
    Ich freue mich über Kommentare, danke für eure Einschätzungen!

    Habt einen guten Tag!
    Geändert von aufs_Rennrad (31.05.21 um 11:03 Uhr)

  3. #33
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Zitat Zitat von aufs_Rennrad Beitrag anzeigen
    3) Symptome passen eher zu einer Unterfunktion.
    Diese Symptome:

    Befinden: abgeschlagenheit, müdigkeit troz viel Schlaf und wenig körperlicher Belastung ("einfach keine Energie") --> Unterfunktionssymptome?
    passen theoretisch zu:

    1. zu niedriges fT4, in der Folge zu wenig fT3, "echte" Unterfunktion - trifft nicht zu
    2. zu hohes fT4 und fT3, Überdosierung/Überfunktion - trifft nicht zu
    3. ausreichendes (bis hohes) fT4 aber zu niedriges fT3, typische postoperative Situation durch Wegfall des T3-Anteils aus der Schilddrüse (und/oder durch zu viel T4).

    Mal gucken, was die Nüchternwerte sagen. Für mich ist es bei dir T3-Mangel, durch T4-Erhöhung nicht unbedingt/nicht zufriedenstellend behebbar. Freue mich, wenn du eine Ausnahme wärest.

    **
    PS
    Schreibst du mal im Profil zu den Nichtnüchternwerten "1 St. nach LT" daneben?
    Geändert von panna (31.05.21 um 11:52 Uhr) Grund: PS dazu

  4. #34

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Danke für deine Meinung!

    Nachtrag im Profil hab ich getan.

    wie wäre 3. denn behebbar? Ich vermute du denkst da an eine T4+T3 Kombi?
    Ich bin in 3,5 Wochen wieder mit dem SD-Doc verabredet. Dann sieht man vermutlich sowohl klinisch als auch im Labor einen Trend - bis dahin hoffe ich jetzt einfach mal auf Besserung und dann muss man wieder die Optionen bewerten schätze ich.

    Nüchternwerte ergänze ich noch, sobald verfügbar. Die machen ja vllt auch schlauer.

    Beste Grüße!

  5. #35
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Ich muss mich korrigieren, so tragisch ist dein fT3 gar nicht (ich habe den Referenzbereich nicht berücksichtigt, dachte an molare Einheit anfangend mit ca. 3,xx).
    Wie dem aber auch sei, dein Doc macht Riesensprünge. Da sind die Chancen dann überdurchschnittlich, dass man was überspringt.

    Ja, warten wir mal die Nüchternwerte ab. -

  6. #36
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    - Heutiger Termin mit SD-Doc hat ergeben, dass Dosis von 150 auf 175 erhöht wird auf folgender Entscheidungsgrundlage:
    1) TSH relativ hoch (auf Basis Werte aus dem Mai).
    2) Kein Wohlbefinden mit 150.
    3) Symptome passen eher zu einer Unterfunktion.
    4) als eher sportlicher Typ mit vermeintlich eher viel Muskelmasse gut plausibel, dass 175 passen könnte.
    Die ersten 3 Punkte begründen zwar eine Erhöhung, aber nicht eine um 25µg, dazu sind sie m.E. viel zu "normal". Den vierten Punkt finde ich einen schwachen, weil eine generelle Mengenschätzung nach Körper-/Muskelmasse ist direkt nach OP sinnvoll, ok, aber wenn man schon individuelle Werte hat, dann doch bitte danach gehen. Ich würde dich eher als schon nahe dran sehen - vorbehaltlich neue freie Nüchternwerte.

    Ich erhoffe mir jetzt natürlich, dass sich mein Befinden innerhalb von 1 Woche verbessert, das wäre toll - versuche da aber realisitisch zu sein, kann sich auch viel länger ziehen.
    Ja, das kann es, allerdings. Eine Änderung in der 1. Woche könnte man höchstens als Hinweis sehen, dass die Richtungsänderung stimmen kann, den Hormon-Endspiegel im Blut hast du zu dem Zeitpunkt noch lange nicht erreicht.

    Ich bin in 3,5 Wochen wieder mit dem SD-Doc verabredet. Dann sieht man vermutlich sowohl klinisch als auch im Labor einen Trend
    Vorsicht, dass du dich nicht zu verfrühter Änderung verführen lässt. Vom Befinden her muss man da noch gar nichts merken, ich habe Änderungen (auch Kippen von UF- zu ÜF-Gefühl! - und umgekehrt) öfters bis zur 7. Woche erlebt.

  7. #37

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Moin,

    nun hab ich Nüchternwerte (siehe Profil), die ich jetzt ohne ärztlichen Kommentar bekommen habe!

    Diese werfen für mich wieder einige Fragen auf, insb.:
    1) rechtfertigen diese Werte weiterhin eine Dosisänderung von 150 auf 175 (wie vor 2 Tagen bereits begonnen, hier waren die aktuellsten Nüchternwerte NICHT bekannt)?
    2) wie ist es zu erklären, dass sich der TSH innerhalb von 10 Tagen derart (sprunghaft) verringert? In dieser Zeit war ich übrigens krankgeschrieben und hab mich total geschont, es gab aber keine Dosisänderung o.ä.
    3) ist Vitamin D als Erklärung für anhaltende Symptome in Betracht zu ziehen (aktueller Wert 29)?

    Freue mich über Antworten und sonstige Kommentare!
    Danke vorab und beste Grüße!

  8. #38
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Zum heutigen Kontrolldatum gehört aber "150 mcg seit 1.3.2021" hin, das ist die Dosis, unter der diese Werte entstanden.

    Jetzt sieht man sehr schön, dass bei den zu früh gemachten Werten (Kontrolle März, 150 seit nur 3,5 Wochen):

    24.03.2021…….A…….0,86……..3,16………1,21…….150 ug seit 01.03.2021...(~1h nach LT):


    das TSH schon reagiert hatte, aber die Dosis ist beim Serumspiegel der freien Hormonwerte noch lange nicht angekommen gewesen.

    Ich weiß nicht was ich sagen soll - die heutigen Werte sehen einfach nicht nach Erhöhungsbedarf aus. Was mich so ratlos macht: Wenn es ein *wenig* suboptimales Befinden wäre, naja, dann könnte man bei solchen Werten sowohl nach oben, als auch nach unten ein klein wenig (darunter verstehe ich +/- 6,25 mcg!) modifizieren, um zu sehen, wo es hakt. Aber du berichtest von Symptomen, deretwegen man dich krankschreiben musste, die man also bei auffällig schlechten Werten erwarten würde ... die hast du einfach nicht.

    Sag nochmal, war diese BE auch morgens früh?

    Kann es nicht sein, dass du was anderes hattest und man dich deswegen krankschreiben musste?

    PS

    PS

    1) rechtfertigen diese Werte weiterhin eine Dosisänderung von 150 auf 175 (wie vor 2 Tagen bereits begonnen)?
    Für mich nicht.
    2) wie ist es zu erklären, dass sich der TSH innerhalb von 10 Tagen derart (sprunghaft) verringert? In dieser Zeit war ich übrigens krankgeschrieben und hab mich total geschont, es gab aber keine Dosisänderung o.ä.
    Siehe Frage oben, anderer Grund für Krankschreibung? Das TSH an sich ist relativ egal. Die Entwicklung der freien Werte ist stimmig.

    3) ist Vitamin D als Erklärung für anhaltende Symptome in Betracht zu ziehen (aktueller Wert 29)?
    Nein.
    Geändert von panna (02.06.21 um 13:52 Uhr) Grund: PS verspätet hinzugefügt

  9. #39

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    - okay danke, das Profil habe ich angepasst, sodass es jetzt konsistenter sein sollte.
    - die BE 24.03. war auch morgens, aber eher 2h nach LT (statt 1h wie bis eben im Profil stand); die BE 31.05. war früh morgens und nüchtern - bin mir nicht sicher welche du meinst
    - ich finde auch die sehen nicht nach Erhöhungsbedarf aus, stimme dir total zu. habe auch nicht das gefühl, dass es klug ist jetzt bis zum nächsten Termin in 3 Wochen die erhöhte Dosis durchzuziehen.
    - ja also die kernfrage besteht für mich ja seit eröffnung dieses threads darin, wie mein befinden trotz normwerte zu erklären ist - mein bisheriges Verständnis war, dass eben diese kleinen Anpassungen schon ENTSCHEIDEND sein können. Deinen letzten Kommentar lese ich aber eher so als würde ich das überbewerten
    - diese woche bin ich wieder leicht arbeiten gegangen, fühle mich etwas besser

  10. #40

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen

    Kann es nicht sein, dass du was anderes hattest und man dich deswegen krankschreiben musste?
    Das kann ich nicht ganz ausschließen, klar.
    Um dieser Frage nachzugehen habe ich mich aber beim Hausarzt vorgestellt, der daraufhin ein Blutbild gemacht hat, was keine Auffälligkeiten gezeigt hat. Daher sage ich erstmal so: vermutlich habe ich nix anderes.

    Wenn ich mir diese Frage möglichst breit stelle, kann ich noch ergänzen, dass ich die letzten Monate als sehr belastend empfunden habe, sowohl vor der OP, als ich auch seit der OP fühle ich mich eingeschränkt, was sicherlich auch bei der Arbeit zu viel Stress geführt hat.

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