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Thema: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

  1. #11
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Mir fehlt die Angabe, genau seit wann die betr. Dosis genommen wurde, dort wo die Fragezeichen stehen, die Leerzeile, sollte sie dafür stehen, was unklar ist, kann weg:

    23.02.2021…….A…….8,02……..2,98………1,25…....100 ug seit ?????
    24.03.2021…….A…….0,86……..3,16………1,21…….150 ug seit ?????
    Im Text steht nun, dass 150 LT nur 3 Wochen vor der Kontrolle genommen wurde. Nach 3 Wochen ist die Dosis nicht vollumfänglich angekommen, das ist richtig. Da kann noch was passieren.

    Du hast das LT jeweils am Tag der BE genommen, aber da man nicht weiß, wann genau die Hormonspitze erreicht wird (irgendwann zwischen 2 und 4 Stunden nach Einnahme), wäre somit auch die Angabe des Zeitabstands irrelevant - es sei denn, die Kontrolle war mittags oder nachmittags. Wenn frühmorgens/morgens, dann sollte das LT *immer* erst danach genommen werden. Dann vergleicht man immer die Nüchternwerte vor Einnahme. D.h., Nüchternwerte müssen her, eine vorherige Einnahme kann das Bild trüben und man weiß nicht, in welchem Umfang.

    Warum das TSH unter 100 mcg so unpassend hoch war - keine Ahnung, musstest du Calcium nehmen, oder war der Abstand zur Einnahme zu gering und der Nüchternwert wäre viel niedriger - ich weiß es nicht. Weil nämlich, wenn du gleich nach OP mit 100 eingestiegen bist, sollte das TSH ja nicht so hoch sein, deine freien Werte sind ja nicht schlecht.

    - Ich wiege 75kg, m, 31 Jahre
    Dann könnte 150 schon grenzwertig zu hoch sein. Wir hätten dir hier ca. 125 vorgeschlagen und ein Rezept für 25-er-Tabletten, für kleine Modifikationen nach oben/unten, je nach Bedarf. Oder gleich 100-er und 25-er holen.

    - "Normbereich" - nein mir passen natürlich nur 1-2 Schuhgrößen, was bedeutet das? Dass ich eine individuelle Wohlfühldosis haben müsste innerhalb des breiten Normbereichs?
    Genau so ist das. Der Hausdoc ist klar zufrieden mit allem, was sich innerhalb der Norm befindet, er ist kein Facharzt und deinen Körper spürst du, nicht er.

    Allem voran steht für mich halt die Frage "Wie schnell werde ich mich jetzt wieder normal fühlen?".
    Ja nun - das ergibt sich aus all dem Obigen: Wenn du eine halbwegs passende Einstellung gefunden hast, dann relativ schnell. Der Einstieg war leicht falsch - ich vermute mal, dass man dir im Krankenhaus "100" gesagt hat, schöne runde Zahl und nach uns die Sintflut.

    Wenn du jetzt also neue Werte hast, dann können wir ja weitergucken.

    PS
    Dein BEfinden ist schlecht, inwiefern? Das kannst du ja schildern, wenn du die Werte hast.

  2. #12
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Deine letzten Werte sehen sehr gut aus,wenn man die Hintergründe nicht beachtet. Wenn Du Dir die Werte unter 100er ansiehst ist derTsh recht hoch bei passablen fts. Der Tsh weist eine UF aus und die fts sind durch die vorherige Einnahmen verfälscht hoch.
    So kann man keine gute Einschätzung geben.
    So große Dosis Sprünge wie jetzt bei Dir sollte man möglichst vermeiden sie können eine EO triggern.

  3. #13

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Danke für eure Antworten und Rückfragen, hier meine Ergänzungen:

    - Calcium habe ich zu keinem Zeitpunkt genommen
    - Ich nehme das LT immer morgens und meine BE waren immer morgens, ca 1 Stunde danach

    - Befinden: abgeschlagenheit, müdigkeit troz viel Schlaf und wenig körperlicher Belastung ("einfach keine Energie") --> Unterfunktionssymptome?
    - Das Thema mit EO (siehe Beitrag KarinE) bereitet mir natürlich Sorge, ist das auch unter Kenntnis meiner aktuellen Werte eine "Gefahr"?
    - Ich habe mich heute krankschreiben für 1,5 Wochen, da ich mich derzeit einfach nicht leistungsfähig fühle. Ich hoffe einfach auch mein Körper findet durch etwas Ruhe die nötige "Balance"

    --> Auf Basis dieser Infos vielleicht nochmal die Frage: Wie beurteilt ihr die Situation? Welche Ratschläge habt ihr?

    Ich freue mich auf eure Antwort! Danke vorab!

  4. #14
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Man sieht sehr schön, dass die Kontrolle im März verfrüht war - nach nur 3 Wochen unter 150 mcg. Jetzt ist die Dosis endgültig angekommen, entsprechend höher das fT4 (Referenzbereich bis 1,8):

    24.03.2021…….A…….0,86……..3,16………1,21….....….150 ug seit 01.03.2021
    29.04.2021.....A......3,15.......3,45......1,76...........150 uq
    Was ich nicht verstehe, ist das TSH. Da kann so nicht wirklich stimmen, müsste wesentlich niedriger sein.

    Ich nehme das LT immer morgens und meine BE waren immer morgens, ca 1 Stunde danach
    Ich finde, dein fT4 ist schon etwas zu hoch auch dann, wenn du 1 Stunde davor das LT genommen hast. Nämlich, die Einnahmespitze ist eigentlich zwischen 2 und 4 Stunden nach Einnahme, d.h. es kann gut sein, dass der hohe Wert gar nicht so sehr von der Einnahme herrührt, sondern von der Dosiserhöhung, was man ja bei einer so starken Erhöhung nicht anders erwarten würde. Aber - Einnahme vor der Kontrolle ist halt ein Faktor, der die Interpretation sehr erschwert, weil man eben nicht weiß: Ist es vor der Einnahmespitze, mitten drin oder danach? Hinzu kommt das für mich unklare TSH. Steht es auf dem Originalbefund so?

    Was deine Symptome angeht, Zuviel macht meist Ähnliches wie Zuwenig, nämlich Erschöpfung/Müdigkeit.

    Mein Ratschlag wäre: eine Nüchtern-BE, d.h. LT erst nach der Blutabnahme einnehmen. Da bekommt man den Durchschnitts-Tiefstwert vor Einnahme, aber das bekommt man dann eben jedes Mal, somit ist eine optimale Vergleichbarkeit der Werte gegeben, im Gegensatz zu Werten, die wegen der einnahmebedingten Hormonspitzen-Kurve (erst rauf, dann runter) nicht gut einzuordnen sind. Eben auch dann nicht, wenn der Abstand immer eine Stunde ist.

  5. #15

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Danke, panna!

    - Ich verstehe das Problem mit der LT Einnahme vor der BE jetzt gut glaube, danke.
    - Das Thema mit EO (siehe Beitrag KarinE) bereitet mir natürlich Sorge, ist das auch unter Kenntnis meiner aktuellen Werte eine "Gefahr"?
    - TSH ist so wie im Profil geschrieben, habe es nochmal gecheckt -> was bedeutet das?

    Im Moment kann ich die Werte nicht so gut interpretieren, denn wenn ich dich korrekt verstehe:
    - fT4 spricht eher für Überfunktion?
    - TSH spricht eher für Unterfunktion?
    Geändert von aufs_Rennrad (19.05.21 um 13:16 Uhr)

  6. #16
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Zitat Zitat von aufs_Rennrad Beitrag anzeigen
    Im Moment kann ich die Werte nicht so gut interpretieren, denn wenn ich dich korrekt verstehe:
    - fT4 spricht eher für Überfunktion?
    - TSH spricht eher für Unterfunktion?
    Nicht direkt Unterfunktion, bei dem Wert. Aber unerwartet hoch bezogen auf dein fT4 und dein fT3, das das TSH mit beeinflusst, ist ja auch nicht besorgniserregend, dass man es dafür verantwortlich machen könnte.

    Was mir noch nicht klar ist (oder ich habe es überlesen): Hast du sofort nach OP Thyroxin bekommen? Wenn nein, könnte das das hohe TSH im Februar erklären. Die Kontrolle war insgesamt viel zu früh, und wenn das TSH Folge der verspäteten Substituion gewesen sein soll, dann war die Erhöhung bei solchen unreifen Werten einfach verfrüht.

    Wenn du sofort nach OP 100 LT genommen hast, dann könnte das hohe Februar-TSH eher in Richtung "Dosis zu wenig" gehen, allerdings geben das die freien Werte nur bedingt her, sie sind ja nicht schlecht - bloß hier kommt wieder der Störfaktor "Einnahme vor der BE" hinein, war es die Hormonspitze oder irgendwo auf der Kurve nach oben davor/nach unten danach?

    Ich kann es drehen und wenden, Gewissheit hätten wir mit einer Standard-BE vor Einnahme ... denn man kann nicht einfach das TSH hernehmen und danach dosieren, ohne die freien Werte richtig einschätzen zu können.

  7. #17

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Ah ok...

    - Also ich habe am Folgetag der OP direkt 100 LT genommen. Und dann ca 3 Wochen danach auf 150 LT erhöht (nach Empfehlung des Nuklearmediziners, der 2 Wochen nach OP BE gemacht hat)
    - Ich muss dann mal mit der Praxis sprechen denke ich, ob ich auf vor der BE auf LT verzichten kann. (Als ich noch Thiamazol genommen haben, habe ich das übrigens auch ganz regulär morgens vor der BE genommen, weiß nicht ob das relevant ist)
    - Nun werde ich mir erst einmal 1,5 Wochen Ruhe nehmen, und hoffe, dass das entweder zum Befinden beiträgt, da ich die richtige Dosis nehme oder ein klareres Bild der Werte zeigt, und somit eine Dosisanpassung impliziert - klingt das vernünftig?

  8. #18
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Ich muss dann mal mit der Praxis sprechen denke ich, ob ich auf vor der BE auf LT verzichten kann.
    Musst du gar nicht, es ist absoluter Standard, wenn die Blutabnahme morgens ist (wie dies meist der Fall ist).

    Für die Blutabnahme müssen Sie nicht nüchtern sein. Am Tag der Untersuchung sollten Sie kein Schilddrüsenhormon einnehmen, da sonst einzelne Blutwerte verfälscht sein können (in erster Linie das freie T4 oder fT4).
    Wenn Sie Ihre Schilddrüsenhormontablette irrtümlicherweise dennoch eingenommen haben, kommen Sie bitte trotzdem, sagen Sie dies aber Ihren Schilddrüsenärzten. Tabletten zur Behandlung einer Überfunktion können problemlos eingenommen werden.
    https://www.schilddruesenpraxis.at/s...ersuchung.html

    Antwort auf Hemmerfrage gratis mit dabei :-)

    Ich weiß nicht, wo du Blutabnahme machst. Werte kann auch der Hausarzt machen, wenn er netterweise alle drei macht. Da es dir nach ausreichend langem Halten der Dosis schlecht geht, weiß ich nicht genau, was das Abwarten bringen soll - aber das machst du natürlich, wie du willst.

    Fortsetzung folgt ...
    PS

    Damit du dir eine ungefähre Vorstellung machen kannst, die hellere grüne Linie ist in etwa der Werteverlauf nach Einnahme innerhalb der ersten 8 Stunden danach. Die dunkelgrüne Linie ist die Norm-Obergrenze. Natürlich nur eine Annäherung, eine grobe Visualisierung:
    https://www.ht-mb.de/forum/attachmen...8&d=1406390374
    Geändert von panna (19.05.21 um 13:51 Uhr)

  9. #19

    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Ok, so langsam setzt sich das Puzzle für mich zusammen, und ich werde folgendes tun:

    - Ich habe morgen einen Termin zur BE beim Hausarzt, der bislang geplant ist, um andere Ursachen meines schlechten Wohlbefindens auszuschließen (Infekt o.ä.) --> ich werde ihn bitten ebenfalls Schilddrüsenwerte (nüchtern!) zu prüfen, da ich die aktuelle Dosis ja jetzt bereits lange nehme (>2 Monate) und es doch plausibel ist die Dosis je nach Ergebnis anzupassen (ohne orakeln zu wollen, ich würde sagen vermutlich: zu verringern).
    - Dosisverringerung wäre für mich zumindest plausibel, da ich mich mich innerhalb der ersten 6 Wochen der Dosisanpassung (150 seit 01.03., davor 100) doch auch zeitweise 2-3 Wochen lang (mitte dieser 6-wöchigen Phase) sehr gut gefühlt habe (okay, etwa in dem Zeitraum hatte ich auch Urlaub, das spielt vermutlich auch eine Rolle)


    Danke für den Werteverlauf und die Hemmer-Frage
    Ebenfalls wäre noch eine Antwort auf diese Frage toll:
    - Das Thema mit EO (siehe Beitrag KarinE) bereitet mir natürlich Sorge, ist das auch unter Kenntnis meiner aktuellen Werte eine "Gefahr"?

  10. #20
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: Einstellungsphase nach OP - schlechtes Befinden trotz Normwerte!?

    Das EO-Risiko verschwindet niemals vollständig. OP und damit TRAK-Schwund ist natürlich eine gute Voraussetzung, aber keine Garantie. Werte sind eben ein weiteres Puzzlestück bei EO.

    Du kannst auch einmal so etwas probieren, bei Verdacht auf ein Zuviel: Einen Tag komplett weglassen und in sich hineinhorchen. Im Zweifelsfall hört man nicht viel, manchmal doch. Aber ein Nocebo-Effekt ist dabei nie auszuschließen.

    Ein Sprung glatt um die Hälfte der Dosis rauf ist immer leicht verdächtig, es sei denn, es liegt ein bodenlos tiefes fT4 vor.

    Es ist natürlich immer blöd, wenn die Vergleichbarkeit wegen unterschiedlicher Labors nicht gegeben ist, aber in dem Fall geht es nicht primär um einen Vergleich. Also hoffen wir das Beste (halbwegs normale Referenzbereiche etc.). Ist dein Termin morgens?

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